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Grundlagen der Psychologie des Lehrens und Lernens I (Fach) / 4. Wissensrepräsentationen_Lernumgebungen_Instruktionsdesign (Lektion)
Instruktionsdesign – Lernumgebungen gestalten
First principles of instruction (Merrill, 2002)
Wissenserwerb & Gedächtnis => Lern- & Lehrstrategien
Diese Lektion wurde von AKeyn erstellt.
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- Gegenstandszentrierte LU Behavioristisch•Programmierte Unterweisung•Mastery Learning Kognitivistisch•Elaborationstheorie•direkte Instruktion
- Konstruktivistische LU Situierte Lernumgebungen•Guided Participation - Rogoff•Community-of-Practice - Wenger•Konzept der Situiertheit Greeno•Situated-Cognition Resnick•Anchored Instruction•Cognitive Apprenticeship•Cognitive Flexibility
- Welche Grundannahmen liegen der gegenstandszentrierten Lernumgebung zur Grunde? Wissen als strukturiertes geschlossenes SystemWissen als Gegenstand, der von der Lehrpersonen zu den Lernenden zu „transportieren“ istPrimat der Instruktion: Von außen angeleitete Informationsverarbeitung
- Merkmale gegenstandszentrierter Lernumgebung Unterrichten“ im Sinn von Anleiten, Darbieten, ErklärenSequenzielle Anordnung der LernschritteLehrperson als Wissensvermittler – „learning by being guided and told“Wissenserwerb als vorrangig rezeptiver (aufnehmend) Prozess
- Gegenstandszentrierte Lernumgebung Beispiel: Direkte Instruktion - Nine Events of Instruction (Gagné, Briggs & Wagner, 1988) Aufmerksamkeit erregen, motivieren, problematisierenGain attention•Lehrziele besprechen, reflektierenInform learners on objectives•Vorkenntnisse und Erfahrungen aktivierenStimulate recall of prior knowledge•Inhalte präsentieren, erklären,Present the content•durch Strukturierungshilfen zu den Informationsangeboten•durch Hinweise und Hilfen, Beispiele, Fragen und AufgabenProvide „learning guidance“•das Gelernte vertiefen, festigen, üben, anwenden, wiederholenElicit performance (practice)•Tutorielle Feedbackstrategien beim Üben gebenProvide feedback•Lernerfolg abschließend evaluieren durch eine LernerfolgskontrolleAssess performance•Möglichkeiten für Wissensanwendung und –transfer anbieten oder aufzeigenEnhance retention and transfer
- Kritik an der gegenstandszentrierten Lernumgebung Zergliederung von WissensbereichenVerstehen der gesamten Wissensstruktur erfordert nicht nur Verstehen der isolierten TeileAktivität des Lernenden fokussiert auf das Rezipieren der angebotenen InformationenWenig Gelegenheit zu EigeninitiativeDemotivation, extrinsische Motivation?Risiko träges Wissen => Transfer?
- Kritik an der gegenstandszentrierten Lernumgebung Zergliederung von WissensbereichenVerstehen der gesamten Wissensstruktur erfordert nicht nur Verstehen der isolierten TeileAktivität des Lernenden fokussiert auf das Rezipieren der angebotenen InformationenWenig Gelegenheit zu EigeninitiativeDemotivation, extrinsische Motivation?Risiko träges Wissen => Transfer?
