7

Sozialpsychologie (Fach) / Klausur 1 (Lektion)

Sozialpsychologie Klausur 1

Diese Lektion wurde von Lou12 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Das Selbst Das Selbst ist eine kognitive Repräsentation aus zwei Komponenten:• Selbstkonzept("self-concept"):DasWisseneiner Person über ihre persönlichen Eigenschaften• Selbstwertgefühl("self-esteem"):DieBewertungder eigenen Person
  • Das Selbstkonzept • Quellen des Wissens über die eigene Person:– eigenes Verhalten    • "How do I know what I think until I see what I've said?"    • Selbstwahrnehmungstheorie (self-perception theory; Bem, 1967)        – v.a. bei Unsicherheit in bestimmten Domänen    • wichtig: freie Entscheidung (Unterminierung intrinsischer Motivation durch externe                Belohnungen; Lepper et al., 1973)– eigene Gedanken und Gefühle   • Gute Datenquelle (warum?)   • Eindrücke von Beobachtern stimmen besser mit dem Selbstkonzept von P überein, wenn P                 über Gedanken und Gefühle (vs. Verhalten) berichtet hat (Andersen, 1984).
  • Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen dem Wissen über das Selbst und dem Wissen über andere – Ähnlichkeiten• oft identische Informationsquellen• ähnliche Urteilsstrategien• oft gleichermaßen (in)akkurat (s. Nisbett & Wilson, 1977)– Unterschiede• Mehr und unterschiedlichere Information über das Selbst => wir sehen uns selbst als flexibler und weniger extrem als andere.• Unterschiedliche Attributionen (z.B. Akteur-Beobachter-Verzerrung)
  • Kohärenz des Selbst: Wie fügen Personen ihre Selbst- aspekte zu einem konsistenten Ganzen zusammen? – Begrenzte Zugänglichkeit• Je nach Rolle oder Situation sind unterschiedliche Aspekte zugänglich, andere unzugänglich => keine Inkonsistenz– Selektive Erinnerung• Rekonstruktion der Vergangenheit im Einklang mit dem gegenwärtigen SK (Greenwald, 1980: "the totalitarian ego")– Attribution• Situative Erklärungen lassen Unterschiede im Verhalten stimmig erscheinen.– Fokus auf wenige Schlüsselmerkmale• Markus: Selbst-Schema. Effiziente, selektive Verarbeitung schemarelevanter InformationVerhalten wird im Lichte dieser Schlüsselmerkmale interpretiert und Schema so gefestigt
  • Selbstkonzepte sind kulturabhängig Individualistische Kultur-> Independentes (unabhängiges) Selbstkkonzept Kollektivistische Kultur-> Interdependentes (abhängiges) Selbskonzept
  • Selbstkomplexität Je nach Rolle, Situation und Kultur sind uns unterschiedliche Selbstaspekte zugänglich. Wir bestehen sozusagen aus "multiple selves", unser Selbstkonzept ist dynamisch. Personen weisen eine unterschiedliche Selbstkompläxität auf d,h Anzahl und Unterschiedlichkeit der Selbstaspekte, die eine Person für verschiedene Rollen, Aktivitäten und Beziehungen entwickelt hat ist individuell. 
  • Selbstwertgefühl • Selbsterkenntnis versus Selbstwerterhöhung– Akkurate Selbsteinschätzung ist adaptiv – Aber: oft positive Verzerrungen• Die meisten Personen schätzen sich auf den meisten Dimensionen als überdurchschnittlich ein.• Indirekte Effekte der Selbstbewertung auf Dinge, die mit dem Selbst assoziiert sind (z.B. "name-letter effect"; Nuttin, 1985).->Selbstwert als „Kompromiss“ zwischen akkurater Selbsteinschätzung und Selbstwerterhöhung • Wie entstehen positive Verzerrungen bei der Bewertung eigener Erfahrungen?– Auswahl geeigneter Situationen und Beziehungen– Selektive Wahrnehmung und Erinnerung eigenerpositiver Beiträge zu gemeinschaftlichem Erfolg(Ross & Sicoly, 1979)
Anzeige