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Psychosomatische Medizin (Fach) / Depression (Lektion)
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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.
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- Nach Freud ist die Depression eine tief schmerzliche Verstimmung eine Aufhebung des Interesses für die Außenwelt, durch den Verlust der Liebesfähigkeit durch die Hemmung jeder Leistung und die Herabsetzung des Selbstgefühls die sich in Selbstvorwürfen und Selbstbeschimfungen äußert
- Depressionen im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen die dritthäufigste (nach Angststörungen und Alkoholstörungen)
- Depressionen - Zahlen und Fakten in Deutschland - % Erkrankte pro Jahr - % Ersterkrankungen pro Jahr - % Dysthymien - % im Rahmen einer bipolaren Störung 8,3% = 4 Millionen Erkrankte pro Jahr 1-2% Ersterkrankungen por Jahr 4,4% Dysthymien 0,8% im Rahmen einer bipolaren Störung
- Mehr als jeder __. leidet an einer affektiven Erkrankung 8.
- Lebenszeitprävalenz der Depression in Deutschland, USA und Europa beträgt? 16-20%
- Lebensalter bei Depression treten in jedem Alter auf Erkrankung häufig bereits in Kindheit oder Adoleszenz
- Wann erkranken die meisten depressiven? bereits in Kindheit oder Adolszenz
- Geschlechterverhältnis Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer
- Geschlechterverhältnis Dysthymie mehr Frauen
- Geschlechterverhältnis bipolare Erkrankungen ca. 1:1
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- Doppelt so häufig erkranken Getrenntlebenede, Geschiedene, Verwitwete im Vergleich zu Verheirateten Jene mit niedrigem SÖS im Vergleich zu solchen mit hohem
- Die Lebenserwartung bei Depressiven ist deutlich reduziert
- Was sind psychosoziale Risikofaktoren für eine Depression? Unterschichtzugehörigkeit, niedriger SÖS, Armut niedrige Bildungsabschlüsse, Arbeitslosigkeit chronische Gesundheitsprobleme Fehlen eines vertrauten Lebenspartners schlechtes Selbstwertgefühl maternale Depression (alleinerziehende Mütter)
- maternale Depression tritt auf bei alleinerziehenden Müttern
- Depression gehört zu den Krankheiten, die die Lebensqualität am stärksten beeinträchtigen
- Wozu führen Depressionen? erhebliche Einschränkung der Lebensqualität erhebliches Leid für Betroffene und Angehörige Einschränkung der beruflichen Funktionsfähigkeit hohe wirtschaftliche Kosten
- Wirtschaftliche Kosten von Depression 5 Mrd. € pro Jahr - Behandlung (dirkete Kosten) - Arbeitsunfähigkeit (Lohnfortzahlung, Krankengeld) - Früberentung (indirekte Kosten) 2008: 12,7% aller Berentungen wegen affektiver Erkrankungen => häufigste Beretungsursache
- Was ist die häufigste Berentungsursache Depressionen
- Depressionsdiagnosen 2007 und 2013 starker der Depressionsdiagnosen in den letzten Jahren in allen Altersklassen
- Antidepressiva Verordnungsvolumen von 2000 bis 2013 Verordnungsvolumen hat vor allem bei Citalopram und Venalafaxin stark zugenommen
- Wie wird eine Depressive Episode nach ICD diagnostiziert man zählt die Anzahl der Symptome bei 2 Hauptsymptomen + 2 Nebensymptomen + Dauer > 2 Wochen = leichte depressive Episode bei 2 Hauptsymptomen + 3-4 Nebensymptomen + Dauer > 2 Wochen = mittlere depressive Episode bei 3 Hauptsymptomen + >4 Nebensymptomen + Dauer > 2 Wochen = schwere depressive Episode
- Wie lange müssen die Symptome für eine depressive Episode vorliegen? > 2 Wochen
- Hauptsymptome nach ICD gedrückte depressive Stimmung Interessenverlust, Freudlosigkeit Antriebmangel, erhöhte Ermüdbarkeit
- Nebensymptome nach ICD-10 verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Gefühle von Schuld und Wertlosgikeit negative und pessimistsische Zukunftperspektiven Suizidgedanken/-handlungen Schlafstörungen verminderter Appetit
- Was sind freiwillige/ fakultative Zusatzsymptome nach ICD-10? somatisch psychotisch
- Verlaufsaspekte nach ICD-10 bipolar monophasisch rezidivierend
- Wie findet die Einteilung der Depression nach ICD-10 statt Zuordnung nicht nach ätiologisch definierten Krankheitsentitäten sondern nach Schwere, Dauer und Begleitsymptomatik deskriptive, unspezifische Symptomdiagnostik fehlendes Krankheitsmodell fehlendes Krankheitsverständnis Gefahr der rein symptomorientierten Behandlung
