36
Tierbestimmung (Fach) / Wirbellose Tiere (Lektion)
Informationen zu den Wirbellosen Tieren
Diese Lektion wurde von lexisjenn erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Taxon Gruppe von Lebewesen mit gemeinsamen verwandtschaftlichen Merkmalen, die sie von anderen Gruppen unterscheidet.
- Art Definition Gruppe natürlicher Populationen, die eine Fortpflanzungs-gemeinschaft bilden (fertile F1) und von anderen Gruppen reproduktiv isoliert sind.
- Mollusca (Weichtiere) namensgebendes Merkmal • innere, harte Stützelemente fehlen• Körper durch partielle Druckänderungen verformbar (Name Mollusca, von lat. mollis = weich)
- Atmung der Gastropoda über die gesamte Körperoberflächeüber Kiemenüber eine Lunge
- Ernährung Gastropoda (meist) mittels ihrer Radulaprimär weidende TiereSaprophage, Herbivore, Carnivore
- "Solarbetriebene" Schnecken -Chloroplasten aus Algen gesaugt-In Zellen des Verdauungstraktes eingelagert-Photosynthese & Nahrungsvorrat zugleich
- Fortbewegung der Gastropoda Kriechen über wellenförmige Sohlenbewegung
- Fortpflanzung der Gastropoda meiste Schnecken getrennt geschlechtlichv.a. Landlungenschnecken, aber auch manche Meeres- und Süßwasserschnecken zwittrig
- Entwicklung der Gastropoda –Wasserschnecken (v. a. Meer)Entwicklung über Larvenstadium –Landschneckendirekte Entwicklung
- Atmung der Bilvalvia über Kiemen (dienen auch der Nahrungs-aufnahme)
- Anzeige
- Ernährung der Bilvalvia SuspensionsfresserHolzfresserRäuberüber symbiontische Algen & Bakterien
- Fortbewegung der Bilvalvia über den Fußüber die Schalenklappen
- Fortpflanzung der Bilvalvia meiste Muscheln getrennt geschlechtlichmeist Abgabe der Keimzellen ins umgebende Wasser
- Entwicklung der Bilvalvia über Larvenstadium
- Arthropoda Klassen ChelicerataDiantennataMyriapoda
- Merkmale Chelicerata heteronome Körpergliederung2 bis 4 Beinpaare Kopf ohne Fühler, mit Cheliceren & Pedipalpen
- Merkmale Diantennata meist heteronome Körpergliederung> 4 Beinpaare Kopf mit 2 Paar Fühlern & Mandibeln
- Mermale Myriapoda homonome Körpergliederungmindestens 6 (meist 9 bis >100) gleichartige Beinpaare Kopf mit 1 Paar Fühlern & Mandibeln
- Wichtiges zu Chelicerata (Kieferklauenträger) Kopfextremitäten zu Mundwerkzeugen umgewandelt in Form von Cheliceren (Kieferklauen) (Name Chelicerata) weltweit über 100 000 Arten beschriebenEuchelicerata
- Körperbau Arachnida (Spinnentiere) Körper aus 2 Tagmata1. Prosoma (Vorderkörper) Cephalothorax + 2 Rumpfsegmente2. Opisthosoma (Hinterkörper)ursprünglich aus 12 Segmenten
- Extremitäten Arachnida ohne 1. Antennen1 Paar Cheliceren (Kieferklauen)1. Extremität des Prosomas (ehemals 2. Antennen)dienen dem Beutefang & Fraß1 Paar Pedipalpen (Taster)2. Extremität des Prosomasübernehmen verschiedenste Aufgaben4 Paar Laufbeine
