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Psychosomatische Medizin (Fach) / Depression Study Guide (Lektion)
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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.
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- Krankheitsbilder die zur Depression zugeordnet werden? depressive Episode (rezidivierend, mittelgradig, leicht) Dystymie: lange und chronische Verstimmung Depressive Anpassungsstörung bei einschneidenen Lebensereignissen Organische Depression
- Was sind die Kernsymptome der Depression 1. Antriebsminderung 2. Interessenverlust und Freude 3. depressive Verstimmung/ innere Leere
- Was sind häufige Begleitsymptome der Depression Appetit-, Verdauungs- und Schlafstörungen psychomotorische Hemmung ggf. mit Unruhe Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Grübeln gesunkenes Selbstvertrauen Gefühle von Schuld, Wertlosigkeit, Scham pessimistische Zukunfterwartungen suizidale Gedanken und Handlungen
- Welche körperlichen Begleitsymptome zeigen sich Schlafstörungen Kopf- und Gesichtsschmerzen Rücken-, Atem-, Herzbeschwerden Magen-Darmbeschwerden Urogenitalbeschwerden
- Womit kann routinemäßig eine depressive Störung abgeklärt werden? Beck-Depression-Inventar BDI Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS-D) Hamilton Depressionskala (HAMD)
- Welche Befunde in der Anamnese verweisen auf eine erhöhte Gefährdung an einer depressiven Erkrankung zu erleiden? signifikante Trennungen Todesfälle schwerwiegende belastende Ereignisse, meist mit Verlustcharakter sozialer Abstieg mit Verarmung Depression in der Eigenen- und/oder Familienanamnese Substanzmissbrauch körperliche Erkrankungen, schwere Erschöpfung Mangel an sozialer Unterstützung
- Welche 2 psychodynamischen Ansätze gibt es? 1. neurotischer Modus: Mama-Kinder 2. traumatsicher Modus: ausgesetzte Kinder
- psychodynamischer Ansatz - neurotischer Modus Mama-Kinder Überstarke Bindung während der frühen und späteren Kindheit, Entwicklung eigenständiger Individuallität eingeschränkt und unterwickelt Folge: Erleben von Abhängigkeit, Unterdrückung eigener Individualität bei hohen Gewissensnormen, passive Aggressivität (aggressiv durch Unterlassung), latente Anspruchshaltung, Ambivalenz, äußerliche Pseudoselbstgenügsamkeit (altruistische Abtretung) Bei Trennung: Wendung der Trennungswut gegen die eigene Person (der zentrale Abwehrmechanismus der Depressionsgenese) um das positive Bild der verlorenen Abhängigkeitsfigur zu retten wid die Wut auf das Selbst umgelengt Klinisches Resultat: Stillstand, Körperstörung, Suizidalität
- neurotischer Modus - Folge - Erleben von Abhängigkeit - Unterdrückung eigener Individualität bei hohen Gewissensnormen - passive Aggressivität (aggressiv durch Unterlassung) - latente Anspruchshaltung - Ambivalenz - äußerliche Pseudoselbstgenügsamkeit (altruistische Abtretung)
- neurotischer Modus - bei Trennung Wendung der Trennungswut gegen die eigene Person (der zentrale Abwehrmechanismus der Depressionsgenese) um das positive Bild der verlorenen Abhängigkeitsfigur zu retten wid die Wut auf das Selbst umgelengt
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- neurotischer Modus - klinisches Resultat Stillstand, Körperstörung, Suizidalität
- psychodynamischer Ansatz: traumatischer Modus ausgesetzte Kinder Bindungsbrüche in der Kindheit z.B. Todesfälle in der Familie oder anderen signifikanten Bezugspersonen, Trennungen, Krieg, merhfracher Wechsel des Wohnortes => Forcierte Selbstständigkeit und Notreife Folgen: PTBS, Sürchte, depressive Einbrüche im Vorruhestand aus Mangel an innerem Getragensein (Bindungsdefizite kommen an die Oberfläche)
