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m6.6 (Fach) / m6.6 (Lektion)
m6.6
Diese Lektion wurde von andrea101 erstellt.
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- was ist Reliabilität? Unter Reliabilität wird die Genauigkeit einer Messung verstanden. Ein Testverfahren ist perfekt reliabel, wenn die damit erhaltenen Testwerte frei von zufälligen Messfehlern sind. Das Testverfahren ist umso weniger reliabel, je grösser die Einflüsse von zufälligen Messfehlern sind
- Relibilität in der klassischen Testtheorie Reliabilität ist ein statistisch beurteilbares Kriterium.Die Klassische Testtheorie wird Reliabilität definiert als Varianzverhältnis zwischen der Varianz der "wahren" (messfehlerfreien,idealen) Werte und der tatsächlichen Varianz der vom Testverfahren gelieferten MesswerteRel x = Var (t) / Var (x)
- Wahrer Wert Hierbei wird angenommen, dass hinter jedem einzelnen Messwert xv einer Personv ein zugrundeliegender wahrer (idealer, messfehlerfreier) Wert tv steht, der bei der MEssung lediglich durch zufällige Fehlereinflüsse ev verfälscht sein kann.
- Messfehler Die Testvariable x ist demnach die Summe aus der Variablen der wahren Werte t und der Variablen der Messfehler e x= t+e Dabei soll der Erwartungswert des Messfehlers null sein.
- Was bedeutet dass der Erwartungswert des Messfehlers null sein soll? Dies bedeutet dass das Testverfahren den wahren Wert einer Person im Mittel richtig erfasst und lediglich zufällig ( aber nicht systematisch) über oder unterschätzt ( bei einer systematischen Überschätzung wären im Mittel positive Messfehler zu erwarten, bei einer systematischen Unterschätzung mit Mittel negative)
- Was soll die Messfehlervariable e weiterhin? Weder mit sich selbst ( über Messzeitpunkte hinweg) korreliert sein, noch mit der Variablen der wahren Werte t des Tests und auch nicht mit wahren Werten oder Messfehlern eines anderen Tests.Diese Annahmen sind sinnvoll, denn gäbe es solche Korrelationen, wäre der Messfehler eben doch systematisch und nicht, wei angenommen, zufällig.
- Varianzzerlegung Mit der Annahme, dass wahre Werte und Messfehler unkorreliert sind ( und somit ihre Kovarianz Cov (te) null ist, gilt dann, dass die Varianz der wahren Werte und der Varianz der Messfehler
- wahre Varianz die Varianz der wahren Werte Var (t)
- fehler Varianz der verbleibende Anteil an der Gesamtvarianz der beobachteten Testwerte kommt aufgrund der Variabilität der Messfehler zustande und repräsentiert somit die Messfehlerbehaftheit eines Tests ( Fehlervarianz)
- ein sinnvolles Kriterium für die Messgenauigkeit eines Tests der Anteil der Varianz der wahren Werte Var (t) an der Varianz der beobachteten Testwerte Var (x)Je kleiner die Fehler bei der Messung jeweils sind, desto geringer ist auch die Varianz des Messfehlers Var (e) und desto höher wird die Reliabilität
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- bei einen perfekt reliablen Testverfahren wäre die Varianz des Messfehlers und die Reliabilität? null und einsUmgekehrt Je grösser die Messfehler ausfallen, desto grösser wird ihre Varianz und desto kleiner wird die Reliabilität.
- vier Methoden der Reliabilität Retest-ReliabilitätParalleltest-ReliabilitätSplithalf ReliabilitätInterne Konsistenz
- Retest-Reliabilität Testverfahren an der gleichen Stichprobe zweimal durchgeführt und die Korrelation der Testwerte aus beiden Durchgängen Corr (x1x2) berechnet
- Retest-Reliabilität Annahme Macht man hierbei die Annahme, dass sich die wahren Werte der Personen zwischen den beiden Testdurchführungen nicht verändert haben und auch die Messfehlereinflüsse gleich geblieben sind. (Fehlervarianz und auch die Testvarianz unverändert sind)dann entspricht die Korrelation der Werte aus den beiden Testdurchführungen dem gesuchten Anteil der wahren Varianz an der Varianz der Testwerte
- wie werden Retest-Reliabilitätskoffizienten auch bezeichnet? rtt um zu symbolisieren, dass es sich dabei um die Autokorrelation von Testwerten mit sich selbst über Messzeitpunkte hinweg handelt.
