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Waldwirtschaft und Umwelt (Fach) / WTÖ (Lektion)

WTÖ - Altklausur CB

Diese Lektion wurde von antonkohler erstellt.

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  • Sie sollen im Schwarzwald die Ökologie von Rothirschen untersuchen. Welche verschiedenen Methoden können Sie verwenden um Aussagen zur Nahrungsauswahl zu treffen? - Kotprobe (mikroskopisch/DNA)- Magen aufschneiden- Telemetrie- Direkte Beobachtung- Verbissspuren- Kamerafallen- Experimente- Erfahrungswerte von Bevölkerung/ Jäger
  • Sie sollen im Schwarzwald die Ökologie von Rothirschen untersuchen. Wie können Sie den Energiebedarf von Rothirschen im Winter ermitteln? Nennen Sie verschiedene Methoden. - Atemmaske (O2/CO2)- Wärme- Kaloremetrie (Futter/ Ausscheidung)- Besenderung mit Herzfrequenzmessgerät
  • Sie sollen im Schwarzwald die Ökologie von Rothirschen untersuchen. Rothirsche sind im Winter extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Wie passen sich die Tiere an diese an? - Wanderung in tiefere Lagen- Winterfell- Absenkung des Herzschlages- Aufbau von Fettreserven (Feist)- Aktivitäten werden reduziert
  • Eine Forschergruppe hat in 5 verschiedenen Gebieten eine Studie zur Habitatwahl von Auerhühnern durchgeführt. Die untersuchten Stichproben waren jeweils repräsentativ. Obwohl das Auerhuhn als Habitatspezialist gilt, war die Habitatwahl nicht überall durch dieselben Variablen erklärbar. Woran kann das liegen? Habitatwahl Auerhuhn: - Kronenschlussgrad- Deckungsgrad Heidelbeere- Höhe der Bodenvegetation- Hangneigung Habitatpräferenz ≠ Habitatqualität - Saisonales Habitat (Überleben winterabhängig, Dichte trotz hoher Sommer HQ gering)- soziale Dominanz (subadulte Tiere werden in suboptimale Habitate verdrängt)- Terriorialität (Brutpaare besetzen bestes Habitat)- Ortstreue (kann frühere Qualität widerspiegeln) --> Optimierungsproblem: Trade-Off (zwischen Nahrung und Sicherheit) --> Habitatwahl dient letztlich der Maximierung von Überlebens- und Reproduktionschancen
  • Nachdem Sie die Habitatwahl geklärt haben, wollen die Forscher wissen, in welchem der 5 Gebiete die Habitatqualität für Auerhühner am höchsten ist. Welche Parameter sollten sie dazu erheben? Habitatansprüche und Habitatnutzung: - (Mikro-) Klima- Wasser- Nahrung- Sicherheit- Ruheplätze- Setz/ Aufzuchtplätze- Artgenossen
  • Wildtiere können durch menschliche Freizeitnutzung in ihren Lebensräumen in verschiedenster Weise beeinflusst werden. Wie können Sie die möglichen Auswirkungen solcher menschlicher Aktivitäten auf Wildtiere messen? Nennen Sie 4 verschiedene Methoden und geben Sie jeweils ein Beispiel dafür an. Physiologisch --> Herzrate, Energieverbrauch Endorkrinologisch --> Stresshormone Ethologisch --> Verhaltensänderungen Populationsbiologisch --> Rückgang, Aussterben Ökologisch --> Verbiss in Rückzugsgbieten
  • Sie beobachten am Rande einer Langlaufliope eine Auerhenne, die sich dort in einem Baum sitzend aufhält. sie werden darauf angesprochen, dass Skifahren die Tiere offensichtlich nicht beeinträchtigt. Was entgegnen Sie und welche Argumente führen Sie an? Reaktionen sind variabel. Kommt auf den Lebensraum und die Reizfrequenz an. Man spricht von Habituation, Auerhuhn ist eine höchst sensible Tierart. - Regelmäßigkeit- Häufigkeit- Vorhersehbarkeit- Harmlosigkeit --> Lernprozess Skifahrer klettern nicht auf Bäume :)
  • ?? Wildtiere haben sich auf unterschiedliche Weis an eine optimale Nahrungsverwertung angepasst. Anbei finden Sie Abbildungen zweier unterschiedlicher Verdauungstrakte. Um welche Tierarten handelt es sich? Wie ernähren sich diese? Begründen Sie Ihre Antwort stichwortartig! ???? a) Herbivore – hindgut (Orangutan)·      Prägastrischer Celluloseabbau in Magenvorkammern b) Herbivore – foregut (Schaf) ·      Gärkammer (Pansen) vor dem Magen·      Ernähren sich fast ausschließlich von pflanzlichem Material
  • Welche Faktoren werden für den Bestandesanstieg des Schwarzwildes in Europa in den letzten Jahrzehnten vorrangig verantwortlich gemacht? 6 Aspekte! - zunehmende Stickstoffeinträge durch Landwirtschaft und Verkehr- wärmeres Klima - Industrielle Landwirtschaft (Nahrung, Deckung)--> Überangebot an Nahrung--> Geschlechtsreife in Abhängigkeit vom Gewicht--> r-Stratege; viele Frischlinge - Jagdmanagement--> schwierig, da intellegente Tiere - Nutzungsaufgaben (Brachland)- Waldökosystem (Mast, Deckung)
