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Psychologie (Fach) / 2010 Frühjahr (Lektion)

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  • 3 Das theoretische Modell der Salutogenese setzt sich damit auseinander, auf welche Weise Menschen auch unter schwierigen Bedingungen ihre Gesundheit erhalten kön- nen. Das Modell postuliert (nach Antonovsky) eine Grundorientierung, welche die Fähigkeit beschreibt, Lebensereignisse als verstehbar, bewältigbar und sinnhaft zu erleben. Wie lautet die Bezeichnung für dieses Konstrukt? Kohärenzsinn
  • 5 Eine Patientin meldet sich telefonisch zur Psychotherapie an. Während des Telefo- nats fallen unvermittelt von der Patientin ausgestoßene grunzende Laute auf. Einige Wochen später erscheint diese Patientin zum Erstgespräch. Dabei imponieren erneut während des Gesprächs ausgestoßene Grunzlaute. Außerdem zeigt die Patientin gelegentliches plötzliches Kopfwerfen und Grimassieren. Auf welche Störung weisen die Symptome am ehesten hin? Gilles-de-la-Tourette-Syndrom
  • 6 Bei einem Patienten, der in Ihrer Praxis zum Erstgespräch erscheint, lag bis vor ca. 3 Monaten eine akute schizophrene Erkrankung vor. Derzeit ist noch eine leichte psychotische Symptomatik feststellbar, die jedoch die Kriterien einer Schizophrenie nicht mehr voll erfüllt. Beim Patienten stehen nun seit einigen Wochen depressive Symptome im Vordergrund, welche den Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode entsprechen. Welche Diagnose kommt nach der ICD-10 hier am ehesten in Frage? post-schizophrene Depression
  • 9 In der Verhaltenstherapie wurde ein therapeutisches Programm entwickelt, das die Selbstfürsorge der Patienten als übergeordnetes Ziel verfolgt. Therapeutisch wer- den die Selbstfürsorge und positives Verhalten und Erleben im Sinne eines Genuss- trainings gefördert durch: - Aufmerksamkeitsfokussierung auf positive Stimuli und Gegebenheiten - Einüben basaler Verhaltensweisen im Umgang mit positiven Stimuli - Vermittlung hedonistischer, Genuss bejahender Regeln Um welches therapeutische Programm handelt es sich dabei? euthyme Therapie
  • 10 Wie nennt man die mitunter als „klassisch" bezeichnete, spezifische Form der Kurz- therapie, in der Patient und Therapeut gemeinsam einen bewusstseinsfähigen neu- rotischen Konfliktkern erarbeiten und definieren, der gedeutet werden muss? Fokaltherapie Die Fokaltherapie ist eine Form der psychoanalytischen Kurzpsychotherapie. Sie wurde von Michael Balint und Mitarbeitern entwickelt. Die therapeutische Tätigkeit in einer Fokaltherapie wird auf die Herausarbeitung, Klärung und Bearbeitung eines Kernkonflikts konzentriert. Dabei wird ein Fokalziel bestimmt, das möglichst klar und frühzeitig definiert wird. In der Fokaltherapie sitzen sich Therapeut und Patient gegenüber. Der Therapeut versucht zu Anfang den Kernkonflikt oder Fokus des Patienten durch gezieltes Fragen herauszufinden. Der Patient soll direkt zu diesem Kernkonflikt Gefühle und Gedanken aussprechen. Hier bleibt als wichtigster Ansatzpunkt für die Deutung der Zusammenhänge durch den Therapeuten die Interaktion zwischen Patient und Therapeut. Die Besonderheit der Therapie besteht auch in der begrenzten Zahl der dazu nötigen Gespräche.
  • 11 In der kontrollierten Einzelfallforschung geht es darum, die durch die Intervention erzielten Effekte von zufälligen Effekten sowie Trends zu unterscheiden. Durch weiche der folgenden Maßnahmen soll dies erreicht werden? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Befragung von verschiedenen Mediatoren (Eltern, Lehrer) (B) Erfassung von Grundraten, die mit Interventionsdaten verglichen werden (C) Erfassung von Zielerreichungen (goal attainment scaling) (D) Interview des Klienten (E) Umkehrversuchspläne, in denen die Intervention ausgesetzt wird (B) Erfassung von Grundraten, die mit Interventionsdaten verglichen werden(E) Umkehrversuchspläne, in denen die Intervention ausgesetzt wird
  • 13 Welche der folgenden Phänomene sind im Rahmen der psychodynamischen Famili- en- und Paartherapie am ehesten mit dem Begriff „Kollusion" gemeint? Wählen Sie 2 Antworten! (A) die Übertragung der Rolle eines für die Kinder oder die ganze Familie sorgen den Elternteils auf ein Kind (B) ein unbewusst abgestimmtes Zusammenspiel zweier oder mehrerer Personen (C) eine in übermäßige Bindung oder Ausstoßungsprozesse abgleitende Individuati- on eines Familienmitglieds (D) Selbstheilungsversuch, bei dem die Partner wechselseitig nicht gelebte Selbst anteile im anderen sowohl suchen als auch bekämpfen (E) Überliefern und Erzählen einer Familiengeschichte, die unangenehme Tatsa- chen überdeckt oder Aufträge vermittelt (B) ein unbewusst abgestimmtes Zusammenspiel zweier oder mehrerer Personen(D) Selbstheilungsversuch, bei dem die Partner wechselseitig nicht gelebte Selbstanteile im anderen sowohl suchen als auch bekämpfen
