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Psychologie (Fach) / Kapitel 2 (Lektion)

Kapitel 2

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  • 1. Welche Ziele verfolgt die Evaluation und Intervention bestimmter Lebensbereiche? Ermittlung der Lebensumstände und Optimierung jener; Vorschläge zur Befriedigung dieser Bedürfnisse schaffen und psychologische Nutzbarkeit von Technologien ermitteln wie z.B. e-learning
  • 2. Was ist der Hawthorne-Effekt? Wurde in den Hawthorne-works entdeckt in Chiago zwischen 1927-1933 und beschreibt das Phänomen, dass die Arbeitsleistung steigt sobald man sich beobachtet fühlt
  • 3. Was hat die Abkoppelung der Reaktionsselektion zu bedeuten? Goschke meint dass es im Zuge der Evolution bei der Verhaltenssteuerung zu einer Abkoppelung der Reaktionsselektion von der unmittelbaren Reizsituation und der Bedürfnislage kommt à Folge ist ein Zuwachs an Freiheitsgraden der Verhaltenskontrolle
  • 4. Zu welchem Schluss kommt Prinz 2004 bzgl. Determiniertheit/Freier Wille? 1.      Dass aus naturwissenschaftlicher Sicht ein Determinismus herrscht somit ist der freie Wille als theoretisches Konstrukt eine Illusion
  • 5. Was beschreibt der Begriff „Millieuoptimismus“? Psychologische Forschungen zur Lernfähigkeit und Änderungsfähigkeit geben Anlass zu Millieuoptimismus, damit meint man die umweltbedingte Plastizität menschlichen Erlebens und Verhaltens
  • 6. Was bedeutet Hospitalismus? Frühkindliche Verwahrlosung in Heimen und Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen über mehrere Monate hinweg hinterlässt schwere Beeinträchtigungen im Gefühls- & Sozialentwicklungsbereich
  • Welche Probleme können beim Erfassen von Daten auftreten?  Repräsentativitätsproblem: die Frage nach Verallgemeinerbarkeit auf die Population, Objektivitätsproblem: Schwierigkeit, die Daten unverfälscht zu erfassen, Reliabilitätsproblem: ob Gesetze und Theorien zu allen Zeiten und an allen Orten Gültigkeit haben können Validitätsproblem: inhaltliche Korrektheit à wird das gemessen, was gemessen werden soll?
  • 8. Was ist die zentrale Fragestellung bzgl. Ganzheitlichkeit-Zergliederung? 1.      Darf zur Aufklärung psychischer Phänomene eine Zergliederung in Einzelheiten vorgenommen werden oder kann man dem Phänomen nur durch ganzheitliche Betrachtung gerecht werden?
  • 9. Wann bewährt sich die ganzheitliche Betrachtungsweise? 1.      Bei einem System mit zahlreichen Wechselwirkungen und Rückkoppelungen
  • 10. Wann bewährt sich die zergliederte Betrachtungsweise? 1.      Wenn Systeme unterteilt werden können in die weitgehend autonom sind
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  • 11. Welcher Untersuchungsmethoden bedient sich die Geisteswissenschaft? 1.      Qualitative Untersuchungsmethoden (Phänomenologie, Hermeneutik)
  • 12. Welche Grundsatzfrage gibt es bei qualitativer/quantitativer Grundannahme? Ob sich psychologische Phänomene überhaupt quantitativ beschreiben lassen oder nur verbal
  • 13. Was sind die Nachteile qualitativer Erhebungsmethoden? 1.      Mangel an Vergleichbarkeit, geringe Generalisierbarkeit, Mangel an Objektivität
  • 14. Löst sich die Diskrepanz zwischen qualit/quanti Methoden immer mehr auf? 1.      Ja im Sinne einer einander ergänzenden, komplementären Anwendung
  • 15. Was postuliert die psychodynamische Perspektive? 1.      Psychische Prozesse werden auf Verarbeitung vergangener Erfahrungen (Kindheit, Eltern), Trieben und Anpassung an soziale Zwänge zurückgeführt
  • 16. Was postuliert die humanistische Perspektive? 1.      Der Mensch ist ein freies und aktives Wesen das sich von selbst entwickelt wenn man ihm wertschätzend und empathisch sowie nondirektiv und ehrlich gegenüber tritt --> Selbstaktualisierung
  • 17. Was postuliert die kognitive Perspektive? Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Denken, Emotion, Problemlösen, Motivation à Gehirn ist ein informationsverarbeitendes System
  • 18. Was postuliert die kulturvergleichende Perspektive? Einflüsse von Kulturen auf das Erleben und Verhalten stehen im Fokus z.B. gesellschaftliche Normen, Medien, Religionen; diese Richtung ist auf fast alle Phänomene anwendbar
  • 19. Was bedeutet Kanalkapazität? 1.      Bezeichnet die Durchflussgeschwindigkeit der menschlichen Informationsverarbeitung
  • 20. Was bewirkt die Fähigkeit zur antizipativen Verhaltensselektion und Selbstbestimmtheit? 1.      Mehr Freiheitsgrade (ist die einzige Form von Willensfreiheit, die in naturalistischer Welt angenommen werden kann
  • 21. Welche Forschungsfragen können bei Freier Wille/Determiniertheit gestellt werden? 1.      Gibt es den freien Willen? Wie kann jemand zur Verantwortung gezogen werden, wenn es keinen freien Willen gibt?
