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Entwicklungspsychologie (Fach) / Entwicklungspsychologie_BA (Lektion)

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  • Was versteht man in der heutigen modernen Entwicklungspsychologie unter Entwicklung? Veränderungen psychischer Funktionen, Erlebens und Verhaltens(Denken, Fühlen, Einstellungen, Motivation, Erleben, Identität, usw.) nicht: vorübergehende oder rein zufällige Veränderungen (z. B. Stimmungsschwankungen im Tagesverlauf) zeitlich stabile und aufeinander aufbauende Wandlungen „längerfristige, gerichtete Veränderungen des Erlebens und Verhaltens, die intraindividuell im Verlauf der Lebensspanne auftreten“
  • Was bedeutet "intraindividuell" Innerhalb eines Individuums ablaufend
  • Inwiefern hat Entwicklungspsychologie hohe Praxisrelevanz ? 1. Differenzierte Beschreibung der Veränderungen in unterschiedlichen Lebensphasen: Was genau verändert sich wie und wann? 2. Erklärung von Entwicklungen: Ursachen der Veränderungen erkennen, multikausale Bedingungsgefüge beschreiben: Woran liegt es, wenn Entwicklung in die eine oder in eine andere Richtung verläuft? 3. Bestimmung des aktuellen Entwicklungsstandes: Entsprechen die vorhandenen Fähigkeiten den Altersnormen? Beurteilung des individuellen Entwicklungsstandes vor dem Hintergrund des Wissens über normative und pathologische Entwicklungsverläufe in unterschiedlichen Altersstufen 4. Einschätzung von Wohlbefinden: Sind elementare Grundbedürfnisse befriedigt? Gibt es Risikofaktoren, die Wohlbefinden beeinträchtigen? 5. Prognosen über die weitere Entwicklung der Person: Wie wird es weitergehen, wenn man nicht interveniert –wie, wenn man interveniert? 6. Beeinflussung der Entwicklungsprozesse: Wie kann man erwünschte Entwicklung fördern bzw. unerwünschte verhindern? •Prävention von Fehlentwicklungen •Konzeption von Interventionen O Fördermaßnahmen für das Individuum selbst O Familienberatung: (Eltern im Hinblick auf Erziehungsfragen), Angehörigenberatung (im Hinblick auf den geeigneten Umgang mit älteren Familienangehörigen) 7. Es ist eine empirische Wissenschaft also Forschung
  • Welche Richtungen von Gen-Umweltkorrelation kann man unterscheiden?  Aktiver Einfluss von Umwelt und Individuum --> Interaktionistische Theorien Kein Einfluss von Umwelt und Idividuum --> Endogenistische Theorien Aktiver Einfluss des Individuums jedoch nicht der Umwelt --> Selbstgestalltungstheorien Aktiver Einfluss der Umwelt jedoch nicht des Individuums -->  Exogenistische Theorien
  • Aktiver Einfluss von Individuum und Umwelt Name? Interaktionistische Theorien
  • Aktiver Einfluss des Individuums jedoch nicht der Umwelt Name? Selbstgestalltungstheorien
  • Aktiver Umwelteinfluss jedoch kein aktiver Einfluss des Individuums Name? Exogenistische Theorien
  • Weder aktiver Umwelteinfluss, noch der des Individuums Endogenistische Theorien
  • Welche Annahme wird im dynamischen Interaktionismus vertreten ? Paradigma der Persönlichkeitsentwicklung, nach der Persönlichkeit und Umwelt in dynamischer Interaktion stehen. Der dynamische Interaktionismus nimmt eine wechselseitige Interaktion zwischen Person, Situation und Verhalten an. Unabhängige und abhängige Variablen lassen sich im dynamischen Interaktionismus nicht mehr klar unterscheiden.
  • Welche Voraussetzungen sind laut der ‚Ökologie der menschlichen Entwicklung‘ für eine bestmögliche Entwicklung eines Menschen notwendig? Eine gut zur Persönlichkeit des Kindes passende Umwelt
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  • Wie entstehen nach dieser Theorie Entwicklungsprobleme? (Ökologie der menschlichen Entwicklung) Der Grundstein für Entwicklungsprobleme wird gelegt, wenn ein Kind in eine Umwelt gezwängt wird, welche nicht zu den Bedürfnissen eben jenes Kindes passen
  • Brandstädter nennt in diesem Zusammenhang 4 Aspekte, hinsichtlich deren Umwelt und Mensch zu einander „passen“ müssen, um eine gute Entwicklung zu gewährleisten: Wie heißen diese? Geben Sie zwei Beispiele für mangelnde Passung. denZielendesIndividuumsselbst," seinen Potenzialen(Dispositionen,Kompetenzenusw.)," den Anforderungenim familiären,schulischen,sub-kulturellenUmfelddes Individuums,d. h. den dort existierenden alters-, funktions-oder bereichsspezi-fischenStandards, und"denAngeboten(Lern-und Hilfsangeboten,Ressourcen) in der Umwelt des Individuums.
