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Psychologie (Fach) / 2014 Herbst (Lektion)

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  • 1. In einem von Lazarus und Folkman entwickelten Stressmodell stehen die subjektive Bewertung von Belastungen, die Einschätzung der individuellen Bewältigungsmöglichkeiten sowie die Form der Bewältigung im Mittelpunkt. Mit welchem Attribut wird auf diese Wechselwirkung zwischen Individuum und Umwelt (in Form der Bewertungs- und Bewältigungsprozesse und auch der Veränderungen des Individuums und der Umwelt) in der Bezeichnung des Modells abgehoben? Transaktional
  • 3. S. Freud hat Ende des 19. Jahrhunderts ein erstes klinisch-wissenschaftliches Modell zum Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und körperlichen Symptomen vorgestellt. Wie wird dieses Modell, welches den Vorgang der Umsetzung eines innerpsychischen Konfliktes in eine symbolhafte körperliche Symptomatik beschreibt, bezeichnet? Konversionsmodell
  • 4. Wie heißt in der ICD-10 diejenige psychische Störung (auch: Störungskategorie), bei der es um ein absichtliches Erzeugen oder Vortäuschen von körperlichen oder psychischen Symptomen oder Behinderungen geht, welches nicht in Belastungssituationen oder aus anderen äußeren Gründen auftritt? artifizielle Störung
  • 5. ln der Psychotherapie findet sich die Vorgehensweise, wirksame therapeutische Interventionen aus unterschiedlichen Therapieverfahren und -schulen miteinander zu kombinieren oder nebeneinander anzuwenden, ohne auf Kompatibilität des theoretischen Hintergrundes zu achten und einen gemeinsamen theoretischen Bezugsrahmen herzustellen. Davon abgrenzen lassen sich Ansätze, die Interventionen kombinieren und sie dabei durch Verschmelzung zugrundeliegender Theorien auf eine gemeinsame theoretische Grundlage stellen oder Ansätze, die auf der Basis einer neuen einheitlichen Grundlage das Repertoire psychotherapeutischer Möglichkeiten systematisch nutzen. Wie nennt man die als Erstes beschriebene Vorgehensweise der Kombination von In- terventionen ohne gemeinsamen und kompatiblen theoretischen Hintergrund? Eklektizismus
  • 7. ln der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik, OPD-2, sind verschiedene Konflikte und deren sog. Lösungsmodi beschrieben. Bei einem dieser Konflikte werden Patienten im aktiven Lösungsmodus u. a. durch ein ständiges Bemühen um Aufmerksamkeit, eine dramatisch theatralische Emotionalität sowie eine forcierte Erotisierung und Rivalität beschrieben. Um welchen Konflikt nach der OPD-2 handelt es sich hierbei? ödipaler Konflikt
  • 8. Wie bezeichnet man in der neuropsychologischen Therapie den Ausgleich oder die Verbesserung von Defiziten durch noch intakt gebliebene Funktionen oder Fähigkeiten bzw. weitere mögliche Strategien, wenn eine Wiederherstellung der beeinträchtigten Funktionen nicht möglich ist? Kompensation
  • 9. Nach der Theorie Festingers erzeugt kognitive Dissonanz eine Motivation zur Spannungsreduktion. Dies kann Einfluss auf psychotherapeutische Prozesse haben. Wodurch kann kognitive Dissonanz reduziert werden? Wählen Sie 3 Antworten! (A) durch die Addition neuer konsonanter Kognitionen (B) durch Verhaltensänderung (C) durch Verhaltensstabilisierung (D) durch die Reduktion konsonanter Kognitionen (E) durch die Reduktion dissonanter Kognitionen (F) durch die Addition neuer dissonanter Kognitionen (A) durch die Addition neuer konsonanter Kognitionen (B) durch Verhaltensänderung (E) durch die Reduktion dissonanter Kognitionen 
  • 10. Welche der folgenden physiologischen Kennzeichen sind am ehesten Merkmale einer Entspannungsreaktion? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Zunahme der Hautleitfähigkeit (B) Abnahme des Tonus der Skelettmuskulatur (C) geringfügige Zunahme des Sauerstoffverbrauchs (D) periphere Gefäßerweiterung (E) Zunahme der Reflex-Tätigkeit (B) Abnahme des Tonus der Skelettmuskulatu (D) periphere Gefäßerweiterung
  • 11. Im meta-kognitiven Konzept von A. Wells spielen so genannte Meta-Sorgen eine wichtige funktionale Rolle. Welche der folgenden potentiellen Patientenäußerungen sind am ehesten als Aus- druck von Meta-Sorgen zu bezeichnen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Die schlechte Gesundheit meines Vaters geht mir nicht aus dem Kopf. (B) Was wäre, wenn ich alten Menschen nicht über die Straße helfe? (C) Meine Sorgen werden mich noch verrückt machen. (D) Wegen meiner Angst und Unruhe verschulde ich hier noch einen großen Unfall. (E) Hoffentlich habe ich vom Arzt die richtigen Medikamente erhalten. C) Meine Sorgen werden mich noch verrückt machen.  (D) Wegen meiner Angst und Unruhe verschulde ich hier noch einen großen Unfall. 
