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Sozialpsychologie (Fach) / Klausur-Vorbereitung, Grundlagen Sozialpsychologie, aus Jonas (Lektion)

über 1 semester, von soz. Wahrnehmung bis Vorurteile

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  • Reduktion von Bedrohung durch Stereotype ... -Ansatz bietet Präventionsmöglichkeiten: Keine Stereotype aktivieren -individuelle Faktoren: interne Kontrollüberzeugung, ausgeprägtes Selbstwertgefühl, Erfolgsdruck mindern -situative Faktoren: Zusammensetzung Gruppe (gleichgeschl. Effekt weg), Sprachliche Formulierung( Geometrie-Test, Vs. Leistung beim Figuren-zeichnen) -sämtliche Strategien von stereotypisierten Gruppen abzulenken/auf alternative Identitäten hinzulenken führten zu Effekts-Reduzierung
  • Fremdgruppenhomogenitätseffekt- def, selektiver kontakt, asymmetrie warum Unterschiede intra-interGruppenwahrnehmung, Grenzen =Tendenz, Fremdgruppe homogener als Eigengruppe anzusehen: -Ähnlichkeit macht attraktiv – kann Fremdgrupppenhomogenitätseffekt fördern: Eigengruppenbevorzugung (Bryne & Wong), siehe soziale Kategorisierung Selektiver Kontakt: je vertrauter eine soziale Gruppe, desto eher wird deren Diversität erkannt, z.B. Studie zur Gesichtsserkennung: Weiße erinnern mehr Fotos von Weißen als Schwarzen und umgekehrt (Bothwell) Asymmetrie im Vergleichskontext – intra- vs. Intergruppenkontext: A) Intergruppenvergleich, akzentuiert Ähnlichkeiten innerhalb, aber Unterschiede zwischen Kategorien, in der Eigengruppe Fremdgruppen häufig nicht salient, es besteht ein Intragruppenkontext, keine Vergleichsgröße salient –Individualität in Eigengruppe akzentuiert B) Interaktion mit Fremdgruppe macht wahrscheinlicher Intergruppenkontext salient (wir XY sind anders als ihr XY), Fremdgruppe wird häufig homogener wahrgenommen. Grenzen: empirische Belege: uneinheitlich: Fremdgruppen werden nicht immer homogener als Eigengruppen wahrgenommen + der Homogenitätseffekt ist nicht immer mit Vorurteilen verbunden Bsp: Fremdgruppenhomogenität auch bei Geschlechtern (Park&Rothbart) -eigen- wird teilweise homogener als Fremdgruppe wahrgenommen. (Intelligenz, Solidarität; Simon) Fazit: belegter Erklärungsansatz, aber nicht uneingeschränkt gültig →Kulturell + Situative Bedingungen beeinflussen die Bildung + Wirkung von Stereotypen
  • Erkläre: Illusorische Korrelation Illusorische Korrelation: Die Tendenz, einen Zusammenhang da wahrzunehmen, wo keiner vorhanden ist (z. B. zwischen einer Gruppe und einem negativen Verhalten), oder einen bestehenden Zusammenhang als ausgeprägter wahrzunehmen, als er wirklich ist. Effekt verschwindet, wenn Teilnehmer*innen selbst explizit als Mitglieder*innen einer der Zielgruppen kategorisiert werden (z.B. Minderheitsgruppe – Schaller & Maass) - Konzept der illusorischen Korrelation erklärt nicht die Entstehung, aber die kognitiven Muster bei der Verarbeitung vorurteilsrelevanter Information -Korrelation bezieht sich fast immer auf Merkmalen die negativ + auffällig sind + eher mit Gruppen, zu denen man wenig Zugang hat -illusorische Korrelationen auch dann entstehen, wenn keine Erwartungen über Gruppe vorliegen