  • Wie lauten die 4 Grundbedürfnisse nach Grawe und was versteht er darunter? 1. Das Grundbedürfnis nach Bindung 2. Das Grundbedürfnis nach Kontrolle und Orientierung 3. Das Grundbedürfnis nach Lustbefriedigung und Unlustvermeidung 4. Das Grundbedürfniss nach Selbstwerterhöhung und Anerkennung
  • Das Grundbedürfnis nach Bindung: a.       -Bedürfnis nach Nähe Geborgenheit und Bindung zu emotional bedeutsamen Bezugspersonen b.       -Qualität der frühen Bindungsbeziehung wirkt sich nachhaltig auf die weitere Entwicklung aus
  • Das Grundbedürfnis nach Kontrolle und Orientierung:   a.       -Bedürfnis nach Autonomie und Kontrolle, Wunsch eigenständig Umgebung zu erkunden, Ereignisse selbst beeinflussen b.       -für Entwicklung von Selbstwirksamkeitsgefühl wichtig c.       -Kontrolle bietet Orientierung und Sicherheit, d.       -Bedürfnis das Verhalten der Bezugsperson zu verstehen, Ereignisse in gewissem Grad vorherzusehen
  • Das Grundbedürfnis nach Lustbefriedigung und Unlustvermeidung: a.       -Wunsch angenehme Dinge zu erleben, b.       -Wunsch unangenehme Dinge zu vermeiden
  • Das Grundbedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Anerkennung: a.       -Bedürfnis sich selbst als wertvoll und positiv zu erleben b.       -Wertschätzung und Anerkennung von wichtigen Bezugspersonen notwendig
  • Wie beschreibt Sigmund Freud Entwicklung? intraindividuelle („psychosexuelle“) Dynamik: Entwicklung von innen gesteuert, Umfeld kaum Gewicht
  • Psychosexuelle Entw. 1. Phase Orale Phase (erstes Lebensjahr):•Lustgewinn durch Nahrungsaufnahme
  • Psychosexuelle Entw. 2.Phase 2. Narzisstische Phase:•Lustgefühl durch eigenen Körper
  • Psychosexuelle Entw. 3. Phase 3. Anale Phase (bis drei Jahre):•Lustgewinn durch Ausscheidung
  • Psychosexuelle Entw. 4. Phase 4. Phallische Phase (bis sechs Jahre):•Beschäftigung mit eigenen Genitalien
  • Psychosexuelle Entw. 5. Phase 5. Latenzphase (bis elf Jahre):•Vorübergehende Abnahme des Genitallustgewinns
  • Psychosexuelle Entw. 6. Phase 6. Genitale Phase: (etwa ab elf Jahren):•Interesse für Sexualität
  • Bitte benennen Sie das Grundprinzip des „Stufenmodells der psychosozialen Entwicklung“ von Erikson und erklären Sie, was er darunter verstand. Benennen und beschreiben Sie kurz die „Krisen“, die die Stufen bestimmen. 1. Urvertrauen versus Urmisstrauen(bis Ende des 1. Jahres)„Ich bin, was man mir gibt“„ 2. Autonomie versus Selbstzweifel (1.  bis 3.Lebensjahr)„Ich bin, was ich will“ 3. Initiative versus Schuld (3. bis 5. Lebensjahr)„Ich bin, wer ich zu werden mir vorstellen kann“  4. Fleiß versus Unterlegenheit(bis Pubertät)„Ich bin, was ich lerne“ 5.Identität versus Rollendiffusion(ab Pubertät) später mehr!!!„Wer bin ich, wer bin ich nicht?“ 6.Intimität versus Isolation (ab 20. Lebensjahr)„Ich bin, was ich einem anderen gebe und was ich in ihm finde“ 7. Generativität versus Stagnation (ab 40. Lebensjahr)„Ich bin, was ich mit einem anderen aufbaue und erhalte“ 8. Ich‐Integrität versus Verzweiflung(älter als 60 Jahre)„Ich akzeptiere, was ich geworden bin“
  • Urvertrauen versus Urmisstrauen (bis Ende des 1. Jahres) „Ich bin, was man mir gibt“„ 1. Urvertrauen versus Urmisstrauen(bis Ende des 1. Jahres)„Ich bin, was man mir gibt“„   Gefühl des Sich‐Verlassen‐Dürfens“ (Tugend: Hoffnung)Verlässlichkeit der Bezugsperson („basictrust“): •Fehlanpassungen: -sensorische Störung: übermäßig vertrauenswürdig-maligne Neigung zur Zurückgezogenheit.
