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Travelmanagement (Fach) / Reiseveranstalter und Mittler (Lektion)
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- Was sind die Stufen der touristischen Wertschöpfungskette? Reisevertrieb - Stationär (Reisebüros und Vertriebsstellen) - Online (OTA, Produktportale und Direktvertrieb der Leistungsträger) Reiseveranstaltung - Klassische Reiseveranstalter - Baustein-Reiseveranstalter - Virtuelle-Reiseveranstalter - Dynamic Packaging (IBE) - Dynamic Bundling Transport - Fluggesellschaft - Bahn - Busunternehmen - Onlineportale Unterkunft - Hotellerie - Gastronomie - Kreuzfahrt - Camping Zielgebietsbetreuung - Privatwirtschaftlich (Incoming Agenturen) - Öffentlich (Fremdenverkehrsämter, Öffentliche Verkehrsmittel)
- Was besagt die rechtliche Stellung von Reiseveranstaltern? - bündelt mindestens 2 touristische Hauptleistungen (z.B. Beförderung und Unterkunft) in einem Angebot bündeln und bietet diese zu einem Gesamtpreis an - Reiseveranstalter muss gesamtheit der Reiseleistung in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung organisieren, anbieten und durchführen - Reiseveranstalter kann jede juristische oder natürliche Person oder gemeinnütziger Verein sein - Auch einmalige Angebote gelten als Pauschalreise - Vertragspartner des Kunden ist der Reiseveranstalter - Reiseveranstalter sind verpflichtet eine Insolvenzversicherung abzuschließen es sei denn: - Reiseveranstalter veranstaltet nur gelegentlich und außerhalb seiner gewerblichen Tätigkeit Reisen veranstaltet - Reise dauert nicht länger als 24 Stunden, keine Übernachtung und Reisepreis übersteigt nicht 75€ - Der Reiseveranstalter ist eine juristische Person öffentlichen Rechts, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren unzulässig ist
- Was sind die Funktionen eines Reiseveranstalters? Planungsfunnktion - Organisationsfunktion (Auswahl und Sicherstellung der Produktbestandteile Tra. + Beher.) - Servicefunktion (Gegenüber Reisevermittlern und Kunden) - Gebündelte "Problemlösung" Vertriebsfunktion - Vertriebsaufgaben (Wahrnehmung von Kapazitätsauslastung, Kundengewinnung) - Zielgebietserschließung (Anstoß zur Schaffung von Infrastruktur durch RV Tätigkeit) - Kommunikation Wertschöpfungsfunktion - Gewinnwirtschaftliche Produktion durch Schaffung von Mehrwert (USP, Positionierung gegenüber Mitbewerbern) Gesellschaftlich-soziale Funktion - Pauschalreisen als Minderung des Kundenrisikos - Pauschalreise als Reiseform für "Jedermann"; Entwicklung des Massentourismus - Preisvorteile durch hohe Kapazitäten (Reisemöglichkeit auch für Gäste mit geringer Kaufkraft)
- Welche sind die 5 größten Reiseveranstalter in Deutschland? - TUI - DER Touristik - FTI - Aida Cruises - Alltours
- Wie ist die rechtliche Stellung von Reisebüros / Reisemittlern? - Reisemittler sind keine Händler, sondern Handelsvertreter, deren Aufgaben, Rechte und Pflichten gegenüber dem Handelsherrn in Agenturverträgen festgelegt werden - Reisemittler vermitteln im Auftrag des Handelsherrn eine touristische Leistung an den Konsumenten - Durch den Handelsvertreterstatus trifft das Verbot der Preisbindung der zweiten Hand nicht auf das Verhältnis Leistungsträger (Handelsherr) - Reisemittler (Handelsvertreter) zu - Ein Handelsvertreter trägt im Unterschied zu einem Händler kein Lagerhaltungs-, Vorausdispositions- und Preisrisiko - Der Reisemittler haftet gegenüber dem Kunden nicht für Mängel an der Reiseleistung, allerdings schuldet er dem Kunden eine ordnungsgemäße Vermittlung der Reiseleistung
