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ABGPM 6 (Fach) / Fragen 2 (Lektion)

ahrfask

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  • Geisteswissenschaftliche Methoden und Prinzipien Hermeneutik Phänomenologie eigenständiges Methoden- und Forschungsideal einer verstehenden und interpretierenden Erkenntnis Abgrenzung zu einem erklärenden, auf mathematisch-naturwiss. Ableitungen beruhenden Wissenschaftsideals
  • Variable Schultyp Merkmalsausprägungen? AHS, VS, HS, ASO, BMS, BAKIP, HTL, BS, BMS
  • Standardabweichung & Varianz Varianz = Summe der quadrierten Abweichungen Standardabweichung = Wurzel der Varianz
  • Korrelationskoeffizient r quantitatives Maß für Enge & Richtung des Zusammenhangs r > 0 positiver Zusammenhang "je mehr desto mehr" r < 0 negativer Zusammenhang "je mehr desto weniger" r = 0 kein Zusammenhang -1 ≤ r ≤ +1
  • OECD Modell von Beschreibungsbereiches des Bildungswesens Input - Blackbox - Output Kontext (nationale, kulturelle, ökonomische Kontextfaktoren)
  • Ostasiatische Konfiguration streng regulierte Instruktion kollektive Unterrichtsvorbereitung hoher Leistungsdruck hoher außerschulischer Lernaufwand Bildung hat herausragenden Stellenwert autoritative Unterrichtsführung diszipliniertes Schülerverhalten strenges, extern administratives Prüfungssystem
  • Skandinavische Konfiguration Kinder werden spät in genau fixierte Leistungsrangfolge gebracht Erreichen der Grundkompetenzen steht viele Jahre im Vordergrund enge Zusammenarbeit mit Eltern gemeinsamer Unterricht Lehrer als Coach
  • Commonwealth Konfiguration externes Monitoring schulübergreifendes Tests intensive Förderprogramme Frühförderung Betreuung von Kindern kleine Gruppengrößen
  • Erfolgreich kontinentale Konfiguration selektive Leistungsbewertung Ausbildungswege aufeinander abgestimmt Ausstattung des Schule mit Personal- & Sachressourcen zentral gesteuert Lehrplanvorgaben - Vergleichbarkeit Prüfungssysteme
  • Outcome Wirkung, die der Output des Systems in einem anderen System auslöst
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  • Analysemodell der Bedingungen schulischer Leistungen: Krapp Determinanten: Familie, Schule, Persönlichkeit des Schülers (=unabhängige Variablen) Schulleistung = abhängige Variable zeitliche Dimension fehlt
  • Analysemodell der Bedingungen schulischer Leistungen: Ditton Standards: Bedingungen, Intentionen Accountability: Schulqualität, Unterrichtsqualität Assessment: Wirkungen (Outputs), langfristige Wirkungen (Outcomes)
  • Proximale Merkmale unmittelbar wirksam Nahursachen Intelligenz, Vorkenntnisse, motivationale Faktoren, Interesse,
  • Distale Merkmale Fernursachen Schultyp, Organisationsform, Qualität der Schule, familiärer Einfluss, Nationalität, sozialer Status, Bildungsniveau der Eltern, Peers, Medienkonsum
  • Makromodell der Bedingungsfaktoren schulischer Leistungen von Helmke: proximale Faktoren Prozessmerkamle des Unterrichts, Prozessmerkamle des elterlichen Erziehungsverhaltens, Persönlichkeit des Kindes
  • Kategorien von Wirksamkeitsstudien im Bereich Schule & Unterricht Querschnitt (Input - Output) Studie zu effective schools (Fallstudien, Outlier-Studien) nicht-interventionistische Unterrichtsforschung (Prozess-Produkt-Paradigma) Experimentelle Forschung (Interventionsstudien, Trainingsstudien, Evaluationsforschung) Metaanalyse & Makroebenenmodelle
  • Fallstudie einzelne oder mehrere Schulen werden über längere Zeit beobachtet
  • 5 Schwachpunkte einer Fallstudie 1. kleine und nicht repräsentative Stichprobe 2. Charakteristika der Schülerschaft & Sozialschicht unkontrolliert 3. mögliche Fehler bei der Identifizierung von wirksamen Schulen 4. Aggregtion der Leistungsdaten auf Ebene der Schule 5. Gebrauch von subjektiven Kriterien in der Bewertung des schulischen Erfolgs