  • 12. ln welche drei der folgenden Modelle lassen sich die psychoanalytisch orientierten Schulrichtungen am ehesten einteilen? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Inkongruenz-Modell (B) Spaltungs-Modell (C) Entwicklungsdefizit-Modell (D) Ich-Synthese-Modell (e) Triebkonflikt-Modell (F) Beziehungs-Konflikt-Modell (C) Entwicklungsdefizit-Modell (e) Triebkonflikt-Modell (F) Beziehungs-Konflikt-Modell
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  • 13. Was sind nach der ICD-1 0 typische Merkmale eines somatischen Syndroms bei einer depressiven Episode? Wählen Sie 2 Antworten! (A) objektivierte ausgeprägte psychomotorische Hemmung {B) feinschlägiger Tremor (C) Beklemmungsgefühle (D) Früherwachen (e) Schweißausbrüche A) objektivierte ausgeprägte psychomotorische Hemmung (D) Früherwachen
  • 15. Eine 44-jährige Patientin sucht eine Behandlung wegen einer persönlichen Lebenskrise auf. Sie beschäftige sich set einigen Jahren ständig mit ihrer "verlorenen Attraktivität" und leide extrem unter der Hoffnungslosigkeit angesichts "des sichtbaren, langsamen Altersverfalls", der sie entstelle; ihre Kopfbehaarung und ihre Gesichtshaut machten sie extrem alt, "wie eine Siebzigjährige". Der Therapeutin erscheint das Aussehen der Patientin jedoch altersgemäß. Die psychischen Belastungen hätten nach einem Jobwechsel vor drei Jahren zugenommen. Seitdem fühle sie sich wiederkehrend, so auch derzeit, für einige Wochen niedergeschlagen, antriebslos und wertlos und erlebe ihr Leben als sinnlos. Der neue Job beinhalte viele Meetings und Teamwork, die sie als unproduktiv erlebe. Sie lebe schon immer sehr zurückgezogen und isoliert und habe nur Kontakt zu ihren Familienangehörigen. Welche der nachfolgend genannten Diagnosen kommen aufgrund der Schilderung gemäß der ICD-1 0 am ehesten in Frage? Wählen Sie 2 Antworten! (A) schizoaffektive Störung (B) soziale Phobie (C) Anpassungsstörung (D) depressive Episode (E) körperdysmorphe Störung (D) depressive Episode (E) körperdysmorphe Störung
  • 16. Welche der folgenden sind häufige unerwünschte Wirkungen einer Behandlung mit Lithiumsalzen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Antriebssteigerung (B) feinschlägiger Tremor (C) Hyperthyreose (D) paranoide Symptome (E) Übelkeit, Erbrechen (B) feinschlägiger Tremor  (E) Übelkeit, Erbrechen
  • 18. Welche der folgenden Aspekte (auch: "strukturelle Fähigkeiten") sind in der Achse Struktur der Operationalisierten Psychedynamischen Diagnostik, OPD-2 für Erwachsene, bei den Dimensionen der Struktur aufgeführt? Wählen Sie 2 Antworten! (A) sexuelle Lust erleben und genießen (B) Triebe sublimierend befriedigen (C) sich aus Bindungen lösen und Abschied nehmen können (D) eigene Intentionen mentalisieren (E) Kohärenz erzeugen und nutzen (F) eigene Phantasien entwerfen und nutzen (C) sich aus Bindungen lösen und Abschied nehmen können (F) eigene Phantasien entwerfen und nutzen
  • 18. Welche der folgenden Aspekte (auch: "strukturelle Fähigkeiten") sind in der Achse Struktur der Operationalisierten Psychedynamischen Diagnostik, OPD-2 für Erwachsene, bei den Dimensionen der Struktur aufgeführt? Wählen Sie 2 Antworten! (A) sexuelle Lust erleben und genießen (B) Triebe sublimierend befriedigen (C) sich aus Bindungen lösen und Abschied nehmen können (D) eigene Intentionen mentalisieren (E) Kohärenz erzeugen und nutzen (F) eigene Phantasien entwerfen und nutzen (C) sich aus Bindungen lösen und Abschied nehmen können (F) eigene Phantasien entwerfen und nutzen
