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Psychosomatische Medizin (Fach) / Zwangsgedanken und Zwangshandlungen Study Guide (Lektion)

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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

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  • Krankheitsbilder die Zwangsstörungen und Zwangsgedanken zugeordnet werden? Zwangsstörung anankastische Persönlichkeitsstörung Schizophrenie
  • Bei welchen Krankheitsbildern tauchen Zwangssymptome auf? Zwangsstörung Anankastische PS Schizophrenie
  • Prävalenz in der Gesamtbevölkerung 1-3% neure Studien fanden niedrigere Raten 0,5-0,7%
  • Geschlechterunterschied nicht vorhanden
  • Erstmanifestation oft bereits vor der Pubertät
  • Spontanverlauf deutliche Besserung: 20-30% mäßige Besserung: 40-50% gleich bleibend oder Verschlechterung: 20-40%
  • Wann ist die Prognose günstig, wann ungünstig? günstig: sozialer und beruflicher Anpassung ungünstig: geringer Widerstand, bizarre Zwänge, komorbide depressive Störung oder PS
  • Häufigkeit im Vergleich zu anderen psychischen Störungen dritt- bis vierthäufigste  (eine der häufigsten psychischen Störungen)
  • Intervall zwischen Erkrankungsbeginn und Behandlungsbeginn ist typischerweise lang  ca. 6 Jahre 
  • Komorbidität zu Affektiven Störungen  Angststörungen  PS
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  • Prävalenz anakastische PS 2%
  • Komorbidität der anankastischen PS Angst Depression  Probleme auf dem sexuellen Gebiet 
  • Hauptsymptome wiederkehrende, aufdringliche Zwangsgedanken (Intrusionen) ritualisierte Zwangshandlungen
  • Inhalt der Zwangsgedanken kann jeden Bereich des Alltags umfassen man unterscheidet: - aggressive - sexuelle - religiöse - Kombinationsbefürchtungen 
  • Welche Zwangsgedanken unterscheidet man aggressive sexuelle religiöse Kombinationsbefürchtungen
  • Wie werden Zwangsgedanken auch genannt? Intrusionen
  • Welche Zwangshandlungen unterscheidet man? Kontrollierne Waschen  Reinigen Symmetrie Horten
  • Was haftete einigen Zwangshandlungen an? etwas magisches, überwertiges 
  • Wonach ist bei Anamnese zu fragen? Welche Symptome auftreten, Wie häufig, Wie massiv, mit welchem Inhalt Seit wann die Symptome auftreten; Gab es Anlass oder Veränderung im psychsozialen Umfeld In welchen situativen und interpersonalen Kontexten treten Zwangssymptome auf  Wie werden die Zwangsgedanken, -impulse, -handlungen erlebt (aversiv, entlastend, strukturierend, haltgebend, schuldhaft)
  • 5 Screeningfragen die helfen häufig übersehene Zwangsstörungen zu identifizieren: 1. Achten sie bei ihren persönlichen Dingen auf extreme Sauberkeit und waschen oder reinigen sie sich sehr häufig? 2. Überprüfen oder kontrollieren sie sehr viel? 3. Haben Sie Gedanken, die Sie beunruhigen oder die sie gerne loswerden möchten, aber nicht abschütteln können? 4. Benötigen Sie viel Zeit, um ihre täglichen Verrichtungen auszuführen? 5. Beschäftigen Sie sich viel mit Ordnung und Symmetrie?
  • Welche 3 Hauptmerkmale sind nach Rasmussen und Eisen charakteristisch für Patienten mit einer Zwangsstörung? 1. Abnormale Risikoantizipation 2. Pathologischer Zweifel 3. Gefühl der Unvollständigkeit
  • Abnormale Risikoantizipation Betroffen überschätzen die WK des Eintretens ihrer Befürchtungen im hohen Maße
  • Pathologischer Zweifel Betroffene sind sich ihrer eigenen Handlungen extrem unsicher und ungewiss 
  • Gefühl der Unvollständigkeit Menschen mit Zwang lieben das Gefühl, dass alles absolut sicher, symmetrisch, sauber und perfekt ist Trotz großer Anstrengungen erreichen sie diesen Zustand kaum und haben deshalb das Gefühl, dass etwas noch nicht vollständig ist 
  • Womit sollte gezielt die Symptomatik erfragt werden strukturierten Interviews nach ICD-10
  • Welches Fremdrating zur Schweregradeinschätzung wird empfohlen Yale-Brown-Obsessive-Compulsive Scale (Y-BOCS)
  • Was haben Zwangssymptome aus psychodynamischer Sicht? 3 Funktionen die sich überschneiden können
  • 1. Funktion von Zwängen aus psychodynamischer Sicht Abwher starker Triebimpulse, welche als bedrohlich erlebt werden und angstbesetzt sind  - Zwänge neutralisieren diese  - triebhafte Wünsche und Impulse werden durch Zwänge in Schacht gehalten  (sexuelle und aggressive Impulse)
  • 2. Funktion von Zwängen aus psychodynamischer Sicht - abgrenzende, distanzierende und aggressive Impulse (normaler Teil der Verselbstständigungs-, Ablösungs- und Trennungsbewegung) werden als bedrohlich erlebt  - da Betroffene sich auf haltgebende Funktion der Beziehungen angewiesen fühlen (Elternhaus oder Partnerschaft) - Individuationsentwicklung ist defizitär geblieben, Eigenständigkeit nicht vorstellbar, Vorstellung daran löst starke Ängste aus  - um Beziehungen nicht zu gefährend werden Distanzierungs- und Ablösungswünsche sowie Aggressoinen abwehrt - aggressiver Anteil erscheint in Zwangsgedanken und -handlungen  - wird so neutralisiert 
