18
Fachwirt - SuF (Fach) / Rückversicherung (Lektion)
Grundlagen der RV
Diese Lektion wurde von Isabell94 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Definition Rückversicherung Die Weitergabe von Risiken an andere Versicherer (Rückversicherer), soweit die Risiken ein im Wert normales Maß übersteigen. Die Versicherung der Versicherung. Überwälzung eines Teils der vom Zedent übernommenen Gefahren oder Risiken auf einen Zesseionär - Risikotransfer
- Erstversicherer Rückversicherer Zedent Zessionär
- Wozu wird eine RV gebrauch? Naturkatastrophen hohe Versicherungssummen schwer kalkulierbare Risiken Star-Up Hilfe Solvenzentlastung -> positive Beeinflussung des Schadenverlaufs des EV
- Aufgabe RV Erhöhung des Zeichnungskapitals (wesentliche Funktion von Quoten-RV) Großrisiken verteilen Katastrophendeckung verteilen Verminderung der Ruinwahrscheinlichkeit Beratung/Service Bilanzschutz Freisetzung von Risikogebundenem Eigenkapital Homogenisierung des Bestands (vorallem bei nicht proportionaler RV)
- Risikowirkungen Risikominderung (Erhöhung des Zeichnungskapitals) Erhöhung der Planungssicherheit EV Nutzung des Serviceangebots der RV Zugang zu internationlen Märkten und Großrisiken
- Solvabilitätswirkung Verbesserung Relation von EK zu Beitrag Betriebskostenteilung RV und EV (im gleichen Verhältnis wie die Prämie) Erreichung eines pos. vt Ergebnis Verlustteilung mit RV Glättung von außergewöhnlicher Schadenschwankungen Einhaltung der Solvabilitätsspanne (Solvency) Erreichung einer hohen Solvabilität (Solvency) -> Wettbewerbsvorteil, da Maß für Zahlungsfähigkeit Möglichkeit der Beitragsreduzierung durh Reduzierung des Risikos
- RV in der GuV BruttoBeiträge - gebuchte RVPrämien = Nettoprämie -> Auswirkungen auf vt Ergebnis
- Besonderheiten RV §209 VVG: Vertrag zw. 3 Kaufleuten; keine bes. Schutzbedürftigkeit des VN (Privatperson); VVG kann nicht angewandt werden keine grundlegenden Bedingungen, alle Verträge müssen einzeln geschlossen werden Atomisierung des Risikos: Aufteilung in immer kleine Teile (Retrozessionäre) ohne Versicherungssteuer
- proportionale RV Quote (ohne Selbstbehalt EV) oder Summenexzedenten (mit Selbstbehalt EV) Summen-RV -> gewissen Proportionen (Prämie & Risiko als Summe) best. Teil des Risikos wird weitergegeben Rahmenvertrag ohne individuelle Prüfung des RVR EVR erhält Provision, da Arbeit (Risikoprüfung, etc.) bei ihm liegt
- Quoten-RV alle Risiken einer best. Art (im Rahmenvertrag ausgehandelt) werden mit einem einheitlichen, festen %-Satz in Rückdeckung gegeben, Prämien & Schäden werden nach Quote aufgeteilt Aufteilen vt Risiko nach RV-Quote für Massenversicherungszweige mit homogener Schadenhöhe schützt gegen Klein- und Mittelschäden Möglichkeit der Erhöhung der Zeichnungskapazität und Minder des vt. Zufallsrisikos
- Anzeige
