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Themenbereich 10 (Sozialwissenschaften) (Fach) / Macht und Hierachie (Lektion)

Baskaner

Diese Lektion wurde von LizJonana erstellt.

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  • Machtdefinition Jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.     → wird durch Hierachie strukuriert, vervielfacht und ungleich verteilt     → ist in allen Beziehungen enthalten     → erzwungene Machtgleichheit führt zur Hierachie     → auch der Versuch Macht abzuschaffen ist eine Form der Machtausübung
  • Hierachiedefinition Offizielle Machtstrukturen mit Machtgefälle     → Ziel ist es Ordnung zu schaffen     → entweder Macht oder Aufgabenorientiert
  • Autoritätdefinition soziale Beeinflussung auf Grundlage von Werten, Funktionen oder persönlichem Ansehen     → Ausübung von Macht     → ungleiche Verteilung durch Hierachie      → durch Hierachie wird einem Rang Autoriität und somit Macht verliehen
  • Unterschied Macht und Autorität Macht entspricht Zwang und Widerstreben, Autorität jedoch geschieht aus innerer Bereitschaft zur Einwilligung oder freiwilliger Anerkennung
  • Ohnmachtdefinition Gefühl des Ausgeliefertseins
  • Formen der Macht (Machtgrundlagen) 1. Macht durch Legitimation (institutionalisierte Macht) → Durch Organisationsstrukturen vorgegeben → funktional: für reibungslose Abläufe → normativ: Pflicht als Angestellte, Vorgesetzten zu gehorchen 2. Macht durch Sacherkenntnis (soziale Macht) → durch Beziehungsverhältnisse → Mitarbeiter schätzen fachliches Können und Wissen der Vorausgesetzen und können davon lernen 3. Macht durch Sympathie/ Identifikation (soziale Macht) 4. Macht durch Belohnung (soziale Macht) → gutes Zeugnis/ Förderung durch Vorgesetzte 5. Macht durch Bestrafung (soziale Macht) → Benachteiligung durch Vorgesetzte (unangenehme Arbeit zuweisen, Verweise)
  • Instrumente der Macht (Machtmittel) Macht durch Überzeugung → Überzeugen durch Kompetenz/ Argumente → beteiligt andere durch Information → Vertrauen in die Kompetenz der anderen Macht durch Manipulation → verschleiert eigenen Einfluss → andere sollen eigene Ziele verfolgen ohne dies zu merken → Nutzung der Beziehungsebene und Abhängigkeit Macht durch Zwang → Abhängigkeitsverhältnisse: Machtausübender belohnt oder betraft, Bezwungener gehorcht aus Angst vor Konsequenzen → Physischer Zwang, wirtschaftlicher Zwang, sozialer Zwang, seelischer Zwang Macht in Totalen Institutionen → Verwahrung von Personen, denen die Fähigkeit abgesprochen wird selbst für sich zu sorgen oder von gesellschaftsgefährdenden Personen → Rollenverlust: Gewohnheitsverlust
  • Soziale Gruppe Anzahl an Personen, mindestens ein gemeinsames Ziel für bestimmte Zeitdauer, gegenseitige Abhängigkeit, sowie das Wissen um diese Situation
  • Formelle Gruppen → betriebliches Ziel → unpersönlicher Charakter → vorgegebene Regeln/ Rollenverteilung
  • Informelle Gruppen → spontan → aus gemeinsamen Interessen → persönlicher Charakter
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  • Funktionen der Führung Lokomotionsfunktion → Förderung der Aufgabenerfüllung und Zielerreichung → Die richtigen Entscheidungen... Kohäsionsfunktion → Integration und Zusammenhalt der Gruppe → ...in einem förderlichen Umfeld.
  • Machtausübung in Gruppen (Gruppenbildung) Forming: Kennenlernen, Entwicklung von Grundregeln, Unsicherheit über die Rollen, mangelndes Vertrauen Storming: Konfliktphase, Polarisierung von Meinungen, Positionskämpfe, Cliquenbildung Norming: Orientierungsphase durch Vertrauen und "Wir-Gefühl", offener Meinungsaustausch, Kooperation, Unterstützung, Feedback Performing: Arbeitsphase durch Orientierung an Aufgabenerfüllung, flexibeles Rollenverhalten und konstruktive Problemlösung
  • Vertikale und horizontale Hierachie Vertikal: Pflegedirektion → Auszubildene Horizontal: wechselseitige Abhängigkeit, Pflegedientleitung → Verwaltungsleitung → Ärztliche Leitung
  • Führung → Beaufsichtigung einer/ mehrerer Gruppen/ Bereiche → Führungsperson ist Teil der Gruppe → abhängig von drei Faktoren: Menschen (innere Haltung), Umwelt (äußere Umstände), Erfolgskriterien (Was ist Erfolg? Wie soll er erreicht werden?)
  • autoritärer Führungsstil Führungsperson hat auf Mitarbeiter starken Einfluss, Mitarbeiter hat keinen Einfluss auf die Führungsperson Entscheidungs- und Handlungsbefugnis obliegt alleine der Führungsperson Konsequente, klare Richtlienien und Handlungsvorgaben, welche kontrolliert und sanktioniert werden Vorteile: → klare Regeln → kurze Entscheidungsdauer → kurzfristige Leistungssteigerung Nachteile: → keine Kreativität und Motivation durch eigene Ideen → Fehlentscheidungen
  • kooperativer bzw. demokratischer Führungsstil Angestellte dürfen sich an wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligen Vorausgesetzter kann weiterhin delegieren und Arbeitsanweisungen verteilen Vorteile: → hohe Arbeitsmotivation → Förderung der Kreativität → Entlastung der Führungskraft → angenehmes Betriebs und Arbeitsklima → bessere Unternehmensergebnisse Nachteile: → langsame Entscheidungsfindung → Führungskraft hat Druck es allen Recht zu machen → potentiell wenig Disziplin
  • Laissez Faire Führungsstil Vollständige Freiheit, breiter Handlungsspielraum Gruppe entscheidet über Vorgehensweise und übernimmt die Kontrolle über die Beschlüsse Vorgesetzter übernimmt die Rolle als Informationsvermittler und Berater bei aufkommenden Fragen Vorteile: → enormer Entscheidungsspielraum → hohe Motivation → Förderung der Kreativität → hohes Maß an Eigenverantwortung und somit eine Förderung der Selbstständigkeit Nachteile: → nicht alle wollen keine klaren Anweisungen → möglicherweise keine Disziplin → Vernachlässigung von zurückhaltenden Personen     → schlechte Leistungen     → Konflikt mit Kollegen