  • 3. Funktion von Zwängen aus psychoanalytischer Sicht - bei Menschen mit präpsychotischer oder psychotischer Struktur dienen Zwänge häufig dem Schutz vor weiterer Fragmentierung  - Zwänge haben ordnungsstiftende und haltgebende Funktion  - gegen inneres Chaos und Auflösung aller Strukturen  => Patientengruppe spricht häufig gut auf Neuroleptika an 
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  • Was sind die 3 Funktionen von Zwängen aus psychodynamischer Sicht? 1. Abwehr von starken und als bedrohlich erlebten sexuellen und aggressiven Triebimpulsen (neutralisieren durch Zwang) 2. Abwehr von abgrenzenden, distanzierenden und aggressiven Impulsen im Rahmen von Verselbstständigung. Auch diese werden als bedrohlich erlebt, da Personen sich auf Beziehungen angewiesen fühlen und keine Eigenständigkeit haben (neutralisieren der Impulse durch Zwang) 3. bei präpsychotischen oder psychotischen Strukturen als Schutz vor weiterer Fragmentierung (ordnungsstifend und haltgebend) 
  • Worauf sprechen Patienten die Zwänge aufgrund von präpsychotischen oder psychotischen Strukturen zeigen gut an? auf die Gabe von Neuroleptika 
  • Differentialdiagnose: - prüfen ob Zwangssymptome im Rahmen von präpsychotischen oder psychotischen Erleben auftauchen und der Abwehr von Fragmentierungsängsten dienen  - Grübelzwänge im Rahmen depressiver Erkrankungen --> hier steht Selbstwertproblematik und Gefühle von Auswegslosigkeit im Vordergrund  - anankastische PS: liegt nur dann vor, wenn die zwanghaften Strukturen den Patienten in den meisten Bereichen seines Lebens bestimmen und einschränken 
  • Differentialdiagnose Grübelzwang im Rahmen einer depressiven Erkrankung - hier steht Selbstwertproblematik im Vordergrund  - Gefühle von Auswegslosigkeit - Denkmuster meist nicht ganz so eingeengt, starr und ritualisiert wie bei Zwangsstörungen 
  • Wann liegt eine anankastische PS vor nur, wenn die zwanghafte Struktur den Patienten in den meisten Bereichen seines Lebens bestimmt und einschränkt 
  • Behaviorale Modelle Mowrer: zweistufiger Prozess Prozess 1: KK  - neutraler Stimulus wird mit Angst gepaart (z.B. durch traumatisches Ereignis) Prozess 2.: oK - bestimmte Verhaltensweisen verhindern bzw. reduzieren die Angstreaktion  - negative Verstärkung (weil unangenehmes Gefühl rduziert wird)  => Verhaltenseisen erfülen Funktion: reduzieren Angst und aversive Emotionen => werden stabilisiert und ritualisiert 
  • Zwänge und Anorexie - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeit:  - neigen zur Chronifizierung Unterschiede - Anorexie: - es wird nicht versucht den Symptomen zu widerstehen  - Patienten sind von deren Richtigkeit überzeugt - betrifft vorwiegend Frauen 
  • Zwänge und Autismus - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten: - Stereotypien - Wiederholungshandlungen  Unterschiede - Autismus: - es wird nicht versucht den Symptomen zu widerstehen  - vorwiegend Männer - häufig mental retadiert 
  • Zwänge und Hypochondrie - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten:  - Befürchtungen über Krankheiten Unterschiede - Hypochondrie: - Befürchtung über Krankheiten als Hauptsymptom - kein Versuch zu wiederstehen - überzeugt vom Gedanken ernsthaft krank zu sein  - Doktorshopping
  • Zwänge und Major Depression - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten: - Zwangsgedanken (Grübeln) - Zwangshandlungen Unterschiede - Major Depression:  - ich-Synton - Stimmungskongruent - verschwinden meist allein mit Abklingen der Depression 
  • Zwänge und PTBS - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten: - Intrusionen, unerwünschte Gedanken und Vorstellungen - diese verursachen physiologische Erregung und Angst Unterschiede PTBS: - vorangehende Traumata - Depersonalisation, emotionale Taubheit
  • Wie werden Zwangsgedanken auch genannt Intrusionen
  • Zwänge und Psychosen - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten: - neigen zur Chronifizierung - entwickeln sich Anfang 20 Unterschiede - Psychose:  - Inhalte werden externen Kräften zugeschreiben  - ich-synton - werden als sinnvoll erlebt - kein Widerstand
  • Zwänge und Gilles-de-la-Tourette: - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten: - neigen zur Chronifizierung Unterschiede - Gilles-de-la-Tourette: - zeigen Rituale - vorweigend Männer - fängt meist in der Kindheit an 
  • Zwänge und Trichotillomanie: - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Gemeinsamkeiten: exzessives, unüberlegtes Verhalten ähnliche Therapien Unterschiede - Trichotillomanien: vorwiegend Frauen fängt in Kindheit an  Obsessionen sind selten 
  • Was ist Trichotillomanie Impuskontrollverlust - Ausreißen der Haare 
  • Was kennzeichnet Zwänge in der Differentialdiagnose? ich-dystones erleben es wird Widerstand geleistet Versuch Symptomen zu widerstehen Beginn Anfang 20 gleich häufig bei Männern und Frauen 
  • Bessere Therapieeffekte von Psychotherapie als Pharmakotherapie
  • Effektstärken für SSRIs sehr moderat 
  • Erste Wahl für pharmakologische Behandlung SSRIs