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Psychosomatische Medizin (Fach) / Gewalt und Missbrauch Study Guide (Lektion)

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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

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  • Welche Krankheitsbilder fallen unter Gewalt und Missbrauch? Akut Belastungsreaktion Posttraumatische Belastungsreaktion Andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung
  • Definition Psychotrauma Mögliche Folgereaktion auf 1 oder mehr tramatische Ereignisse die an der eigenen Person oder durch Zeugenschaft erlegt werden Gefühle massiver Hilflosigkeit  subjektives Empfinden das Ereignis nicht bewältigen zu können  Folge: Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses 
  • Was sind die Symptome einer PTBS? ungewolltes Wiedererleben von Aspekten des Traumas (Intrusionen, Alpträume, Flashbacks) Vermeidung von Trauma-assoziierten Reizen (Trigger)  reduzierte emotionale Reagibilität (numbing) Überregungssymptome (Hyperarousal) im Kinesalter teilweise veränderte Symptomausprägung:  - durchspielen des traumatischen Erlebens - Verhaltensauffälligkeiten (z.T. aggressive Verhaltensmuster) => Symptomatik kann auch mit z.T. merhjährigeriger Verzögerung nach dem traumatsichen Geschehen auftreten 
  • Wann tritt die PTBS auf nach dem Trauma? Kann direkt, aber auch mit einer mehrjährigen Verzögerung nach dem traumatischen Geschehen auftreten (verzögerte PTBS) 
  • Welche Störungsbilder können als Folge von Traumatisierungen auftreten? 1. Akute Belastungsreaktion 2. Anpassungsstörung 3. PTBS 4. Depression 5. Angst 6. Somatisierungsstörung 7. Sucht 8. Dissoziation 9. Persönlichkeitsveränderung (bei komplexer PTBS) 10. Persönlichkeitsstörung
  • Was sind die Traumafolgestörungen im weiteren Sinne dissoziative Störungsbilder Anpassungsstörungen  somtaforme Schmerzstörungen emotional instabile Persönlichkeitsstörungen
  • Welche psychischen Erkrankungen treten häufig komorbid mit Traumatisierungen auf? Angststörungen Essstörungen  Affektive Störungen Substanzabhänigigkeit somatoforme Störungen  dissoziale Persönlichkeitsstörung
  • Wie lassen sich Traumata einteilen? menschlich verursachte (man-made disaster) vs. zufällige Traumata kurz- vs. langfristige Traumata (Typ 1 vs. Typ 2) 
  • zufällige Typ 1 Traumata Verkehrsunfälle berufsbedingte Ereignisse bei Einsatzkräften von Polizei, Rettungskräften, Feuerwehr kurz andauernde Naturkatastrophen Arbeitsunfälle (Grubenunglück)
  • absichtlich zugefügte man made Typ 1 Traumata sexuelle Übergriffe körperliche und kriminelle Gewalt (Überfälle, Schusswechsel) ziviles Gewalterleben 
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  • zufällige Typ-2 Traumata: langandauernde Naturkatastrophen mit schweren Folgeschäden technische Katastrophen
  • absichtlich zugefügte, man-made Typ 2 Traumata wiederholter sexueller und/ oder körperlicher Missbrauch Kriegserleben Geiselhaft Folter, politische Inhaftierung, KZ 
  • Was erhöht das Risiko für eine PTBS? insbesondere die absichtliche Verursachung aber auch eine längere Dauer
  • Risikofaktoren einer PTBS - begünstigende Faktoren vor dem Trauma vorbestehende psychische Störung weibliches Geschlecht  Persönlichkeitsfaktoren bei denen externe Faktoren mehr Kontrolle über das Befinden zugestanden wird --> externale Kontrollüberzeugung niedriger sozioökonomischer Status geringe Bildung zugehörigkeit zu einer Minderheit  Früheres Trauma Familienanamnese mit psychischen Störungen 
  • Risikofaktoren für die Entwicklung einer PTBS - begünstigende Faktoren während des Traumas Schwere des Traumas Wahrgenommene Lebensgefahr Emotionen zum Zeitpunkt  Peritraumatische Dissoziation
  • Wozu führt eine peritraumatische Dissoziation sie ist ein Risikofaktor für eine PTBS wenn sie während des Traumas auftrtiit
  • Welche Faktoren nach dem Trauma/ Posttraumatische Faktoren sind Risikofaktoren für eine PTBS? Wahrgenommener Mangel an sozialer Unterstützung Folgennde allgemeine Stressbelastung im Leben
  • Was ist wichtig im Erstgespräch bzw. der Diagnostik traumatisierten Patienten? Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung (förderlich: sichere und störungsfreie Gesprächs-Atmosphäre, behutsame Fragestellung, kein pushen) Patienen haben ein erhöhtes Bedürfnis nach Kontrolle und Selbstbestimmtheit (hilfreich z.B. ausreichender körperlicher Abstand zur Untersuchungsperson, Türen offen lassen, Mitnehmen einer Vertrauensperson, entfernen von Triggern im Gesprächsraum) oftmals aktiver Erfragen der posttraumatsichen Symptome notwendig, da Patienten nicht spontan berichtenn; aber NICHT aktive Suche nach dem Trauma --> Erfragen ohne Scheu mit einer parteilischen Abstinenz Berücksichtigung traumainduzierter Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse um traumatisch erlebte Reinszenzierung und unkontrollierte Gegenübertragungs-Reaktion zu vermeiden  Suizidaltität abfragen
  • Was sollte im Erstgespräch aktiv gemacht werden und was nicht? aktives Erfragen der posttraumatischen Symptomen  keine aktive Suche nach dem Trauma 