  • 22. Was ist das Resultat des Konflikts Vergangenheit/Gegenwart? Dass Erleben und Verhalten zweifellos stark durch die Vergangenheit geprägt ist und die Auswirkungen aber trotzdem durch neue Erfahrungen überschrieben werden können
  • 23. Was konnten Harlow&Harlow 1962 feststellen? 1.      Ein ähnliches Phänomen wie den Hospitalismus nur bei Schimpansen
  • 24. Wirken sich die unterschiedlichen Auffassungen von Leib-Seele auf die Praxis der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung aus? 1.      Nein, trotz großer Unterschiede in der Auffassung gibt es kaum Auswirkungen auf die Praxis
  • 25. Was postulierte die behavioristische Perspektive? 1.      Sie bezieht sich nur auf objektiv von außen beobachtbares Verhalten von Mensch und Tier; die gesetzmäßige Aufklärung von Reiz-Reaktions-Folgen ist der Inhalt – innere Prozesse werden völlig ignoriert und abgelehnt
  • 26. Welche Möglichkeiten gibt es um das Reliabilitätsproblem zu lösen? 1.      Retes, Paralleltestmethode
  • 27. Was ist das Ziel aller Forschungsperspektiven? 1.      Die Zusammenführung zu einheitlichen Theorien à schwierig durch die Menge an Daten
  • 28. Wie definieren Dörner und Selg Psychologie im Sinne der Kybernetik? 1.      Psychologie ist die Wissenschaft von den offenen und variablen Regulationen; Offene Regulation: nicht genau genetisch Vorprogrammiert (z.B. plastische Regelsysteme) wie das Denken oder Lernen (z.B. Nachdenken um Problem zu lösen, Erlernen einer Sprache); Festgelegte Abläufe: zB. Blinzelreflex des Auges bei Lichteinfall Unterscheidung zwischen variablen und stabilen Regulationen ist sehr vage --> nicht praktikabel
  • 29. Was ist der Unterschied zwischen der Querschnitt – und Längsschnittanalyse? Querschnitt: Informationen an verschiedenen Sachverhalten; über das gesetzmäßige Nebeneinander bzw. die StrukturLängsschnitt: Informationen über die Entwicklung eines Sachverhaltes zu mehreren Zeitpunkten z.B. Schlaf oder Entwicklung
  • 30. Wie setzt sich eine Hypothese zusammen? 1.      Kausalzusammenhänge in der Realität sollen erforscht werden; besteht aus einer Wenn-Komponente (Ursachen, Auslöser, Bedingungen) und einer Dann-Komponente (Effekte, Veränderungen, Wirkungen)
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  • 31. Wie definiert Rohracher Psychologie? 1.      Psychologie ist die Wissenschaft von den bewussten Vorgängen und Zuständen einschließlich deren Ursachen und Wirkungen; Kritik: unbewusste Vorgänge wurden nicht berücksichtigt
  • 32. Welche verschiedenen Vorgangsweisen im Bezug auf Hypothesentesten können angewandt werden? Hypothesenkonfirmative Vorgehensweise: Vorannahme oder Formulierung einer Gesetzlichkeit/Theorie Hypothesengenerierende Vorgehensweise/Explorative V.: Datenpool unbekannter Zusammenhänge liegt vor, Regelmäßigkeiten sollen extrahiert werden
  • 33. Was bedeutet verifizieren/falsifizieren? 1.      Die Hypothese entweder zu bestätigen oder zu widerlegen
  • 34. Nenne ein Beispiel für eine Hypothese und für eine Messung! 1.      „Yerkes-Dodson-Gesetz“: Wenn die psychophysische Aktivierung zu hoch oder niedrig ist, Dann führt das zu geringerer Konzentrations,-Denk-, oder Gedächtnisleistung
  • 35. Welche Vorgehensweisen sind für eine dauerhafte Veränderung menschlichen Erlebens und Verhaltens maßgeblich? Nenne Beispiele für psychologische Interventionsmethoden! Lässt sich meist nicht allein durch Vermittlung von Einsichten (z.B. über Kindheitstraumen), Anwendung „psychologischer Tricks“ (z.B. paradoxe Intervention) oder durch einzelne suggestive Maßnahmen (z.B. Hypnose) erreichen --> Oft sehr komplexe Vorgangsweisen nötig! -          Neben Klienten müssen auch deren soziale und physische Umfelder einbezogen werden Beispiele für psychologische Interventionsmethoden Direkte Interventionen: -          Beratung (z.B. Erziehungsberatung) -          Training (z.B. Bewerbungstraining) -          Wissensvermittlung (z.B. über Stress und Resilienz) -          Therapie (z.B. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) -          Gestaltung der Lebenswelt (z.B. Einbindung der Bewohner in Gestaltung von Stadtvierteln)