  • klassische Untersuchung von Hamilton & Gifford (1976) zu illusorischer Korrelation- beschreiben + Erklärung -Personen sahen auf Dias positiver und negativer Verhaltensweisen beider Gruppen                 -2x2 Versuchsdesign –Mehrheits/Minderheitsgruppe                                                                                                  – Verhaltensweise positiv/negativ Erinnerungsleistung (cover story), Eigenschaftenratings Anteil positive + negative Verhaltensweisen in beiden Gruppen gleich, Objektive Korrelation + Valenz der Verhaltensweisen, →Relative Erinnerung der Häufigkeit positiver von Fremdgruppe geringer →A insgesamt besser beurteilt, relativ präzises Erinnern positiver Verhaltensweisen, Ungleichgewicht bei erinnerten negativen Verhaltensweisen Erklärung: -seltenste Kombination leichter im Gedächtnis zugänglich, distinkte Kombination die ‚hervorsticht‘, = Verfügbarkeitsheuristik (Tendenz die Häufigkeit eines Ereignisses aufgrund dessen Salienz einzuschätzen) -Statistische Relation oft nicht beachtet bei fremder Gruppe (siehe z.B. in Deutschland, sind wenige nicht-deutsche, wird salienter wenn wenige etwas negatives tun – Wahrnehmungsverzerrung, kommt leichter ins Gedächtnis) -Alternativ: allg. Lernprinzipien: über Gruppe A mehr Informationen erhältlich als Gruppe B, erschwert Eindrucksbildung -Effekt der illusorischen Korrelation verschwindet, wenn selbst Mitglied der Fremdgruppe, motivationale Faktoren der Gruppenmitgliedschaft schalten kognitive Verzerrung aus (Spears+Tausch)
  • Modell des kognitiven Geizhales - Erklärungsansatz Stereotype /Vorurteile -kognitiver Geizhals: vereinfachte Informationsverarbeitung, Beispiel. Studie mit parallelen Aufgaben (Macrae) Aufgabe: Eindruck über Person bilden, dazu charakteristische Merkmale über Computer, zusätzliche Informationen Kopfhörer Ergebnis: wenn Person + Merkmal einen stereotyp entsprachen= mehr Fakten erinnert -Inkonsistente Information/Person: weniger Faktenerinnerung, Stereotypaktivierung spart in diesem Fall keine Energie
  • Kontinuummodell der Eindrucksbildung - Erklärungsansätze Vourteile / Stereotype (Fiske&Neuberg) Eindrucksbildung als Prozess, der sich von kategorisierbaren Bewertungen auf dem einen Ende des Kontinuums bis zu individualisierten Reaktionenen auf dem anderen erstreckt. Fortschreiten entlang des Kontinuums abhängig von Interaktion zwischen motivationalen + Aufmerksamkeitsfaktoren, ein Duales-Prozessmodell, unterscheidet zwei distinkte Modi der Informationverarbeitung
  • Dissoziationsmodell der Stereotypisierung (Devine) 1989 Dissoziationsmodell der Stereotypisierung (Devine) 1989 -kulturelle Stereotype sind bekannt, egal ob einer geringe + starke Vorurteile hat, z.B. gegenüber Alten, Frauen in Führungspositionen, Rasse, Religion, etc. -automatisch + kontrollierte Prozesse der Stereotypisierung können unabhängig (dissoziiert) sein – automatische Aktivierung führt daher nicht zwangsläufig zu stereotyper Reaktion; sind Zeit + Motivation vorhanden, können stereotype Gedanken kontrolliert werden Studie: Weiße Studierende mit starken/schwachen Vorurteilen 1) Stereotypaktivierung: durch auflisten sämtliche Bezeichnungen für Schwarze (nur Aktivierung, es fand sich kein Gruppenunterschied in der Häufigkeit abschätziger Bezeichnungen) 2) eigene Gedanken anonym auflisten – diese wurden durch Versuchsleiter in Gedanken + Überzeugungen über die Gruppe kodiert -Unterschiede fanden sich in Häufigkeit negativer Gedanken, positiver Überzeugungen -automatisch Stereotyp aktiviert, abhängig, ob Person das dann kontrolliert/ verarbeitet oder nicht -Personen haben vorher geringe oder keine Vorurteile, dann werden die Stereotype aktiviert, dann kommt es zum Konflikt + Kontrollierten Prozessen (Reflektion) Stereotype können dissoziiert werden, Studierende mit geringen Vorurteilen können überwinden
