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Spanisch MaP Master (Fach) / Geschichte der Lexikographie (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Elza erstellt.

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  • Von den Anfängen bis Ende des 16. Jahrhunderts - erste Zeugnisse: einzelne Glossen (glosas silenses und emilianensen) - 1490: erstes lateinisch-spanisches Wörterbuch von Palencia (uneinheitlich, in der Tradition des Mittelalters) - 1495: Vocabulario de romance en latín, von Nebrija (rund 22.000 Einträge, erstes Wörterbuch mit Spanisch als Ausgangssprache, viele Erstbelege spanischer Wörter) - Pflege des klassischen Lateins, aber auch Interesse an modernen Fremdsprachen (z.B. durch Eroberung Amerikas) - im Siglo de Oro: Interesse für die Etymologie - erste Vorläufer der Fachwörterbücher, vor allem für nautische Terminologie
  • Das 17. Jahrhundert - wachsendes Interesse an der eigenen Sprache => erste einsprachige Wörterbücher - 1611: tesoro de la lengua castellana o espanola (Covarrubias) - Fortführung der zweisprachigen Tradition - immer noch willkürliche Bezeichnungen (vocabulario, tesoro, diccionario etc)
  • das 18. Jahrhundert -Renaissance: Pflege des klassischen Lateins, kaum Aufnahme von tabuisierten Wörter, stark normativer Charakter - bis 1700: kaum Fachwörterbücher -Aufklärung: vielseitige Beschäftigung mit Problemen der Sprache -Neuheit: Werke die sich ausschließlich mit Synonymen befassen
  • Die Wörterbücher der Real Academia Espanola - Gründung: 1713 => Ideal vom Buen Uso - Devise: limpia, fija y da esplendor - Ausarbeitung eines ausführlichen Wörterbuches in kürzester Zeit -Ziel: Reinigung der Sprache von Neologismen, Gallizismen und extravaganten Wortbildungen des Barock - Belege von sog. autoridades -Vorbilder: italienische und französche Akademie - diccionario de autoridades: auch einige Regionalismen, Archaismen und Fachwortschatz,wenige Amerikanismen -wichtige normative Funktion bezüglich der Orthographie - ab der zweiten Auflage: nur ein Band und Streichung der autoridades - ab 1884: Kooperation mit hispanoamerikanischen Akademien - ab der 20. Auflage: Aufnahme von umgangssprachlichen Wörtern (gewinnt deskriptiven Charakter)
  • Das 19. Jahrhundert - Entstehung zahlreicher einsprachiger Wörterbücher (private Verleger folgen Frankreich, DRAE gilt als sehr konservativ, im Zuge der Aufklärung sollte die Lexikographie modernisiert werden) - erste Formen des diccionario enciclopédico; Mischung aus Sprachwörterbuch und Enzyklopädie - viele Wörterbücher basieren auf der Auswahl des DRAE -Panléxico von Penalver: enthält Reimwörterbuch und Synonymwörterbuch - Nuevo Diccionario: Vicente Salvá (bedeutendstes Werk, entält Krik am DRAE, fehlen von Amerikanismen) - Diccionario nacional: Dominguez (stark erweiterter Fachwortschatz, enzyklopädischer Charakter) - 1855: Diccionario enciclopédico de la lengua espanola (erstes offiziell enzyklopädisches Wörterbuch, erstmals espanol statt castellano. 1857: Novísimo diccionario de la lengua castellana, Campuzana (erstmals Illustrationen nach englischem Vorbild) - 1886: Cuervo: Diccionario de construcción y régimen de la lengua castellana Generell: intensive Wörterbuchproduktion, teils mit kuriosen Ergebnissen und viel Originalität
  • Das 20. Jahrundert - beliebte Formen: einsprachige Bedeutungswörterbücher, diccionario enciclopédico, Enzyklopädien (oft vermischt) - kaum Neuerungen in der Mikrostruktur - Aktualisierungen der Sachinformationen - bis in die 60er Jahre: anachronistischer Purismus und starke Abhängigkeit vom DRAE - 1914: Pequeno Larousse ilustrado (weniger restriktiv, Amerikanismen, Neologismen) - 1927: Diccionario manual e ilustrado, der Akademie - 1966: Diccionario de uso del espanol von María Moliner (wichtiges Ereignis für die spanische Lexikographie (Kombination aus Paradigmatik und Syntagmatik, jedoch kaum benutzerfreundlich) - ab den 60er Jahren: erstmals Lernerwörterbücher, z.B. Diccionario del lenguaje usual -1985: Gran Diccionario (repräsentative Wortschatzauswahl, Angabe von Silbentrennung und Aussprache) - einige Neuerungen in der Lexikographie, jedoch auch viele Defizite (keine Kollokatiosnwörterbücher, kaum Lernenwörterbücher, unbefriedigende Synonymwörterbücher) -1999: Diccionario del espanol actual (deskriptives Pendant zum DRAE) - 1990er Jahre: erste CD-ROM Versionen von Wörterbüchern