  • 16 In der psychodynamischen Psychotherapie nutzt das katathyme Bilderleben imaginative Prozesse, sog. katathyme Bilder. Dabei gibt es einige Situationen, in denen das katathyme Bilderleben nicht bzw. nur modifiziert angewendet werden sollte. Bei welchen der folgenden psychischen Störungsbildern ist das katathyme Bilderleben am ehesten kontraindiziert? Wählen Sie 2 Antworten! (A) bei Angststörungen (B) bei akuten Psychosen (C) bei psychosomatischen Störungen (D) bei schwer depressiven Zuständen (E) bei Zwangsstörungen (B) bei akuten Psychosen(D) bei schwer depressiven Zuständen Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist ein von Hanscarl Leuner 1954 eingeführtes tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren, das anfänglich unter den synonymen Begriffen Katathymes Bilderleben (KB) und Symboldrama bekannt wurde. Zwar werden Imaginationen in etlichen Psychotherapiemethoden verwendet, die KIP jedoch systematisiert ihre Anwendung am stärksten. Sie bietet außer dem verbalen Verfahren auch eine Förderung und Anregung der Symbolisierungsprozesse an, was als eine Voraussetzung für Änderungen der Persönlichkeitsstruktur angesehen wird. Imagination, Visualisierung und TagträumeMit der KIP ist sowohl jene spezielle, emotionsnah gestaltete Imagination angesprochen, auf der das Verfahren basiert, als auch deren Einbindung in einen psychotherapeutischen Prozess. In diesem Sinne ist die KIP als ein ausdifferenziertes methodisches Vorgehen zur Handhabung der Tagtraumtechnik zu definieren, das auf dem theoretischen Fundament der Psychoanalyse aufgebaut ist und deren wesentliche Parameter wie Übertragung und Gegenübertragung, dynamisches Unbewusstes und Widerstand berücksichtigt, symbolischen Prozessen besondere Aufmerksamkeit widmet und dabei der Arbeit mit Imaginationen in Form von Tagträumen einen essentiellen Stellenwert einräumt. Die dafür maßgeblichen Auffassungen von Wahrnehmung, Gestaltbildung und Symbolisierung entwickelte Hanscarl Leuner auf der Grundlage der Symboltheorie Ernst Cassirers und der von diesem beeinflussten Gestaltpsychologie, die sein Werk auch in anderen Arbeitsfeldern (insbesondere seiner Psychopathologie) maßgeblich prägte. Im Unterschied zu Visualisierungstechniken anderer Methoden zeichnen sich die katathymen Imaginationen dadurch aus, dass sie nicht nur optische Eindrücke plastisch vor Augen führen, sondern grundsätzlich alle Sinnesmodalitäten umfassen und sich in Handlungsvollzügen von Tagtraumcharakter entfalten. Das Beiwort „katathym“ soll deutlich machen, dass diese Vorstellungen „aus dem Gefühl heraus“, also nicht willentlich gesteuert werden. Für den Umgang mit diesen hält die KIP eine Vielzahl lehr- und lernbarer therapeutischer Interventionen bereit. MethodeDie Methode wird in eine Grund-, Mittel und Oberstufe eingeteilt. Zu jeder Stufe werden eine Reihe von Standardmotiven und spezifischen Vorgehensweisen angegeben, die in mittlerweile fünf Jahrzehnten beständig ausdifferenziert und weiterentwickelt wurden. Zur Grundstufe gehören Motive wie zum Beispiel Wiese, Bach, und Berg. Bei der Mittelstufe werden Motive wie zum Beispiel Löwe und Auto angewendet und bei der Oberstufe Motive wie zum Beispiel Höhle und Vulkan. Durch vorherige Entspannung des Körpers, welche durch den Therapeuten angeleitet wird, kommt es zu einer kontrollierten Regression und Lockerung der Abwehr. Auf der Bildebene des Tagtraums kommen neben der aktuellen Befindlichkeit des Patienten u. a. seine Wesenszüge, Verhaltenseigentümlichkeiten, Ressourcen, Motivationsstrukturen und zentralen unbewussten Beziehungskonflikte symbolisch zur Darstellung. Darüber hinaus verbildlichen sich immer wieder auch die als „Übertragung“ bezeichneten unbewussten Vorstellungen über die therapeutische Beziehung und jene Erfahrungen mit anderen Menschen, die als so genannte „Repräsentanzen“ ihren innerseelischen Niederschlag gefunden haben. Die kognitiven und affektiven Inhalte des Tagtraumgeschehens können dann unter diagnostischen Gesichtspunkten verstanden und therapeutisch aufgegriffen werden, um sie von bewusstseinsnahen Oberflächenschichten her langsam und vorsichtig in die Tiefe unbewussten seelischen Geschehens zu verfolgen. Beispiele für StandardmotiveUm bildliche (Imaginationen) anzuregen, entwickelte Leuner eine Anzahl von feststehenden Motiven (zum Beispiel Blume, Haus, Weg). Kottje-Birnbacher beschreibt einige Standardmotive, die in der Katathym-imaginativen Psychotherapie Anwendung finden, genauer und geht auf ihre Bedeutung ein. Hier soll auf die Motive „Wiese“ und „Berg“ eingegangen werden. Wiese: Bei dem Motiv der Wiese wird die momentane Stimmung des Patienten und seine habituelle Art, an die Welt heranzugehen, gezeigt. Die Charakterisierung seiner momentanen Stimmung geschieht durch die Üppigkeit oder Kargheit, Weite oder Begrenztheit der Wiese, durch das Wetter und die Jahreszeit im vorgestellten Bild. Die Handlungen, die der Patient in seiner Vorstellung ausübt, zeigen seine übliche Herangehensweise