  • Vorurteile - Gruppenansätze: aufzählen -Theorie der sozialen Identität (Tajfel + Turner) -Selbstkategorisierungstheorie (Turner) -Paradigma der minimalen Gruppe -Positiv-Negativ-Asymmetrie -Theorie des realistischen Gruppenkonflikts -Terrormanagementtheorie -Theorie der relativen Deprivation
  • Vorurteile - Entstehung - Gruppenansätze erklären Theorie der sozialen Identität: (Tajfel + Turner) bloße Kategorisierung von Personen in Eigen- und Fremdgruppe, Gruppenmitgliedschaften als Teil unseres Selbstkonzeptes, Indentifikationsausmaß; positive Differenzierung, liefert eine Begründung für die Entstehung von Eigengruppen (ingroup) Favorisierung, und Out-group Diskriminierung + Selbstkategorisierungstheorie (Turner): unterscheidet persönliche (individuelles Selbst) + Gruppenidentität explizit; -Voraussetzung zur Bildung von Intergruppenbeziehungen: Depersonalisierung des Selbst Identifikation mit der Gruppe: Das Ausmaß, in dem Menschen sich selbst als Mitglied einer Gruppe sehen (Selbstdefinition auf der Ebene der Gruppe), und das Ausmaß der positiven Bewertung der Gruppe und emotionalen Bindung an die Gruppe (Selbstinvestition auf der Ebene der Gruppe -Paradigma der minimalen Gruppe (Tajfel et al.) -Positiv-Negativ-Asymmetrie (positive-negative asymmetry): Belege dafür, dass Menschen mehr Eigengruppenbegünstigung zeigen, wenn sie positive Belohnungen anstatt Bestrafungen oder Sanktionen verteilen. (vermutlich durch Normen, Sanktionierung Fremdgruppe weniger akzeptiert, als Begünstigung Eigengruppe) Theorie des realistischen Gruppenkonflikts (Campbell + Sheriff) -Theorie des realistischen Konfliktes /Terrormanagemtnt /Theorie der relativen Deprivation einzeln
  • Theorie des realistischen Gruppenkonfliktes - vorurteile - (campbell+sheriff) erklären, 4 Grundannahmen, + Studie -Vorurteile + Diskriminierung als Ausdruck realer Interessenkonflikte zwischen Gruppen um begehrte, aber knappe bzw. begrenzte Ressourcen (z.B. Wohlstand, Status, Prestige, Geschlechtspartner, Wasser, Öl, Zugang zu Häfen etc) Grundannahmen: 1. Individuen verfolgen ihre Ziele 2. Gruppenmitglieder verfolgen gemeinsame Ziele = positive Interdependenz 3. Gruppenziele können nicht unabhängig von anderen Gruppen – Fremdgruppen erreicht werden 4. Sind Ziele beteiligter Gruppen unvereinbar = negativ interdependent, wird die Fremdgruppe als bedrohlich + negativ wahrgenommen -berühmtes Sommerlagerexperiment mit 12-Jährigen, unauffälligen Jungen, über mehrere Jahre, 1949 bis 1954 (Sheriff et al.) Vorab: Ergebnisse konnten in Managementtrainings repliziert werden Übergeordnete Ziele, die nur in Kooperation zum gegenseitigen Vorteil erreicht werden können, können negative + positive Interdependenz wandeln Weiterentwicklung der Theorie, 2 Bsp: 1) übergeordnete Ziele reduzieren Intergruppen Konflikte nur dann, wenn die Kooperation erfolgreich ist, wurde das Ziel nicht erreicht, verstärkte sich der Konflikt (Worchel, Andreoli&Folger) 2) positive Interdependenz innerhalb der Gruppe ist nicht feststehend- soziales Faulenzen möglich (Rapoport+Bornstein), variierten verschiedene Konflikttypen, Intra- und Intergruppenabhängigkeit (Fritsch&Kessler)
