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Individuumspsychologie (Fach) / Motivationale und Emotionale Bedingungen des Lernens I (2 VO) (Lektion)
2 Vo
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- Rubikon- Modell - Handlungsphasen Rubikon-Modell der Handlungsphasen 1. Abwägen(prädeszisionalePhase)zwischen Bedeutsamkeit (=Wert) und Realisierbarkeit (= Erwartung) einer Handlung Entscheidung 2. Planung(präaktionalePhase):Realisierungdes Handlungsziel Initiierung der Handlung 3. Durchführen/Handeln(aktionalePhase): Regulation von Anstrengung und Ausdauer; Abschluss der Handlung. 4. Bewerten(postaktionalePhase):Verlaufund Ergebnisse evaluiert, Schlüsse für zukünftiges Handeln gezogen.
- Was ist das Rubikon- Modell? Prozessmodell der Motivation (Heinz Heckhausen) Name geht auf die Überquerung des Flusses Rubikon durch Gaius Iulius Caesar zurück betrachtet menschliches Handeln unter chronologischer Perspektive 4 Phasen im Handlungsprozess
- Was ist die Implizite Theorie? = subjektive Überzeugungen von Personen über die Stabilität von Personenmerkmalen (Dweck, 1999)
- Unterschied flexible vs. stabile Theorie? • PersonenmiteinerflexiblenTheorie:Kompetenz wird als etwas gesehen, dass sich durch Übung und Anstrengung entwickelt.(=> eher zukunftsorientiertes und dynamisches Verständnis von Kompetenz) • PersonenmiteinerstabilenTheorie:Kompetent ist eine Person, die etwas möglichst rasch kann.(=> eher statisch- und gegenwartsorientiertes Verständnis von Kompetenz) Stabile Sichtweise Begabung / Intelligenz ist stabil hat ein bestimmtes Maß davon & kann nichts tun, um sie zu steigern Auch Experten können die Begabung nicht steigern Flexible Sichtweise • Überzeugung, dass jeder mit Fleiß und Engagement seine Leistungen substantiell • Lerngelegenheiten/ Herausforderungen werden gesucht
- Zusammenfassung Implizite Perönlichkeitstheorie Implizite Persönlichkeitstheorien... ...sind subjektive Überzeugungen von Personen über die Stabilität von Personenmerkmalen ...sind unterteilbar in eine flexible und stabile Sichtweise ...beeinflussen massiv andere motivationale Variablen und somit auch das Leistungsverhalten ...sind veränderbar!!
- (Fähigkeits-)Selbstkonzept, welche FSK gibt es ? Selbstkonzept: Selbstkonzepte sind Vorstellungen, Einschätzungen und Bewertungen, die die eigene Person betreffen (Moschner, 2001) (schulisches) Fähigkeitsselbstkonzept (FSK): Kognitive Repräsentation der eigenen intellektuellen Fähigkeiten. Bereichsspezifisches FSK: Ein Ausdifferenziertes Bild in verschiedenen Domänen (z.B. Mathematisch- Naturwissenschaftliches FSK) Fachspezifische FSK: Wissen um die Fähigkeiten in einzelnen Schulfächern (z.B. Mathematisches FSK)
- Welche Rolle spielt FSK in der Schule ? FSK hat großen Einfluss auf die Qualität der Lernprozesse und die Motivation zum Lernen. SchülerInnen mit einem hohen FSK zeigen: – weniger handlungsirrelevante Kognitionen – häufiger verständnisorientiertes Lernen– metakognitive Kontrollstrategien – größere Ausdauer bei Lernen Empirisch zeigt sich, dass ein hohes FSK und Leistungen in dem entsprechenden Bereich in einem wechselseitigen Zusammenhang stehen.
- Was ist der Big Fish little Pond Effekt? = Großer Fisch im kleinen Teich Schüler/innen (1) mit einer bestimmten Leistungsstärke weisen in leistungsschwachen Klassen ein wesentlich höheres Fähigkeitsselbstkonzept auf, als Schüler/innen (2) mit gleicher Leistung in einer leistungsstarken Klasse. Folge der sozialen Bezugsnorm: SchülerIn 1 wird besser bewertet als SchülerIn 2, trotz gleicher Leistung Viel Evidenz für den Übergang von Volks- in weiterführende Schule
- Wie fördert man Selbstwirksamkeit im Unterricht ? Leistungen und Selbstwirksamkeit bei SchülerInnen steigen, wenn LehrerInnen: 1) Fortschritte betonen 2) Verbesserungen würdigen 3) Kurzfristige Ziele setzen 4) Lernstrategien vermitteln 5) Leistung (nicht nur Anstrengung!) belohnen
- Was ist Selbstwirksamkeit? Selbstwirksamkeit meint die Selbstwahrnehmung der eigenen Kompetenz in Bezug auf das Meistern einer zukünftigen Aufgabe. „Optimistische Kompetenzerwartung, also das Vertrauen darauf eine schwierige Lage zu meistern, wobei der Erfolg der eigenen Kompetenz zugeschrieben wird“ (Bandura, 1997) Albert Bandura Selbstwirksamkeitserwartung beschreibt demnach das Ausmaß der Erwartung daran, ein Ziel in Zukunft zu erreichen. Selbstwirksamkeit steht mit Leistung in Zusammenhang: • Anstrengung und Ausdauer beim Lernen • Zielsetzung (Woolfolk, 2014)
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