an die Welt. Manche Patienten machen es sich gemütlich, andere wollen etwas erleben, ein anderer weiß nicht recht, was er machen soll oder will usw. Bäume, Tiere oder Menschen können Selbst- und Objektrepräsentanzen symbolisieren. Ebenso kann der Patient in seine Vergangenheit zurückreisen, sich wieder wie ein Kind fühlen und lang vergessene Gefühle wieder beleben.Berg: der Berg mit seinen Höhen und Formen kann Einblick in das Anspruchsniveau des Patienten geben. Narzisstische Persönlichkeiten neigen beispielsweise dazu, eindrucksvolle, unbesteigbare Hochgebirge zu kreieren, wohingegen depressive Persönlichkeiten sich meist uninteressante kleine Hügel vorstellen. Das Motiv des Berges kann ebenso den Umgang mit Leistungsaufgaben erforschen, indem der Patient aufgefordert wird, den Berg zu besteigen. Der Patient kann z. B. der Aufgabe ausweichen und sich sofort auf dem Gipfel des Berges sehen oder er betrachtet den Aufstieg als nicht lohnend. Auch die Erwartung an den Aufstieg kann aufschlussreich sein – ist der Weg leicht oder mühevoll zu bewältigen? Gibt es Hindernisse? Wenn ja, wie bewältigt er diese? Sind sie unüberwindbar oder geht der Patient ehrgeizig an diese Herausforderung heran? Überschätzt er sich vielleicht selbst? Ebenso ist es interessant zu beobachten, wie es dem Patienten geht, wenn er sein Ziel, den Gipfel, erreicht hat – ist er befriedigt, erschöpft oder einsam? Wie ist der Rundblick?AnwendungsgebieteNeben der Behandlung neurotischer Störungen hat sich das Spektrum der Indikationen auch auf andere psychogene Erkrankungen (strukturelle Ich-Störungen, posttraumatische Belastungsstörungen etc.) erweitert. Für psychosomatische Erkrankungen hält das Verfahren schonende und effektive Behandlungsansätze bereit. Neben der Einzeltherapie (mit besonderen Möglichkeiten der Fokaltherapie) eignet sich die Tagtraumtechnik auch für die Paar-, Familien- und Gruppentherapie sowie für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. In der Traumatherapie bezieht die KIP die Arbeit mit dem Inneren Kind in die Behandlung ein. Es werden Imaginationen angeleitet, das innere Kind an einen sicheren, guten Ort zu bringen und von imaginären Helferwesen versorgen zu lasse
  • 17 In der supportiv expressiven Therapie (SET) nach Luborsky werden 1. das allgemeine Therapeutenverhalten, 2. supportive und 3. expressive Komponenten unterschieden. Welche der folgenden Aspekte auf Therapeutenseite sind am ehesten den supportiven Komponenten zuzuordnen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Der Therapeut antwortet einfach und relativ kurz. (B) Der Therapeut erleichtert es dem Patienten zu sagen, was er denkt und fühlt. (C) Der Therapeut hört zu, ohne zu kritisieren. (D) Der Therapeut vermittelt dem Patienten ein Gefühl von Respekt, Verständnis und Akzeptanz. (E) Der Therapeut vermittelt dem Patienten eine realistisch-hoffnungsvolle Hal- tung. (D) Der Therapeut vermittelt dem Patienten ein Gefühl von Respekt, Verständnisund Akzeptanz.(E) Der Therapeut vermittelt dem Patienten eine realistisch-hoffnungsvolle Hal-tung.
  • 18 Aufqabenfolqe „43-jähriqer Mann in aktueller Lebenskrise" - Teil 1 (Mehrfachauswahlaufgabe) Ein 43-jähriger Mann sucht einen Psychotherapeuten wegen einer aktuellen Lebens- krise auf, die durch Verlust seines Arbeitsplatzes nach dauerhaftem Mobbing vor ei- nigen Wochen sowie nach der Trennung von seiner Frau nach 18-jähriger Ehe eingetreten sei. Er leidet seitdem unter Grübeln, depressiver Stimmungslage, Interessenverlust, Antriebslosigkeit, schlechtem Schlaf und Früherwachen. Die Trennung von seiner Frau könne er nicht akzeptieren. Nach Auseinandersetzungen mit ihr sei er regelmäßig „durchgedreht" und habe einen Suizid angedroht, auch unter Einbeziehung der 18-jährigen Tochter. Deshalb habe seine Frau ihn kürzlich zwangsweise in stationäre psychiatrische Behandlung einweisen lassen. Er sei in der Beziehung schon immer sehr impulsiv gewesen, habe seine Frau „untergebuttert" und seine Wut an ihr ausgelassen. In der Therapie wirkt der Patient sehr leicht er- regbar. Er versucht, den Sitzungsablauf zu kontrollieren, äußert Zweifel an der Kompetenz des Therapeuten und schließt bestimmte Themen und Behandlungsziele kategorisch aus. Welche der folgenden Diagnosen treffen am ehesten zu? Wählen Sie 2 Antworten! (A) akute Belastungsreaktion (B) anankastische Persönlichkeitsstörung (C) depressive Episode (D) emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typus (E) generalisierte Angststörung (F) manische Episode (G) paranoide Schizophrenie (C) depressive Episode(D) emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typus