  • Entstehung der Forschung zu "effective schools": James Cleman Coleman-Report: Startpunkt zur Schulwirksamkeitsforschung Schule klärt nur 10% der Leistung der SuS auf
  • Entstehung der Forschung zu "effective schools": Christopher Jenks kaum Hinweise auf einen Ausgleich kognitiver Ungleichheiten durch Schulreform oder Programme der kompensatorischen Erziehung Schule klärt nur 3% der Leistungen der SuS auf Schulische Leistungen größtenteils durch familiäre Bedingungen bestimmt Qualität des Unterrichts kaum Effekte auf nachschulische Karriere
  • Entstehung der Forschung zu "effective schools": Arthur Jensen ca. 80% der Varianz der Intelligenzleistung ist auf genetische Faktoren zurückzuführen
  • Schwellenhypothese Jensen bestimmte Umweltfaktoren hemmen die Intelligenzentwicklung, wenn sie eine gewisse Schwelle geringer Anregung unterschreiten er schreibt der Umwelt nur dann einen Einfluss zu, wenn extrem ungünstige Verhältnisse gegeben sind
  • Rutter-Studie 15000 hours Secondary schools and their effects on children Längsschnittstudie Vergleich von Schulen des selben Typs Kinder im Alter von 10 Jahren erste Datenerhebung 1970 zweite Datenerhebung 1974
  • Rutter-Studie: Berücksichtigung versch. Faktorenkomplexe SchülerInnenzugang Schulsituation Ergebnis schulische Aktivitäten Umwelteinflüsse
  • Rutter-Studie: Hauptfrage “Do a child’s experiences at school have any effect, does it matter,which school he goes to, and which are the features of school that matter?” Effekt schulischer Erfahrungen Bedeutung der Schule die besucht wird Welche Merkmale der Schule spielen eine Rolle?
  • Rutter Studie: Ziele Warum unterscheiden sich Schulen in Bezug auf Verhalten und Leistung der SuS? In welcher Weise kommt der Einfluss der Schule zustande? diese Fragen zu beantworten
  • Rutter Studie: Effektvariablen (abhängige Variablen) 5 1. Anwesenheit 2. Schülerverhalten 3. Lernerfolg, Prüfungsleistung 4. Beschäfigungssituation nach Verlassen der Schule 5. Delinquenz
  • Rutter Studie: Fazit Art und Weise des Umgangs mit SuS sowie allgemeines soziales Klima "Ethos" der Schule sind von großer Bedeutung Schulen haben die Möglichkeit ihre SuS im Verhalten und Leistungsbereich zu fördern und Nachteile sozialer Herkunft zu kompensieren
  • Zusammenfassende Darstellung der Forschungsliteratur Purkey & Smith (1991) wichtigste Elemente einer wirksamen schulischen Organisation autonome Schulleitung unterrichtsbezogene Führung der Schule Stabilität des Kollegiums Kerncurriculum bedarfsorientierte, curriculumsbezogene Führung der Schule Unterstützung und Mitarbeit der Eltern schulöffentliche Anerkennung fachunterrichtlicher Leistungserfolge wirksam genutzte Unterrichtszeit Unterstützung durch regionale Schulbehörde
  • Purkey und Smith 4 Prozessvariablen 1. Gemeinsame Planung und kollegiale Beziehung 2. Zusammengehörigkeitsgefühl 3. klare Ziele und hohe Erwartungen 4. Ordnung und Disziplin
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  • Elemente der Handlungsstruktur guter Schulen nach Aurin sinnvolle Ordnung und Spielregeln Balance von Fordern und Fördern Leistungs- und Wertbezogenheit des Unterrichts Redlichkeit erzieherischen und unterrichtlichen Handelns lebendige Gestaltung des Schulgeschehens, Verschränkung der Schule mit der Lebenswelt der Kinder
  • Brügelmann Gute Schule Ethos Organisation Schulleitung Unterricht
  • Brügelmann - Ethos Gesamtklima, Einstellungen, Erwartungen o Wie eine Schule zu ihren Schülerinnen und Schülern steht o Systematische Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern o Identifikation der Schüler/innen mit ihrer Schule, das Gefühl, der Gemeinschaft Schule anzugehören o deutliche Zielorientierung curricularer Aktivitäten
  • Brügelmann - Organisation Organisatorische, curriculare, strukturelle Faktoren o funktionierende Alltagsorganisation der Schule o funktionierende Organisation des Unterrichts o systematische schulinterne Fortbildung und Entwicklung o Zusammenwirken Schule und Elternhaus
