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GK Literaturwissenschaft (Fach) / Drama - Wirkungsdimensionen (Lektion)

Wirkungsdimensionen: dramatische vs. epische Form, geschlossenes vs. offenes Drama

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  • Welche Wirkungskonzeptionen gibt es über den Effekt des Dramas auf den Zuschauer? Wodurch ist dieser Effekt gewährleistet? Wer hat Theorien entwickelt und welche sind diese? Gegenkonzepte? (Brecht) unmittelbare Präsenz vor dem Publikum wirkt affektiv/emotional auf dieses -> Katharsis: Läuterung des Zuschauers; eleos und phobos: Schaudern und Furcht, soll Zuschauer verändernLessing: Furcht und Mitleid, verändert das Konzept; "Verwandlung der Leidenschaften in tugendhafte Fertigkeiten", sozialer Aspekt ist stärker betont als bei Aristoteles (psychol.)Brecht: episches Theater, das lehrreich sein soll; Identifikation mit Figuren/Emotionen sind nicht erwünscht; Vereitelung der Unmittelbarkeit (Momente der epischen Vermittlung), Verfremdung
  • Was sind die Merkmale des geschlossenen Dramas? Ausschnitt als Ganzes repräsentativer Ausschnitt drei Einheiten begrenzte Figurenanzahl Argumentation Konstruktion/Tektonik Ausgewogenheit/Ziel Richtung, Folgerichtigkeit, Sukzession Kausalität Hierarchie/Allgemeinheit hoher Stil Dialog vorherrschend Akt als wichtigste Gliederungseinheit
  • Was sind die Merkmale des offenen Dramas? Ganzes in Ausschnitten fragmentarischer Ausschnitt Dispersion, Polymythie teils unübersichtliche Figurenkonstellation Darstellung atektonische Reihung unausgewogen/ziellos Zirkularität Kontigenz (keine zwingende logische Relation) Reihung und Singularität niederer Stil Monolog vorherrschend Szene als wichtigste Gliederungseinheit
  • Was sind die Merkmale der dramatischen Form? Verkörperung der Handlung Zuschauer ist affektiv involviert ermöglicht Gefühle Erlebnisqualität Suggestion/Illusion Unveränderlichkeit Grundprinzip: Denken bestimmt Sein
  • Was sind die Merkmale der epischen Form (Brecht?) Erzählung der Handlung Zuschauer wird auf kritischer Distanz gehalten (Identifikation mit Figuren ist nicht erwünscht) erzwingt Entscheidungen Erkenntnisqualität Argumentation/Desillusionierung Veränderbarkeit der Situation Grundprämisse: das (gesellschaftliche) Sein bestimmt das Denken
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