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  • 26 Aufgabenfolge „Patient mit Herzanfällen" - Teil 1 (Einfachauswahlaufgabe) Ein 29-jähriger Mann berichtet im psychotherapeutischen Erstgespräch über seit acht Wochen mehrmals wöchentlich auftretende nächtliche Anfälle von Herzrasen mit Todesangst. Die kardiologische Abklärung sei ohne Befund. Das Herzrasen sei erstmals aufgetreten, als er sich kurz vor Beendigung seiner Therapieausbildung auf eine Klinikstelle im Schwarzwald beworben habe. Es sei ihm sofort klar geworden, dass mit dieser Tätigkeit eine räumliche Trennung von seiner Freundin, die gerade zuvor an ihrem bisherigen gemeinsamen Wohnort eine Steile angetreten hatte, unvermeidbar wäre. Auch seine Mutter müsse er „sich selbst überlassen“. Inzwischen habe er die Stelle tatsächlich bekommen und werde sie in 3 Monaten antreten. Ais der Therapeut anspricht, dass der Patient sich möglicherweise zerrissen fühle zwischen dem Wunsch nach einer richtigen Stelle und dem Wunsch bei seiner Freundin zu bleiben, und ihm vielleicht auch Sorgen bereite, was aus der Beziehung wird, stimmt der Patient zögernd zu. Auf welchen der folgenden Konflikte gemäß der Operationalisierten Psychodynami- schen Diagnostik (OPD) spielt der Therapeut hier am ehesten an? (A) Konflikt Individuation vs. Abhängigkeit (B) Konflikt Unterwerfung vs. Kontrolle (C) ödipaler Konflikt (D) Schuldkonflikt (E) Selbstwertkonflikt (A) Konflikt Individuation vs. Abhängigkeit
  • 27 Aufgabenfolge „Patient mit Herzanfällen” - Teil 2 (Einfachauswahlaufgabe) Im Verlauf der Vorgespräche meint der Patient selbst, vielleicht bekomme er ja starkes Herzklopfen allein bei der Vorstellung, seine Freundin alleine zu lassen - wer wisse schon, wie lange eine solche Fernbeziehung halte? Er habe auch „Bammel davor", allein im Schwarzwald, wo er niemanden kenne, zu sein. Ihn beschäftige das „schon so im Hinterkopf. Er befürchte, den Fehler seines Lebens zu begehen. Andererseits könne er ja nicht auf seine Arbeit und Karriere verzichten wegen einer Beziehung. Hier zeichnet sich ab, dass eine spezifische wichtige Voraussetzung für eine Indika- tion einer psychodynamischen Therapie gegeben sein könnte. Um welche der Folgenden handelt es sich dabei am ehesten? (A) konfliktbezogener Leidensdruck (B) Krankheitseinsicht (C) Passung Patient - Therapeut (D) sekundärer Krankheitsgewinn (E) Therapiemotivation (A) konfliktbezogener Leidensdruck
  • 29 Die zufällige Zuweisung von Patienten zur Behandlungs- und Kontrollgruppe (Ran- domisierung) ist ein wesentliches Merkmal sog. RCT-Studien (RCT - randomized controlled trial). Welches der folgenden Ziele verfolgt die Randomisierung am ehesten? (A) Kontrolle der Allegiance der in die Studien involvierten Therapeuten (B) Kontrolle des Behandlungsablaufs (C) Sicherung der externen Validität der Studie (D) Standardisierung des Settings (E) Vermeidung der Konfundierung von Störvariablen mit den Wirkfaktoren einer Behandlung  (E) Vermeidung der Konfundierung von Störvariablen mit den Wirkfaktoren einer Behandlung
  • 32 Welcher der folgenden Begriffe bezieht sich auf die Aussage, dass in einer Psycho- therapiestudie ein beobachteter Zusammenhang zwischen einer Behandlung und der Veränderung in den Ergebnisvariablen tatsächlich auf die Therapie zurückzuführen ist (d. h. ein kausaler Zusammenhang zwischen Therapie und Veränderung besteht)? (A) differenzielle Validität (B) externe Validität (C) interne Validität (D) konkurrente Validität (E) Konstruktvalidität C) interne Validität
  • 33 Im Jahresbericht einer Krankenkasse wird dargelegt, dass innerhalb eines Jahres bei 9% der Versicherten eine affektive Störung vorlag. Welches epidemiologische Maß ist hier angesprochen? (A) Inzidenz (B) Odds ratio (C) Punktprävalenz (D) Risk ratio (E) Periodenprävalenz (E) Periodenprävalenz
  • 34 Anhand des folgenden Vierfelderschemas kann die Berechnung des relativen Risikos einer Erkrankung verdeutlicht werden. Erkrankung ja nein Risikoexposition ja a b nein c d Aus welcher der folgenden Formeln berechnet sich das relative Risiko? (A) (d:c) • (b : a) (B) (d:(b + a)):(c:(b + a)) (C) (a:(a + b)):(c:(c+d)) (D) ({a + b)): (c + d)): (a + b + c + d) (E) V(<*'b• cd): ((a—ft)'(c—d)) (C) (a:(a + b)):(c:(c+d))
  • 35 Für welches der folgenden Beispiele trifft das operante Lernprinzip der negativen Verstärkung zu? (A) Das Jammern eines Patienten mit chronischen Rückenschmerzen wird in einer Klinik vom gesamten Personal konsequent ignoriert. {B) Die Eltern bestrafen das ungehorsame Verhalten ihres Kindes und erleben in der Folge eine Zunahme des negativen Verhaltensmusters. (C) Ein hypochondrischer Patient erlebt nach Durchführung einer Selbstexamination auf Krankheitszeichen (checking behavior) eine kurzfristige emotionale Entlas- tung. (D) Ein Patient mit einer Impulskontrollstörung entwickelt in Folge einer negativen Rückmeldung durch seine Sozialpartner rasch stärker werdende Ärgergefühle. (E) Ein Wutaffekt eines Patienten verstärkt sich durch fortgesetzte negative Erfah- rungen in seinem sozialen Umfeld. (C) Ein hypochondrischer Patient erlebt nach Durchführung einer Selbstexamination auf Krankheitszeichen (checking behavior) eine kurzfristige emotionale Entlastung.