  • 19. Zur Beurteilung, ob ein Psychotherapieverfahren oder eine bestimmte Psychotherapiemethode als wissenschaftlich anerkannt gelten kann, hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) ein Methodenpapier erstellt. Was zählt am ehesten zu den Kriterien der Beurteilung der wissenschaftlichen Anerkehnung in diesem Methodenpapier? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Einzelfallstudien können bei der Beurteilung der Wirksamkeit berücksichtigt werden, sofern sie von mindestens 5 verschiedenen Forschergruppen stammen. (B) Das Ergebnis der jeweiligen Studien zeigt, dass die Verbesserung in der Interventionsgruppe größer ist als in einer unbehandelten Kontrollgruppe. (C) Die allgemeine methodische Qualität der jeweiligen Studie wird als adäquat beurteilt. (D) Für einzelne Anwendungsbereiche müssen jeweils mindestens 10 unabhängige, adäquate Studien mit einem positiven Ergebnis vorliegen. (E) Für die jeweilige Studie lässt sich eine ausreichende interne und/oder externe Validität feststellen. (B) Das Ergebnis der jeweiligen Studien zeigt, dass die Verbesserung in der Interventionsgruppe größer ist als in einer unbehandelten Kontrollgruppe. (C) Die allgemeine methodische Qualität der jeweiligen Studie wird als adäquat beurteilt.  (E) Für die jeweilige Studie lässt sich eine ausreichende interne und/oder externe Validität feststellen.
  • 21. Aufgabenfolge „Strukturniveau von Patienten" -Teil 2 Mehrfachauswahlaufgabe Es stehen mehrere manualisierte psychodynamische Behandlungsformen zur Verfügung, die speziell auf Patienten mit einem wie in Teil 1 der Aufgabenfolge beschriebenen Strukturniveau zugeschnitten wurden. Zumindest für einen Teil der Patienten auf diesem Strukturniveau weisen diese Behandlungsformen auch eine Evidenzbasierung auf. Auf welche der folgenden psychedynamischen Behandlungsformen trifft dies am ehesten zu? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Psychoanalyse (B) Bindungsfokussierte Psychotherapie (C) Emotionsfokussierte Psychotherapie (D) Psychoanalytische Fokaltherapie E) Übertragungsfokussierte Psychotherapie (F) Mentalisierungsbasierte Therapie E) Übertragungsfokussierte Psychotherapie (F) Mentalisierungsbasierte Therapie
  • 22. Aufgabenfolge "Strukturniveau von Patienten" - Teil 3 (Ende) Mehrfachauswahlaufgabe Zumindest für die Anfangszeit einer Therapie von Patienten, wie sie in Teil 1 der Aufgabenfolge beschrieben wurden (geringes Integrationsniveau), gelten einige Grundregeln innerhalb der psychoanalytisch begründeten Therapien. Welche Grundregeln treffen für diese Patienten am ehesten zu? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Die bei diesen Patienten oftmals blockierte freie Assoziation sollte gefördert werden. (B) Übertragungsmanifestationen sollten im Hier und Jetzt bearbeitet werden. (C) Regressive Prozesse sollten nicht gefördert werden. (D) Es sollte das liegende Setting mit mindestens drei Wochenstunden angewendet werden. (E) Übertragungsmanifestationen sollten ignoriert werden. (F) Der Therapeut sollte in jeder Hinsicht neutral und möglichst zurückhaltend intervenieren. (G) Es sollten klare und auf den Patienten individuell zugeschnittene Behandlungsvereinbarungen ausgehandelt werden. (B) Übertragungsmanifestationen sollten im Hier und Jetzt bearbeitet werden. (C) Regressive Prozesse sollten nicht gefördert werden. (G) Es sollten klare und auf den Patienten individuell zugeschnittene Behandlungsvereinbarungen ausgehandelt werden.