- Opiliones (Weberknechte) Körperbau Lebensraum Ernährungsweise Fortpflanzung Körperbau Prosoma mit dorsal gelegenem AugenhügelPedipalpen oft laufbeinartigBeintarsen meist vielgliedrig Biologie - Lebensraum vorwiegend Bewohner des Bodens & der Streu, aber auch in höheren Vegetationsschichten Ernährungsweise häufig carnivor (andere Arthropoden, Schnecken)saprophag (tote organische Substanz) Fortpflanzung getrennt geschlechtlichhäufig SexualdimorphismusEiablage mittels Ovipositor
- Pseudoscorpiones (Pseudoskorpione) Körperbau Lebensraum Ernährungsweise Fortpflanzung Körperbau kein Einschnitt zwischen Prosoma & Opisthosoma (im Gegensatz zu Araneae)Prosoma: unsegmentiertOpisthosoma: segmentiert (12 Segmente) (im Gegensatz zu Araneae)Opisthosoma ohne Giftstachel (im Gegensatz zu Scorpiones)Pedipalpen mit großen Scheren (wie bei Scorpiones)–mit Sinneshaaren (Trichobothrien) besetzt–mit Giftdrüsen Lebensraum in Laub, Moos, Mulm, unter Rinde & Steinenin Vogelnesternin Häusern Ernährungsweise carnivor (von anderen Arthropoden) Fortpflanzung getrennt geschlechtlich
- Acari (Milben) Körperbau Lebensraum Ernährungsweise Fortpflanzung Lebensweise Körperbau Körper ohne tiefe EinschnitteMundgebiet, Cheliceren & Pedipalpen zu Gnathosoma zusammengefasstgegen den übrigen Körper (Idiosoma) beweglich Lebensraum Land, Süßwasser, Meer Ernährungsweise CarnivoreHerbivoreSaprophageParasiten Fortpflanzung getrennt geschlechtlichParthenogeneseLarven mit 3 Laufbeinpaaren Lebensweisesehr unterschiedliche Gestalt & Lebensweisenartenreichste Gruppe der Arachnida
- Metastigmata/Ixodida (Zecken) blutsaugende Ektoparasiten
- Mesostigmata/Gamasida (Raubmilben) meist freilebende räuberische Milbenz.T. Parasiten bei Wirbeltieren & WirbellosenPhoresie an Wirbellosen
- Hydrachnidiae (ohne Rang) im Süßwasser lebende MilbenLarven meist Parasiten an InsektenAdulte meist räuberisch
- Eryophyidae (Gallmilben) gallerregende Pflanzenparasiten
- Körperbau Crustacea häufige Körpergliederung: Kopf (Caput), Thorax und Abdomen (Pleon bei Malacostraca)Kopf und vordere Thoraxsegmente können verschmolzen sein: Cephalothorax Körper oft bedeckt mit vom Hinterkopf aus-gehender Duplikatur des Integuments: Carapaxletztes Körper-"Segment" (Telson ≙ Pygidium) gelegentlich mit Schwanzgabel: Furca
- Extremitäten Crustacea bei Malacostraca (höhere Krebstiere)–Abdomen (Pleon) mit Extremitäten (Pleopoden)–hintere Pleopoden oft zu Uropoden umgebildet
- Anzeige
- Amphipoda (Flohkrebse) Lebensraum Ernährungsweise Fortpflanzung Ausrichtung und Gestalt der Peraeopoden (Pp) (⇒ Amphipoda)– Pp 1-4 nach vorne gerichtet– Pp 5-7 nach hinten gerichtetSprungvermögen über Sprungbeine (Uropoden) (⇒ Flohkrebse) LebensraumMeer, Süßwasser, Land ErnährungsweiseHerbivoreCarnivoreSaprophage (wesentlich beteiligt am Abbau organischen Materials) Fortpflanzunggetrennt geschlechtlichhäufig SexualdimorphismusMarsupiumdirekte Entwicklung