  • Derzeit weitet sich die ASP in ganz Europa aus. Was macht die ASP zu einer bedeutsamen Tierkrankheit? Welche Präventionsmaßnahmen sollten vorrangig in Bezug auf den Schwarzwildbestand ergriffen werden? ·      Haus- und Wildschweine sind betroffen --> ökonomische Verluste·      Einfache Übertragung: Sekrete, Sperma, Blut aber auch Abfälle ·      Als Vektor dient häufig der Mensch, auch über große Distanzen (Flugzeug) möglich·      Pesterreger hält sich über Monate- Jahre  Präventionsmaßnahmen:·      Bestandesmanagement·      Biosicherheitsstandards an Verkehrswegen·      Früherkennung (Totfundprobe)
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  • Definieren Sie "invasive gebietsfremde Art" und Neobiota invasive gebietsfremde Arten=Neobiota mit schneller Ausbreitung und negativen Auswirkungen auf die heimische Biodiversität Neobiota = gebietsfremde, nicht heimische Art
  • Wie gelangen Neozoen in neue Gebiete? Unbeabsichtigte Verbreitung- Schiffe, Flugzeuge, Straßen - Kanäle - Warenverkehr  Absichtliche Aussetzung- Heim-, Nutztiere, Zoos - Jagd, Fischerei - Biologische Bekämpfung
  • Was sind mögliche ökologische Folgen, wenn eine fremde Art in ein Ökosystem eingeführt wird? ökologische Folgen:- Veränderung lokaler Nahrungsnetze (Konkurrenz um Raum, Licht und Nährstoffe)- Konkurrenz für heimische Arten- Toxizität für heimische Arten- Reservoir und Vektor für Parasiten, Pathogene- Rückgang und Aussterben heimischer Arten- Hybridisierung mit verwandten Arten
  • Nennen Sie 2 Kriterien, die eine Art erfüllen muss, um in die Unionsliste (nach EU-Verordnung über invasive Arten) aufgenommen zu werden? Geben Sie dafür je eine Beispielhaft an! Kriterien Unionsliste:- Gebietsfremd in gesamter EU (Bsp. Nutria, Marderhund)- kann sich etablieren und ausbreiten (Bsp. Wasserhyazinthe verdrängt heimische Arten)
  • Sie wollen in einem Telemetrieprojekt untersuchen, wo die Wildkatze in der intensiv genutzten oder fragmentierten Kulturlandschaft der Oberrheinebene vorkommen und welche landschaftlichen Strukturen sie benötigt. a) Dürfen Sie Wildkatzen fangen und besendern? Der Fang und die Besenderung eines Tieres gilt nach §7 Abs. 2 Nr. 1 Tierschutzgesetz als Tierversuch, der tierschutzrechtlich beim dafür zuständigen RP Freiburg genehmigt werden muss. Da es sich bei der Wildkatze um eine streng geschützte Tierart nach §7 Abs. 2 BNatschG sowie nach BJagdG §2 um eine jagdbare Tierart mit ganzjähriger Schonzeit handelt, muss im Vorfeld auch eine naturschutzrechtliche und jagdrechtliche Genehmigung eingeholt werden. --> Sender müssen klein sein, damit sie die Tiere nicht behindern--> Fang und Betäubung sind erhebliche Eingriffe--> müssen von zuständiger Behörde genehmigt werden
  • Für welches der in der Vorlesung angesprochenen Telemetriesysteme entscheiden Sie sich und warum? In den letzten Jahren wurde die Technik dahingehend weiterentwickelt, dass die genaue Standortposition nicht nur manuell per Triangulation bestimmt (VHF ‐ Telemetrie), sondern per GPS ermittelt und im Halsband gespeichert werden kann. Zusätzlich können auch Informationen über Aktivität und Uhrzeit der Lokalisation gespeichert werden. GPS: präzise Beobachtung der Raum- und Ressourcennutzung, auch solarbetriebene Sender, geringes Sendergewicht, Nachteil GPS: Daten werden zunächst im Halsband gespeichert („store on Board“) à zugänglich machen Wiederfang/ Abwurf/ … Die VHF-Telemetrie wird aufgrund der sehr Zeit- und kostenintensiven Feldarbeit und der ungenauen Peilgenauigkeit nicht empfohlen.
  • Mit welchen alternativen Untersuchungsmethoden könnten Sie die Fragestellung ebenfalls versuchen zu beantworten? 2 Beispiele - Feldbeobachtungen- Beobachtung aus der Luft mittels Drohne- Wildkameras- Lockstöcke (genetische DNA)
  • Wie können Sie Aussagen über das Verhalten der Wildkatze (z.B. welche Strukturen werden als Tagesruheplätze genutzt?) treffen? Über Aktivitätsdaten zur Verhaltenserkennung, schnelle und langsame oder gar keine Fortbewegung, analysieren über Luftbild und die jeweilige Tages- oder NachtzeitAktivitätsphasen:- Ruhen- Nahrungsaufnahme- Fortbewegung langsam/schnell Oder über Sendermodifikationen:- Messung physiologischer Daten- implantierte Messsysteme