  • 25. Welche der folgenden Aussagen zu Grundgesamtheit und Stichprobenziehung z. B. in der Psychotherapieforschung oder Epidemiologie ist am zutreffendsten? (A) Bei der einfachen Zufallsauswahl erfolgt die Auswahl der Personen nach vorgegebenen Quoten. (B) Ist die Grundgesamtheit identisch mit der untersuchten Stichprobe, wird dies als Vollerhebung bezeichnet. (C) Bei einer willkürlichen Auswahl hat jedes Element der Grundgesamtheit die gleiche Auswahlwahrscheinlichkeit. (D) Das beste Auswahlverfahren, um Verzerrungen auszuschließen, ist die Ziehung einer Quotenstichprobe. (E) Unter der Grundgesamtheit versteht man die Gruppe der Personen, die untersucht wird. (B) Ist die Grundgesamtheit identisch mit der untersuchten Stichprobe, wird dies als Vollerhebung bezeichnet.
  • 32. Welche der folgenden Aussagen trift auf einn Risikofaktor mit hohem relativen Risiko (RR, z. B. RR = 6.0) und niedrigem attributablem Risiko (AR, z. B. AR = .02) am ehesten zu? (A) Der Risikofaktor tritt in der Population sehr häufig auf, ist jedoch nur selten Ursache für die Erkrankung. (B) Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist für Träger dieses Risikofaktors grundsätzlich nicht erhöht es sei denn weitere Risikofaktoren treten hinzu. (C) Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist für Träger dieses Risikofaktors gering, der Risikofaktor erklärt jedoch einen großen Teil der Krankheitsfälle. (D) Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist für Träger dieses Risikofaktors etwas erhöht und der Risikofaktor erklärt dabei einen sehr großen Teil der Krankheitsfälle. (E) Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist für Träger dieses Risikofaktors hoch, der Risikofaktor erklärt jedoch nur einen kleinen Teil der Krankheitsfälle. (E) Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist für Träger dieses Risikofaktors hoch, der Risikofaktor erklärt jedoch nur einen kleinen Teil der Krankheitsfälle.
  • 36. Wie werden spezifische Phobien aus psychoanalytischer Sicht am ehesten erklärt? (A) Der Abwehrvorgang der Verschiebung bewirkt, dass die Angst vor einem unbewussten Konflikt, dem nicht ausgewichen werden kann, auf ein äußeres Objekt oder eine Situation verlagert wird, der nun ausgewichen werden kann. (B) Der Abwehrvorgang der Verleugnung bewirkt, dass eine realitätsgerechte Einschätzung des Gefahrenpotenzials von Objekten oder Situationen nicht möglich ist. (C) Unbewusste mörderische Aggressionen werden auf ursprünglich harmlose Objekte oder Situationen abgespalten, die dadurch eine lebensbedrohliche Qualität erhalten. (D) Die phobischen Objekte oder Situationen symbolisieren meist die "böse Mutter", der nun aus dem Weg gegangen werden kann. Die Phobie ist gewissermaßen eine Ersatzbeziehung. (E) Die phobischen Objekte oder Situationen stellen eine Bedrohung für die strukturelle Integration dar und müssen daher vermieden werden. Die Phobie ist gewissermaßen ein Selbstschutz. (A) Der Abwehrvorgang der Verschiebung bewirkt, dass die Angst vor einem unbewussten Konflikt, dem nicht ausgewichen werden kann, auf ein äußeres Objekt oder eine Situation verlagert wird, der nun ausgewichen werden kann. 