  • Lexikographie unter Franco - Sprachpolitik unter Franco geprägt von institutioneller Sicherung und Durchsetzung einer Nationalsprache (nationale Einheit durch eine Sprache) - extrem zentralistische, nationalistische und repressive Sprachpolitik - in der Lexikographie: Sprachen wir Baskisch, Galicisch und Katalinisch ohne eigene Wörterbücher, Regionalismen bleiebn aus, Entstehung von überwiegend normativen und nicht deskriptiven Werken
  • Das 21. Jahrhundert - Printwörterbücher sind doch allerlei Beschränkungen geprägt (Umfang, mangelnde Erweitbarkeit, Schriftcode, O_U_R_L Darstellung, mangelnde Exemplifizierung) - Neue Möglichkeiten der digitalen Lexikographie: Modularität, Inkrementelle Funktionalität, kumulative Entwicklung, Methodenpluralismus -Elektronische Wörterbücher des Spanischen: zweisprachig: Pons, Leo, Larousse, polyvalent: Word Reference, einsprachig: DPD, Diccionario de uso del espanol) Fazit: Möglichkeiten elektronischer Wörterbücher werden nur partiell umgesetzt (Integration akustischer Informationen, verlinkung, modulare Aktualisierung und Erweiterung, Einbeziehung des Nutzerwissens) => viele Wörterbücher basieren auf einer Printversion über die sie mehr oder weniger stark hinausgehen
  • Die Lexikographie des amerikanischen Spanisch von den Anfängen bis Ende des 19. Jahrhunderts - große Unterschiede des amerikanischen Spanisch (vor allem in Wortschatz und Lexik) - erste Belege unterschiedlicher Lexik in Briefen, tagebüchern und Chroniken der ersten Entdecker -ergiebigste paralexikographische Quelle: Historia General y Natural de las Indias von Fernandes de Oviedo 1851 -1786: Vocabulario de las voces provinciales de América (Wortschatz aus ganz Amerika mit sorgfältiger Untershceidung der geografischen Verbreitung) - erst im 19.Jhd lexikographische Inventare des amerikanischen Spanisch größeren Umfangs - diccionarios provincialismos (Beschreibung des Wortschatzes, aber auch normativ-puristische Intention und Brandmarkung sprachlicher Erscheinungen als barbarismos) - die hispanoamerikanicshe Philologie empfing Impulse von der europäischen Sprachwissenschaft, vor allem durch zwei in Chile wirkende Deutsche, Rudolf Lenz und Federico Hanssen, sowie den in Europa ausgebildeten Rufino José Cuervo - Lenz: etymologisches Wörterbuch der Indioamerikanismen des chilenischen Spanisch
  • Die hispanoamerikanische Lexikographie im 20. Jahrhundert - neuer Wörterbuchtyp: diccionarios generales de americanismos; allgemeine Bedeutungswörterbücher, die den Wortschatz aller hispanoamerikanischen Länder registrieren -1912: Americanismos von Toro y Gisbert -1925: Diccionario de americanismos von Malaret -Probleme: mangelnde Differenzierungen, Fehlen des Alltagswortschatzen und normativ-puritische Dogmatik (hinter dem europäischen Standard) - Modernisierung der hispanoamerikanischen Lexikographie in den 1970er Jahren - proyecto de Augsburgo: Nuevo Diccionario de Americanismos (Erfassung des Wotschatzes einzelner Länder und schließlich Erstellung eines allgemeinen Wörterbuches)
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  • Drei Etappen der hispanoamerikanischen Lexikographie nach Álvarez Vives -16.-18. jahrhundert: bilinguale Wörterbücher -19.-20. Jahrhundert: diccionarios de provincialismos y barbarismos -20.-21. Jahrundert: diccionarios de americanismos und regionale Wörterbücher des amerikanischen Spanisch