  • Wie sollte das Trauma erfragt werden im Erstgespräch ohne Scheu und mit der Haltung einer parteilichen Abstinenz --> parteilich auf Seite des Patienten sehen und eigenen Bedürfnisse aus der Beziehung halten
  • Wonach haben traumatisierte Patienten ein erhöhtes Bedürfnis? Was kann dabei helfen? Kontrolle und Selbstbestimmtheit - ausreichennd körperlicher Abstand zur Untersuchungsperson - Entfernen von Triggern im Gesprächsraum - Türen offen Lassen - Mitnehmen einer Vertrauensperson
  • Was kann die Diagnosenstellung und den Verdacht auf eine PTBS unterstützen? standardisierte Messinstrumente PTSS10 ETI HTQ SKID
  • Traumadiagnostik für den Patienten standardisierte Messinstrumente können hierbei unterstützen Jedoch stellte jede Form der Traumadiagnostik für Patienten eine zusätzliche Belastung dar 
  • Trauma Ablauf Mensch befindet sich in "no fight, no flight" Falle Sympathikus aktiviert sich  Flucht bzw. Kampf ist nicht möglich  nach einiger Zeit: Lähmung und Dissoziation (freeze and fragment) das Trauma setzt ein => Überwältigung, Ohnmacht, Hilflosigkeit
  • Wenn fight oder flight nicht möglich ist kommt es nach einiger Zeit zur Lähmung und Dissoziation (freeze and fragment) 
  • Was setzt bei einem Trauma ein? Überwältigung  Ohnmacht Hilflosigkeit
  • Was sind die Folgen einer Traumatisierung auf neurobiologischer Ebene? Aktivierung und Sensibilisierung der neuroendokrinen Stressachsen (initial Hyperkortisolismus, chronischer Hypokorisolismus) neurotosiche Effekte durch anhaltenden traumatsischen Stress (Hippocampus) durch Hyperarousal (transmittergesteuert) veränderte Wahrnehmung durch emotionales Arousal (Amygdala) veränderte Gedächtnisabspeicherung limbische/ fronalte Blockade der Informationsverarbeitung Funktionelle Diskonnektivitiät von Gedächtnisnetzwerken Ausbildung traumadominierter neuronaler Netzwerke Erhöhte psychophysiologische Vulnerabilität durch Vortraumatisierung bzw. genetische Faktoren 
  • Was ist das Vorgehen in der Traumbehandlung durch Psychotherapie 1. Herstellen eines tragfähigen Arbeitsbüdnisses  2. Stabilisierung 3. Traumaberarbeitung  4. Psychosoziale Reintegration
  • Was muss als erstes in der Psychotherapie einer Traumabehandlung gemacht werden? Herstellen eines tragfähigen Arbeitsbündnisses (therapeutische Beziehung) 
  • Was muss als zweites in der Psychotherapie einer Traumabehandlung gemacht werden? Stabilisierung - Herstellung äußerer Sicherheit (kein Täterkontakt, sicherer psychosozialer Rahmen, Helfersystem) - Herstellung innerer Sicherheit (Erlenen von stabilisierenden imaginativen Techniken, Distanzierungstechniken gegen die als belastend erlebten Intrusionen, Erlernen von Dissoziationsstopps, Psychoedukation, Strategein zur Affektregulation und Selbstberuhigung) 
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  • Was muss als drittes in der Psychotherapie einer Traumabehandlung gemacht werden? Traumaberarbeitung - traumakonfrontative Verfahren wie EMDR oder narrative Expositionstechnik  --> dürfen erste bei ausreichender innerer und äußerer Stabilisierung angewendet werden und niemals gegen den Wunsch einnes Patienten 
  • Traumabearbeitung durch traumakonfrontative Verfahren wie EMDR und narrative Expositionstechniken --> dürfen erste bei ausreichender innerer und äußerer Stabilisierung angewendet werden und niemals gegen den Wunsch einnes Patienten 
  • traumakonfronatative Verfahren --> dürfen erste bei ausreichender innerer und äußerer Stabilisierung angewendet werden und niemals gegen den Wunsch einnes Patienten 
  • Viele Patienten kommen in der Behandlung nicht über welche Phase hinaus? die Stabilisierungsphase (erreichen also nicht die Traumabearbeitung) 
  • 4. Phase der Psychotherapiebehandlung von Traumata Psychosoziale Reintegration  - Phase der Aussöhnung mit dem Geschehenen - Integrieren in das Selbstkonzept
  • Welche Psychotherapieverfahren gibt es für die Behandlung von Traumata und wie sollte sie sein? psychodynamisch kognitiv-behavioral hypnotherapeutisch  => Vorgehensweise sollte modifiziert bzw. trauma-adaptiert sein 
  • Was sollte Berücksichtigung finden in der Psychotherapie von Traumata? Sollte traumaadaptiert sein, Berücksichtigung von:  - individueller Traumadynamik - Kontroll- und Distanzierungsfähigkeit - persönliche Ressourcen 
  • Pharmakotherapie - Psychotherapie vor Pharmakotherapie - alleinige pharmakologische Behandlugn wird abgelehnt - Pharmakotherapie hat begleitetende Rolle, wenn einzelne Kernsymptome der PTBS bzw. komorbide Störungen die Möglichkeit von der traumafokussierten Psychotherapie zu profitieren zu stark einschärnken  symptomatisch können Antidepressiva (SSRIs) oder niedrigpotente Neuroleptika gegeben werden 
  • Alleinige Pharmakotherapie wird abgelehnt
  • Wann kommt Pharmakotherapie eine Rolle zu Welche Medis werden verschrieben? wenn einzelne Kernsymptome der PTBS oder komorbide Störunge es einschränken von der traumafokussierten Psychotherapie zu profitieren  => Antidepressiva (SSRI) oder niedrigpotente Neuroleptika