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Pharmabetriebslehre (Fach) / Portfolio- und Pipelinemanagement 1 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Niiklas1997 erstellt.

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  • Entwicklung von Innovationen - Existenz vieler Ideen 1. Frage, ob es einen Markt gibt. 2. Projektauswahl 3. Priorisierung von Ressourcen 4. Ziel
  • Was versteht man unter kassischem Portfoliomanagement? - 9-Felder Matrix - Y-Achse = strategische Eignung - X-Achse = Marktpotential -> ersten 3 Felder = Abschöpfen (in der Pharmaindustrie -> Nicht investieren) -> 3 diagonale Felder = Auswählen (in der Pharmaindustrie -> identisch) -> obere 3 Felder = Expandieren (in der Pharmaindustrie -> Entwickeln)
  • Ziele des Portfolio- bzw. Pipelinemanagement - genügend Produkte mit dem richtigen Wert - zum richtigen Zeitpunkt - mit den gegebenen Ressourcen auf den Markt bringen - um die Unternehmensziele zu erreichen - Verbesserung der Planbarkeit
  • Grundlage für ein funktionierendes Portfoliomanagement ist... ...das Vorliegen einer mit klar formulierten langfristigen Zielen verbundene Unternehmensstrategie/Vision: -> inhaltlich richtungsweisende Unternehmensziele (Beschränkung auf bestimmte Krankheitsgebiete, Umsatz- und Gewinnziele) -> klares Verständnis der Mitarbeiter über den Unternehmenszweck -> Aussagen über die zur Verfügung stehenden Ressourcen tätigen
  • Portfoliomanagement am Beispiel eines Performance-Ziels, z.B. Gewinn Performance-Ziel = Gewinn -> Aufsplittung in Subziele und Präzisierung dieser -> bspw. Steigerung des Umsatzes durch Preiserhöhungen oder Produktentwicklungen -> bspw. Kostenmanagement (Kostenreduktion, Flexibilisierung etc)
  • Einbindung des Portfoliomanagements in das Unternehmen 1. Unternehmensstrategie (wird durch Umgebung und die verfügbaren Ressourcen beeinflusst) 2. Durch Portfolio- und Pipelinemanagement werden 3. bspw. Therapiegebiete analysiert 4. Durch erneutes Portfolio- und Pipelinemanagement werden 5. Verschiedene Programme identifiziert
  • Was versteht man unter den Begriffen Projekt, Pipeline und Programm? Pipeline: Beinhaltet mehrere Programme zur Erreichung strategischer Ziele Programm: Beinhaltet Projekte mit dem Ziel, strategische Ziele zu erreichen -> Bsp.: Entwicklung eines neuen Arzneimittels für eine bestimmte Erkrankung -> Jedes Programm besteht aus mehreren Projekten, die wiederum aus mehreren Teilprojekten bestehen Projekt: Summer aller (Forschungs- und Entwicklungs-) Aktivitäten zur Erreichung eines Programmziels -> Projekt beinhaltet Teilziele bzw. Teilprojekte (bspw. Zulassung etc.)
  • Definition Programmmanagement Koordination inhaltlich und zeitlich zusammenhängender Projekte um den (finanziellen) Beitrag / Wert eines Produktes zu maximieren
  • Kreislauf des Portfolio- bzw Pipelinemanagements 1. Phase: Ermittlung Soll-Kennzahlen 2. Phase: Ermittlung Ist-Kennzahlen 3. Phase: Vergleich Soll- und Ist-Kennzahlen => fortlaufender Prozess Weitere Aufgaben: - Priorisierung von Projekten- Update/Aufstellen der Ressourcenplanung- Update der Risikoplanung/Risikomanagement- Kommunikation der Zaheln an die Unternehmensführung- Integration der Entscheidungen der Unternehmensführung
  • 1. Phase: Ermittlung der Soll-Kennzahlen - Wie muss das Portfolio aussehen, um die langfristigen Unternehmensziele zu erreichen? - Wie viele Produkte müssten den Markt zu einem bestimmten Wert pro Jahr erreichen? - Einfache Modellierung (auf Basis interner oder externer Daten) -> Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen den Phasen -> Phasendauer -> durchschnittlicher Umsatzbeitrag eines Produktes
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  • 2. Phase: Ermittlung der Ist-Kennzahlen Was kann das derzeitige Portfolio/die Pipeline leisten? - Modellierung auf Basis externer oder interner Daten für jeden potentiellen Wirkstoff in der Pipeline: -> Abschätzung des erwarteten Umsatzes eines Wirkstoffs zur Überprüfung des Erreichens der Unternehmensziele -> Kalkulation der Wahrscheinlichkeit, dass ein Produkt den Markt erreicht und der Zeit, wann das Produkt den Markt erreicht => Schätzungen sind jedoch stark fehlerbehaftet, da - Projektmanager dazu neigen, die Erfolgswahrscheinlichkeiten und die Zeit bis zum Markteintritt des eigenen Projekts zu überschätzen - Abhängigkeiten innerhalb von Projekten bzw. Programmen bestehen