- Isopoda (Asseln) Körperbau Extremitäten Pleopoden Fortpflanzung alle Peraeopoden sind gleichgestaltet (& weisen ± in dieselbe Richtung) (⇒ Isopoda) Körperbau•Körper meist dorsoventral abgeflacht•Kopf + 1 Thoraxsegment: Cephalothorax•Thoraxsegmente 2-8: Peraeon•Abdomen aus 6 Segmenten + Telson•(>)1 Abdominalsegment(e) + Telson: Pleotelson•Augen ungestielt Extremitäten1. Antenne kurz, einästig2. Antenne7 Paar einästige Peraeopoden5 Paar zweiästige Pleopoden1 Paar zweiästige Uropoden Pleopodenerste 5 Pleopodenpaare flächig ausgebildete Spaltbeine–liegen der Unterseite des Pleons an–dienen der Atmung–bei vielen terrestrischen Isopoda mit lungen- artigen Einstülpungen (Trachealsysteme) Fortpflanzunggetrennt geschlechtlichHermaphroditismusMarsupiumdirekte Entwicklung
- Was sind Pleopoden? Trachealsysteme („weiße Körper")epidermale Einstülpungen (Pseudotracheen) im Exopoditen
- Myriapoda (Tausendfüßer) Körperbau meist mit zahlreichen Laufbeinpaaren (>9 bis <1000) (Name Tausendfüßer)nur ein Paar Fühler vorhanden (Antennata)1. Antenne ausgebildet2. Antenne fehlt KörperbauKopf bildet einheitliche Kapsel & ist stets deutlich von den Rumpfsegmenten abgesetztRumpfsegmente weitgehend gleich (homonom) gestaltet & tragen je ein Paar Extremitäten
- Chilopoda (Hundertfüßer) Körperbau Lebensraum Ernährungsweise Fortpflanzung mit zahlreichen (meist <100) gleichartigen Beinpaaren (Name Chilopoda) (griech. χίλιοι = tausend Körperbau Körper ± flachKopf jederseits mit einem Augenfeld aus Einzel-augen (Ocellen) (selten mit Komplexaugen) 1 Paar Antennen1 Paar Mandibeln2 Paar Maxillen1. Extremitätenpaar des Rumpfes zu Maxillipeden (Kieferfüßen) umgebildet; oft mit GifklaueVentralseite der Coxae der letzten 1-4 Rumpfextremitätenpaare häufig mit Poren (Coxalporen) Lebensraumalle Vertreter sind Bodentieresie leben in der Laubstreu, unter Steinen, Rinde, etc. oder im Boden selbst (Geophilomorpha) Ernährungsweisealle leben carnivor & sind i.A. nachtaktiv Fortpflanzunggetrennt geschlechtlichteilweise Brutpflegedirekte & indirekte Entwicklung
- Diplopoda (Doppelfüßer) Körperbau Extremitäten Lebensraum Ernährungsweise Fortpflanzung Lebensweise Verschmelzung von je zwei Rumpfsegmenten zu Doppelsegmenten mit 2 Beinpaaren (Name Diplopoda) Körperbau•Körper ± zylindrisch•Rumpf aus Doppelsegmenten (Rumpfringe)–aus vorderem Abschnitt (Prozonit) & hinterem Abschnitt (Metazonit)•an jeder Kopfseite ein Augenfeld aus Einzelaugen (Ocellen)•meist mit Kalkeinlagerung in der Cuticula ExtremitätenExtremitäten des Kopfes–1 Paar Antennen–1 Paar Mandibeln–1 Paar Gnathochilarien (Singular: Gnathochilarium)vermutlich aus 1. Maxillenpaar; 2. Maxillenpaar fehlt Extremitäten des Rumpfes–1. Segment hinter dem Kopf (Collum = Halsschild) ohne Extremitäten–erste 3 Rumpfringe mit 1 Beinpaar, restliche mit 2 Beinpaaren Lebensraummeist feuchtigkeitsliebende Bewohner des Bodens ErnährungsweiseSaprophage (abgestorbene Pflanzensubstanz)BakteriophageFungivoreHerbivore Fortpflanzungmeist getrennt geschlechtlichParthenogeneseteilweise Brutpflegemeist indirekte Entwicklung Lebensweiseverfügen über WehrdrüsenAbsonderung von z.B. Benzochinonen, Blausäure, ...