  • 37. Zwangssymptome treten auch bei Patienten mit Ich-strukturellen Störungen (auch: niedriges Strukturniveau) auf. Wie werden Zwangssymptome in den psychodynamischen Therapieverfahren am ehesten konzeptualisiert? Die Symptome (A) dienen dem Schutz vor Fragmentierung des Selbst (B) dienen hier der kaschierten Triebbefriedigung (C) sind Anzeichen des Zusammenbruchs der Ich-Struktur (d) sind ein Versuch, die "autistische Blase" zu durchbrechen (E) haben bei diesen Störungen keine Funktion (A) dienen dem Schutz vor Fragmentierung des Selbst 
  • 39. Unter welcher der folgenden Bedingungen ist nach dem Konzept der allostatischen Belastung das Risiko für die Entstehung von körperlichen Krankheiten am ehesten erhöht? (A) Wahrnehmung von Kontrollverlust über aversive Bedingungen (B) Reaktivierung eines frühen psychischen Traumas mit der Folge einer Somatisierung als Reaktion darauf (C) primäre Bewertung einer Situation als Verlust und fehlende Bewältigungsfähigkeiten (D) Überforderung der körperlichen Anpassungsreaktionen an chronische psychosoziale oder physiologische Stressoren (E) ungünstige Emotionsregulationsstrategien (Unterdrückung) (D) Überforderung der körperlichen Anpassungsreaktionen an chronische psychosoziale oder physiologische Stressoren
  • 40. Ein Therapeut führt zu Beginn einer Psychotherapie eine Eingangsdiagnostik bei einem Patienten durch, der eine gebräunte Haut hat und gut erholt aussieht. Aufgrund seines Aussehens hält der Therapeut ihn bei seiner klinischen Einschätzung für weniger belastet, als dieser tatsächlich ist. Welcher Beurteilungs- bzw. Beobachtungsfehler des Therapeuten liegt am ehesten vor? (A) Effekt der zentralen Tendenz (B) Halo-Effekt (C) Primacy-Effekt (d) Strenge-Effekt (E) Recency-Effekt (B) Halo-Effekt
  • 41. Teil des psychischen Befundes ist der klassische psychopathologische Befund z. B. nach dem System der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP). Hierbei werden auch Denkstörungen erfasst, die z. B. für psychotische Störungen kennzeichnend sind. Welches der folgenden Symptome wird gemäß AMDP-System als formale Denkstörung bezeichnet? (A) Amnesie (B) Konzentrationsstörungen (C) Grübeln (D) Derealisation (E) Beziehungserleben  (C) Grübeln
  • 42. Paraphilie wird am zutreffendsten definiert als: (A) anhaltende Probleme bei der Erreichung sexueller Befriedigung, ohne dass hierfür eine körperliche Ursache feststellbar ist (B) Homosexualität, sofern sie ohne Einwilligung des Sexualpartners und unter Anwendung von Gewalt vollzogen wird (C) Sexualverhalten, das auf ein unübliches Sexualobjekt oder eine unübliche sexuelle Stimulierung gerichtet ist (D) Sexualpraktiken, die für die ausübende Person schmerzhaft und nicht lustvoll sind (E) Sexualität, die durch häufigen Partnerwechsel gekennzeichnet ist (C) Sexualverhalten, das auf ein unübliches Sexualobjekt oder eine unübliche sexuelle Stimulierung gerichtet ist
  • 43. Was ist in der Psychotherapie am ehesten unter differentieller Indikation zu verstehen? (A) Anpassung psychotherapeutischer Maßnahmen im individuellen Behandlungsverlauf (B) Aufgabe des Diagnostikers, zwischen pathologischen und subklinischen Phänomenen zu unterscheiden (C) Beurteilung, welcher Kostenträger für die Finanzierung einer Behandlung zuständig ist (D) Entscheidung über die bei einem Patienten anzuwendende Therapieform (Verfahren, Methoden, Setting) (E) Unterscheidung des Klinikers, ob für die Störung eines Patienten eine Psychotherapie geboten oder nicht geboten ist (D) Entscheidung über die bei einem Patienten anzuwendende Therapieform (Verfahren, Methoden, Setting) 
  • 45. Zu den nicht organisch bedingten sexuellen Funktionsstörungen nach ICD-10 (F52) wird folgende der genannten Störungen gerechnet: (A) Exhibitionismus (B) Voyeurismus (C) Pädophilie (D) Frotteurismus (E) Mangel an sexuellem Verlangen (E) Mangel an sexuellem Verlangen
  • 46. Eine akute Belastungsreaktion ist durch verschiedene Symptome gekennzeichnet, die sich bei außergewöhnlicher physischer oder psychischer Belastung entwickeln können. ln welchem Zeitraum sind gemäß der ICD-1 0 die Symptome einer akuten Belastungsreaktion rückläufig, sofern eine Entfernung aus der belastenden Situation möglich ist (Achtung: bei der akuten Belastungsstörung gemäß DSM davon abweichendes Zeitkriterium)? (A) innerhalb von wenigen Stunden (B) innerhalb von einer Woche (C) innerhalb von 4 Wochen (D) innerhalb von 6 Monaten (E) innerhalb von längstens 2 Jahren (A) innerhalb von wenigen Stunden