  • 36. Was genau setzt Zumutbarkeit voraus? 1.      Dass die Konsequenzen für die Probanden berücksichtigt werden
  • 37. Welche gegenwärtigen Forschungsorientierungen gibt es? 1.      Biologische Psychologie, Psychodynamische Perspektive, Behaviorisische Perspektive, Humanistische Perspektive, Kognitive Perspektive, Kulturvergleichende Perspektive, Evolutionäre Perspektive
  • 38. Was bedeutet Vorhersagen? 1.      Durch formulierte Gesetzte lassen sich Prognosen stellen; wenn Informationen gegeben sind können psychologische Rückschlüsse gezogen werden
  • 39. Was ist der Unterschied zwischen der nomothetischen und der idiografischen Betrachtungsweise? Nomothetisch: Alle Menschen sind gleichartig strukturiert à allgemeingültige Gesetze können formuliert werdenidiografisch: individuelle Art des Einzelnen wird berücksichtigt: Persönlichkeit, Einstellungen, Denkweisen etc. sind verschieden à jede Person bräuchte eigenes theoretisches Modell
  • 40. Was ist der letzte Stand zur Diskussion zwischen bewusst und unbewusst? Der Großteil der Informationsverarbeitung passiert automatisch; das Bewusstsein schaltet sich nur ein wenn unbekannte, neue Informationen auftreten, genaue Analysen von Kognitionen anstehen oder neue Handlungen entworfen werden müssen
  • 41. Wann wird das Bewusstsein eingeschaltet? 1.      Automatische Programme führen nicht mehr zum gewünschten Ziel, neue Aufgaben müssen gelöst werden, gespeicherte Erfahrungen müssen einer geistigen Analyse unterzogen werden
  • 42. Was fand der Physiologe Keidel im Bezug auf die Kanalkapazität heraus? 1.      Er betrachtete die neuronale Ausstattung des Menschen und schätzt die Kanalkapazität ab
  • 43. Was bedeutet Anamnese und Diagnose – welche Testungen gibt es? Anamnese ist die Erhebung von Ausgangsdaten bezüglich eines Problems, Diagnose ist die Analyse des Problems und die Feststellung der Störung; es gibt z.B. Fragebögen, Interessensausbildungen, Motivationsprofile, allgemeine Problemsituationen
  • 44. Welche Therapieverfahren sind besonders spezialisiert auf Art und Bedingtheit der Störung? 1.      Verhaltenstherapie, Familientherapie, Gesprächstherapie
  • 45. Wovon hängt die Auswahl einer integrativen Vorgehensweise ab? 1.      Vom Ausmaß der Vernetzung und der Modularität des Phänomens
  • 46. Welche Computerprogramme können psychische Prozesse kybernetisch analysieren? 1.      PSI-Programm von Dörner, ACT-R Modell von Anderson und Lebiere
  • 47. Was bedeutet „reduktionistisch“ im Bezug auf Betrachtungsweisen? 1.      Dass Phänomene durch die Brille der jeweils vertretenen theoretischen Ausrichtung beschrieben werden, ohne andere Richtungen in Erwägung zu ziehen
  • 48. Nenne ein Beispiel für das Validitätsproblem! 1.      Ist Intelligenz überhaupt durch bestimmte Intelligenzaufgaben messbar (wird nicht beispielsweise fälschlicherweise die Konzentration gemessen?) und kann die abstrakte Theorie konkret veranschaulicht werden ?
  • 49. Welche Faktoren dehnen die Handlungsfreiheit eines Menschen aus? 1.      Je mehr Einsicht er in die Voraussetzungen, Bedingungen und Konsequenzen seines Handelns hat, desto höher der Freiheitsgrad
  • 50. Wie wird eine Prognose gebildet? Prämisse 1: Vorinformationen, Prämisse 2: Gesetze Konklusion: Schlussfolgerung daraus/Prognose