- Was sind die Merkmale von Reisemittlern? - Vermittelt lediglich im fremden Namen und auf fremde Rechnung - Der vermittelte Vertrag kommt nur zwischen dem Kunden und dem Anbieterf der vermittelten Leistung (RV oder Leistungsträger) zustande - Die Vertragsabwicklung und die Abwicklung evtl. Leistungsstörungen erfolgen zwischen den Vertragspartner (=RV oder Leistungsträger und Kunde) - Zwischen Reisemittler und Kunden kommt ein Geschäftsbesorgungsvertrag zustande: Der Vermittler schuldet den fachgerechten Abschluss des vermittelten Vertrages und hat insoweit Beratungs- und Informationspflicht
- Was umfasst die Leistungspalette der Reisemittler? - Beratung von Kunden - Vermittlung von Leistungen im Namen und Auftrag des Handelsherrn - Weiterleitung der Buchung an den Leistungsträger - Inkasso des Reisepreises für den Handelsherrn und Weiterleitung an diesen - Erstellung und Überprüfung der Reisedaten - Beratung hinsichtlich der Einreisebestimmungen - Visabeschaffung - Geldwechsel - Eigenveranstaltungen - Bewerbung der Kunden - Eintrittskartenvorverkauf
- Was ist die Hauptaufgabe von Reisebüros? Das Vermitteln von Fremdleistungen - touristische Fremdleistungen - Verkauf von Fahrkarten der DB - Flugticketvorverkauf - Verkauf von Schiffspassagen
- Wie setzen sich die Einnahmen durch die Vermittlung bei Reisebüros zusammen? Die durchschnittliche Provision liegt bei 10% - Durch Staffelprovsionen kann ein Reisebüro, bei besonders guten Vermittlungserfolgen, die Provisionen steigern, im günstigsten Fall auf 15% Viele Verkehrsträger haben, im Gegensatz zu den Reiseveranstaltern, die früher üblichen Provisionsvereinbarungen aufgekündigt - Daher sind Reisebüros gezwungen die Flug-/Fährtickets netto einzukaufen und mit einem Aufschlag (Serviceentgelt, Bearbeotungsgebühr, usw.) an den Kunden weiterzuverkaufen
- Woraus setzen sich die Haupterlöse von Reisebüros zusammen? - Provisionen - Eigenveranstaltungen (zweites Standbein)
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- Was sind wichtige Posten bei der Kalkulation von Eigenveranstaltungen von Reisebüros? - Kosten für Verkehrsmittel (z.B. bei Gruppenreisen) - Transferkosten - Hotelkosten, unterschiedliche Kosten, je nach Hotel oder Zimmerkategorie - Verpflegung - Ausflüge
- Wie lässt sich für Reisebüros bei Eigenveranstaltungen die Veranstalter-Haftung meiden? - Allein durch das Sprechen über mögliche Leistungskombinationen wird das Reisebüro nicht automatisch zum Veranstalter -> "neutrales Beratungsgespräch" ist zulässig - Solange die Leistungen seperat ausgewählt und seperat gebucht werden, entsteht keine Veranstalterhaftung - Wenn keine Gesamtrechnung für die alle Leistungen gebündelt ausgestellt wird, ensteht keine Veranstalterhaftung - Eine gemeinsame Bezahlung ist trotzdem möglich, solange Auswahl, Buchung und Rechnungsteilung seperat erfolgen
- Welche Reisebürotypen gibt es? Vollreisebüro - voll lizensiertes Reisebüro - hoher Umsatzanteil durch Firmengeschäft - Geschäftsreisenbereich Touristikreisebüro - Nur Touristikagentur - Mittelständische Struktur - Viele Kleinstreisebüros (1-2 Mitarbeiter) Virtuelles Reisebüro - Internet Anbieter wie expedia.de - Häufig auch Buchungsplattformen physischer Reisebüros oder VA / Leistungsträger Spezialreisebüro - Spezialisierung auf eine Reiseart oder Zielgruppe - hohe Fach- und Beratungskompetenz Incoming Agentur - in touristischen Destinationen angesiedelt - Vermittlung der Reiseleistungen der Destinationen an ortsfremde RV - Betreuung der Gäste vor Ort Firmenreisebüro - entweder eigenes Reisebüro oder als Abteilung eines Vollreisebüros - spezialisiert auf die Abwicklung von Geschäftsreisen