  • 47. Ein 34-jähriger Patient berichtet im Erstgespräch, dass er in der Folge von Umstrukturierungen an seiner Arbeitsstelle vor 6 Wochen auch in seiner Freizeit viel an die Arbeit denken müsse, sehr unruhig sei und schlecht "abschalten" könne. Er sei intern versetzt worden, außerdem sei einigen Kollegen wegen der schlechten Ertragslage gekündigt worden. Sie erfahren weiterhin von dem Patienten, dass es ihm in der Vergangenheit schon des Öfteren "schlecht" gegangen sei. Er leide schon lange darunter, sich nur schwer von Alltagsproblemen distanzieren zu können, sei immer schon eher besorgt und ängstlich; um die Zukunft mache er sich viele Gedanken; er fühle sich oft erschöpft und habe zeitweise nur wenig Lust an Unternehmungen. Schlafprobleme habe er auch schon seit langem, ca. einmal wöchentlich. 11 Welche der folgenden Diagnosen kommt nach der ICD-10 neben einer depressiven Störung am ehesten in Betracht? (A) ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (B) generalisierte Angststörung (C) Hypochondrie (D) nichtorganische Insomnie (E) psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten (B) generalisierte Angststörung
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  • 48. Welche der folgenden Diagnosen sieht die ICD-1 0 für die Kernsymptomatik von Gefühlen körperlicher Schwäche und Erschöpfung nach nur geringer Anstrengung vor, begleitet von Empfindungen wie Schmerzen und der Unfähigkeit, sich zu entspannen? (A) Neurasthenie (B) Chronic fatigue syndrome (C) Psychasthenie (D) körperliche Stressreaktion, die einen medizinischen Krankheitsfaktor beeinflusst (E) Schmerzstörung in Verbindung mit psychischen und somatischen Faktoren (A) Neurasthenie
  • 49. Welches der folgenden Störungsbilder wird in der ICD-10 als Störung mit altersbezogener Bedeutung (Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend) aufgeführt? (A) dissoziative Störungen (B) Persönlichkeitsstörungen (C) somataforme Störungen (D) Tic-Störungen (E) Zwangsstörungen (D) Tic-Störungen
  • 50. Welcher IQ-Bereich wird gemäß der 1CD-10 der "mittelgradigen lntelligenzminderung" zugeordnet? Der Bereich liegt gewöhnlich bei (A) IQ 35-49 (B) IQ 50-69 (C) IQ 55-85 (D) IQ 55-70 (E) IQ 70-85 (A) IQ 35-49
  • 51. Zum Verständnis von Scheidungen existieren mehrere Erklärungsmodelle. Welches der folgenden Modelle beruht am deutlichsten auf der Annahme, dass beide Partner eines Paares konstant die Kosten und den Nutzen ihrer Paarbeziehung evaluieren und eine positive Gesamtbilanz von Geben und Nehmen anstreben? (A) kognitiv- lerntheoretisches Scheidungsmodell (B) stresstheoretisches Scheidungsmodell (C) Vulnerabilitäts • Stress-Adaptationsmodell (d) austauschtheoretisches Scheidungsmodell (E) sozialphysiologisches Scheidungsmodell (d) austauschtheoretisches Scheidungsmodell
  • 52. Auf welche der folgenden Kompetenzen zielen paartherapeutische Ansätze der Verhaltenstherapie von Partnerschaftsstörungen am ehesten ab? (A) Diversity-Kompetenz (B) Fachkompetenz (C) Handlungskompetenz (D) Persönlichkeitskompetenz (E) Problemlösekompetenz (E) Problemlösekompetenz
  • 53. Die theoretische Analyse und Erforschung gruppentherapeutischer Prozesse hat ergeben, dass verschiedene Faktoren für die Wirksamkeit von Gruppentherapie von Bedeutung sind. Mit welchem der folgenden Begriffe wird derjenige Wirkfaktor am zutreffendsten bezeichnet, der beschreibt, dass Einflüsse und Kräfte dahingehend wirken, dass die einzelnen Mitglieder in einer Gruppe bleiben? (A) Konformität (B) Konstanz (C) Kollusion (d) Kontinuität (E) Kohäsion (E) Kohäsion
  • 53. Die theoretische Analyse und Erforschung gruppentherapeutischer Prozesse hat ergeben, dass verschiedene Faktoren für die Wirksamkeit von Gruppentherapie von Bedeutung sind. Mit welchem der folgenden Begriffe wird derjenige Wirkfaktor am zutreffendsten bezeichnet, der beschreibt, dass Einflüsse und Kräfte dahingehend wirken, dass die einzelnen Mitglieder in einer Gruppe bleiben? (A) Konformität (B) Konstanz (C) Kollusion (d) Kontinuität (E) Kohäsion (E) Kohäsion
  • 54. Welche der folgenden Aussagen gibt den zentralen Aspekt bei der Sekundärprävention von von psychischen Erkrankungen am besten wieder? (A) Sekundärprävention zielt darauf ab, die Ausbreitung von Erkrankungen zu verhindern. (B) Sekundärprävention zielt darauf ab, die Umwelt- und Lebensbedingungen zu modifizieren. (C) Sekundärprävention zielt darauf ab, Erkrankungen möglichst früh zu entdecken. (D) Sekundärprävention zielt darauf ab, Krankheitsfolgen zu minimieren. (E) Zielgruppe sekundärpräventiver Maßnahmen sind gesunde Personen. (C) Sekundärprävention zielt darauf ab, Erkrankungen möglichst früh zu entdecken.