- Was fehlt nach der Einteilung mit ICD-10 und welche Gefahr birgt das? fehlendes Krankheitsmodell fehlendes Krankheitsverständnis => Gefahr einer rein symptomorientierten Behandlung
- Auf welchen Ebenen äußert sich das Syndrom der Depression? Vegetativum Affekt Psychomotorik Interaktion Denken
- Syndrom der Depression: Vegetativum Schlafstörungen (Früherwachen, Durchschlafstörungen) Müdigkeit, Abgeschlagenheit Appetitstörungen, Gewichtsverlust sexuelle Lustlosigkeit (Alibidinie) Magenbeschwerden, Brustengegefühl, Kopfdruck
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- sexuelle Lustlosigkeit Alibidinie
- Syndrom der Depression: Psychomotorik initial innere Unruhe, Gespanntheit motorische Antriebshemmung, Motivationsverlust verarmte Mimik und Gestik bis hin zum Stupor Vernachlässigung des Äußeren
- Stupor völlige körperliche und geistige Regungslosigkeit Starrheit
- Syndrom der Depression: Interaktion sozialer Rückzug, Unselbstständigkeit Suchtentwicklung aggressive Hemmung fordernder, anklammernd-abhängiger Beziehungsmodus verdeckt aggressive Vorwürfe (depressiv-kontrollierend) gehemmte Selbstbehauptung Pseudoaltruismus (Helfersyndrom)
- Syndrom der Depression: Denken Konzentrations- und Gedächtnisstörungen Einengung von Aufmerksamkeit und Denken auf depressive Inhalte Interessenverlust, Entschlusslosigkeit, Grübeln Hilflosigkeit, Pessimismus, Zukunftsangst Schuldgefühle Selbstvorwürfe, Selbstzweifel (im Gegensatz zur Trauer) bis hin zur Suizidalität und depressivem Größenwahn
- Welche Veränderung findet sich im Denken von Depressiven im Gegensatz zur Trauer? Selbstvorwürfe und Selbstzweifel
- Syndrom der Depression: Affekt Niedergeschlagenheit Bedrücktheit innere affektive Leere (Gefühl der Gefühllosigkeit) Freundlosigkeit (Anhedonie) beeinträchtigte Affektwahrnehmung
- Freudlosigkeit Anhedonie
- Was sind Depressionsursachen? Kindheitliche Belastungen (neurotische Depression) Trennungen (z.B. bei alleinerziehenden Mütter x3) Kränkungen (z.B. berufliche Gratifikationkrisen) Medikamente erbegenetische Einflüsse (endogene Depression, BPD)
- Trennung als Depressionsursache extrem wichtig bei alleinerziehenden Müttern ist Depressionsrate 3x so hoch
- Gratifikationskrise Mangelnde Entschädigung für aufgebrachte Leistung
- eine Depression aufgrund von kindheitlichen Belastungen nennt sich neurotische Depression
- neurotische Depression: Tiefenpsychologische Aspekte Autoaggressionskrankheit nach schuldhaft phantasiertem Objektverlust (weil ich so gierig war, bin ich zu recht verlassen worden. Dafür habe ich jede Strafe verdient) selbstschädigender Versuch mit Mitteln des Säuglings/ Kleinkindes nach Trennung die Beziehung zum verlorenen Objekt wieder herzustellen Selbstbeschuldigung unter Druck eine unreifen Über-Ich phantasmatische orale Reinkorporation des Objektes => weitgehende Abhängigkeit vom Objekt (Bezugsperson) => geringe Selbstregulationsfähigkeit => arachaisches (sadistisches) Über-Ich
- Die Depression wird tiefenpsychologisch wie betrachtet als ein selbstschädigender Versuch nach Trennung von einem Objekt (Bezugsperson)
- Die Depressive Person ist tiefenpsychologisch gesehen vom Objekt weitgehend Abhängigkeit (Objekt = Bezugsperson)
- Wie ist die Selbstregulationsfähigkeit von Depression (aus tiefenpsychologischer Sicht)? gering
- Wie ist das Über-Ich aus tiefenpsychologischer Sicht? arachaisch (sardistisch)
- Die neurotische Depression auf kindlichen Konflikten/ Belastungen basierende Selbstwertregulationsstörung starke Abhängigkeits- und Versorgungswünsche ausgeprägte Trennungsängst aggressive Hemmung, Selbstschädigungstendenzen Erwartung in Beziehungen Sicherheit nciht erreichen zu können unsicherer Bindungsstil => Unterordnung unter einer dominanten Person => Pseudounabhängigkeit => Verlusterlebnisse/ Kränkung häufig störungsauslösen
- Wovor haben Depressive häufig angst und was wünsche sie? ausgeprägte Trennungsängst Versorgungs- und Abhängigkeitswünsche
- In Bezug auf andere Personen zeigen Depressive Unterordnung unter dominante Person