- Welche Grundannahmen liegen einer konstruktivistischen Lernumgebung zu grunde? Wissenserwerb ist ein aktiver konstruktiver Prozess => Primat der KonstruktionWissen ist ein Werkzeug, Wissen ist sozialer NaturWissen ist dynamisch und entwickelt sich weiter
- Mekmale konstrutivistischer Lernumgebung LernerzentrierungProblemorientierung & Situierung von WissenAktive Konstruktion & Kommunikation von Wissen => learning by doing and by discussionUnterstützung der aktiven Wissenskonstruktion durch scaffolding (Denkanstöße), coaching, fadingLehrperson als Gestalter von aktiven Lerngelegenheiten im Sinne offener InteraktionsräumeHoher Grad an Selbststeuerung/-regulation
- Cognitive Apprenticeship: Aufgaben der Lehrperson Prozess des Lösens von kognitiven Aufgaben sichtbar machenAufgaben in einen authentischen Kontext situieren, damit Relevanz verstanden wirdAufgaben und Kontexte so variieren, dass deutlich wird, wann und wie die Lösungs-strategie eingesetzt werden kann => zentrale Bedingung für Transfer
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- Wieso ist die polarisierte Gegenüberstellung von konstruktivistisch und gegenstandszentriert nicht sinnvoll? Wissenserwerb ist stets aktiv: auch dargebotenes Wissen muss sich der Lerner konstruierenInstruktion und Konstruktion ergänzen sichsoviel Struktur wie nötig, so wenig wie möglich (Lernvoraussetzungen berücksichtigen)aktive Informationsverarbeitung bei den Schülern anregen die beiden Extrempole werden selten in Reinform vertreten
- First princeples of instruction nach Merill Lernen wird unterstützt, …wenn die Lerner in die Lösung von alltagsnahen Problemen einbezogen werdenwenn Vorwissen als Basis für das neue Wissen aktiviert wird (Aktivierung von Vorwissen) wenn neues Wissen dem Lerner demonstriert wird (Demonstration) wenn neues Wissen vom Lerner angewendet wird (Anwendung von Wissen) wenn neues Wissen in die Welt des Lerners integriert wird (Integration)
- Strukturierungstechniken ChunkingKategorisierungMind Mapping
- Assoziationstechniken SchlüsselwortmethodeAnkerwortmethodeLoci-Methode
- Bearbeitungsstrategien beim Lernen mit Texten SQ3RPQ4RAdvance Organizergraphischer Überblick
- Bearbeitungsstrategien beim Lernen mit Texten SQ3RPQ4RAdvance Organizergraphischer Überblick
- Cognitive Apprenticeship vs. Merill Gemeinsamkeiten In beiden Modellen wird Coaching, Scaffolding und Fading angewandt. Beim Vormachen ist die Demonstration und Erklärung wichtig Merrill beschreibt dies als "Modelling not telling what is to be learnd". Dies würde die Erklärung wie im C.A. Modell ausschließen, doch ich ich habe die Vermutung, dass es damit ausdrücken möchte, dass man etwas Neues nicht ausschließlich erklären, sondern immer direkt mit der Handlung kombinieren soll, da er unter dem Punkt Demonstration auch Learner Guidance (Anleitung) steht. Dies taucht auch im A.C. Modell als verbale Anleitung beim Bewältigen von Aufgaben auf. Beiden Modellen ist ebenso die Bearbeitung von Fragen bzw. Hilfestellung bei Schwierigkeiten wichtig, genauso wie die Reflection und Exploration des Neu-Gelernte. Unterschiede Merrill geht in seinem Modell mehr auf die Aktivierung ein: Vorwissen, Lern-, Problemlöse- und Organisationsstrategien, während das C.A. Modell viel Wert auf das üben, üben legt. Bei Merrill kommt dies insofern auch vor, da er eine Variabilität der Anwendungsbereiche vorschlägt, was ebenso auf Übung hinausläuft, da man das Gelernte in verschiedenen Kontexten anwendet. Außerdem schlägt Merrill zur Demonstration Medieneinsatz vor und das der Lehrling das Gelernte am Ende demonstrieren soll. Diese beiden Punkte fehlen im C.A. Modell. Auf mich wirkt Merrills Modell so, das man es zur Vermittlung von schwierigere Aufgaben nutzen kann, während das C.A. Modell auch einfach bei praktischen Tätigkeiten, die man vermitteln möchte, wo der Schüler noch kein Vorwissen hat, anwenden kann. Beispiele aus der Pflege C.A.Modell: Die Demonstration und das Beibringen einer Lagerung eines Patienten zB. 30 Grad Lagerung. Merrill-Modell: Beibringen wie man einen halbseitig gelähmten Patienten (Hemiplegie) lagert. Dazu können die Schüler aus dem 1. Kurs ihr erworbenes Wissen über die Lagerung reaktivieren. Dann wird ihnen demonstriert wie man einen halbseitig gelähmten Patienten so lagert, dass er seine gelähmte Seite wahrnehmen (nach dem Bobath-Modell), bevor sie es selbst ausprobieren.