  • 57. Schizophrene Positivsymptomatik wird mit einer biochemischen Grundlage in Zusammenhang gebracht, bei der es zu einer Überaktivität von Bahnen kommen soll, die ins limbische System ziehen. Wie nennt man diese Hypothese, mit der auch die Wirkung von Neuroleptika erklärt werden kann? (A) GABA-Hypothese (B) Serotonin-Hypothese (C) AChE-Hypothese (D) Dopamin-Hypothese (E) Nikotin-Hypothese (D) Dopamin-Hypothese
  • 58. Welche der folgenden psychotropen Substanzen wirkt primär auf das GABAerge Transmittersystem? (A) typische Neuroleptika (Antipsychotika) (B) Benzodiazepine (C) Opioide (D) Halluzinogene (E) Amphetamine (B) Benzodiazepine Benzodiazepines enhance the effect of the neurotransmitter gamma-aminobutyric acid (GABA) at the GABAA receptor, resulting in sedative, hypnotic (sleep-inducing), anxiolytic (anti-anxiety), anticonvulsant, and muscle relaxant properties. High doses of many shorter-acting benzodiazepines may also cause anterograde amnesia and dissociation.[4] These properties make benzodiazepines useful in treating anxiety, insomnia, agitation, seizures, muscle spasms, alcohol withdrawal and as a premedication for medical or dental procedures.[5] Benzodiazepines are categorized as either short-, intermediate-, or long-acting. Short- and intermediate-acting benzodiazepines are preferred for the treatment of insomnia; longer-acting benzodiazepines are recommended for the treatment of anxiety.[6]
  • 59. ln der Hypophyse werden einige Hormone gebildet. Andere Hormone werden dort gespeichert und ausgeschüttet. Wo befindet sich die Hypophyse (bezogen auf die aufrechte Kopfhaltung)? (A) unterhalb des Kleinhirns (B) oberhalb des 3. Hirnventrikels (C) hinter der Medulla oblongata (d) unterhalb des Hypothalamus (E) in der Nebennierenrinde (d) unterhalb des Hypothalamus
  • 64. Welches der folgenden Prinzipien kennzeichnet gemäß Miller und Rollnick am ehesten das Motivational lnterviewing? (A) Überzeugung mittels Beweisführung (B) Symptomverschreibung (C) konfrontative Gesprächsführung (D) Diskrepanzen entwickeln (E) Expressed emotions (D) Diskrepanzen entwickeln
  • 66. Welches der folgenden Ziele verfolgt die Intervention des Deutens in der Psychoanalyse am ehesten? (A) die Erinnerung an Kindheitserlebnisse und Kindheitstraumata zu verbessern (B) die Selbstaktualisierung des Patienten sicherzustellen (C) Einsicht in eigene Beweggründe zu verbessern (D) Triebregungen zu domestizieren und so kultur- und sozialverträglich zu machen (E) Triebregungen von der Unterdrückung durch repressive Moralvorstellungen zu befreien (C) Einsicht in eigene Beweggründe zu verbessern
  • 67. Ein zentrales Konzept in der Störungstheorie der Gesprächspsychotherapie nach Rogers ist die sogenannte Inkongruenz. Inkongruenz besteht nach Rogers demnach am ehesten zwischen (A) unzureichend im persönlichen Bewertungssystem repräsentierten Erlebens- und Verhaltensmodi einer Person (B) dem Selbstkonzept und dem Erleben und Verhalten einer Person (C) der Selbstexploration und der Beziehungsfähigkeit einer Person (D) zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungen einer Person von den Beziehungsangeboten anderer (E) verschiedenen Selbstaspekten einer Person (B) dem Selbstkonzept und dem Erleben und Verhalten einer Person