  • Brügelmann - Schulleitung Schulleitung o Initiatoren von Zielklärung, -absprache und -sicherung o Impulsgeber für pädagogische Schwerpunktbildung im Alltag o Zeit für und enger Kontakt mit Kollegium o Ermutigung und Bestätigung der Kolleginnen o Offenheit nach außen, d.h. Eltern, anderen Schulen und Einrichtungen gegenüber
  • Brügelmann - Unterricht Unterricht o Schüler/innenorientierung o viel Rückmeldung an Schüler/innen o Strukturiertheit des Lehr-/Lernprozesses o Überblick über das Klassengeschehen o Zeitnutzung „on task“
  • Meyer: Guter Unterricht „Guter Unterricht ist ein Unterricht, in dem(1) im Rahmen einer demokratischen Unterrichtskultur(2) auf der Grundlage des Erziehungsauftrags(3) und mit dem Ziel eines gelingenden Arbeitsbündnisses(4) eine sinnstiftende Orientierung(5) und ein Beitrag zur nachhaltigen Kompetenzentwicklung aller Schülerinnen geleistet wird.“
  • 6 Grunddimensionen Didaktische Sechseck Meyer Prozessstruktur Raumstruktur Handlungsstruktur Sozialstruktur Zielstruktur Inhaltsstruktur
  • 10 Merkmale Didaktisches Sechseck Meyer sinnstiftendes Kommunizieren inhaltliche Klarheit klare Strukturierung echte Lernzeit Methodenvielfalt Intelligentes Üben Individuelles Fördern Lernförderliches Klima vorbereitete Umgebung transparente Leistungserwartungen
  • Prozess-Produkt-Paradigma in der Unterrichtsforschung Prozess- und Produktvariablen process of teaching products of learning Prozessvariablen: Lehrerverhaltensweisen, -eigenschaften, Unterrichtsstile & -methoden, -modelle, -strategien Produktvariablen: Ergebnisse des Unterrichts in Gestalt von Schülerleistungen & -einstellungen
  • Prozess-Hinweisreiz-Prozess-Produkt-Paradigma LehrerInnenverhalten - Hinweisquellen der SchülerInnen - SchülerInnenverhalten - SchülerInnenleistung
  • Ergebnisse der Prozess-Produkt-Forschung 1. Bedingungen auf Seiten der SchülerInnen 2. Bedingungen auf Seiten des Unterrichts 3. Bedingungen auf Seiten der Familie
  • Prozess-Produkt-Paradigma-Forschung: Bedingungen auf SchülerInnenseite kognitive Bedingungen: intelektuelle Voraussetzungen,  fachliches Vorwissen = starke Determinanten der Schulleistung motivationale & emotionale Bedingungen nicht immer einfach zwischen motivationalen Einflüssen und kognitiven Variablen zu trennen
  • Prozess-Produkt-Paradigma-Forschung: Bedingungen auf Seiten des Unterrichts quantitative Bedingungen (time on task): Wirksamkeit von Anzahl der Lektionen, während der ein Fach unterrichtet wird, abhängig Die Zeit, die für das Lernen eines Faches verwendet wird, bestimmt die Qualität des erworbenen Wissens qualitative Bedingungen: Klarheit, Flexibilität, Begeisterung, aufgabenbezogenes Verhalten, Produktive Kritik, indirekte Aktivität, klare Entsprechung: was gelehrt wird und was geprüft wird, stimulierende Kommentare, Kognitive Aktivierung "direct teaching": klare Ausbildungsziele, sorgfältig strukturiertes Kursmaterial, exakte Klärung der Lernanforderungen, Rückfragen zum Lernfortschritt, Übungszeit, Fertigkeiten vermitteln & automatisieren, regelmäßige Leistungsüberprüfungen und Selbstverantwortung der SuS
  • Zusammenfassende Beurteilung der Bedingungen auf Seiten der SchülerInnen + Unterricht Lernen im Klassenzimmer ist eine multiplikative Funktion von 4 wesentlichen Faktoren: Fähigkeit und Motivation der Schüler sowie Qualität und Quantiät des Unterrichts
  • Ergebnisse der Prozess-Produkt-Forschung: Bedingungen auf Seiten der Familie strukturelle Merkmale materielle und ökonomische Situation soziokulturelle Merkmale (Bildungsinteresse, Kulturkonsum, Wertvorstellungen) familienorganisatiorische Merkmale (Anzahl der Kinder, Position in der Geschwisterreihe) prozessuale Merkmale Kommunikationsstil in der Familie Erziehungsstile