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Kosten- und Leistungsrechnung (Fach) / KLR 2 (Lektion)
Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung auf der Grundlage von Ist-Vollkosten
Diese Lektion wurde von Moriz erstellt.
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- Definition Kostenstelle - Betriebsabteilung, oder betrieblichen Teilbereich, der kostenrechnerisch selbständig abgerechnet wird.
- Definition Kostenstellenplan: - sämtliche Kostenstellen werden zusammengefasst.
- Definition Kostenstellenrechnung - Gibt Auskunft über: - Wo und in Welcher Höhe die Kosten angefallen sind - Aufgaben sind: - abteilungsbezogene Wirtschaftlichkeitskontrolle - Vorbereitung der Gemeinkosten
- Systematisierung der Kostenstelle: Charakterisierung Kostenstellen werden gegliedert nach: - Funktion (Tätigkeitsbereichen) - Art der Abrechnung bzw. Sachzielbezug - Verantwortungsbereichen - räumlichen Geischtspunkten
- Systematisierung der Kostenstellen: Kriterien 1. funktionelle Kriterien - Material - Fertigungs - Verwaltung - Vertrieb - Allgemeine Kostenstellen 2. abrechnungstechnischen Kriterien - Hilfskostenstellen - Hauptkostenstellen
- Definition Hauptkostenstellen: - sie erbringen Leistungen, die direkt der Realisierung der Sachziele dienen.
- Definition Hilfskostenstellen: - geben an die Hauptkostenstellen Leistungen ab und sorgen für reibungslosen Ablauf des Gütererstellungsprozesses.
- Grundsätze der Kostenstelleneinteilung: Kostenstellen müssen unbedingt einhalten: 1. Eindeutigkeit und Überschneidungsfreiheit 2. Identität 3. Genaue Maßstäbe 4. Wirtschaftlichkeit
- Grundsätze der Kostenrechnung: Unterscheidung in: - Verursachungsprinzip - Proportionalitätsprinzip - Durchschnittsprinzip (anteilige Stückkosten) - Tragfähigkeitsprinzip (Versand kann nicht alle Hubwagen tragen)
- Definition Betriebsabrechnungsbogen (BAB) - Bindeglied zwischen Kostenarten- und der Kostenstellenrechnung - Instrument zur Verteilung der Gemeinkosten auf Kostenstellen - Dient der Ermittlung der Kalkulationssätze
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- Vorgehensweise bei der BAB-Erstellung: 1. Verteilung der primären Gemeinkosten auf die Kostenstellen 2. Verteilung der sekundären Gemeinkosten auf die Hauptkostenstellen 3. Bildung von Kalkulationssätzen für jede Kostenstelle 4. Kosten- bzw. Wirtschaftlichkeitskontrollen durch Bildung von Kennzahlen
- Definition Kostenstelleneinzelkosten, Kostenstellengemeinkosten Kostenstelleneinzelkosten: können verursachungsgerecht, direkt auf Kostenstellen verteilt werden Kostenstellengemeinkosten: können nicht verursachungsgerecht auf Kostenstellen verteilt werden. Fallen für mehrere Kostenstellen gemeinsam an.
- Definition Sekundäre Gemeinkosten, primäre Gemeinkosten: Sekundäre Gemeinkosten: Kosten von Hilfskostenstellen, die nach ihren Leistungsabgaben an Hilfs- Hauptkostenstellen verteilt werden. Primäre Gemeinkosten: enstehen durch Verzehr von Güter, die vom Markt bezogen werden.
- Definition Innerbetriebliche Leistungsverrechnung: Verteilungsvorgang der sekundären Gemeinkosten.
- Definition Innerbetriebliche Leistungen: - notwendige Leistungen - nicht vom Markt bezogen - von Unternehmung selbst hervorgebracht - werden nur im eigenen Unternehmen verbraucht - werden nicht veräußert
- Anbauverfahren + Beurteilung: - wird auf gegenseitige Abrechnung der Hilfskostenstellen verzichtet - primäre Gemeinkosten werden nur auf Hauptkostenstellen verteilt. Beurteilung: - geringer Arbeitsaufwand - grobes Näherungsverfahren - erhebliche Kostenverzerrung - nur in Ausnahmefällen empfehlenswert
- Stufenverfahren: - auch Treppenverfahren genannt - berücksichtigt direkte Leistungsströme - und innerbetriebliche Leistungen untereinander Beurteilung: - Relativ geringer Arbeitsaufwand, einfach Handhabung - Näherungslösung (keine exakten Werte) - findet insbesondere in kleinen Industriebetrieben Verwendung.
- Simultanverfahren - berechnet Verrechnungssätze für innerbetriebliche Leistungen - mithilfe linearer Gleichungen - auch mathematisches Verfahren genannt.
