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Diagnostik (Fach) / Diagnostische Prozess (Lektion)

1. Klärung der Fragestellung 2. Hypothesenbildung 3. Auswahl der geeigneten diagnostischen Verfahren 4. Durchführung und Auswertung dieser 5. Interpretation und Gutachtenerstellung 6. Festsetzen der Intervention und Maßnahmenvorschläge Diagnostizieren bedeutet nicht Messen! Ziel ist es wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zu treffen und Begründung daraus resultierender Handlungen! Diagnostizieren kann immer einen Beitrag leisten, wenn die Fragestellung einen Sinn macht!

Diese Lektion wurde von Friedlich1984 erstellt.

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  • An welchen Stellen im Therapieverlauf kann psychologische Diagnostik einen Beitrag leisten? >Immer, wenn man die Zielsetzung weiß! Am Beginn Identifikation und Erfassung psychischer Probleme Klassifikation von psychischen Problemen Festlegen von möglichen therapeutischen Zielen Im Verlauf Über Veränderungsmessung werden Effekte systematisch erfasst Am Ende Evaluation bestimmter Kriterien Feststellen des Grades der zielerreichung Beiträge der psychologischen Diagnostik in der Psychotherapie -Diagnostik bei Störungsbildern, die im Grenzbereich zwischen körperlicher und psychischer Erkrankung liegen, wie z.B. Migräne, Gastritis, Neurodermitis,  Organisch bedingte psychische Störungen, z.B. Demenzen Psychische Störungen durch psychotrope Substanzen, Abhängigkeitssyndrom, psychotische Störungen, amnestisches Syndrom
  • Welche Aspekte gewährleisten die Nachvollziehbarkeit psychologischer Gutachten? -Gütekriterien -Klare Fragestellung die beantwortet werden soll -Welche Testswurden verwendet? -Sachliche nicht wertende Formulierung -Verständlich -Ergebnisse deskreptiv darstellen und nicht gleich interpretieren -Keine Vermischung und Trennung von Darstellung der Ergebnisse -Die wesentliche Darstellung der Ergebnisse werden von der Interpretation getrennt! Ergebnisse werden so dargestellt, dass sie auch von einem Laien gut nachvollzogen werden können. Leider sind nicht alle psychologischen Gutachten professionell aufbereitet. GÜTEKRITERIEN: Objektivität (Testleiterunabhängig, verrechnungssicher, Interpretationsgenauigkeit) Reliabilität (Grad der Genauigkeit bzw. Zuverlässlichkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal misst, egal, ob er dieses Merkmal auch zu messen beansprucht- Reproduzierbarkeit- bei Wiederholung gleiches Ergebniss) Validität (Inhaltliche Gültigkeit- misst der Test was er zu messen beansprucht?) Nebenkriterien: Normierung-Sind die Normen gültig?, Skalierung, Nützlichkeit, Ökonomie, Fairness, Unverfälschbarkeit
  • Gliederung eines psychologischen Gutachtens -1.Nennung des Auftraggebers und die Fragestellung des Auftraggebers -2.Psychologische Fragen -3.Untersuchungsplan und Ablauf -4.Ergebnisse -5.Befund -6.Je nach Fragestellung, Beantwortung dieser und/oder Empfehlung oder       Vorschläge -7.Literatur -8.Anhang (z.B Testauswertungen) -9.Unterschrift des verantwortlichen Diplom-Psychologen
  • Was steuert diagnostisches Vorgehen? Wissenschaftliches Denken, Hypothesen steuern und gliedern diagnostische Vorgehen und die bestimmen wie ich weiter vorgehe. 1.Leitlinien und Diagnosekriterien (ICD 10, DSMV) 2.Testtheoretische Gütekriterien Objektivität-Testleiterunabhängig, Verrechnungssicherheit, Interpretationsgenauigkeit Reliabilität-Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal misst, egal, ob dieses Merkmal zu messen beansprucht Validität-Inhaltliche Gültigkeit, misst der Test tatsächlich das, was er zu testen beansprucht? Skalierung-die resultierenden Testwerte bilden die empirischen Verhaltensrelationen adäquat ab Fairness-die Testergebnisse führen zu keiner Diskriminierung bestimmter Testpersonen Ökonomie- Beansprucht wenig Zeit und Geld  Nützlichkeit-mehr Nutzen als Schaden Zumutbarkeit-die Testperson wird in zeitlicher, psychischer und körperlicher Hinsicht geschont Unverfälschbarkeit-die Testperson kann ihr Testergebnis nicht oder nur unwesentlich beeinflussen Normierung/Eichung-Eichtabellen sind gültig-nicht veraltet, 
  • Was kennzeichnet verschiedene Klassifikationssysteme und was ist der Unterschied zwischen Klassifizieren und Diagnostizieren? Klassifikation ist die Zuordnung eines Elementes, dessen Klassenzugehörigkeit man nicht kennt, zu vorgegebenen Klassen. Zuschreibung eines Störungsbildes. Kritik: Krankheitsentwicklung wird nicht berücksichtigt Defizitorientierter Ansatz (Schublade) Keine Ressourcenerfassung Und wenn jemand in keine Schublade passt? dennoch: Kommunikation wird erleichtert, Krankenkassen können sich orientieren Diagnostik rückt die Intervention in den Vordergrund: "Klassifizieren kann im Zuge des diagnostischen Prozesses relevant sein, Ziel ist es nicht." Um eine Diagnose zu erstellen, ist es manchmal nötig zu klassifizieren. Klassifikationssysteme: ICD 10 (WHO) -Für den gesamten Bereich der Krankheiten -Teil V (Kapitel F): psychische Störungen in 10 Hauptgruppen Bezieht sich auf gesamten Gesundheitsbereich DSM V (APA- American Psychiatric Assiciation) -Für psychische Störungen -Stärkere Orientierung an der empirischen Forschung Zunehmende Annäherung von ICD und DSM Nur psychische Störungen ICF (WHO- Internationale Klassifikation für Funktion, Gesundheit und Behinderung) -Mensch wird an seinen Funktionen beschrieben und nicht an seinen Störungen -Berücksichtigung von Umweltfaktoren  -Fokus auf gesellschaftlicher Teilhabe Wird oft im Reha-Bereich eingesetzt -
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