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Sozialpsychologie*** (Fach) / Affiliation (Lektion)
Definition, Gruppe der sozialen Motive, Bindungsstile, Bindungsformen, Einsamkeit und Mangel an Nähe
Diese Lektion wurde von chiaba erstellt.
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- Definition von Affiliation - Bedürfnis Nähe zu anderen Menschen zu erleben, mit anderen in Kontakt zu stehen, sich mit ihnen auszutauschen, Anschluss an Gruppen zu haben und positive und befriedigende Beziehungen zu führen - Anschluss ist eine Inhaltsklasse von Interaktionen - Ziel: mit fremden/ wenig bekannten Menschen in Kontakt treten und sich bereichernd/ anregend auszutauschen -Anregung: Situationen in denen man mit Fremden Kontakt aufnehmen und interagieren kann
- Gruppe der sozialen Motive (6 Motive) 1) Leistungsmotiv 2) Machtmotiv 3) Aggressionsmotiv 4) Altruismusmotiv 5) soziales Vergleichmotiv 6) Geltungs- und Prestigemotiv
- Gebe kurz die Studie zum Affiliationsmotiv von Schachter wieder. - Studie zum Beleg, dass Affiliation auch extrinsisch motiviert sein kann - VP wurde Furcht induiziert durch Ankündigung von schmerzhaften aber harmlosen Elektroshocks - Kontrollgruppe: Elektroschocks wurden als harmlos beschrieben - Wahl, ob alleine oder gemeinsam auf Elektroschocks zu warten - Ergebnis: 2/3 der VP wollten gemeinsam warten; Kontrollgruppe: 1/3
- Was sind mögliche Gründe für ein erhöhtes Anschlussmotiv in angstauslösenden Situationen? 1) Flucht 2) Information 3) Furchtreduktion 4) sozialer Vergleich
- Definiere Bindungsstil. - Generalisierte Erwartungen, die eine Person an eine Beziehung mit anderen Menschen hat - entwickelt sich durch Erfahrungen mit den primären Bezugspersonen (Reaktion auf Nähebedürfnis)
- Nenne die zentrale Annahme der Theorie der Bindungsstile. Erworbene Bindungsstile prägen Beziehungsverhalten im Erwachsenenalter
- Nenne die drei Bindungsstile. - Sicherer Bindungsstil - Ängstlich-ambivalenter Bindungsstil - Vermeidender Bindungsstil
- Zentrale Merkmale des sicheren Bindungsstil. - Vertrauen - Keine Angst verlassen zu werden - Gehen davon aus gemocht und geschätzt zu werden - können lange, intime Beziehungen eingehen - Sehen Beziehungen am positivsten
- Zentrale Merkmale des ängstlichen-ambivalent Bindungsstil - ambivalente Beziehungsverhalten, resultierend aus dem großen Bedürfnis nach Nähe und Furcht vor Zurückweisung - starkes Bedürfnis nach Nähe und Intimität (evtl. mehr als Interaktionspartner wünscht bzw. zulässt) - Furcht nicht ausreichend geliebt und anerkannt zu werden - starkes Missstrauen gegenüber anderen Menschen
- Folgen des ängstlich-ambivalenten Bindungsstil im Verhalten - gehen Liebesverhältnisse ein, ohne Partner richtig zu kennen - Beziehungen werden enger gesehen als sie sind - vereinnahmende Verhaltensweisen - Enttäuschungen und Aggressivität, wenn Bedürnisse nicht erfüllt wird - Beziehung wird als unbefriedigt erlebt - selbsterfüllende Prophezeihungen
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- Ursachen des ängstlich-ambivalenten Bindungsstil. Bindungsperson reagierten unvorherssehbar, wechselhaft oder bevormundend auf das Nähebedürfniss
- Zentrale Merkmale des vermeidenden Bindungsstil. - Fehlen von Bindungsbedürfnissen - Gehen Nähe & Kontakt aus dem Weg - Unwahrscheinlich das Beziehungen bzw. Partnerschaften eingegangen werden - Wenig Vertrauen und viel Distanz in Beziehungen
- Relevanz von Bindungsstilen - Einfluss auf Problemlöseverhalten und Coping-Strategien --> Sichergebundene Menschen fragen eher nach Unterstützung; vermeidende neigen eher zu einem distanzierten Verhalten
- Nenne die drei Bindungsformen - Kognitive - Emotionale - Normative
- Definition von Einsamkeit - subjektiv empfundener Mangel im Hinblick auf Anzahl, Art und Qualität der eigenen Beziehungen - Bemisst sich nicht an physischer Präsenz/ Abwesenheit anderer
- Definition "allein sein" - bemisst sich an tatsächlichen Kontakten - man kann allein sein, muss sich aber nicht zwangsläufig einsam fühlen
- Negative Konsequenzen von Einsamkeit - körperliche Gesundheit kann beeinträchtigt werden - psychische Verfassung
- Positive Wirkungen soziale Netzwerke (insbesondere auf die körperliche Gesundheit) - Soziale Unterstützung und Zugriff auf Ressourcen (emotionale & informelle Unterstützung; Feedback) - Sozialer Einfluss (soziale Vergleichsprozesse, sozialer Druck und Normen beeinflussen Gesundheitsverhalten) - Soziales Engagment (Möglichkeit sich in verschieden Rollen zu engagieren und verschiedene Verhaltensweisen zu trainieren)
- Nenne die vier Phasen des selbstverstärkenden Kreislaufs der Einsamkeit 1) Einsamkeit 2) Negative Einstellungen gegenüber anderen; geringere soziale Fertigkeiten 3) Unangemessenes Verhalten 4) Negative Reaktion anderer