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Magen Darm (Fach) / Kleintiere (Lektion)

Hund und Katze

Diese Lektion wurde von mary2rade erstellt.

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  • Durchfallarten - Dünndarm: - große weichbreiige Kotmassen (voluminös) - gelb grüne Farbe (deutliche Farbabweichungen) - Darmgeräusche - deutlicher Gewichtsverlust - zb. bei Laktosefütterung oder zu viel Stärke - Dickdarm: - kleine Kotmengen - breiig bis geformt - Schleim und Blutbeimengungen - häufig normale Farbe
  • Fütterungsfehler Katze - Laktose ( kann nur bis zur 4.- 7. Lebenswoche verdaut werden - Stärke ( nicht aufgeschlossene Stärke wird im Dickdarm fermentiert) - bindegewebsreich (Leber und Lunge !!!) - Kohlenhydratarm - faserarm
  • Dysbiose - Clostridien Dysbiose -> Clostridien !!!! + Laktatbildner ( vorallem im Dickdarm) Clostridien gehören zu den grampositiven stäbchenförmigen Bakterien. Sie kommen in zwei verschiedenen Formen vor. Zum einen die aktive Form im Darm und zum anderen die Endospore, die als Überdauerungsform des Baktieriums bezeichnet wird. Endosporen können über lange Zeit im Boden oder ähnlichen überleben.Clostridium Perfringens kommt im Magen-Darm-Trakt vieler verschiedener Tiere und in der Umgebung vor. Es ist ein physiologischer Besiedler des Darmes und wird bei ca. 80% aller Hunde mit und ohne Durchfall gefunden. Vermehren sich Clostridien jedoch ungebremst spricht man von einer Dysbiose. Dabei werden Toxine gebildet die intermittierenden Durchfall auslösen können. Folgende Faktoren können das Wachstum der Clostridien beim Hund begünstigen: ein schwaches Immunsystem, eine längere Gabe von Antibiotika, ein Futterwechsel ( zb. hoher Fett und Zuckeranteil in der Nahrung), zu proteinhaltige Diät oder übermäßiger Stress.Clostridium difficile produziert verschiedene Exotoxine, wie Enterotoxin A und Zytotoxin B, die zu einer Zerstörung der Epithelzellen der Darmschleimhaut führen.Zusätzliche Virulenzfaktoren von Clostridium difficile sind Adhäsine, welche die Bindung an das Darmepithel vermitteln, und Hyaluronidase. Der Erreger sezerniert außerdem p-Kresol, um das Wachstum von anderen Mikroorganismen in seiner Umgebung zu unterdrücken. Damit verschafft er sich einen Selektionsvorteil gegenüber der normalen Darmflora. Bilden auch Ammoniak, Amineführen zu Sekretorischen DurchfallBehandlung=leicht verdauliche Proteine bzw. Proteingehalt des Futters reduzieren.Rohfaseranteil erhöhen (z.b. über Flohsamen)Bakterien bauen Balststoffe zu kurzkettigen FS ab= PH Wert sinkt -> Zugabe löslicher Ballaststoffe zum Futter ( welches Clostridien entgegenwirkt).SchonkostCanikurAntiemetika, protonenpumpenhemmer Vitamin B ( Dickdarm) Folsäure ( Dünndarm) 1-2 mg Kg Umstellung von Feuchtfutter auf Trockenfutter für einen höheren Rohfasergehalt des Futters.  
  • Durchfall und Erbrechen bei Hund und Katze - bei Welpen immer potenziell gefährlich - > Gefahr der Dehydratation Katze= - bei der Katze häufiger zu beobachten ( Erbrechen vo Katzengras, Haaren, unverdauten Futter etc.) - Brechzentrum von Katzen ist sensibler als das von Hunden Hund= - nicht so häufig - kann ein Hinweis auf eine latente Addisonkrise sein - mehrfaches Erbrechen, Tier wirkt apatisch, Erbricht nur noch Wasser, bräunliche Flüssigkeit, Mageninhalt = CAVE -> Ileusverdacht !!!
  • Blut in Stuhl - kleine Blutschlieren sind meist harmlos (obwohl sie sehr gerne bei Giardieninfektionen auftreten). Bei gereizten Schleimhäuten und dem Pressen des Tieres platzen schnell mal ein paar kleine Dickdarmgefäße. -größere Mengen Blut oder teerfarbener Kot sind sehr ernst zu nehmen. Der Gerinnungsstatus sollte unbedingt überprüft werden. - es mss nicht immer Amox gegeben werden. manchmal recht schon buscopan compositum
