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Nutztierwissenschaften (Fach) / 1 (Lektion)

Verdauungstrakt und Organe

Diese Lektion wurde von Monale erstellt.

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  • Was beinhaltet die Verdauung?  Mechanische Vorgänge: Kontraktion bestimmter Muskeln  Chemische Vorgänge: Aktivität von Enzymen
  • Was ist das Ziel der Verdauung? Nahrungsbestandteile in eine Form bringen, in der sie aus dem Verdauungstrakt in Blut und Lymphe übertreten können
  • Was ist der Beginn des Verdauungstraktes? Maul
  • Welche Arten an Verdauungstrakten kennen Sie? einfaches System (Mensch, Schwein, Hund) einfaches System mit funktionellem Caecum (Pferd, Kaninchen, Ratte) multiples System (Wiederkäuer) aviäres System (Huhn, Pute, Ente)
  • Wie ist das aviäres System aufgebaut und bei welchen Tieren kommt es vor? Proventriculus (Drüsenmagen)MuskelmagenDünndarm2 BlinddärmeDickdarmKloake Huhn, Pute, Ente
  • Wie ist das einfache System aufgebaut und bei welchen Tieren kommt es vor? MagenDünndarmBlinddarmDickdarm Mensch, Hund, Schwein
  • Wie ist das einfache System mit funktionellem Caecum aufgebaut und bei welchen Tieren kommt es vor? MagenDünndarmausgeprägtes Caecum Dickdarm Pferd, Kaninchen, Ratte
  • Wie ist das multiple System aufgebaut und bei welchen Tieren kommt es vor? PsalterReticulumAbomasumPansenDünndarmBlinddarmDickdarm Wiederkäuer
  • Was passiert bei der Maulverdauung?   Verdauung beginnt mit der Nahrungsaufnahme -> hier gibt es bereits große Unterschiede zwischen den Tieren  Im Maul: Bildung abschluckbarer Bissen  Einspeichelung durch muköse Sekrete der Speicheldrüsen  Chemische Verdauung nur sehr begrenzt (Amylase Schwein)  Zerkleinerung durch Kaubewegung(vertikale und horizontale Bewegung)  Kauintensität tierartspezifisch und von Futterstruktur beeinflusst-> bei Wiederkäuern v.a. in Wiederkauphasen
  • Was passiert im Magen während der Verdauung?   i.d.R. Schichtung des Inhaltes, Speicherfunktion  Magenmotorik dient nicht der Durchmischung des Inhaltes -> Peristaltische Bewegung von der Cardia zum Pylorus beeinflusst nur den äußeren Bereich des “Nahrungsklumpens”  Proteinhydrolyse durch Pepsin (pH-Optimum 1 bis 3)
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  • Was passiert im Darm während der Verdauung?  Transport: Peristaltik (Ringmuskulatur)  Mischen: -Pendelbewegung (Längsmuskulatur)-Segmentierung (Ringmuskulatur)–  Heranführen der Spaltprodukte an die absorbierende Schleimhaut–  Unterstützung des Abflusses von Blut und Lymphe aus den Gefäßen der Darmwand  Sekrete des Pankreas, der Gallenflüssigkeit und der Darmschleimhaut– pH-Anstieg– Verdauungsenzyme bzw. deren Vorstufen
  • Welche Verdauungsenzyme von Säugetieren kennen Sie? Proteasen Carbohydrasen Lipasen
  • Welche Proteasen kennen Sie im Magen? Nennen Sie Substrat und Spaltprodukt. Name                                        Substrat                                       Spaltprodukt Pepsin                                        Protein                                         PolypeptideChymosin                                   Casein                                           Paracasein                
  • Wo findet man welche Proteasen? Welche Substrate werden verdaut und was sind die Spaltprodukte? Magen Pepsin: Proteine -> PolypeptideChymosin: Casein -> Paracasein Pankreas-Sekret Trypsin: Proteine -> Peptide Chymotrypsin: Polypeptide -> Peptide Carboxypeptidasen: Peptide -> Aminosäuren DarmsaftAminopeptidasen: Peptide -> AminosäurenDipeptidasen: Dipeptide -> Aminosäuren
  • Welche Carbohydrasen kennen Sie? Wo kommen Sie vor, welche Substrate werden gespalten und was sind die Spaltprodukte der Verdauung? α-Amylase (Pankreas- Sekret): Stärke ->Oligosaccharide α-Glucosidase (Darmschleimhaut): Maltose, Dextrine -> Glucose Saccharase (Darmschleimhaut): Saccharose -> Glucose + Fructose Lactase (Darmschleimhaut): Lactose -> Glucose + Galaktose
  • Welche Lipase kenne Sie? Wo kommt diese vor, welches Substrat wird gespalten und was sind die Produkte der Verdauung? Pankreas-Lipase (Pankreassekret): Triglyceride -> Fettsäuren, Monoglyceride
  • Welche Verdauungsenzyme findet man im Pankreassekret? Proteasen: Trypsin, Chymotrypsin, Carboxypeptidasen Carbohydrasen: α-Amylase Lipasen: Pankreas-Lipase
