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Psychosomatische Medizin (Fach) / Verhaltensauffälligkeiten Study Guide (Lektion)
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- Unterwerfung vs. Kontrolle Erkrankung als Schicksal in das man sich fügt vs. Erkrankung wird als Gegner bekämpft
- Versorgung vs. Autarkie Erkrankung wird passsiv mit Versorgungswunsch angenommen vs. Hilfe wird abgewehrt
- Selbstwertkonflikt Erkrankungen führen zu Selbstwertkrisen vs. das brüchige Selbstbild wird gestützt
- Schuldkonflikt Schuld an der Erkrankung hat nur man selbst vs. nur der andere
- Ödipaler Konflikt nicht wahrnehmbare Sexualität vs. Sexualität bestimmt alle Lebensbereiche
- Identitätskonflikt Annahme der oder kompensatorische Überspielung der Identitätsdissonanz
- OPD-Achse 3 Sruktur - PS sind in der Regel mit Einschränkungen von relevanten Ich-Funktionen verbunden die mit der Strukturachse untersucht werden - für jede der 4 Dimension können 4 Niveaus der strukturellen Integration differenziert werden, mit der die Person über die jeweiligen Ich-Fähigkeiten verfügt (gut, mäßig, gering, desintegriert) 4 Niveaus: - kognitive Fähgikeiten zur Selbst- und Objektwahrnehmung - Selbststeuerung und Regulierung des Objektbezugs - Kommunkation nach innen und nach außen - Bindugn nach innen und nach außen
- Welche 4 Niveaus werden mit der Achse 3 Struktur erfasst? kognitive Fähigkeiten des Selbst- und Objektwahrnehmung Selbststeuerung und Regulierung des Objektbezugs Kommunikation nach innen und nach außen Bindung nach innen und nach außen
- Niveau 1 kognitive Fähigkeiten des Selbst- und Objektwahrnehmung 1. Selbstreflexion 2. Affektdifferenzierung 3. Identität 4. Selbst-Objekt-Differenzierung 5. ganzheitliche Objektwahrnehmung
- Niveau 2 Selbststeuerung und Regulierung des Objektbezugs - Impulssteuerung - Affekttoleranz - Selbstwertregulierung - Beziehungen schützen - Interessenausgleich - Antizipation
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- Niveau 3 Kommunikation nach innen und außen 1. Affekte erleben 2. Phantasie nutzen 3. Körperselbst 4. Kontaktaufnahme 5. Affektmitteilung 6. Empathie
- Niveau 4 Bindung nach innen und nach außen 1. Internalisierung 2. Selbsterfahrungsmuster (Introjekte) nutzen 3. Bindungsfähigkeit 4. Hilfe annehmen 5. Bindungen lösen
- Welche Fragen können Patienten gestellt werden wenn man eine PS vermutet? Unterscheiden sich ihre Gefühle, Gedanken, ihr Verhalten oder ihre Beziehungen deutlich von den Erwartungen und Normen ihrer Umwelt? Erscheint ihr Verhalten in vielen persönlichen Situationen für andere unzweckmäßig, während es für sie selbst stimmig ist? Haben Sie persönlichen Leidensdruck? Was tun Sie um Ihren Leidensdruck zu mindern? Bestehen Ihre Probleme schon seit Jahren, z.B. seit der Kindheit oder Jugend? Wurde bei Ihnen in der Vorgescichte eine psychiatrsiche Erkrankung oder Gehirnerkrankung diagnostiziert?
- Vorstellungen über Entstehung der PS und häufig assoziierten Komorbiditäten - welche Faktoren? genetische und entwicklungsassoziierte Faktoren
- Vorstellungen über Entstehung der PS und häufig assoziierten Komorbiditäten 1. Genetische und früh erworbene Prädisposition - PS als pathologische Zuspitzung von Persönlichkeitszügen - PS als konstitutionell angelegte und weitgehend genetisch determinierte Disposition zu Reaktionsweisen auf Umweltreize 2. Belastende Lebensumstände - fehlende tragfähige Beziehung zu den frühen Bezugspersonen - chaotische Lebensumstände - früher Verlust einer Bezugsperson - psychische Störung der Eltern - anhaltende Familienstreiterein - emotionale Vernachlässigung - physische oder sexualisierte Traumatisierung - Armut
- Genetische und frühe erworbene Prädispositionen als Ursache 1. Genetische und früh erworbene Prädisposition - PS als pathologische Zuspitzung von Persönlichkeitszügen - PS als konstitutionell angelegte und weitgehend genetisch determinierte Disposition zu Reaktionsweisen auf Umweltreize
- Belastende Lebensumstände als Ursache - fehlende tragfähige Beziehung zu den frühen Bezugspersonen - chaotische Lebensumstände - früher Verlust einer Bezugsperson - psychische Störung der Eltern - anhaltende Familienstreiterein - emotionale Vernachlässigung - physische oder sexualisierte Traumatisierung - Armut
- Welche Erklärungsmodelle gibt es bei der PS zur somatischen und psychiatrischen Komorbidität? 1. Vulnerabilitätsmodell 2. Kontinuitätsmodell 3. Komplikationsmodell 4. Attenuationsmodell