- die Retest - Reliabilität ist hoch wenn zwei Messungen mit diesem Test zu verschiedenen Messzeitpunkten hoch miteinander korrelieren.
- Voraussetzungen Retest - Reliabilität theoretisch zwar bei jedem Test möglich , allerdings nicht immer praktisch durchführbar oder sinnvoll.So ist eine zweimalige Testung der gleichen Personen unter Umständen zeitaufwändig oder teuer und kann auch den Testpersonen nicht immer verständlich gemacht oder zugemutet werden - beispielsweise bei der Frage der Retest-Reliabilität von Bewerbungsinterviews
- Beim Berechnen der Retest-Reliabilität ist stets auf was zu beachten? 1) konstante wahre Werte der Personen und2) konstante Fehlervarianzen
- was gibt es für Veränderungen der wahren Werte beim Restest? Systematische Veränderung und Unsystematische VeränderungErinnerungseffekte
- Systematische Veränderungen der wahren Werte im Retest Veränderungen der wahren Werte die bei allen Personen gleich ausfallen, sind grundsätzlich kein Problem bei der Bestimmung der Retest-Reliabilität ( Bsp Alle Testpersonen lernen zwischem erstem und zweitem Zeitpunkt genau gleich viel dazu ) Durch das Addieren oder Subtrahieren eines konstanten Betrags bei allen Messwerten würde sich die Korrelation zwischen erstem und zweitem Messzeitpunkt nicht ändern. Auch situationsspezifische Einflüsse, die sich auf alle Testpersonen gleich auswirken, würden die Reliabilität nicht beeinflussen.Allerdings bei psychologischen Merkmalen eher unplausibel, dass sich diese bei verschiedene Menschen in exakt der gleichen Weise verändern.
- Unsystematische Veränderung der wahren Werte Wenn sich die wahren Werte zwischen den Messzeitpunkten dagegen unsystematisch ( für verschiedene Personen unterschiedlich ) verändern, so wird die Korrelation der Testwerte zwischen den Zeitpunkten 1 und 2 herabgesetzt. Bsp bei Leistungstests durch interindividuell unterschiedlich grosse Übungseffekte oder Wissenzuwächse situationsspezifischeeffekte wie unterschiedliche Tagesformen zu unsystematischen Veränderungen der wahren Werte führen
- Errinnerungseffekte Retest Es kann auch passieren, dass sich Personen bei einer Testwiederholung daran erinnern, was sie bei der ersten Durchführung geantwortet haben. Deswegen genau gleiche Antwort künstlich erhöht
- Wahl des Retest Intervalls Bei systematischen Erinnerungseffekten, aber auch bei unsystematischen Veränderungen des Merkmals spielt die Länge des Zeitintervalls zwischen den beiden Testungen eine entscheidene Rolle.kurzen Retest Intervall wäre zu erwarten, dass unsystematische Merkmalsveränderungen geringer ausfallen würden, während dafür Erinnerungseffekte umso leichter möglich wären.langen Retest Intervall wären Erinnerungseffekte eher auszuschliessen, dafür könnten aber unsystematische Merkmalsveränderungen potenziell störender werden.
- Paralleltest-Reliabilität bei Verfahren von denen zwei sogenannte Parallelformen existieren.parallele Testformen sind voneinander verschiedene Varianten des gleichen Testverfahrens, die das gleiche Merkmal mit der gleichen Genauigkeit erfassen.Im Sinne der klassischen Testtheorie sind zwei Testformen parallel, wenn sie gleiche wahre Werte sowie gleiche Fehlervarianzen aufweisen.
- Bestimmung der Paralleltest-Reliabilität werden die parallelen Testformen beide an derselben Stichprobe durchgeführt und die Korrelation zwischen den Ergebissen beider Testformen berechnet.
- Paralleltest-Reliabilität eines Testverfahrens ist hoch wenn zwei parallele Testformen dieses Verfahrens ( die gleiche wahre Werte und gleiche Fehlervarianzen aufweisen) hoch miteinander korrelieren.