- Summenexzedenten-RV RV-Beteiligung an Beiträgen & Schäden individuelle Quotenermittlung je Police nach der jeweiligen VSU und dem vereinbarten SB des EV (Maximum) Haftstrecke für RVR festgeselt -> max. Haftung des RVR den Maximum übersteigenden Teil, der vom RVR getragen wird, wird in einem Vielfachen der Maxima ausgedrückt (Limit) Maximum ist keine Zahl, anhand der SB wird die Quote je Vertrag ermittelt mit VSU (Maximum 1 Mio. EUR, VSU 10 Mio. EUR -> 10% EVR, 90% RVR an Schäden & Prämie) Limit + Maximum = Kapazität VS, die die Kapazität übersteigt: Exzedent (geht zurück an EVR) für Bestände mit stark schwankenden VSU -> unausgeglichene Bestände werden nivelliert -> Homogenisierung des Bestandes bei EVR; höheres vt Risiko RVR Erhöhung Kapazität EVR RVR beteiltigt sich an hohen Schäden % mehr als an kleineren Schäden
- nicht-proportionale RV Schadenrückversicherung -> Leistung wird durch Höhe des Schadens bestimmt; keine proportionale Aufteilung keine Provision an EVR EV setzt Priorität (SB); RV setzt Haftstrecke (max. Entschädigung) fest; Prämie wird frei verhandelt Platfond = Priorität + Haftung; Schäden oberhalb des Platfonds gehen EVR zurück Einzelschadenexzendenten Kumulschadenexzedenten Jahresüberschadenexzedenten (Stop-Loss) Höchstschaden
- Einzelschadenexzedenten-RV für Einzelschäden EVR leistet innerhalb der Priorität RVR leistet über Priorität, mit Haftung limitiert, über Haftung zurück an Zedent Leistung des Zessionärs wird ausschließlich durch die Höhe des Schadens bestimmt Minderung Schadenhöherisikos (max. Priorität); keine Minderung Schadenhäufigkeitsrisiko, Senkung Streuung VSU Ausgerichtet auf Groß- oder Totalschäden, kleinere und mittlere werden durch EVR i.d.R. vollständig gedeckt Bsp. KFZ-Haftpflicht
- Kumulschadenexzendeten-RV Priorität & Haftung beziehen sich auf die Gesamtentschädigung aller Schäden eines Kumulereignisses Def. Kumul: gemeinsame Ursache, räumlicher Zusammenhang, zeitlicher Zusammenhang (Stundenklausel), mind. 2 Einzelrisiken betroffen Zufalls- und Kumulrisiko, Schadenhäufigkeitsrisiko wird gemindert Schutz gegen hohe Gesamtschadenbelastung, kein Schutz gegen viele unabhängige Einzelschäden
- Jahesschadenexzedenten-RV orientiert sich an Brutto-Schadenquote eines Risikobestand SQ über Priorität & in der Haftstrecke - RVR, sonst EVR Schadenaufwendungen für alle Risiken innerhalb eines Jahres im Vergleich zur eingenommenen Prämie Bsp. Priorität von 75% Prämie - Haftstrecke 50% der Prämie umfasseneder Risikoschutz - alle vt. Risiken werden gemindert (hohe Schadenhöhen, viele Großschäden)
- Alternativen zur Risikominderung Mitversicherung: Zusammenschluß mehrerer Versicherungen, Aufteilung nach % (Risiko & Prämie), mit jedem VR rechtl. selbständiger Vertrag (jeder VR gilt bei VN als EVR & direkter Vertragspartner), ein führender VR (Führungsprovision), RV dennoch mgl. Versicherungspool: Gemeinschaft von EVR & RVR für große, schwer kalkulierbare Schäden (Terror, Atom), nach Beteiligungsschlüssel (vorher festgelegt), ein VR schließt Vertrag und zediert Risiko an den Pool, jedes Poolmitglied ist beteiligt, RV mgl. Alternativer Risikotransfer: Eigenversicherung (SB VN), Emissionen am Kapitalmarkt (Police wird an Börse platziert)
- Gründe für Mitversicherung VN: Unabhängingkeit, größere Sicherheit, höhere Kapazität VR: besserer Risikoausgleich, geringerer RV-Bedarf, bessere Marktkenntnisse
- Formen der Mitversicherungq Quotenabgabe: %, feste Summenverteilung, Separatpolicen Exzedentenabgabe: Layerprogramm