11

Krankenversicherungsmanagement (Fach) / Versicherungsarten und Tarife in der PKV (Lektion)

.

Diese Lektion wurde von Niiklas1997 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Substitutive PKV - gleichzusetzen mit einer Krankenvollversicherung - Voraussetzungen:-> Einkommen bei den AN muss oberhalb der Versicherungspflichgrenze liegen-> Man muss Beamter oder selbstständig bzw freiberuflich tätig sein - Prämie wird differenziert nach:-> Leistungsversprechen (Leistungsumfang/Tarif)-> Eintrittsalter-> Gesundheitsrisiko - Vor Vertragsabschluss: Risikoprüfung, Abschätzen des finanziellen Risikos bei Krankheitsfällen-> Bei Vorerkrankungen mit finanziellem Risiko (kalkulierbar) => individuelle Risikozuschläge-> Bei unkalkulierbaren Vorerkrankungen mit finaziellem Risiko => kein Vertragsangebot oder Leistungsausschluss - Beitragsberechnung:-> risikogerechte Beiträge-> Durch Beiträge müssen Altersrückstellungen für jedes Individuum gebildet werden-> besondere gesetzl. Vorschriften, bspw. besondere Regularien für Beitrags- und Leistungsanpassungen, Wechselrecht in andere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz (inklusive Anrechnung der Altersrückstellungen und des Gesundheitszustands) -> Wechselrecht in Basistarif, falls die Prämie in anderen Tarifen finanziell nicht mehr tragbar ist
  • Nicht-Substitutive PKV - Zusatzversicherung zur GKV-> ambulante Tarife (Zuschüsse zu Medikamenten)-> Tarife mit Wahlleistungen im KH (Chefarztbehandlung, Ein/Zweibettzimmer)-> Zahntarife - Krankentagegeldversicherung-> Absicherung des Verdienstausfalls im Krankheitsfall-> Ergänzend zum Krankentagegeld der GKV - besondere Formen, wie Auslandsreisekrankenversicherung oder Lohnfortzahlungsversicherung => Kalkulation ohne Altersrückstellungen möglich
  • Umlageverfahren Ausgaben eines Jahres werden mit Einnahmen eines Jahres finanziert 1. Deckungsprinzip = kollektive Äquivalenz 2. Bezugszeit = eine Periode 3. Risikoproportionalität = nein 4. Ansparung über Perioden = nein 5. interne Rendite = Wachstumsrate des Lohnsatzes 6. Besonderheiten = Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum/Demographie
  • Kapitaldeckungsverfahren Versicherungssystem akkumuliert Beiträge über Perioden und finanziert aus dem angesammelten Vermögen die Zahlungen an den Versicherten 1. Deckungsprinzip = individuelle Äquivalenz -> individuelle Risikobeurteilung 2. Bezugszeit = gesamte Versicherungsdauer 3. Risikoproportionalität = ja 4. Ansparung über Perioden= ja 5. interne Rendite = Marktzins 6. Besonderheiten = Probleme bei hoher Inflation
  • Kalkulation der Beiträge im Kapitaldeckungsverfahren - durchschnittliche Ausgaben in jüngeren Jahren geringer als die zu zahlende Prämie -> Aufbau von Altersrückstellungen - mit steigendem Alter erhöhen sich die durchschnittlichen Ausgaben, diese liegen über der zu zahlenden Prämie, die Altersrückstellungen werden aufgebraucht -> Erhöhung der Beiträge aufgrund des Älterwerdens der Versicherten ausgeschlossen -> Altersrückstellungen erlauben die Kalkualtion einer festen Prämie -> In Beitrag einkalkuliert: Rechnungsgrundlage (Rechnungszins, Krankheitskosten), Zuschläge für Vorerkrankungen, Altersrücktellungen, Vertragskosten -> Nicht in Beitrag einkalkuliert (Grund, warum Beitragshöhe ansteigt): steigende Kosten im Gesundheitswesen, steigende Lebenserwartung (höhere Krankheitskosten), neue behandelbare Krankheiten
  • Unisex Tarife - keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau (das war nicht immer so, da Männer in jungen Jahren häufig günstiger, als Frauen, im Alter umgekehrt) - Für Frauen sind Unisex-Tarife in der Regel günstiger, als alte Tarife, bei Männern umgekehrt (ABER Bestandsschutz alter Verträge!) 1. Problem: Unterkalkulation in Unisex-Tarifen (insofern nur die tendenziell teureren Versicherten in den neuen Tarif wechseln) -> Jüngere Männer bleiben eher in den alten Verträgen, da diese für sie günstiger sind, wohingegen Frauen und ältere Männer eher in die Unisex Tarife wechseln 2. Problem: Wechselwilligkeit kann nicht vorausgesagt werden -> Kalkulation der Unisex-Prämien schwierig -> zu vorsichtige Kalkulation: Verlust von Kunden -> bei attraktiven Prämien: Gefahr der Unterdeckung
  • Unvorhergesehene Innovationen in der PKV Altes Kollektiv (viele ältere Versicherungsnehmer): Prämien steigen bei unvorhergesehenen Innovationen stärker an, da die PKV weniger Zeit hat, die Innovationen zu refinanzieren Junges Kollektiv: Genau andersherum
  • Rechnungszins - Dient der Kalkulation heutiger Beiträge für Altersrückstellungen - Darf den Höchstrechnungszins von 35% nicht übersteigen - Je höher der Rechnungszins, desto niederiger der kalkulierte Beitrag und desto höher das Risiko für spätere Beitragserhöhungen
  • Aktuarieller Unternehmenszins - individuelle Prüfung, ob ein Unternehmen den Rechnungszins im Folgejahr mit ausreichender Sicherheit erreichen kann - ggf. Absenkung des Rechnungszins
  • PKVen legen ihr Geld meist wo an? Aktien oder Investmentanteile Namensschuldverschreibungen Inhaberschuldverschreibungen
  • Anzeige
  • Verwendung des Überzins Bsp.:  Reale Verzinsung = 4,5%Rechnungszins    = 3,5%=> Überzins       = 1,0% Aufteilung: 1. Überzins der U65 Jährigen -> 45% wandern in den Topf der Rücklagen der U65 Jährigen-> 45% wandern in den Topf der Rücklagen der Ü65 Jährigen-> 10% wandern in den Topf der Gewinnrücklagen der Versicherung 2. Überzins der Ü65 Jährigen -> 90% wandern in den Topf der Rücklagen der Ü65 Jährigen-> 10% wandern in den Topf der Gewinnrücklagen der Versicherung