11
Pharmabetriebslehre (Fach) / Unterteilung der Industrie & Herausforderungen (Lektion)
.
Diese Lektion wurde von Niiklas1997 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Aufgabenfelder der Pharmaindustrie 1. Forschung (Wirkstoffforschung): -> Identifikation von Targets-> Screening nach neuen Wirkstoffen-> Vorklinik (Tierversuche) 2. Produktentwicklung (klinische Phasen):-> Sicherheit/Verträglichkeit-> Wirksamkeit/Unbedenklichkeit 3. Produktion:-> Aufbau von Produktionsprozessen-> Sicherstellung der Qualität-> Chargen- oder kontinuierliche Produktion 4. Vermarktung:-> Profilierung des Unternehmens im jeweiligen Krankheitsgebiet-> Positionierung des Produkts-> Vorbereitung des Zulassungsantrags und des Erstattungsantrags 5. Distribution:-> Transport des Produkts zum Konsumenten-> Verkauf des Produktes an den Konsumenten
- Typen von Pharmaunternehmen 1. Forschende Pharmaunternehmen 2. Biotechnologieunternehmen 3. Generikahersteller 4. Parallelimporteure
- Forschende Pharmaunternehmen - Tätigkeiten in allen Bereichen der Wertschöpfungskette (von der Forschung bis zur Distribution) - Fokus auf Portfoliomanagement, Vermarktung und Vertrieb - Outsorcing von vielen Tätigkeiten an Dienstleister - Markenstrategie: eine Dachmarke + mehrere Produktmarken
- Biotechnologieunternehmen - i.d.R. Fokus auf vorklinische Forschung - Finanzierung vor allem durch forschende Pharmaindustrie und Risikokapitalgeber - Verkauf erfolgsversprechender Produkte in frühen Phasen an klassische Pharmaunternehmen (ABER: in 2000: nur 24 von 3000 Biotech.unternehmen profitabel)
- Generikahersteller - Fokus auf Produktion und Vertrieb von Produkten nach Patentablauf - meist kein Einsatz von Außendienst - Markenstrategie: eine Dachmarke, keine Produktmarke
- Parallelimporteure - Fokus auf re-packaging von Produkten (meist hochpreisige Produkte), Einkauf und Vertrieb - i.d.R.: eine Dachmarke, keine Produktmarken
- Zentrale Herausforderung für die Pharmaindustrie Spagat zwischen Versorgungsanspruch und Bereitschaft zur Finanzierung -> innovative Produkte (neue Wirkstoffklassen, deutlicher Nutzenvorteil)-> Nutzung von Skalenvorteilen-> Beitrag zum effizienten Versorgungsgeschehen-> Entwicklung innovativer Vergütungssysteme, orientiert am Produktnutzen
- 2 Wachstumsstrategien Defensiv: Kooperationen-> Co-Marketing Vereinbarungen-> Lizensierung/Co-Selling Vereinbarungen-> Forschungskoop./Outsorcing von F&E Offensiv: Merger & Akquisition-> Synergien bei Forschung und Vertrieb (Kostenvorteil)-> Zugang zu neuen Märkten (Kernkompetenzen, Image)
- Bereiche, in denen Outsorcing möglich ist 1. Bereich Forschung:-> Grundlagenforschung-> Targetsuche 2. Bereich Entwicklung:-> Prä-Klinik und Klinische Phase 3. Produkteinführung:-> Herstellung
- Vorteile Outsorcing - Vermeidung von Überkapazitäten - (Fix) Kostenreduzierung - Reduzierung des Risikos (Verlagerung an externe Partner) - Fokussierung auf Kerngeschäft - externe Leistungserbringung meist schneller als interne Leistungserbringung
- Anzeige
- Nachteile Outsourcing - Abfluss von Know-How bzw Informationen über den Entwicklungsstand aktueller Produkte - Verlagerung der Produktion -> Verlagerung der Patente (erschwert Produktschutz, Einfluss auf Lebenszyklus des Arzneimittels?) - Abhängigkeiten - Schwierigkeiten durch Unterschiede in der Unternehmenskultur, Organisation etc - Qualitätskontrollen sehr wichtig - späteres Insourcing sehr teuer, da Wissen über Prozessabläufe fehlt