- Vulnerabilitätsmodell Modell zur Erklärung der Komorbidität somatischer und psychiatrischer Störungen bei PS PS disponieren nach diesem Modell eine psychiatrische Störung
- Kontinuitätsmodell Modell zur Erklärung der Komorbidität somatischer und psychiatrischer Störungen bei PS PS sind nach diesem Modell subklinische Manifestationen einer sich langsam entwickelnden psychiatrischen Störung
- Komplikationsmodell Modell zur Erklärung der Komorbidität somatischer und psychiatrischer Störungen bei PS Die PS soll sich als Ergebnis einer andauernden psychiatrischen Störung entwickeln
- Attenuationsmodell Modell zur Erklärung der Komorbidität somatischer und psychiatrischer Störungen bei PS Beide Störungen, die PS und die psychiatrische Erkrankung sollen unterschiedliche Ausgestaltungen derselben genetischen Labilität sein
- Welche 2 Behandlungsansätze lassen sich grundsätzlich unterscheiden? 1. Krisenintervention zur psychiatrisch-psychopharmakologischen Behandlung von Komorbidiäten 2. längerfristige Bearbeitung der maladaptiven Verhaltensmuster durch Psychotherapie
- Bei der längerfristigen Bearbeitung der maladaptiven Verhaltensmuster durch Psychotherapie gibt es welche Therapieformen? 1. Modifizierte psychoanalytische Therapie 2. Interpersonelle Therapie 3. (Kognitive) Verhaltenstherapie 4. Traumaspezifische Therapie
- Modifizierte psychoanalytische Therapie Ansatz geht davon aus, dass frühe Beziehungen in "verinnerlichten Beziehungsmustern" abgespeichert sind und das interpersonelle Verhalten beeinflussen Therapeutische Haltung zeichnet sich durch reale Präsenz, Klarheit und Transparanz aus Betont wird: - Beachtung des Sicherheitsgefühls des Patienten (tragfähiges Arbeitsbündnis) - Notwendigkeit einer haltenden und strukturbildenden Umgebung - Arbeit an den "Ich-Funktionsstörungen" - Aufbau von Affektsteuerung/ -differenzierung und Impulskontrolle - Verbesserung der interpersonellen Kompetenzen
- Wodurch wird nach der modifizierten psychoanalytischen Therapie das interpersonelle Verhalten der Patienten beeinflusst verinnerlichte Beziehungsmuster früherer Beziehungen
- Wodurch zeichnet sich die therapeutische Haltung bei der modifizierten psychoanalytischen Therapie aus? reale Präsenz, Klarheit und Transparenz
- Was wird bei der modifizierten psychoanalytischen Therapie betont? - Beachtung des Sicherheitsgefühls des Patienten (tragfähiges Arbeitsbündnis) - Notwendigkeit einer haltenden und strukturbildenden Umgebung - Arbeit an den "Ich-Funktionsstörungen" - Aufbau von Affektsteuerung/ -differenzierung und Impulskontrolle - Verbesserung der interpersonellen Kompetenzen
- Interpersonelle Therapie Ansatz geht davon aus, dass die PS durch unbewusste Bindung an frühe Bezugspersonen aufrecht erhalten werden Vorgehen: - Identifikation entsprechender Erwartungen, Wünsche, Ängste - Identifikaiton der daraus resultierenden maladaptiven Verhaltensweisen - Ziel: Entwicklung neuer realitätanngepasster interpersoneller Muster
- Wovon geht der Ansatz der interpersonellen Therapie aus? PS durch unbewusste Bindugn an frühe Bezugspersonen aufrecht erhalten
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- therapeutisches Vorgehen nach der interpersonellen Therapie Identifikation von Erwartungen, Wünschen, Ängsten Identifikation der daraus resultierenden maladaptiven Verhaltensweisen Ziel: Entwicklung neuer realitätsangepasster interpersoneller Muster
- (Kognitive) Verhaltenstherapie Sozialtraining Expositionsbehandlung Modifikation dysfunktionaler Überzeugungen über die eigene Perosn und Welt Verbesserung der Problemlösefähigkeit
- Traumaspezifische Therapie zur Stabilisierung bei schweren physischen und sexuellen Traumatisierungen in der Anamnese bei komorbider posttraumatischer Belastungsstörung
- Besonderheit der Therapie in Stichworten paranoide PS größtmögliche Offenheit und Abbau des übertriebenen Misstrauens
- Besonderheit der Therapie in Stichworten schizoide PS Distanzbedürfnisse und Näheängste berücksichtigen
- Besonderheit der Therapie in Stichworten histrionische PS Stärkung der kognitiven Funktionen
- Besonderheit der Therapie in Stichworten vermeidende PS Überfürsorglichkeit vermeiden und Vermeidungsverhalten thematisieren
- Besonderheit der Therapie in Stichworten Zwanghafte PS Fokus auf dem affektiven Erleben
- Besonderheit der Therapie in Stichworten Abhängige PS Verantwortungsübernahme vermeiden und Abhängigkeitsbedürfnisse thematisieren