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Pharmabetriebslehre (Fach) / Aufbau und Organisation von Pharmaunternehmen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Niiklas1997 erstellt.

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  • 1. Organisationsform: Linienorganisation - Spezialisierung nach Sachfunktionen- Zusammenfassung gleichartiger Aktivitäten in Abteilungen- Bsp.: Einkauf, F&E, Produktion, Marketing Vorteile: - Spezialisierungsgewinne (durch Produktivitätssteigerungen)- Höheres Innovationspotential- eindeutiges Hierarchiegebilde Nachteile: - Fragmentierung der Arbeitsabläufe- Abstimmungsschwierigkeiten zw. Abteilungen -> mangelnde Flexibilität, Verzögerungen- nur teilweise Zurechnung von Ergebnissen auf einzelne Akteure möglich
  • 2. Organisationsform: Spartenorganisation - Spezialisierung nach Produkten, Kundensegmenten oder Regionen- Zusammenfassen verschiedener Aufgabenbereiche zur Erstellung eines Objekts Vorteile: - Dezentralisierung von Aktivitäten und Entscheidungen (mehr Flexibilität)- Große Marktnähe, da enge Koop. von Abteilungen, wie bspw. F&E, Marketing und Vertrieb- Klare Zurechenarbeit von Ergebnissen möglich- geringerer Kommunikationsaufwand Nachteile: - Begrenzte Spezialisierungsgewinne- Vernachlässigung übergeordneter Unternehmensziele- F&E-Infrastruktur nicht groß genug
  • 3. Organisationsform: Matrixorganisation Quasi Mischform aus Sparten- und Linienorganisation -> Leiter der Funktionsabteilungen sind für die Erledigung der Aufgaben ihrer Abteilungen verantwortlich -> Produktmanager verfolgen Gesamtziel des Produktes über die Abteilungen hinweg Vorteile:  - Lösungen für Probleme werden direkt und gemeinsam auf Arbeitsebene gefunden- Spezialisierungsgewinne- Hohe Gesamtzielorientierung- Erhöhte Flexibilität (da Dezentralisierung von Aktivitäten/Entscheidungen) Nachteile: - Vielzahl von Abstimmungsprozessen erforderlich- Orientierungsverlust der MA- Konflikt zw. Produkt- und Funktionsmanagern bzgl. Einsatz von Personal, Budgets etc
  • Häufigste Organisationsform von Pharmaunternehmen ist die... ... Matrixorganisation
  • Organisation von Unternehmen nach Porter am Beispiel eines Pharmaunternehmens 1. Sekundäre Aktivitäten-> Unternehmensinfrastruktur (Führung, Finanzmanagement)-> Personalwirtschaft (Personalplanung, -beschaffung, -entwicklung)-> Technologieentwicklung ( IT-Systeme)-> Beschaffung (Rohstoffe, Betriebsmittel, Anlagen) 2. Primäre Aktivitäten-> Forschung (global, nach Sparten)-> Entwicklung (global, nach Sparten)-> Strategisches Marketing (global, nach Sparten)-> Produktion (regional, funktional)-> operatives Marketing/Verkauf (regional, teilw. funktional, teilw. nach Sparten)
  • Matrixorganisation in Pharmaunternehmen 1. Ganz oben die Unternehmensleitung 2. auf der gleichen Ebene nach rechts: sekundäre Aktivitäten (Service für das gesamte Unternehmen, bspw. Finanzen, Einkauf, Personalmanagement) 3. Eine Ebene darunter kommen zentrale Funktionsabteilungen, bspw. Forschung, Marketing, Produktion&Sales (letzte Abteilung i.d.R. zusätzlich nach Märkten oder Regionen aufgeteilt) => bilden ein funktionsbezogenes Entscheidungssystem 4. Am linken Rand der Matrix kommen bspw. Geschäftsbereiche (Animal Health, Consumer Care, Medical Care), diese können nach einzelnen Produkten aufgeteilt sein => bilden ein produktbezogenes Entscheidungssystem
  • Geschäftsfelder in Pharmaunternehmen - Für globale Strategie im jeweiligen Produktbereich zuständig - Für Produkt- und Marktentwicklungen im jeweiligen Bereich zuständig - Vorbereitung der Marketingstrategie (inkl. Pricing, Kommunikationspolitik) => Kommunikation der globalen Strategie in die Länder
  • Sales Bereich in Pharmaunternehmen - Aufsicht über die Regionsverantwortlichen - Umsetzung der globalen Vorgaben (Anpassung an Regions- und Ländergegebenheiten) => Kommunikation von lokalen Veränderungen/Anpassungsbedarf der Strategie in die Zentrale
  • Was versteht man unter der gewollten Dopplung von Kompetenzen bei der Organisation von Pharmaunternehmen 1. Geschäftsfelder (bspw. Medical Care) -> entwicklen Strategie für Produkt zur Positionierung (grobe Preisvorgabe) 2. Sales-Bereich (bspw. für Deutschland) -> passt Preisvorstellungen an den lokalen Markt an -> klare Definition der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten zw. globalen und lokalen Einheiten sehr wichtig -> Starke Kommunikation zw. der globalen und den lokalen Einheiten erforderlich
  • Koordination zwischen Abteilungen erfolgt über... - problembezogene Ausschüsse - Abteilungsleiterkonferenzen - Koordinatoren (bennante MA) - Integrationsstellen/Projektmanager
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