  • IBD- Hund und Katze Inflammatory Bowel Disease Ursachengenetische Prädisposition, Fehlregulation des Immunsystems,häufig bei Boxern und Schäferhunden im mittleren Alter Katze: Siam und EKH meist mittleren Alters, ist eine Schleimhautentzündung im Dünndarm (distal) ( lamina Propriae Mucusae) und selten auch im Dickdarm, durch entzündliche Dsrminfiltrate Symptome: DF und EB, Anorexie, Gewichtsverlust, Pica, chronischer intermittierender therapieresistenter Df bzw. wechselnde Kotbeschaffenheit, wechselnder Appetit, Malsabsorbtion, Aszites (wegen Eiweißmangel) Histo: Einwanderung von Entzündungszellen in die Darmwand, -> Histiozyten, Plasmazellen, selterner eosinophile, Neutrophile, BU: MANCHMAL Hypoproteinämie, Hypocholerserinämie, Eosinophilie, Stressleukogramm, regenertive Anämie, Vitamin B12 Mangel, Folsäuremangel, Vitamin K Mangel,  Thrombotzytose, C-reaktives Protein erhöht, Alpha Glykoprotein erhöht, ggf Leberwerte erhöht Arten: 1) Lymphozytär - Plasmazelluläre Enteritis (LPE), häufigste Form, 2) Rassespezifische Enteropathie der Basenjis (vermutlich Unterform der LPE)3) familiäre Proteinverlust- Enteropathie (PLE)4)  Proteinverlust- Nephropathie des soft coated Wheathen Terriers (rassespezifisch)(vermutlich Unterform der LPE)5) Lymphozytär- plasmazellulätre Kolitis -> im Kolon 6) eosinophilie Enteritis 7) Eosinophile Gastroenteritis  (Eos und Granulozyten) 8) Granulomatöse Enteritis (Granlome dominierend) -> selten 9) regionale Enteritis Lokal begrenzt 10) neutrophile Enteritis 11) Histiozytäre ulzerative Kolitis BOXERWeitere UnterteilungA)Antibiotic responive diarrhea gilt als überholt, gibt es nicht mehr B) Futtermittel respnosive Enteropathie SRE C) IBD D) intestinales Kleinzelliges Lymphom  Diagnose:1) chronischer Verlauf von über 3 Wochen mit anhaltenden wiederkehrenden MDT Symptomen 2) Biopsie aus dem Magendarmtrakt -Ausschlussdiagnose, verdickte Darmschlingen und LNN3) fehlen anderer Ursachen                                      4) ungenügendes Ansprechen auf Diätische antiparasitäre und Antibiotische Behandlung   -> ARD Ausschluss Metronidazol 2 x tgl. 10-15 mg /Kg über meherere Wochen   5) Ansprechen auf Entzündungshemmende oder Immunsuppresive Behandlung bessert sich die Diarrhoe mit einer Fumiumstellung ist es keine IBD !!! Therapie:Prednisolon 1mg/ Kg 2 x tgl ! KATZEPrednisolon: 1-2 mg 2 x tgl, wenn Besserung der Symptome kann die Dosis um 25 % alle 3-4 wochen reduziert werden, Schema: 2-3 Wochen (bis dahin sollte sich eine Besserung einstellen) dann Dosis auf die Hälfte reduzieren (für 2 Wochen) danach 4 Wochen jeden 2. Tag danach ausschleichenOmega 3 Fettsäuren, geeignetes FM, Cyclosporine, Budesonid, Cholambucil (Cytostatika) DD: Pankreatitis, Exopkrine Pankreasinsuffizient, organische Ursachen (über Blut) Hyperthyreose (Katze) Prognose: bei strengem Futteregime gute Kurzzeitprognose, residivrate ist hoch, nach 2-3 Monaten kann eine Umstellung auf kommerzielles Fettreduziertes Futter versucht werden 
  • Kryptosporidien Azithromycin 5-10 mg/kg PO 2xtgl.  mind. 5-7 Tage Nitazoxynid 25 mg/TIER PO 2x täglich über mind. 5 Tage Paromomycin 125-165 mg/kg PO 1-2xtgl. mind. 5 Tage Tylosin 10-15mg/kg 2-3xtgl. PO für mind 21 Tage - u.a. Infectios Diseases of the Dog and Cat, Greene 2017
  • Mikrobiom Hund Anzahl und Vielfalt der Mikribiota nimmt entlang des Darmtraktes zu im Alter nimmt die Mikrobielle Diversität aber wieder ab viele Krankheiten gehen mit einer Störung des Mikrobioms einher gekennzeichnet ist diese Dysbiose durch einen Anstieg von Entzerobacteriaceaeursächlich wird ein Sauerstoffanstieg angenommen, → durch Entzündungen nimmt die Gefäßpermabilität zu denn es kommt zu einem Abfall der wichtigen Anaerobier da diese keine kurzkettigen Fettsäuren mehr produzieren kommt es zu einem Anstieg von Clostridien 
  • Kurzkettige Fettsäuren -> SCFA Kurzkettige Fettsäuren entstehen im Dickdarm bei der Vergärung von nicht resorbierten Kohlenhydraten, wie z.B. Ballaststoffen, komplexen Kohlenhydraten oder resistenter Stärke. über die Zufuhr der verwerteten Ballaststoffe können diese Bakterien gezielt vermehrt und ihre Stoffwechselaktivität gesteigert werdenBeispiele: Ameisensäure, Buttersäure, Essigsäure, Proprionsäure, wenn aufgrund einer Dysbiose diese Bakterien fehlen kommt es zu einem Anstieg von gefährlichen Bakterien wie Clostridien etc. 
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