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Themenbereich 10 (Sozialwissenschaften) (Fach) / Angst (Lektion)

Baskaner

Diese Lektion wurde von LizJonana erstellt.

Lektion lernen

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  • Gefühle Subjektives Empfinden von Erregungen
  • Emotion Emotionaler Prozess
  • Angst unangenehm empfundener, eine Bedrohung oder Gefahr signalisierender, emotionaler Gefühlszustand
  • Angstverstärkung im Krankenhaus → räumliche Gegebenheiten → hohes Maß an Technik → Erleben von Leid und Tod → Mangelnde Kommunikation → soziale Distanz → Verlust der körperlichen Integrität → Verlust der sozialen Geborgenheit → Verlust der wirtschaftlichen Absicherung
  • Angstmodelle/ Formen der Angst Angst vor Krankheit, psychischer Verletzung und Schmerz Todesangst Phobien Panikattacken Angst die sich aus sozialen Situationen ergibt
  • Angst vor Krankheit, psychischer Verletzung und Schmerz → Angst vor bestimmten oder allgemein Krankheiten, Krankheit mit Verletzung und Schmerz, Unsicherheit über Verlauf, Auswirkungen oder Eingriff → Bewältigung durch gezielte Information, dass Patienten mit befürchteten Schwierigkeiten umgehen kann       → dass Patient sich realistisch mit der eigenen Krankheit, den Verlauf, den Auswirkungen, den bevorstehenden Eingriff auseinander setzen können     → dass Patienten die positiven Auswirkungen des operativen Eingriffs/medikamentösen Therapie sehen
  • Todesangst → Existentielle Angst, Weltanschauung, Angst vor dem nichts, dem Unbekannten, Angst vor Strafe/ Schmerz/ Abhängigkeit/ Verlust der persönlichen Würde → kann kurz aufflammen oder kontinuierlich sein (Straßenverkehr/ Sterbeprozess) → Bewältigung: einfühlsam begleiten, wachsam sein, Fragen beantworten, sprechen
  • Panikattacken → plötzlich und unerwartet intensive Angst, häufig nachts/abends in Ruhe → Bewältigung:     → Teufelskreis der Angst verstehen und durchbrechen     → Atemtechniken     → Sport und Entspannung     → clevere Organisation     → Oasen im Alltag schaffen
  • Angst die sich aus sozialen Situationen ergibt → z.B.: drohende Verluste → Bewältigung: auf gezielte Informationen reduzieren, real mit der Situation auseinander setzen, aktzeptable Ziele setzen und eigenen Bewältigungsstrategien erkennen
  • Entstehung von Angst → Sozialkognitive Lerntheorie von Albert Bandura     → Wechselwirkung zwischen Umwelt, Verhalten und Person     → Angst lernen durch Modell Lernen     → Persönlichkeit lernt durch Beobachten von Modellen     → Erwerb von Fertigkeiten, Fähigkeiten, Einstellungen, Überzeugungen, Persönlichkeitseigenschaften, Rollenerwartungen → Persönlichkeitstheorie nach Sigmund Freud     → Angst und Abwehr treten auf, wenn das ICH nicht zwischen dem ES und dem Über-ICH und der Realität vermitteln kann     → Angst ist subjektiv und kann immer nur auf einen bestimmten Sachverhalt bezogen werden (Gegenstand oder Situation) oder tritt plötzlich und unerwartet auf     → Bedrohnung kann realistitsch oder vermeindlich sein     → Angst entsteht erst durch kognitive Bewertung
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  • Angstarten nach Freud Realitätangst (reale Gefahren) Neurotische Angst (Triebhaftes ES wird als bedrohlich empfunden und ICH kann nicht mehr ausreichend vermitteln) Moralische Angst (Druck des ES vs. Strafandrohung des Über-ICH bei Unstimmigkeiten) Angst soll vor Bedrohung warnen und auffordern etwas dagegen zu tun     → realistische Lösungen oder Abwehrmechanismen
  • Abwehrmechanismen → Schutzmaßnahmen des ICHs um vorübergehend mit Angstsituationen umzugehen     → Verdrängung, Projektion, Regression, Verschiebung, Rationalisierung → langfristig keine Lösung, bei übermäßigem Einsatz kann es zu seelischen Fehlentwicklungen wie Neurosen, Autoaggression oder Depression kommen
  • Funktion der Angst Schutzfunktion/ Lebenserhaltende Funktion     → "Restinstinkt", fight or flight Aktivierungsfunktion     → Ansporn/ kreative Kraft die aktiviert und zu erhöhter Reaktionsfähigkeit/ gesteigerter Leistung führt Steuerungsfunktion     → Steuerung durch Angst vor negativen Reaktionen der Umwelt → Schuldgefühle/ Selbstvorwürfe
  • Bewältigung von Angst 1. Masken der Angst erkennen Wie äußert sich Angst verhaltenstechnisch? Bewältigungsstrategien? Abwehrmechanismen? 2. Angst differenzieren und analysieren Physiologische oder pathologische Angst? 3. Angst abbauen/ über Angst sprechen → Entlastung/ Erleichterung → stärkt Umgang mit Angst und Selbstwertgefühl → zu Ende denken, Angst erklären, aktzeptieren, aussprechen, Metakommunikation, Abwehrmechanismen nicht unterbrechen, verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten ausschöpfen
  • Folgen von Angst Physiologisch → Schwitzen, Tachypnoe, Tachykardie, Magendrücken, Tremor, Muskelanspannung, Erröten, Erbleichen, gesträubte Haare Blockade Passivität, Lähmung (affektive Hemmung) Vermeidungsverhalten Situation/ Person wird gemieden sozialer Rückzug Verminderung von Entfaltungsmöglichkeiten/ Hemmung der Entwicklung Psychosomatische Störungen Unruhe, Nervösität, körperliche Beschwerden, Schlafstörungen, Migräne, Darmstörungen Psychische Störungen Depressionen, Phobien, Panikattacken Einnässen, einkoten, stottern, Kontaktschwierigkeiten Such
  • Umgang mit Angst Lernprozess, Angst anerkennen, Grenzen kennen Ängste bei Patienten/ Angehörigen vermeiden durch      → Sprache/ Fachtermini, Transparenz und Information, Maßnahmen verständlich erklären/ Argumente gegen Angst, ernst nehmen, Vertrauen schaffen, Orientierungshilfen geben, Entspannungstechniken, Selbstinstruktion, Psychotherapeutische Hilfe vermitteln
  • Phobien Ausgeprägte anfallsartige Angst vor spezifischen Situationen  →Bewältigung: psychotherapeutische Hilfe