- Kalkulationssatz des Kostenbereichs x = Gemeinkosten des Bereichs x / Bezugsgröße des Bereichs x Bezugsgrößen sind: - Fertigungseinzelkosten - Materialeinzelkosten - Stückzahlen - Maschinenstunden - Herstellkosten
- Berechnung der Herstellkosten und Selbstkosten: siehe Heft Seite 20 unten
- Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze: siehe Grafik Heft Seite 21 oben
- Kostenstellendifferenzierung: - Unternehmen stellen eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte her - verschiedene Abteilungen nehmen unterschiedliche Anspruch - es genügt nicht, einen einzigen Gemeinkostenzuschlagssatz für gesamten Fertigungsbereich - notwendig, einzelnen Kostenstellen der Fertigung auch unterschiedliche Zuschlagsätze zu bilden
- Platzkosten pro Stunde = Gemeinkosten pro Jahr / geleistete Stunden pro Jahr
- Definition Maschinenstundensatzrechnung - bestimmt für jede Maschine - die Beträge der - maschinenabhängigen Kostenarten
- Definition Kostenträger: - alle betrieblichen Leistungen, die: - Verzehr an Produktionsfaktoren ausgelöst haben - ihre verursachte Kosten tragen sollen - dazu zählen: - Erzeugnisse - einzlenen Aufträge - innerbetriebliche Leistungen
- Definition Kostenträgerzeitrechnung: - alle in einer Periode anfallende Kosten werden gegliedert - und Erlöse nach Kostenträger sortiert gegenübergestellt
- Definition Kostenträgerstückrechnung: - Feststellung aller Kosten je Erzeugniseinheit - Ermittlung der Herstell- und Selbstkosten je Kostenträger
- Kalkulationszeitpunkte: Unterscheidung in: - Vorkalkulation - Zwischenkalkulation - Nachkalkulation
- Definition Vorkalkulation: - vor Beginn der Produktion - anhand geschätzten oder geplanten Mengen und Preisen - durchgeführte Berechnung - der Selbst- und Herstellkosten pro Leistungseinheit
- Definition Zwischenkalkulation: - Kalkulation begleitend zum Produktionsprozess
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- Definition Nachkalkulation: - Kontrollrechnung nach Leistungserstellung - zur Ermittlung der tatsächlichen enstanden Istkosten - pro Leistungseinheit
- Definition Kalkulationsverfahren: - Art die Anzahl und Abfolge - beim Aufbau einer Kalkulation - durchzuführenden Rechenoperation - mit dem Ziel, die verursachten Kosten so exakt wie möglich den Kostenträger zuzurechnen
- Divisionskalkulation: Fall: - ein Unternehmen fertigt ein einheitliches Produkt ständiger Wiederholung Untescheidung: - einstufiger Divisionskalkulation - zweistufiger Divisionskalkulation - mehrstufiger Divisionskalkulation
- Anwendung: Einstufige Divisionskalkulation Anwendung wenn: - Herstellung einheitliches Erzeugnis in Massenfertigung - Produktions- Absatzumenge in einer Periode übereistimmen Stückselbstkosten = in der Periode angefallene Gesamtkosten / in der Periode produzierte Menge
- Anwendung: Zweistufige Divisionskalkulation Anwendung wenn: - Herstellung eines einheitlichen Erzeugnis in Massenfertigung - Produktions- und Absatzmenge weichen in einer Periode ab Stückselbstkosten = (Herstellkosten/produzierte Menge) + (Verwaltungs- und Vertriebskosten/abgesetzte Menge)
- Anwendung: Mehrstufige Divisionskalkulation Anwendung wenn: - Herstellung eines einheitlichen Erzeugnis in Massenfertigung über mehrere Fertigungsstufen - Auftretung von Lagerbestandsänderungen an unfertigen und Fertigenerzeugnissen Stückselbstkosten = (HK KoSt1/Teilleistung KoSt1)+(HK KoSt2/Teilleistung KoSt2)+.....+(Verwaltungs- und Vertriebskosten/abgesetzte Menge) der Periode
- Anwendung Äquivalenzziffernkalkulation: Anwendung wenn: - Produkte hinsichtlich der Kostenverursachung - geringfügige Unterschiede aufweisen
- Definition: Äquivalenzziffern Umrechnungsfaktoren, welche verwandte Erzeugnisse rechnerisch gleichwertig machen
- Arbeitsschritte der Äquivalenzziffernkalkulation 1. Bestimmung der Äquivalenzziffern für alle Sorten 2. Produktionsmenge * Äquivalenzziffer = Umrechnungszahl 3. Gesamtkosten pro Periode/Summe Umrechnungszahlen = Stückkosten Hauptsorte 4. Stückkosten Hauptsorte * Äquivalenzziffern = Stückkosten übriger Sorten 5. Stückkosten * Produktionsmenge = Selbstkosten der jeweiligen Sorte
- Wo findet Zugschlagskalkulation Anwendung? - Einzel- und Serienfertigung - mehrstufigen Produktionsabläufen - Lagerbestandsveränderungen der Halb- und Fertigerzeugnisse - heterogener Kostenverursachung
- Anwendung: Zuschlagskalkulation Anwendung wenn: - Erzeugnisse hinsichtlich Materialeinsatz und Produktionsvorgang - erheblich voneinader unterscheiden
- Arten der Zuschlagskalkulation: Unterscheidung je nach Genauigkeitsgrad unter: - summarischen Variante - differenzierenden Variante
- Summarische Zuschlagskalkulation - gesamte Gemeinkosten pro Periode werden durch - einen Zuschlagssatz verrechnet
- Differenzierende Zuschlagskalkulation: - Aufspaltung der Gemeinkosten in: - Material - Feritungs - Verwaltungs und Vertriebsgemeinkosten - Soll Verursachungsprinzip so weit wie möglich gerecht werden - Kostenstellenrechnung wird erforderlich
- Definition Kuppelproduktion: - Entstehung mehrer verschiedener Produkte aus selbem Produktionsprozess - Treten in chemischen Industrie auf bspw. - Benzin, Schweröl etc
- Anwendung Verteilungsmethode Anwendung bei: - mehreren weigehend gleichwertigen Produkten
- Restwertmethode: Anwendung wenn: - eine Einteilung der Kuppelprodukte in Haupt und Nebenprodukte eindeutig möglich ist. - Orientierung am Durchschnittsprinzip