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Wirtschafts- & Organisationspsychologie (Fach) / Nudging/Ökonomie des Glücks (Lektion)
NF
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- Ökonomische Psychologie - befasst sich mit dem Erleben & Verhalten des Menschen als Akteur in volks- und markt-wirtschaftlichen Prozessen - beschäftigt sich mit Motiven von Wirtschaftstreibenden - befasst sich mit dem Wohlbefinden von Individuen, Gruppen und gesamten Nationen - hat Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge, Ursachen des Verhaltens, Entscheidungen und wirtschaftlichen Handlungen.
- Nudging Bedeutung: Jmd einen Schubs geben, um ihn auf etwas aufmerksam zu machen, an etwas zu erinnern oder vor etwas zu warnen Maßnahmen, mit denen Entscheidungsarchitekten das Verhalten von Menschen in vorhersagbarer Weise verändern können, ohne irgendwelche Optionen auszuschließen oder wirtschaftliche Anreize stark zu verändern.“(Thaler & Sunstein 2015) -> Muss leicht sein-> Muss ohne großen Aufwand zu umgehen sein Z.B.: Gebäudearchitektur motiviert zu körperlicher Bewegung; die Gestaltung eines amtlichen Schreibens kann psychologisch durchdacht werden
- Nudging: Wirkung Einsatz von Nudges - die höchstwahrscheinlich helfen - höchstunwahrscheinlich schaden Menschen brauchen Schubser bei Entscheidungen: - die schwierig sind- die selten zu treffen sind- bei denen sie nicht alle Aspekte problemlos verstehen können Bsp.: Fußabdrücke, die zu Mülleimern führen / Look right Schilder in London für Touristen
- Nudging: Fazit Grundsätze:- Keine Bevormundung und keine unbewusste Steuerung!- Prinzipien von Transparenz und Neutralität müssen eingehalten werden! Kein Nudge:- Höhere Steuer- Politische Regulierung „Nudging“ = einfache, psychologisch fundierte Maßnahmen, die Menschen zu vernünftigeren oder gesünderem Verhalten bewegen sollen ->Klug konzipierter Nudge sollte wirkungsvoll und billig sein ohne die Autonomie zu verletzen
- Die Ökonomie des Glücks empirische Glücksforschung: - liefert wegweisende Erkenntnisse zu den verschiedenen Einflüssen auf das Wohlbefinden der Menschen & zu den komplexen Zusammenhängen - Der Betrachtungsgegenstand (Glück) kann als „außerökonomisch“ beschrieben werden - Vorgehen: Benutzung statistische Methoden (ökonometrische Modelle) - Zentrale interdisziplinäre Zusammenarbeit mit: Psychologie, Politikwissenschaften, Soziologie
- Glück: Vorkommen, Verständnis - Das „Streben nach Glück“ wird in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung aufgeführt - Königreich Bhutan hat als Staatsziel die „Maximierung des Bruttosozialglücks“ (seit 1989er) - „Glück“ / „Lebenszufriedenheit“ / „Wohlbefinden“ ist personen-, kultur- und zeitabhängig - Schwer fassbares Konzept, macht wenig Sinn, Glück definieren zu wollen - Sinnvoll, Menschen zu fragen, wie glücklich sie sich fühlen (statt von außen zu beschreiben)
- Glücksforschung Individuelles Wohlbefinden messen/Einflussgrößen des Glücks erfassen: - Glück ist messbar - Einflussgrößen: Gene, sozio‐ demografische, wirtschaftl., kulturelle, polit. Faktoren - Hohe Bedeutung von immateriellen Werten und Prozessen Psychologische Mechanismen untersuchen: - Kontexteinflüsse -Kognitive Verzerrungen - Beschränkte Fähigkeit zur Voraussage Rolle der Erwartungen Zshang zw. Verhalten und Glück auf die Spur kommen (Kausalität): - Menschl. Verhalten macht glücklich - ABER: Glückliche Menschen verhalten sich auf eine bestimmte Weise Voraussetzungen schaffen, damit der Einzelne ein höchstmögliches Niveau an Wohlbefinden erreichen kann: - Verschiedene Bereiche und Ebenen - Bsp.: Mehr Freizeit Weniger Pendlermobilität, Mehr politische Mitbestimmung
- Was beeinflusst unser Glück? Materielle Bedingungen sind wichtige Aspekte der Lebenszufriedenheit. Zusätzliches Einkommen erhöht das subjektive Wohlbefinden aber nicht endlos. Arbeitslosigkeit bringt beträchtliche psychische Kosten mit sich + reduziert das Wohlbefinden der Arbeitslosen stärker als jede andere Ursache. Selbständige sind zufriedener als Angestellte, obwohl sie im Durchschnitt weniger verdienen, länger arbeiten und ein höheres Risiko haben Personen, die sich in der Freiwilligenarbeit engagieren und die für andere Personen Geld spenden, bezeichnen sich als zufriedener Enge soziale Beziehungen (Ehe, Familie) stiften einen Nutzen. Die Zufriedenheitskurve von Verheirateten unterliegt jedoch beträchtlichen Schwankungen. Fernsehen macht manche Leute unglücklich. Insbesondere Personen mit hohen Opportunitätskosten der Zeit leiden unter der mangelnden Selbstkontrolle und dem (übermäßigen) Fernsehkonsum
- Einflussfaktor auf Glück: Fernsehkonsum Personen, die weniger als 1/2 Stunde fernsehen, sind mit ihrem Leben zufriedener als alle anderen Diejenigen, die zw. 1/2 Stunde und 2,5 Stunden fernsehen, geben eine Lebenszufriedenheit an, die ungefähr 0,1 Punkte tiefer liegt als bei denen, die nur 1/2 halbe Stunde fernsehen Der Effekt ist sogar noch größer für Personen, die täglich mehr als 2,5 Stunden fernsehen; für sie ist die Lebenszufriedenheit 0,18 Punkte tiefer.
- Erkenntnisse der Glücksforschung: individuelle Ebene Die Erkenntnisse der Glücksforschung zeigen Stoßrichtungen auf, welche „Strategien“ für das persönliche Glück förderlich sind und welche nicht
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- Erkenntnisse der Glücksforschung: Unternehmensebene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mir ihrem Leben generell und ihrem Job im Speziellen zufrieden sind, sind produktiver. Als Folge davon sind ebenfalls die Kunden glücklich und entwickeln eine Firmentreue.
- Erkenntnisse der Glücksforschung: Ebene des Staates Die Resultate der empirischen Glücksforschung sollten als Anhaltspunkte für politische Gestaltung genutzt werden. Bürger sind als mündig zu betrachten, sollen selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten und auf welchem Weg sie ihr persönliches Wohlbefinden steigern wollen.
- Zehn Determinanten von Glück 1. Intelligenz & Bildung (Gewicht = 0) 2. Einkommen (Gewicht = 0,5) 3. Alter (Gewicht = 0,5) 4. Schönheit (Gewicht = 1) 5. Religion & Sinn im Leben (Gewicht = 1,5) 6. Hilfsbereitschaft (Gewicht = 1,5) 7. Maßvolle Wünsche (Gewicht = 2) 8. Freundschaften (Gewicht = 2,5) 9. Partnerschaft (Gewicht = 3) 10. Gene (Gewicht = 5)