  • Phase 2: Ermittlung der Ist-Kennzahlen: Abschätzung des potentiellen Umsatzes 1. Abschätzung der Marktgröße -> basierend auf Basis der Patientenanzahl im geplanten Indikationsgebiet-> basierend auf derzeitigen Behandlungsstrategien-> basierend auf der Marktentwicklung bis zur geplanten Veröffentlichung des Produkts 2. Abschätzen des Marktanteils im Vergleich zu Konkurrenzprodukten -> Analyse der Profile der Konkurrenzprodukte (Nebenwirkungen, Wirksamkeit)-> Abschätzen des Marktwertes potentieller Produktprofile im Vergleich zu Konkurrenzprodukten-> Ermittlung eines potentiellen Marktanteils 3. Treffen von Annahmen über Preis und Verlauf der Markteinführung -> Ermittlung eines erwarteten Umsatzes pro Produkt
  • Wert eines Produktes und Gegenwartswert Wert eines Produktes aus heutiger Sicht: -> NPV (net present Value ∼ Kapitalwert) = ∑ Umsatz zum Gegenwartswert - ∑ Kosten zum Gegenwartswert (Ergebnis wird mit der Erfolgswahrscheinlichkeit multipliziert, um den endgültigen NPV zu erhalten) Gegenwartswert: -> Wert künftiger Zu- bzw. Abflüsse aus heutiger Sicht -> Gegenwartswert = Betrag/(Zinssatz)Periode
  • Wovon hängt die Abschätzung des Gegenwartswertes ab? Abschätzung sehr ungenau. Hängt ab von: - Wissenschaftlichem Durchbruch bei Konkurrenten (neues Produkt)- Marktreaktion auf den Verlust des Patentschutzes- Änderungen in den Zulassungs- oder Erstattungsregulierungen- Entwicklung alternativer Behandlungsarten- Änderungen im eigenen Produktprofil => in frühen Phasen dominiert die Erfolgswahrscheinlichkeit den Produktwert => Nach Phase II wird die Zeit bis zur Markteinführung zum entscheidenden Faktor für den Produktwert
  • Phase 3: Vergleich Ist- und Soll-Kennzahlen Durch Zusammenführung des geplanten Umsatzes, der Erfolgswahrscheinlichkeiten und der Zeit bis zum Markteintritt aller laufenden F&E-Projekte kann der Ist-Umsatz des Portfolios berechnet werden. Anschließend werden die Ist-Kennzahlen mit den Soll-Kennzahlen aus der strategischen Unternehmensplanung verglichen, um Handlungsbedarfe abzuleiten.
  • Praktische Kalkulation des potentiellen Umsatzes (5 Phasen) 1. Aus der Population und der Häufigkeit von Erkrankungen (beides aus offiziellen Statistiken oder Fachveröffentlichungen entnommen) ergibt sich 2. Die Prävalenz (Anz. der Erkrankten in einer Periode). Durch zusätzliche Betrachtung, wie viel % der Erkrankten beim Arzt waren (Daten durch Marktforschung) ergibt sich  3. Die Anzahl der Patienten. Zusätzlich muss geschaut werden, wie viel % dieser Patienten tatsächlich durch Arzneimittel behandelt werden (Marktforschung, Schätzungen). Daraus ergibt sich 4. Die Anzahl der zu behandelnden Patienten. Schaut man sich dann noch zusätzlich den zu erwarteten Marktanteil an (Marktforschung, Schätzungen), so erhält man 5. Die Anzahl der Kunden. Diese multipliziert man mit der Therapiedauer (aus klinischen Studien entnommen) sowie dem Preis pro Tagesdosis und erhält somit den potentiellen Umsatz
  • Definition Pipeline und Portfolio Pipeline: Produkte eines Unternehmens, die sich in der F&E-Phase befinden (einschließlich Zulassungsphase), aber noch nicht auf dem Markt sind -> idealerweise in verschiedenen Enwticklungsstadien Portfolio: Produkte eines Unternehmens, die sich auf dem Markt befinden, idealerweise in verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus
  • Instrument des Portfoliomanagements BCG-Matrix -> x-Achse: relativer Marktanteil-> y-Achse: Marktwachstum links oben: Question Mark (meist neue Technologien, Erfolg nicht absehbar; Markteinführungs oder frühe Wachstumsphase;Strategie: Fokus auf AM, bei denen eine führende Marktpos. erreicht werden kann; Ausnbau oder Abbau von Marktanteilen)rechts oben: rising star (Wachstumsphase; hohe Geldzuflüsse, aber auch hohe Investitionen; Strategie: halten oder mehr investieren)links unten: poor dog (Späte Sättigungs oder Degenerationsphase; Strategie: Marktanteile abbauen, Desinvestition)rechts unten: cash cow (Reife- oder Sättigungsphase; hohe Geldzuflüsse, geringe Investitionen; Strategie: Halten des Marktanteils, Beschränkung auf Rationalisierungs- und Ersatzinvest.) -> ermöglicht Systematisierung von Produkten und somit eine Ableitung von Strategien
  • Vor- und Nachteile BCG-Matrix + einfache Analysemögl.+ Komplexitätsreduktion, da nur zwei erfolgsrelevante Faktoren betrachtet werden - Synergien zw. Produkten werden vernachlässigt- Aussschließliche Betrachtung des Marktanteils und des Marktwachstums
  • Berechnung relativer Marktanteil und Marktwachstum rel. Marktanteil: eigener Marktanteil/Marktanteil stärkster Konkurrent Marktwachstum: (Umsatz Gesamtmarktt/Umsatz Gesamtmarktt-1) -1 
  • Instrument des Pipelinemanagments: Konzept der Modellierung Bestimmung der erforderlichen Anzahl und Qualität von Wirkstoffen Modellierung auf Basis von unternehmensinternen- und externen Daten: - Übergangsw`keit zw. den Phasen - erwartete Verweildauer in den Phasen - erwarteter Umsatzbeitrag des Wirkstoffes