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Psychologie (Fach) / Kapitel 2 (Lektion)
Kapitel 2
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- Was ist die Haltung der kritisch dialektischen Wissenschaftstheorie im Positivismusstreit? Selbstbestimmung des Menschen Kritische Psychologie kritisierte heftig das zweckrationale Vorgehen, die gesellschaftliche Instrumentalisierbarkeit und experimentell-statistische Vorgehen der sogenannten „Bürgerlichen Psychologie“ o Es gelang ihr nicht, den positivistisch ausgerichteten „Mainstream“ der Psychologie zu verdrängen --> Dennoch erfolgreich hinsichtlich Sensibilisierung der Psychologie für weltanschauliche Einflüsse auf Wissenschaftstreiben
- Wie steht man heutzutage zur Problemstellung Wertfreiheit - Wertbekenntnis? Heutzutage wird kaum ernsthaft die Meinung vertreten, Wissenschaft könne wertfrei betrieben werden. à Forscher legen möglichst klar ihre Forschungsinteressen und Werthaltungen offen und sollten nach größtmöglicher Objektivität ihrer Erkenntnisse streben
- Was ist die Gestaltpsychologische Betrachtungsweise bezüglich der Zergliederung - Ganzheitlichkeit Problematik? Gestaltpsychologische Perspektive: ohne ganzheitliche Betrachtung können wichtige Aspekte/ Zusammenhänge nicht erkannt werden.
- Wie können psychologische Phänomene bezüglich "Statik - Dynamik" analysiert werden? 1. QuerschnittsanalyseMan erfährt Näheres über gesetzmäßige Nebeneinander der Merkmale von Phänomenen (z.B. über Struktur von Intelligenzmerkmalen) Informationen an verschiedenen Sachverhalten sammeln (z.B. Intelligenzleistungen von einzelnen Personen; Konzentrationsleistung der Schüler eines Abiturjahrgangs zu einem Zeitpunkt) 2. Längsschnittanalysen: Man erfährt Näheres über gesetzmäßiges Nacheinander der Zustände von Phänomenen (z.B. die Aufeinanderfolge von Schlafphasen oder Entwicklungsstadien) An einzelnen Sachverhalten mehrmals zu verschiedenen Zeiten (wie z.B. bei kontinuierlichen Ableitungen von Gehirnströmen im Schlaf einzelner Personen; Entwicklungsprozesse über Lebensspanne)
- Was sind die Vorteile qualitativer Erhebungsmethoden? - Interview oder Beobachtung sind alltagsnäher als z.B. Laborsituation - Daten lassen sich detaillierter erfassen (da keine vorgegebenen Antwortalternativen) - Im Rahmen qualitativer Methoden sammeln Forschern automatisch zusätzliche subjektive Eindrücke und Informationen --> Hermeneutische (Sinn- und kontextbezogene, „verstehende“) Art der Interpretation von Daten
- Was versteht man unter den Richtungen der Interdisziplinarität und Transdiziplinatrität? Interdisziplinarität: Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftsdisziplinen zur Lösung eines Problems Transdisziplinarität: Erfordert Einbezug von Praktikern in wissenschaftlichen Diskurs
- Welches sind die häufigen Verfälschungen bei Befragungen? - Unklarheiten in Formulierung von Fragen - Fehlinterpretationen von Anweisungen - Sequenzenzeffekte (Ermüdung, „Trainingseffekte“) - Hawthorne Effekt (sich beobachtet oder analysiert zu fühlen, erhöht zumeist die Leistungsbereitschaft) - Mangelnde Bereitschaft zur Selbstenthüllung (bei privaten Inhalten) - Motive der Selbstdarstellung, Effekt der sozialen Erwünschtheit (bei Interviewpartnern einer Befragung einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen, sich nicht zu blamieren etc.) - Befürchtung negativer Konsequenzen (Zweifel an anonymer Verarbeitung der Daten) - Sponsorship Bias (Vermutungen über die Absichten der Auftraggeber von Befragungen) - Kontext Effekte (Einfluss von Stimmungen) - Urteilsheuristiken (zeitsparende und oft unlogische Art der Schlussfolgerungen) - Anwesenheitseffekte (Beeinflussung des Antwortverhaltens durch anwesende Personen)
- Welches sind die Grundlagen Wissenschaftlichen Arbeitens? --> Hypothese (Wenn - Dann Aussage) --> Gesetz (verifizierte Hypothese) --> Theorie (System aus Gesetzen)
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