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Entwicklungspsychologie (Fach) / 2.) Pränatale Entwicklung, Geburt, Neugeborenenzeit (Lektion)
vorlesung 2
Diese Lektion wurde von AnnekeAdn erstellt.
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- Pränatale Entwicklung-historisch -Präformation: Vorgeformter Miniaturmensch bereits in Eizelle oder Spermium vorhanden -Epigenese: Aristoteles: Mensch kommt als tabula rasa auf die Welt, im Laufe der Entwicklung bilden sich neue Strukturen und Funktionen -Moderne Embyrologie: aus Einzelle entsteht Mehrzeller, Beschreibung genetischer und zellbioloischer Erkenntnisse; verschiedene Methoden zur untesuchung der Entwicklung im Mutterleib
- phylogenetische Kontinuität: Vorstellung, dass Menschen durch gemeinsame Evolutionsgeschichte einige Eigenschaften und Entwicklungsprozesse mit anderen Tieren teilen
- Pränatale Entwicklungsprozesse -> Zygote -> Embryo -> Fötus Zygote:Befruchtung bis Einnistung (2Wochen), schnelle Zellteilung , Verdopplung der Zellzahl 2x täglich innere Zellmasse wird Embryo (3.-8.Woche), Etwicklung Organen+Systeme, 4 Wochen= Herzschlag, %-5 W. Gerhirnentwicklung, Entwicklung Augen -> neuralohr aus Ektod. größte Gefahr für organ Schäden Fötus: ab 9.Woche: alle Organe, Geschlechtsdifferenzierung, 11-12. Woche: äußere Geschlechtsorgane, Arme u. Beine sichtbar, Greifreflex; 16.Woche: schnelles Wachstum; 28.W: lebensfähig, Augen offen, REM Schlaf
- Sinneswahnehmung ab 9.w: Tastsinn 4.Monat: Geruchs;Geschmackssinn 25.Woche: gleichgewichtssinn 6.Monat: Hörsinn 7. Monat: Sehsinn
- Pränatales Lernen ab 32. Woche: Habituation (gemessen an Herzrate) ab 27. Woche: Anzeichen für Langzeiteffekte (reagieren nach Geburt anders auf geschichten)
- Sensomotorische Entwicklung: visuelle Wahrnehmung -Sehrschärfe und Kontrastwahrnehmung: immer schärfer über Lebensmonate, linear , Gesichtspräferenz -Farbwahrnehmung: basal in ersten Lebensmonaten vorhanden, kategorische Farbwahrnehmung ab 4 M -Musterwahrnehmung: nachgewiesen mit 7M. (Konturen) -Wahrnehmungskonstanz: Kinder zeigen nach Habituationsphase präferenz für objekte neuer form statt alter Form
- Tiefenwahrnehmung -> Objektausdehnung; Stereopsie, Monukulare Hinweisreize -Objektausdehnung: "looming"-> retinale Abbild eines sich nährenden Objekt dehnt sich symmetrisch aus. (exp: betrachen Kinder auf Leinwand ein Abbild, das sich mit ähnlciher geschwindigkeit ändert, reagieren sie mit "Abwehreaktion" ca 1Mon) - Stereopsi: beidäugiges sehen-> binokulare Disparitäten, Unterschiede zwischen den Bildern beider Augen nutzbar , ca mit 4 Mon nutzbar -Monukolare Hinweisreize: relative Größe, Überlagerung/Konvergenz ab ca 7mon.
- Akustische Wahrnehmung: Hörschwelle, Lokalisation von Schallereignissen Hörschwelle: 4x höher als bei Erwachsenen, mit 5-8Jahren wie Erwachsener Lokalisation von Schallereignissen: bei Geburt gut, später muss durch wachstumsbedingter Körperveränderugen ein Umlernen erfolgen (zb abstand der Ohren ändert sich)
- Sensitivität für Sprachlaute; Musikwahrnehmung -Sensitivität für Laute: Kinder bis 7 Monate sensitiv für alle Laute, können alle Laute unterscheiden -Musikwahrnehmung: Sensitiv für Rhythmen, Klänge und Melodien
- Entwicklung von Geruch&Geschmack -vorgebrutliche Sensitivität -angeborene Präferenz für süßes -erkennen des Brustgeruchs/ Geruchs der Mutter milch / der Mutter
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- haptische Wahrnehmung orale Exploration in den ersten Lebensmonaten
- Intermodale Wahrnehmung (visuell-akustisch; visuell-haptisch) Visuell haptisch: mit 4Mon. exp: Kinder von 2 Bildschirmen, Laute aus Lautsprechern, verschiedene Filme mit Gesichtsausdrücken, einer passt zum Ton, einer nicht-> Kind schaut länger zum "richtigen" Bildschirm -Visuell-haptisch: mit 4mon. Exp: Kinder bekommen 2 Ringe, die entweder mit stab oder einer Schnur verbunden sind, können Objekte nur fühlen, nicht sehen; Wenn sie Objekte sehen, reagieren sie verwundert auf Objekt, das sie nicht gefühl haben. -> gewinnen visueller eindrücke durch Tasten
- Reflexe= frühe Ansicht, aktuelle Theorien -Frühe Ansicht: verschwinden durch neurologische Reifung - aktuell: dynamische systeme, verschwinden durch zusammenwirken neuronaleer Mechanismen, Wahrnehmungsfähigkeiten, Körperwachstum, Wachstum Bsp: Schreitreflex: Verändertes Verhälntis von Gewicht und Beinkraft