- traumatischer Modus - Folge PTBS Süchte depressive Einbrüche im Vorruhestand aus Manngel an innerem Getragnsein (Bindungsdefizite kommen an die Oberfläche)
- Kognitiv-behaviorale Erklärungskonzepte dysfunktionale Kognitionen Bedeutung aversiver Lebensumstände Mangel an Verstärkung durch positive Lebenserfahrungen erlernte Hilflosigkeit
- Wozu führen Verluste Depressionen und Trauer
- Depression vs. Trauer Depression: - egozentrisches Grübeln ohne differenzierte Affekte - Gefühle der Kränkung und Wertlosigkeit - Ambivalenz und Abhängigkeit - seelische und körperliche Blockade Trauer: - Erinnerung an den/das Verlorene, zu dem geklärte, abgegrenzte Beziehungen bestehen in klarem (wenn auch ambivalenten) emotioanlen Kontakt - Loslassen unter Schmerz (Gefühl der Trauer) - Neubeginn
- therapeutisches Prozedere - Aufbau 1. supportive Phase 2. psychodynamische Phase 3. kognitiv-behaviorale Phase
- supportive Phase Ziel der Therapie: Umwandlung der pahtologischen Depression in gesunde Trauer - unbedingt Suizidalität prüfen bei allen schweren Depressionen möglichst auch Antidepressiva einsetzen empathisch entlasten, seelisch stützen, Hoffnunggeben keien Konfliktaufdeckung (Deutung) in akuter depressiver Phase Aufklärung der Angehörigen (über Antriebsmangel und Suizidgefährdung)
- Was ist das Ziel der Therapie? Umwandlung der pathologischen Depression in gesunde Trauer
- Was sollte in der akuten depressiven Phase nicht gemacht werden? Konfliktaufdeckung (Deutung)
- psychodynamische Phase thematisieren, bearbeiten und verändern von interpersonaler Konflikte, Defizite, dysfunktionaler Beziehungswünsche und -muster Interventionen zielen auf Veränderung dysfunktionaler Kognitionen und verbesserte Bewältigungsfähigkeiten ab - Identifikation der auslösenden Situation - Bearbietung der Verluste und Kränkungen - Entlastung von Schuld- und Schamgefühlen
- kognitiv-behaviorale Phase Veränderung dysfunktionaler Wahrnehmungen und Gedankenabfolgen Verbesserung von Bewältigungsstrategien
- Worauf zielen psychodynamische Interventionen ab: Veränderung dysfunktionaler Kognitionen und verbesserte Bewältigungsfähigkeiten
- Was ist bei depressiven Störungen im Alter zu bedenken? Verkennung der Depression als normale Alterserscheinung oder Demenz häufig Behanldung verspricht gleichen Erfolg wie bei jüngeren Menschäne
- Weshalb werden depressive Menschen im Sozialleben durchaus geschätzt? zuverlässig gewissenhaft neigen zur Selbstüberforderung können Aufträge nicht ablehnen laufen dadurch Gefahr der Ausbeutung und des Burn-outs leben angesichts ansteigender Erschöpfung nur noch für die Arbeit Familie und Freizeit werden vernachlässigt
- pathologische Trauer Personen durchlaufen zunächst den normalen Trauerprozess dieser flaut aber mit der Zeit nicht ab und wechselt sich nicht mit Phasen der Erleichterung auf die offene Zukunft ab sodass anstelle des Kummers eine wehmütige Erinnerung verbleibt stattdessen verbleiben Aspekte ambivalenter Bindung mit schlechten Gefühlen gegenüber dem Verstorbenen (unbewusst) => wie Depression zu behandeln
- Wie ist pathologische Trauer zu behandeln? wie eine Depression
- normaler Trauerprozess flaut mit der Zeit ab Phasen der Erleichterung und Freude auf die offene Zukunft wechseln mit Trauer ab allmählich verbleibt eine wehmütig Erinnerung anstelle des tiefen Kummers
- Wie ist es zu verstehen wenn ein depressiver bei der Beerdigung eines geliebten Menschen nicht weinen konnte und nie wieder das Grab besucht hat? - Verstorbene ist psychologisch gesehen für den Patienten noch nicht tot - in der Wohnung seit dem Tod meist noch nichts verändert - hochambivalente Bindung an den Verstrobenen - Trauerprozess indem auch negative Beziehungsaspekte aufgearbeitet werden müssen hat nicht eingesetzt und sich stattdessen in eine Depression entwickelt