  • 69. Welche der folgenden Umschreibungen gibt am besten wieder, was entsprechend einer gängigen Definition (Jacobson & Truax, 1991) unter "Klinischer Signifikanz" der in einer Psychotherapiestudie erzielten Veränderungen zu verstehen ist? (A) Ein vorher nicht mehr gezeigtes funktionales Verhalten kann wieder gezeigt werden. (B) Die direkte Veränderungsmessung zeigt an, dass die jeweiligen Patienten mit ihrer Veränderung in der positiven Richtung zufrieden sind. (C) Die Patienten sind zu mehreren Messzeitpunkten am Ende der Studie und im Katamnesezeitraum symptomfrei. (D) Es ist eine statistisch reliable und auch in der jeweiligen Einschätzung des Klinikers nachvollziehbare positive Veränderung eingetreten. (E) Die jeweiligen Veränderungen sind reliabel, statistisch signifikant und führten vom dysfunktionalen in den funktionalen Bereich. (E) Die jeweiligen Veränderungen sind reliabel, statistisch signifikant und führten vom dysfunktionalen in den funktionalen Bereich.
  • 71. Im Rahmen der Evaluation von Leistungen des Gesundheitswesens können mehrere Ebenen der Qualitätssicherung unterschieden werden. Bei einer der Ebenen geht es darum, inwieweit sich die Durchführung der diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen mit den expliziten Leitlinien deckt. Welche Ebene der Qualitätssicherung ist damit vorrangig angesprochen? (A) Beziehungsqualität (B) Ergebnisqualität (C) Prozessqualität (d) Strukturqualität (E) Servicequalität (C) Prozessqualität
  • 73. Eine Patientin, die sehr zufrieden mit ihrer psychotherapeutischen Behandlung ist, möchte ihre Dankbarkeit dem Psychotherapeuten gegenüber mit einem Geschenk ausdrücken. Da sie sehr vermögend ist, äußert sie die Absicht, dem Therapeuten nach Abschluss der Therapie 10.000 Euro zu überweisen. Der Therapeut sagt der Patientin, dass er das Geschenk nicht annehmen möchte und darf. Das entsprechende Verbot findet sich (A) im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) (B) in den Berufsordnungen für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (C) in der Psychotherapie- Richtlinie (d) im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) (E) im Psychotherapeutengesetz (PsychThG) (B) in den Berufsordnungen für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten 
  • 76. Damit die Diagnose einer Substanzabhängigkeit gestellt werden kann, müssen gemäß ICD-10 (F1x.2) bestimmte Diagnosekriterien vorliegen. Was gehört nicht zu den Diagnosekriterien für eine Substanzabhängigkeit? (A) Entzugssymptome (B) fehlende Einsicht in die Schädlichkeit der konsumierten Substanz (C) fortgesetzter Konsum trotz Wissen um körperliche oder psychische Schäden (D) Konsum größerer Mengen als beabsichtigt (E) toleranzentwicklung (B) fehlende Einsicht in die Schädlichkeit der konsumierten Substanz
  • 77. Welche der folgenden Störungen gehört in der ICD-10 nicht zu den sexuellen Funk- tionsstörungen? (A) nichtorganische Dyspareunie (B) Sadomasochismus (C) Versagen genitaler Reaktionen (D) Orgasmusstörung (E) sexuelle Aversion (B) Sadomasochismus
  • 78. Welches der folgenden Merkmale ist am wenigsten charakteristisch für eine Selbsthilfegruppe? (A) freiwilliger Zusammenschluss von Betroffenen (B) Hilfe zur Bewältigung von Erkrankungen und deren folgen (C) Leitung durch einen Psychotherapeuten (D) es gibt unterschiedliche Formen, z. ß. Anonymus-Gruppen und Gesprächsselbsthilfegruppen (E) wechselseitiger Erfahrungsaustausch  (C) Leitung durch einen Psychotherapeuten