  • Autonomie versus Selbstzweifel 2. Autonomie versus Selbstzweifel (1.  bis 3.Lebensjahr)„Ich bin, was ich will“ (Tugend: Willenskraft)Festhalten und Loslassen hängt vom eigenen Willen ab neue Fähigkeiten Emanzipation von der Bezugsperson •Fehlanpassungen: -Impulsivität: sich in Aufgabe stürzen, ohne eigene Fähigkeiten zu bedenken -Zwanghaftigkeit: immer an sich zweifeln, sich immer schlecht fühlen
  • Initiative versus Schuld (3. bis 5. Lebensjahr) „Ich bin, wer ich zu werden mir vorstellen kann“ Initiative versus Schuld(3. bis 5. Lebensjahr)„Ich bin, wer ich zu werden mir vorstellen kann“ (Zielstrebigkeit) Erkundung der Umgebung: Selbständigkeit wird erprobt, Grenzen müssen internalisiert werden •Fehlanpassungen:                                              -Rücksichtslosigkeit: ergreift Initiative, hat Pläne, egal, wem sie schaden-Hemmung: probiert gar nichts aus, fühlt sich immer schuldig
  • Fleiß versus Unterlegenheit (bis Pubertät)„Ich bin, was ich lerne“ 4. Fleiß versus Unterlegenheit(bis Pubertät)„Ich bin, was ich lerne“ (Kompetenz)Unterweisung in die Kulturtechniken, Erkenntnis: Ausdauer führt (meist) zu Erfolg, Freude an der eigenen Produktivität •Fehlanpassungen:-„schmale Virtuosität“ (Inselbegabung):zu viel Eifer in nur einem Bereich, keine breit angelegten Interessen -Trägheit, Minderwertigkeitsgefühl: ich probiere gar nichts mehr
  • Identität versus Rollendiffusion (ab Pubertät) später mehr!„Wer bin ich, wer bin ich nicht?“ 1. Identität versus Rollendiffusion(ab Pubertät) ®später mehr!!!„Wer bin ich, wer bin ich nicht?“ (Loyalität, Glaubwürdigkeit)eigene Selbstbilder mit Fremdbildern von sich in Einklang bringen, eigene Persönlichkeit entwickeln, sich mit gesell. Erwartungen auseinandersetzen   •Fehlanpassungen:-Fanatismus: zu viel Identifikation mit einer Rolle, verliert Toleranz-Zurückweisung: zieht sich als Mitglied der Erwachsenenwelt zurück, trennt sich von „Mainstream‐Gesellschaft“
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  • Intimität versus Isolation (ab 20. Lebensjahr)„Ich bin, was ich einem anderen gebe und was ich in ihm finde“ 1.Intimität versus Isolation (ab 20. Lebensjahr)„Ich bin, was ich einem anderen gebe und was ich in ihm finde“ (Liebe); Entwicklung intimer Beziehungen, tragfester Partnerschaften •Fehlanpassungen:-Promiskuität: sich zu leicht auf Intimitäten einlassen-Ausschluss: sich von Liebe isolieren, hasserfüllte Tendenz
  • Generativität versus Stagnation (ab 40. Lebensjahr)„Ich bin, was ich mit einem anderen aufbaue und erhalte“ 7. Generativität versus Stagnation (ab 40. Lebensjahr)„Ich bin, was ich mit einem anderen aufbaue und erhalte“ (Fürsorge); Erzeugung, Erziehung und Förderung der nächsten Generation, sich für andere Menschen einsetzen •Fehlanpassungen:-Überforderung („overextension“)-Ablehnung („rejectivity“)
  • Ich‐Integrität versus Verzweiflung(älter als 60 Jahre)„Ich akzeptiere, was ich geworden bin“ 8. Ich‐Integrität versus Verzweiflung(älter als 60 Jahre)„Ich akzeptiere, was ich geworden bin“ (Weisheit) das eigene begrenzte Leben akzeptieren, es als bedeutungsvoll ansehen, eigenes Leben eingebettet sehen in größeres Ganzes •Fehlanpassungen: -Anmaßung: sich Ich‐Identität anmaßen, ohne sich wirklich damit auseinander gesetzt zu haben-Verachtung: gegenüber dem Leben
  • Was versteht Havighurst unter „Entwicklungsaufgaben“ wodurch entstehen sie? „Entwicklungsaufgaben“ sind kulturgebundene, altersgebundene Anforderungen! Robert James Havighurst(15.6.1902 –12.5.1994)  „Eine Entwicklungsaufgabe ist eine Aufgabe, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einer Phase im Leben eines Individuums auftritt, deren erfolgreiche Bewältigung zu Zufriedenheit und zu Erfolg mit späteren Aufgaben führt, während Misserfolg in der Unzufrieden des Individuums, der Missbilligung der Gesellschaft und Schwierigkeiten mit späteren Aufgaben resultiert.“ (Havighust, 1972: s.2)   ·         In sogenannten „sensitiven Perioden“ ist die Erfüllung jeweiliger Entwicklungsaufgaben mit dem geringsten Aufwand verbunden. ·         Manche Phasen sind zeitlich abgeschlossen, manche erstrecken sich über mehrere Perioden der Lebensspanne. ·         Es handelt sich um „Lernaufgaben“.