  • 36 Welche Art der Verstärkung wird als konstante Intervallverstärkung bezeichnet? (A) Das ausgewählte Verhalten wird erst nach einer bestimmten Anzahl von ge- wünschten Verhaltensreaktionen verstärkt. (B) Das ausgewählte Verhalten wird bei seinem jeweils ersten Auftreten nach Ab- lauf eines festen Zeitabstandes verstärkt. (C) Das ausgewählte Verhalten wird nach unvorhersehbar variierenden Zeitabstän- den verstärkt. (D) Das Verhalten einer bestimmten Verhaltensklasse wird jedes Mal verstärkt, so bald es gezeigt wird. (E) Die Anzahl der gewünschten Verhaltensreaktionen, nach der eine Verstärkung erfolgt, wird unvorhersehbar variiert. (B) Das ausgewählte Verhalten wird bei seinem jeweils ersten Auftreten nach Ab-lauf eines festen Zeitabstandes verstärkt. Verstärkungspläne in der operanten Konditionierung bezeichnen bestimmte Muster bei der Verstärkung.  Bei der kontinuierlichen Verstärkung  wird bei jeder gewünschten Reaktion verstärkt, was zu einem starken Anstieg der Lernkurve führt. Die Versuchsperson lernt also schnell, vergisst aber auch ebenso schnell wieder, wenn nicht mehr verstärkt wird. Dieser Verstärkerplan ist optimal in der Akquisitionsphase, also beim ersten Erlernen eines Zielverhaltens. Um der Extinktion vorzubeugen, muss die Kopplung gelegentlich wiederholt werden. Dabei setzt man aufeine intermittierende Verstärung, wobei sich die folgenden, unterschiedlich erfolgreichen Verstärkerpläne herauskristallisiert haben:Bei der Quotenverstärkung verstärkt man erst, wenn eine bestimmte Anzahl von gewünschten Reaktionen erfolgt ist.Beispiel: Bei jedem fünften (fixed ratio) oder durchschnittlich jedem fünften (variable ratio) Auftreten des Zielverhaltens erfolgt eine Verstärkung.Bei der Intervallverstärkung wird nach dem letzten verstärkten Verhalten frühestens wieder nach einem konstanten oder variablen Zeitintervall verstärkt, sobald das erwünschte Verhalten auftritt.Beispiel: Für die Dauer von 20 Sekunden (fixed interval) oder durchschnittlich 20 Sekunden (variable interval) wird kein Verhalten verstärkt.Bei der Ratenverstärkung wird verstärkt, wenn das Zielverhalten mit hoher Frequenz oder niedriger Frequenz gezeigt wird. Die Verstärkung hoher Frequenzen führt zum selben Ergebnis wie Verhältnispläne, die Verstärkung niedriger Frequenzen führt zum selben Ergebnis wie Intervallpläne.Beim Übergang von kontinuierlicher zu intermittierender Verstärkung setzt man häufig auf Tokensysteme, denn zum einen ist kontinuierliche Verstärkung außerhalb des psychologischen Labors kaum möglich, zum anderen führt die intermittierende Verstärkung zu einer größeren Persistenz des Verhaltens.
  • 37 Eine Patientin, die an einer Adipositas leidet, vereinbart mit dem Therapeuten, in einem Esstagebuch die Menge der zu sich genommenen Nahrungsmittel zu doku- mentieren. Seit dieser Vereinbarung isst sie weniger als gewöhnlich. Wie wird die hier beschriebene Tendenz bezeichnet, das Verhalten während einer Selbstbeobachtung zu verändern? (A) Beobachterdrift (B) Beobachterverzerrungseffekt (C) Kontrastfehler (D) Reaktivität (E) Reliabilitäts-Validitäts-Dilemma(D) Reaktivität (D) Reaktivität Reaktivität, bezeichnet die Änderung im Verhalten einer Person, wenn sie weiß, daß sie getestet oder beobachtet wird. Das Verhalten der Person verliert seine Spontaneität. Die reaktive Verhaltensänderung kann unterschiedliche Richtungen einschlagen: Je nach Motivlage versucht die Person zum Beispiel in der Testsituation, mit ihrem Verhalten genau den Erwartungen zu entsprechen, die sie bei den testenden Personen unterstellt (z.B. indem sie sich in Prüfung oder Vorstellungsgespräch besonders anstrengt oder indem sie in einem Gedächtnistest das dargebotene Material aktiv memoriert usw.). In anderen Fällen bemüht sich die Person, das angestrebte Meßergebnis zu verschleiern (z.B. wenn sie erwartet, in einer Befragung auf Inhalte angesprochen zu werden, die sie nicht preisgeben möchte). Die meisten psychologischen Meßverfahren sind mehr oder weniger von Reaktivität betroffen. Nur wenige in der Psychologie übliche Verfahren können als nicht-reaktiv gelten. Hierunter fallen etwa viele physiologische Maße (etwa Hormonkonzentration, Hautwiderstand, Pupillenreaktion …), Reaktionszeiten auf bestimmte Stimuli oder projektive Tests. Dem Problem der Reaktivität kann man begegnen, indem man Personen ohne ihr Wissen beobachtet, mißt oder testet. Dies ist technisch oft schwierig und zudem nur in seltenen Fällen ethisch vertretbar. Eine weitere Möglichkeit besteht in sogenannten “Blind-Versuchen”, wie sie auch zur Bestimmung von Plazebo-Effekten üblich sind. Hierbei wissen die Probanden zwar, daß sie getestet bzw. beobachtet werden, sie sind aber über den Zweck der Messung und die spätere Auswertung im Unklaren.