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  • Gruppenansätze Erklärung Vorurteile: Objektive + Subjektive Bedrohungen Objektive Konflikte: Um lebensnotwendige Ressourcen, z.B. Wasser Terrormanagementtheorie = Salienz der eigenen Sterblichkeit löst Angst aus, Kompensation durch Sinngebung über kulturelle Werte + Gruppenzugehörigkeit = verstärkte Eigengruppenbegünstigung → Bedrohung für Gruppenexistenz analoge Reaktionen: Gruppenzugehörigkeit als Gefühl des Selbstwerts; ist die Sicherheit von Gruppenmitgliedern bedroht, physisch/ symbolisch (Fahnenverbrennung, Comics) werden Abwehrmechanismen legitimiert Theorie der relativen Deprivation = Ein Gefühl des Grolls, dass das Selbst bzw. die Eigengruppe schlechter gestellt ist als der andere bzw. die Fremdgruppe. -wahrgenommene Bedrohung oft subjektiv, basiert auf sozialen Vergleichsprozessen, trotz objektiv günstiger Situation, Gefühl der Benachteiligung, wenn Mensch der Meinung ist, anderen ginge es besser
  • Ansätze zur Intervention + Prävenetion von Vorurteilen + Diskrimierung nennen /Verbesserung von Intergruppenbeziehungen 1. Kontaktprogramme 2. Strategien persuasiver Kommunikation (inklusive Filme, Anzeigenspots, Appelle, Infos etc.) 3. Lehr – Lernprogramme in mehrteiligen Unterrichtsprogrammen 4. Kognitive Trainings (z.B. Abbau des kognitiven Ethnozentrismus) 5. Rollenspiele (Lernen von Perspektivübernahme) 6. Veränderung des Erziehungverhaltens in der Schule 7. Klassenfahrten 8. Veränderung sozioökonomischen Bedingungen 9. Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Zuwanderungsgesetzt, Arbeitserlaubnis, …) 10. Soziale Protestbewegungen
  • Was sagt die Kontakthypothese nach Amir , Allport, Pettigrew + was sind die Bedingungen zur Vorurteilsminderung Kontakthypothese (Amir, Allport, Pettigrew) systematische Erhöhung des Kontakts: aber bloßer Kontakt im Sinne bestimmter Dauer d. Begegnung zw. unterschiedlichen nationalen/ethnische Gruppen nur selten erfolgreich (Bumerang-Effekte). Generell sind folgende Kontaktbedingungen für ein Vorurteilsminderung wichtig: 1. Freiwilligkeit der Kontaktaufnahme 2. Kontakt auf –Augenhöhe- d.h. vergleichbar – ähnlicher Status 3. Gemeinsame übergeordnete Ziele 4. Intergruppale Kooperation (kein Wettbewerb; Jigsaw-Methode (Gruppenpuzzle)) 5. Gleicher oder vergleichbarer Status 6. Autoritäten und Institutionen als Förderer + Unterstützer von Kontakt 7. Etablierung von intergruppalen Freundschaften Definition Jonas: Kontakthypothese (contact hypothesis): Intergruppenkontakt wird Vorurteile abbauen, wenn er (1) das Potenzial zum Anknüpfen von Bekanntschaften birgt, (2) unter Bedingungen gleichen Status‘ abläuft, (3) Kooperation in Richtung auf ein gemeinsames Ziel beinhaltet und (4) in einem unterstützenden normativen Klima stattfindet.
  • 4 Prozesse nach Pettigrew zur Veränderung von Vorurteilen + Stereotypen Prozesse nach Pettigrew 1. Aneignung von Wissen + Informationen 2. Änderung des eigenen Verhaltens gegenüber der anderen Gruppe 3. Aufbau affektiver Bindung (setzt wiederholten Kontakt voraus) 4. Neubewertung der Eigengruppe
  • Generalisierung von Kontakteffekten nach Wilder erklären: Wann werden Kontakteffekte von Gruppenmitgliedern deren Menschen man begegnet am ehesten auf die Gruppe generailisiert? -wann werden Kontakteffekte von den Gruppenmitgliedern denen Mensch begegnet am ehesten auf die Gruppe generalisiert? -2 rivalisierende Hochschulen, interagieren jeweils mit Mitglied der anderen Hochschule Komplementäre Stereotype: Rotgers über Douglas: Äußeres, konservativ, fleißig Douglas über Rotgers: liberal, Vernachlässigung des Studiums für Spaß UV1) Qualität des Kontaktes (kooperativ-abweisend-kontrollgruppe) UV2) Typikalität – Kleidung Kosmetik Verhalten (Timer, Verbindungstreffen) , (typisch/untypisch) AV: Bewertung Fremdgruppe →Wenn typischer Kontakt angenehm war: wird Generalisierung angewendet