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Schmerzmedizin (Fach) / Fibromyalgie (Lektion)

S3-Leitlinie Kurzversion 2017

Diese Lektion wurde von juettner erstellt.

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  • Kernsymptome des FMS chronische Schmerzen in mehren Körperregionen Schlafstörungen, nicht-erholsamer Schlaf Müdigkeit bzw. Erschöpfungsneigung
  • ICD-10 F45.40 anhaltende somatoforme Schmerzstörung
  • ICD-10 F45.41 chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren
  • Klinische Diagnose des FMS? nach den ACR-1990 Klassifikationskriterien (Die bisherigen Kriterien sahen ein positives FMS, wenn definierter Druckschmerz bei mehr als 11 von 18 Schmerzpunkten (Tenderpoints) auftrat und ein großflächiger Schmerz (chronic widespread pain) in allen Körpervierteln mehr als 3 Monate bestand. Eine entzündliche, rheumatische Erkrankung musste ausgeschlossen sein.) oder nach den vorläufigen modifizierten ACR 2010 Kriterien (Im ersten Teil werden 19 Körperabschnitte ausgewiesen, die Anzahl der schmerzhaften Zonen wird addiert. Es handelt sich hierbei um den Widespread-Pain-Index (WPI). Im zweiten Teil wird die Symptom Severety Scale (SS-Skala) eingesetzt. Dabei wird die Schwere von drei Symptomen erfasst (Müdigkeit, nicht erholsamer Schlaf und Merk- und Konzentrationsstörungen) und zusätzlich das generelle Auftreten von weiteren somatischen Symptomen.) (American college of Rheumatology)
  • Maßnahme bei der Erstevaluation Schmerzskizze gezielte Exploration weiterer Kernsymptome (Müdigkeit, Schlafstörungen) vollständige Anamnese (einschl. Medikamentenanamnese) vollständige körperliche Untersuchung (Haut, Neurologie, Orthopädie) Basislabor (BSG, CRP, kl BB, Kreatinkinase, Kalzium, TSH basal, Vitamin D Mangel) Untersuchung weiterer somatischer Ursachen Screening auf vermehrte seelische Symptombelastung (fachpsychotherapeutische Untersuchung)
  • Allgemeine Behandlungsgrundsätze (FMS) über die Diagnose FMS informieren keine organische Krankheit, sondern funktionelle Störung Legitimität der Beschwerden wird versichert Erklärung mit biopsychosozialen Krankheitsmodell (psychophysiologische Zusammenhänge) ungefährlich im Sinne einer normalen Lebenserwartung realistische Therapieziele partzipative Entscheidungsfindung multimodale Therapie bei schwerer Ausprägung Verfahren die im Selbstmanagement durchgeführt werden können
  • Therapie (FMS) Ausdauertraining über mind. 30 min, 2-3x/Woche (geringe bis mittlere Intensität) Wassergymnastik, Trockengymnastik, Funktionstraining kognitive Verhaltenstherapie zeitlich befristete Einsatz von Amitriptylin (10-50mg) zeitlich befristete Therapie mit Duloxetin (60mg/Tag) bei komorbider Major Depression oder Angsstörung zeitlich befristete Therapie mit Pregabalin (150-450mg/Tag) mit komorbider Angststörung starke Opioide sollen nicht empfohlen werden NSAR sollten nicht empfohlen werden Multiomodale Therapie soll empfohlen werden Meditative Bewegungstherapien sollen empfohlen werden
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