  • 38 Welcher der folgenden Abwehrmechanismen ist am ehesten dem Funktionsniveau einer unreifen Abwehr zuzuordnen? (A) Intellektualisierung (B) Projektive Identifikation (C) Reaktionsbildung (D) Ungeschehenmachen (E) Verdrängung (B) Projektive Identifikation
  • 39 Welcher psychoanalytische Begriff bezeichnet die Umwandlung seelischer Energie in somatische Beschwerden, welche einen spezifischen Ausdrucks- oder Symbolgehalt für die zugrunde liegenden Konflikte aufweisen? (A) Alexithymie (B) Dissoziation (C) Konversion (D) Somatisierung (E) vegetative Neurose (C) Konversion
  • 41 In einer Forschungsstudie zu einem Screeningverfahren, mit dem ADHS im Erwach- senenalter erfasst werden soll, überschreiten 90% der Personen mit der Diagnose einer ADHS den Cut-off-Wert; das Screeningverfahren erkennt sie als an ADHS erkrankt. Auf welches Maß bezieht sich der Wert von 90%? (A) Effektstärke (B) Reliabilität (C) Sensitivität (D) Spezifität (E) Trennschärfe (C) Sensitivität 
  • 43 Welches der genannten Merkmale und Symptome ist am ehesten typisch für die wahnhafte Störung nach ICD-10? (A) Affektverflachung (B) andauernde akustische Halluzinationen (C) hypochondrischer Wahn (D) Kontrollwahn (E) kurze Dauer der Symptomatik (max. 3 Monate) (C) hypochondrischer Wahn
  • 47 Ein Patient sucht eine psychotherapeutische Behandlung wegen Mobbing am Ar- beitsplatz auf. Er werde seit über einem Jahr von seinem Chef angegriffen. Dieser gebe ihm absichtlich Aufgaben mit unrealistisch knappen Zeitvorgaben, schließe ihn von Gemeinschaftsaktivitäten aus und demütige ihn in ungerechter Weise vor anderen öffentlich als Versager. Er berichtet von niedergeschlagener Stimmung, gelegentlichen Schlafstörungen und Appetitlosigkeit, Konzentrationsmangel und Energieverlust. Als wesentlichen Grund für das Mobbing sieht der Patient an, dass er seinen Chef, kurz bevor dieser ihn zu mobben begann, einmal kritisiert habe, da dieser immer wieder von eigenen Schwächen abzulenken versuche. Welche der folgenden Diagnosen kommt am ehesten in Betracht? (A) akute Belastungsreaktion F43.0 (B) Anpassungsstörung F43.21 (C) emotional instabile Persöniichkeitsstörung F60.3 (D) selbstunsichere Persönlichkeitsstörung F60.6 (E) soziale Phobie F40.1 (B) Anpassungsstörung F43.21
  • 49 Bipolare affektive Störungen lassen sich in Bipolar-I- und Bipolar-Il-Störungen unter- teilen. Welche der folgenden Feststellungen trifft auf Bipolar-I- bzw. Bipolar-Il-Störungen zu? (A) Die Zyklothymie ist der Bipolar-Il-Störung zuzurechnen. (B) Für die Diagnose einer Bipolar-II-Störung ist das Auftreten depressiver Episoden nicht erforderlich. (C) Für die Diagnose einer Bipolar-I-Störung ist es Bedingung, dass bei den Patien- ten keine depressiven Episoden auftreten bzw. früher vorlagen. (D) In der ICD-10 werden Bipolar-Il-Störungen als „sonstige affektive Störungen" (F31.8) kodiert. (E) Von einer Bipolar-Il-Störung spricht man, wenn voll ausgeprägte Manien auftre- ten. (D) In der ICD-10 werden Bipolar-Il-Störungen als „sonstige affektive Störungen" (F31.8) kodiert. 
  • 51 Welcher der folgenden Mechanismen bzw. Aspekte wird am ehesten herangezogen, um die Aufrechterhaitung des sog. Zwangsprozesses in der Interaktion zwischen Eltern und Kindern bzw. in der Partnerschaft zu erklären? (A) Kollusion (B) negative Verstärkung (C) Premack-Prinzip (D) Preparedness (E) Prompting (B) negative Verstärkung Das Premack-Prinzip der Lernpsychologie besagt, dass Verhaltensweisen mit hoher Auftretenshäufigkeit als Verstärker für niedriger verwendet werden können. „Die Gelegenheit zu wahrscheinlicherem Verhalten kann weniger wahrscheinliches verstärken“
  • 55 Welche der folgenden Aussagen zu chronischen Spannungskopfschmerzen trifft am ehesten zu? (A) Antidepressiva in niedriger Dosierung können bei längerfristiger Einnahme hel- fen. (B) Benzodiazepine werden zur Prophylaxe empfohlen. (C) Eine Therapieoption ist die längerfristige Einnahme von Ergotaminpräparaten. (D) Opioide sind Mittel der Wahl. (E) Zur akuten Behandlung sind Triptane indiziert. (A) Antidepressiva in niedriger Dosierung können bei längerfristiger Einnahme hel-fen. Therapie des chronischen SpannungskopfschmerzesBei chronischen Spannungskopfschmerzen ist es wichtig, die Einnahme von Akutschmerzmitteln auf ein weniger als 10 Tage im Monat zu begrenzen, da sonst die Gefahr eines durch zu häufige Schmerzmitteleinnahme bedingten Kopfschmerzes droht (eines sogenannten Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes). Zudem wirken diese Mittel bei chronischen Verlaufsformen oft nicht so gut wie bei episodischen Verläufen. Die Wirksamkeit kann erst nach 1-2 Monaten sicher beurteilt werden. Deshalb ist es nötig, die Medikamente über diesen Zeitraum konsequent einzunehmen, sofern Nebenwirkungen dies nicht verhindern. Wenn nach diesem Zeitraum eine gute Wirkung