- Neuronale Entwicklung: Grundprozesse Grundprozesse: -neurogenese: 3.-4-Woche: rapide Zellteilung im Neuralrohr, abgeschlossen nach 18.Wochen nach Befruchtung -Wanderung: Neurone wandern zu bestimmungsort -Wachstum und Differenzierung: Nach Erreichen des Bestimmungsortes wachsen Neurone und passen sich spez. Funktionen an-> Verggrößerung Dendriten-Baum - Myelinisierung: vor Geburt bis Jugendalter -Synaptogenese: Bildung von synapsen mit anderen Neuronen -> bis nach geburt -Synaptic pruning: Elimnierung überschüssiger synapsen bis ins jugendalter
- Plastizität des Nervensystems Die Entwicklung des Gehirns wird stark von Erfahrung beeinflusst; ein häufiger Gebrauch einer Synapse verringert bspw. die Wahrscheinlichkeit ihrer Eliminierung („neuronaler Darwinismus“)→ Ausmaß des Inputs kann Strukturierung des Gehirns stark beeinflussen; weiteres
- Erwartungserwartende Prozesse Bezieht sich auf allgemein menschliche Erfahrung, die notwenig ist, damit normale Verdrahtung erfolgen kann-> kritsiche/sensible Phasen
- Sensible/kritische Phase kritische Zeiträume, in denen Nervensystem besondern empfindlich ist für Input (zb Sprachentwicklung, input wird benötigt zur normalen Entwicklung, wenn es nicht kommt, dann nie wieder das Niveau erreicht
- Erfahrungsabhängige Plastizität ideosynkratische Erfahrung und deren Auswirkung (zb. erhöhte kortikale Repräsentation in der linken Hand bei Cellisten)
- Bindungsentwicklung Bindung: -hat evolutionäre Funktion, kognitive Bedeutung, klinische Relevanz
- Bindungsentwicklung nach Bowlby Bindungstheorie: Kinder haben biol. Veranlagerung zur Entwicklung von Bindungen zur Sicherung des Überlebens. Kinder sind kompetenzmotiviert; sie streben danach Umwelt zu Erforschen. Enge Betreuungspersonen dienen dabei als sichere Basis, damit Erkundung ohne Gefahren pssieren kann
- Inneres Arbeitsmodell der Bindungen Inneres Arbeitsmodell: auf frühen Erfahrungen basierendes mentales Modell des Selbst, der Bindungspersonen und von Beziehungen im Allgemeinen, prägt nach Bowlby zwischenmenschliche Beziehungen ein lebenlang
- Bindungsmessungen: Fremde Situation(Aintsworth) Exp: (aintsworth): Messung der Bindungssicherheit eines Kindex durch Beobachten des Verhaltens in Fremden Situationen-> untersuchung des Erkundungsverhaltens des Kindes, die Kontaksuche zu Bezugsperson (Mutter vs Fremde im Raum) Identifikation von 4 Bindungstypen
- Aintsworth: Bindungs- Beziehung und emotionale Beziehung -emotionale Beziehung: anhaltende Beziehung, an spezifische Person, innerhalb einer emotional relevanten Beziehung, Wunsch nach Nähe, Kummer und Schmerz bei unfreiwilliger Trennung - Bindungsbeziehung: Suche nach Sicherhet und Wohlergehen (asymmetrische Beziehung)
- 4 Bindungstypen -B-typ: sicher= traurig bei Trennung, lassen sich bei Rückkehr trösten -A-typ: unsicher,vermeidend= relativ gleichgültig bei Trennung, lassen sich von Fremden trösten -C-typ: unsicher, ambivalent= traurig, empört bei Trennung, ambivalent bei Rückkehr (Suchen Nähe, lehnen sie auch ab) -D-typ: desorganisiert, desorientiert= inkstistent (keines der Muster)
- Elterlicher Bindungsstatus -autonome Eltern: Erinnern sich an positive und negative Kindheitserinnerungen -Abweisende Eltern: sagen, dass sie sich nicht erinnern oder sind inkonsistent -Verstrickte Eltern: verwirrte und ärgerliche Kindheitserinnerungen) -Ungelöste Eltern: oft bei Trauma
- Trangsgenerationake Bindung -Sichere Bindung-> v.a. autonome Eltern -unsicher/vermeidend-> abweisende Eltern -unsicher/ambivalent-> autonome und verstrickte Eltern -desorganisiert/desorientiert-> ungelöste Eltern
- Elterliche Feinfühligkeit Definition: Übereinstimmende Wahrnehmung, richtige Interpretation der kindlichen Wahrnehmung&Emotionalität; prompte, angemessene Reaktion, gewisser Zusammenhang zwischen elterlicher Feinfühligkeit und Bindung
- Langzeiteffekte sicher Bindung sichere Bindung korreliert mit: • Sozial akzeptablem Emotionsausdruck • bessere Beziehung zu Gleichaltrigen • besseren sozialen Skills • Besseres Verständnis für Emotionen Anderer • Prosozialem Verhalten: Teilen • Weniger aggressivem, antisozialen Verhalten • engere Freundschaften • soziale Beliebtheit • Schulerfolg