- mithilfe von wem lässt sich die Parallelität von Testformen prüfen? konfirmatorischen Faktorenanalyse
- Vorteil Paralleltest-Reliabilität gegenüber Retestreliabilität den Vorteil, dass keine verzerrenden Einflüsse von Erinnerungseffekten zu erwarten sind
- Was vermindert die Korrelation der Testformen und somit auch die Reliabilität? bei Paralleltestformen durch jegliche nicht perfekte Parallelität
- wann sind Testformen parallel? sie müssen die gleichen wahren Werte und gleichen Fehlervarianzen aufweisen - -diese Forderung muss an sich nur auf der Ebene des Tests erfüllt sein, nicht aber auf der Ebene der einzelnen Items
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- Splithalf ( Testhalbierungs ) Reliabilität besteht ein Testverfahren aus einer grösseren Anzahl von Items, so kann die Reliabilität geschätzt werden über Splithalt ( Testhalbierungs) Reliabilität
- Spearman-Brown Korrektur Diese Formel die von Spearman und Brown unabhängig voneinander entwickelt wurden, beschreibt allgemein, wie sich die Reliabilität eines Tests bei Testverlängerung oder Testverkürzung ändert.Die Spearman Brown Korrektur beruht auf der Überlegung, dass es bei Hinzunahme eines parallelen Testteils gleicher Länge zwar zu einer Verdoppelung der Fehlervarianz, aber gleichzeitig zu einer Vervierfachung der wahren Varianz kommt, da die wahren Werte beider Testteile kovariieren, die zufälligen Fehleranteile jedoch nicht.
- Methoden der Testhalbierung Odd-Even- MethodeTeitpartionierungsmethodeMethode der Itemzwillinge
- Zeitpartitionierungsmethode Zeitpartizionierungsmethode auch Zeitfraktionierungsmethode die Testbearbeitung zeitlich in zwei gleich lange Abschnitte aufgeteilt und die Testwerte aus den beiden Bearbeitungsabschnitten werden korreliert. dieses Verfahren ist günstig im Fall vieler prinzipiell gleichartiger Items zB bei Konzentrationstests.
- Methode der Itemzwillinge Besteht ein Verfahren jedoch aus inhaltlich eher heterogenen Items zb Fragen zu Erscheinungsformen zwanghaften Verhaltens, so ist das Erstellen von äquivalenten Testhälften deutlich aufwendiger. Eine Möglichkeit bietet die Aufteilung der Items anhand von Schwierigkeit und Trennschärfe - Hierbei werden aus je zwei Items anhand von Schwierigkeiten und Trennschärfen aufweisen, Itempaare gebildet (Itemzwillinge) von diesen Paaren wird dann zufällig jeweils eines der Items der einen, das zweite der anderen Testhälfte zugeordnet
- Interne Konsistenz Besteht ein Testverfahren aus Items, die das gleiche Merkmal erfassen, so lassen sich aus den ITems nicht nur zwei Testhälften als eigenständige Messungendes gleichen Merkmals bilden, sondern es kann auch jedes einzelne Item als seperater Testteil zur Messung dieses Merkmals aufgefasst werden. Aus den Zusammenhangstrukturen der Items kann dann auf die interne Konsistenz als Schätzung der Reliabilität des Testverfahrens geschlossen werden
- Interne Konsitenz Besteht ein Testverfahren aus Items, die das gleiche Merkmal erfassen, so lassen sich aus den Items nicht nur zwei Testhälften als eingentständige Messungen des gleichen Merkmals bilden ( wie bei der Splithalf Reliabilität) sondern es kann auch jedes einzelne Item als seperater Testteil zur Messung dieses Merkmals aufgefasst werden. Aus den Zusammenhangsstrukturen der Items kann dann auf die interne Konsistenz als Schätzung der Reliabilität des Testverfahrens geschlossen werden.
- Cronbachs Alpha Die Verallgemeinerung der Testhalbierungsmethode auf beliebig viele Testteile wurde rechnerisch von Cronbach als Koeffizient Alpha eingeführt
- Testhöhe Cronbachsalpha / Interne Konsitenz Die Interne Konsitenz eines Test ist umso höher, je höher die Korrelation zwischen den Items im Durchschnitt sind
- Nur wann wird die Reliabilität der Konsitenzanalysen korrekt geschätzt? Nur wenn die Annahme zutreffend ist, dass alle Items des Testverfahrens grundsätzlich genau das gleiche Merkmal erfassen, wird die Reliabilität durch Konsistenzanalysen korrekt geschätzt.Bei Testverfahren, die diese Annahme nicht erfüllen und heterogene Messen, wird dagegen die tatsächliche Reliabilität unter Umständen deutlich unterschätzt.