beobachtet wird, sollten die Medikamente für etwa ein halbes Jahr eingenommen werden und dann langsam ausgeschlichen werden. Bei vielen Patienten beobachtet man dann anhaltende Effekte auch über das Absetzen hinaus. Bei der Auswahl des richtigen Präparates sollten auch begleitende Erkrankungen berücksichtigt werden. So zeigen viele Patienten mit einem chronischen Spannungskopfschmerz auch depressive Symptome, so dass hier ein Antidepressivum sinnvoll ist. Goldstandard in der medikamentösen Therapie des chronischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp  bleiben die tri- bzw. tetrazyklischen Antidepressiva, allen voran Amitriptylin bzw. die eng verwandte Substanz Amitriptylinoxid. Hierzu wurden die meisten Studien publiziert. Eine deutlich schlechtere Datenlage besteht für die übrigen tri- und tetrazyklischen Antidepressiva wie Clomipramin, Imipramin, Doxepin, Mianserin und Maprotilin. Einschränkend gilt, dass diese älteren Antidepressiva oft schlechter vertragen werden und Probleme wie Mundtrockenheit, Müdigkeit und Gewichtszunahme auftreten können. Deshalb ist ein langsames Aufdosieren wichtig: 10-25 mg in der ersten Woche, dann pro Woche um 25 mg steigern auf max. 75 mg pro Tag. Da die meisten älteren Antidepressiva müde machen, empfiehlt sich die Einnahme abends. Nicht geeignet sind diese Medikamente für Patienten mit bekannten Herzrhythmusstörungen, grünem Star (Glaukom), Prostatavergrößerung mit Restharnbildung, Demenzen und bekannter Epilepsie. Unter den Mitteln der 2. Wahl befinden sich zahlreiche weitere meist neuere Antidepressiva, wobei hier die Datenlage zur Wirksamkeit schlechter ist. Die beste Wirksamkeit haben hier sicherlich Mirtazapin, Venlafaxin und Sulpirid. Mirtazapin eignet sich gut für Patienten mit begleitenden Schlafstörungen, da es wie die o.g. tri- und tetrazyklischen Antidepressiva müde macht. Venlafaxin dagegen wirkt eher aktivierend. Sulpirid kann bei Patienten mit begleitendem Schwindel hilfreich sein. Mögliche Alternativen sind daneben Valproat und Topiramat, die zur Behandlung von Epilepsien entwickelt wurden (Antiepileptika), aber auch bei der Migränebehandlung mit gutem Erfolg eingesetzt werden. Auch Tizanidin, was zur muskelentspannenden Therapie (Muskelrelaxans) z.B. bei Rückenschmerzen eingesetzt wird, ist bei chronischem Spannungskopfschmerz wirksam. Durch Kombination mit Amitriptylin kann man die Wirksamkeit weiter erhöhen. Opioiden (z.B. Morphin) können aufgrund der aktuellen Studienlage nicht empfohlen werden, zumal typische Nebenwirkungen (wie z.B. Verstopfungen) und Toleranzentwicklung oft zum Therapieabbruch führen. Auch eine Behandlung mit Botolinumtoxin, welches in die Gesichts- und Nackenmuskeln injiziert wird, konnte in mehreren kontrollierten Studien seine Überlegenheit gegenüber einem Placebopräparat nicht belegen und wird nicht empfohlen.
  • 58 Welches der nachfolgenden Systeme stellt das wichtigste stressadaptive System dar? (A) aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (B) Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse (C) Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (D) Hypothalamus-Hypophysen-Schiddrüsen-Achse (E) limbisches System. (C) Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse
  • 59 Welches der folgenden Hormone wird im Nebennierenmark gebildet (A) Aldosteron (B) Kortisol (C) Noradrenalin (D) Östrogen (E) Testosteron (C) Noradrenalin
  • 60 Bei wiederholter Zufuhr eines Arzneistoffes welcher der folgenden Substanzgruppen ist die Entwicklung von Toleranz am wahrscheinlichsten? (A) Antidepressiva (B) atypische Neuroleptika (C) Benzodiazepine (D) klassische Neuroleptika (E) Lithiumsalze (C) Benzodiazepine
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  • 63 Welches ist neben einem Selbstwahrnehmungstraining die wesentliche Komponente bei der Technik der Reaktionsumkehr? (A) das Einüben einer willentlichen motorischen Gegenantwort (B) das Entfernen von sozialen Verstärkern (C) das sukzessive Ausblenden motorischer Hilfen (D) der Einsatz eines Time-out bei auftretendem Probiemverhalten (E) die Schaffung von günstigen Stimulusbedingungen (A) das Einüben einer willentlichen motorischen Gegenantwort
  • 64 Welche der folgenden Aussagen zum psychoanalytischen Erstinterview (z. B. in der Konzeption nach Argelander) ist richtig? (A) Das Erstinterview ist ein sog. standardisiertes Interview. (B) Das Erstinterview muss abgebrochen werden, wenn beim Patienten für die Be- handlung relevante Widerstände deutlich werden, (C) Erstinterview finden bereits psychotherapeutische Prozesse statt. (D) Im Erstinterview sollen Übertragung und Gegenübertragung nicht beachtet wer- den. (E) Im Erstinterview stellt der Therapeut Fragen, auf die der Patient möglichst kurz antworten soll. (C) Erstinterview finden bereits psychotherapeutische Prozesse statt.