  • Was sind Gallensäuren, wo findet die Biosynthese statt und wozu dienen sie im Verdauungsvorgang?  Polare Abkömmlinge des Cholesterins Biosynthese in der Leber Emulgatorfunktion (Vermischen schwer löslicher Stoffe, Bsp. Öl und Wasser) Keine Verdauungsenzyme!
  • Wo findet man Keine Verdauungsenzyme? Gallensäuren 
  • Wo und wodurch findet eine Fermentation von Kohlenhydraten bei Nicht-Wiederkäuern statt? Mikrobielle Enzyme Eine Fermentation von Kohlenhydraten gibt es auch bei Nichtwiederkäuern, und zwar im Dickdarm bzw. Blinddarm
  • Was ist die Vertraulichkeit und wie ist diese definiert? Quantifizierung der Prozesse: Verdaulichkeit=> Beschreibt den Anteil eines Nährstoffes oder der Energie aus dem Futter, der nicht wieder mit dem Kot ausgeschieden wird Aufgenommene Menge (g/Tag) - Menge im Kot (g/Tag) _____________________________________________     x 100       =   Verdaulichkeit (%)             Aufgenommene Menge (g/Tag)
  • Was ist die Leber?  größte Drüse des Organismus (Ausnahme Milchkühe)  Gallenblase angelagert (fehlt bei manchen Tierarten)   Organ mit vielen Funktionen, einschließlich zentrale Rolle beim Stoffwechsel   Form und Position in Bauchraum an andere Organe angepasst
  • Welche zentrale Rolle hat die Leber im Stoffwechsel?  Pfortader Verbindung des Verdauungstrakts zur Leber  Pfortader leitet Blut zur Leber vonMagen -> Dünndarm -> Dickdarm -> Bauchspeicheldrüse -> Milz
  • Was ist die Leber?  größte Drüse des Organismus (Ausnahme Milchkühe)  Gallenblase angelagert (fehlt bei manchen Tierarten)   Organ mit vielen Funktionen, einschließlich zentrale Rolle beim Stoffwechsel   Form und Position in Bauchraum an andere Organe angepasst
  • Welche zentrale Rolle hat die Leber im Stoffwechsel?  Pfortader Verbindung des Verdauungstrakts zur LeberPfortader leitet Blut zur Leber vonMagen -> Dünndarm -> Dickdarm -> Bauchspeicheldrüse -> Milz  Kohlenhydratstoffwechsel–  Umbau von Nahrungskohlenhydraten in die im Körper speicherbare Form Glykogen–  Umwandlung von Proteinen in Glykogen  Fettstoffwechsel–  Bildung von benötigten Fettsäuren aus anderen Fettsäuren, oder auch Kohlenhydraten und Proteinen–  unter Umständen auch Speicherung von Fett  Proteinstoffwechsel–  Bildung von bedeutenden Proteinen (z.B. Gerinnungsproteine, Entzündungsabwehr)–  Neu- und Umbildung von Aminosäuren
  • Welche Funktionen hat die Leber?  Zentrale Rolle im StoffwechselPfortader Verbindung, Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel Sekretion von Galle-Gallensäuren (vor allem bedeutend bei der Fettverdauung)-Alkalisieren des Darminhalts-Färben des Darminhalts Speichern von fettlöslichen Vitaminen und Spurenelementen Beteiligung am Hormonstoffwechsel-Bildung von Hormonen-vor allem Abbau von Hormonen (z. B. Östrogene, Testosteron, Insulin) Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktion-Abbau von geschädigten oder alten roten Blutkörperchen-Entgiftung von Ammoniak zu Harnstoff, Medikamente und verschiedene Toxine-Weitergabe der meisten Endprodukte der Entgiftung an die Nieren Regulation des Wasserhaushaltsdurch Hormone im Zusammenspiel mit den Nieren
  • Was wissen Sie über die Nieren?  i. d. R. bohnenförmig  beidseitig in der Lendengegend (bei Wiederkäuern wegen des Pansens beide Nieren auf der rechten Seite)  Hauptaufgabe:Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen bei gleichzeitiger Zurückhaltung von Substanzen, die dem Körper erhalten bleiben sollen
  • Was sind die Funktionen der Nieren?   Ausscheidung harnpflichtiger und giftiger Substanzen (z.B. Harnstoff, Medikamente)  Regulation des Wasserhaushalts des Körpers durch Wasserabgabe  Regulation von Elektrolyten im Blut- damit verbunden Regulation des Säuren-Basen-Haushalts im Körper  Bildung von Hormonenvor allem in Verbindung mit dem Wasserhaushalt
  • Erläutern Sie den grundlegenden Ablauf der Nierenfunktion. 1) Filtration von niedermolekularen in Wasser gelösten Stoffen in den Sammelrohrenunter Druck gelangt nur Wasser und kleine Moleküle in den Tubulus 2) Tubuläre ResorptionRückgewinnung der vom Körper benötigten in den Tubulus abgegebenen kleinen Moleküle− bedarfsabhängig− Vielzahl an aktiven und passiven Transport- mechanismen
  • Was sind die Nebennieren und was sind deren Aufgaben?  Hormondrüsen  Einbindung in Regelkreise mehrerer Hormonfunktionen– Regulation des Wasserhaushalts– Stresshormone–  Sauerstoffsättigung im Blut–  Calcium- und Phosphorstoffwechsel