  • 65 Die Interventionen in der analytischen Psychotherapie lassen sich z. T. von den In- terventionen in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie speziell bei der Behandlung struktureller Defizite unterscheiden. Welche der folgenden Interventionstechniken geht nach dieser Unterscheidung bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, über die Interventionen der ana- lytischen Psychotherapie hinaus? (A) Durcharbeiten (B) Klarifizieren (C) Konfrontieren (D) Traumdeutung (E) Übernahme von Hilfs-Ich-Funktionen (E) Übernahme von Hilfs-Ich-Funktionen Das Hilfs-Ich ist ein Begriff, der aus einer Abwandlung der Psychoanalyse in Anlehnung an den Begriff "Über-Ich" vornehmlich von Heigl und Heigl-Evers geprägt wurde.  Hilfs-Ich Funktionen verlangen vom Gegenüber Interventionen, die in der psychodynamisch ausgerichteten Psychotherapie nach dem Prinzip "Antwort" gegeben werden, um so den oft früh gestörten Patienten (strukuturell gestörten Patienten) in ihrer nachtragenden Affektlage etwas entgegenzusetzen.  Der Begriff Hilfs-Ich beschreibt in der Psychoanalyse eine Behandlungstechnik für Patienten mit einer Ich-Struktur-Labilität. Dabei stellt sich der Therapeut dem Patienten als Hilfs-Ich zur Verfügung. Hierbei unterstützt der Therapeut den Patienten, in dem er ihn auf eine fehlende Ich-Funktion hinweist. Ziel ist es, dem Patienten durch Identifikation mit dem Behandler zu ermöglichen, Situationen zu erkennen und auf Dauer ähnlich darauf reagieren zu können. Beispiel und Vergleich Ein Hilfs-Ich funktioniert ähnlich wie ein gedanklicher und gefühlsmäßiger „Vorkoster“: Gedanken und Emotionen in Bezug auf eine bestimmte Situation werden „vorgekostet“. Der Vorkoster (also der Therapeut) bildet sich eine Meinung über Geschmack, Genießbarkeit oder auch Ungenießbarkeit der Situationsbedingungen und teilt das Ergebnis mit einer Empfehlung dem Patienten mit. Auf diese Weise stellt der Therapeut dem Patienten seine eigenen regulierenden Signale zur Verfügung: „Da würde ich jetzt hellwach werden und erleben: Hallo, aufgepasst!“ Der Patient kann jetzt versuchen, sich mit dem Therapeuten zu identifizieren und so auf Dauer die Fähigkeit zu erlernen, ähnliche Situationen selbst einzuschätzen und darauf angemessen zu reagieren
  • 68 Welche der folgenden verhaltenstherapeutischen Techniken ist am ehesten dem Prinzip der klassischen Konditionierung zuzuordnen? (A) Chaining (B) Response cost (C) systematische Desensibilisierung (D) Time-out (E) Token economy (C) systematische Desensibilisierung
  • 71 In welchem Regelwerk (Regelwerken) ist festgehalten, dass die Leistungserbringer von Behandlungsmaßnahmen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung verpflichtet sind, ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln? (A) Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) (B) Heilberufsgesetze der Bundesländer (C) Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fach- geseilschaften (AWMF) (D) Psychotherapeutengesetz (PsychThG) (E) Psychotherapie-Vereinbarungen (mit den Primärkassen bzw. den Ersatzkassen) (A) Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V)
  • 77 Welches der folgenden Merkmale ist für das Störungsbild der Depersonalisation (nach ICD-10) nicht charakteristisch? (A) Bei einer Depersonalisation kommt es regelhaft zu einem Verlust der Kontrolle über die Körperbewegungen. (B) Das Depersonalisationssyndrom kann Teil eines anderen, z. B. depressiven oder phobischen Störungsbildes sein und sollte dann ggf. als Zweit- oder Zusatzdiag- nose kodiert werden. (C) Depersonalisation ist ein subjektives Gefühl von Fremdheit, Abtrennung und Ungewohntheit dem eigenen Selbst und seinen Handlungen und Bewegungen gegenüber. (D) Die Depersonalisation verursacht in klinisch bedeutsamer Weise individuelles Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichti gen Funktionsbereichen. (E) Während der Depersonalisationserfahrung bleibt die Realitätsprüfung intakt. (A) Bei einer Depersonalisation kommt es regelhaft zu einem Verlust derKontrolle über die Körperbewegungen.
  • 78 Welches der folgenden Konzepte dient nicht zur Bezeichnung einer der sog. Komponenten der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit)? (A) Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe) (B) Aufgabenorientierung (C) Körperfunktionen und -Strukturen (D) personbezogene Faktoren (E) Umweltfaktoren (B) Aufgabenorientierung
  • 79 Welche der folgenden Substanzen zählt nicht zu den Antidepressiva? (A) Amitriptylin (B) Mirtazapin (C) Sertralin (D) Temazepam (E) Trimipramin (D) Temazepam
  • 80 Welche der folgenden Aussagen zur biographischen Anamnese unter tiefenpsycholo- gischen Aspekten (nach Dührssen) trifft nicht zu? (A) Der Therapeut verhält sich während der Anamnese weitestgehend passiv. (B) Die Anamnese hat eine hypothesenformulierende Funktion. (C) Diese Form der Anamnese hat eine vorwiegend diagnostische Funktion. (D) Es handelt sich um ein teilstrukturiertes Interview mit teilnehmender Beobach- tung seitens des Therapeuten. (E) Ziel ist es, ein Gesamtbild des Gegenwartskonflikts und seiner Vorgeschichte zu erhalten. (A) Der Therapeut verhält sich während der Anamnese weitestgehend passiv. Teilstrukturiertes Interview mit teilnehmender Beobachtung seitens Th hat hypothesenformulierende und diagnostische Funktion Ziel: Gesamtbild des Gegenwartskonflikts und seiner Vorgeschichte zu erhalten