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Psychosomatische Medizin (Fach) / Somatoforme Störungen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

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  • Was ist Alexithymie - ein - Schwierigkeiten bei - hohe Prävalenz bei - was liegt gegenüber Berührungen und Stimulation vor? Persönlichkeitsmerkmal Schwierigkeiten bei Identifikation unb Beschreibung von Gefühlen sowie der Differenzierung von Gefühlen und Körperreaktionen chronischem Schmerz Hypersensitivität und geringe Toleranz gegenüber Berührungen und Stimulation 
  • Alexythymie hat eine hohe Prävalenz bei chronischem Schmerz 
  • Wie kann man experimentell die Hypersensitivität und geringe Toleranz von Alexithymen zeigen? im EEG kann man bei akustischer Stimulation die akustische ERP (event-related potential) nachweisen die eine charakteristische Amplitude hat man spielte hoch- und niedrig Alexithymen unterschiedliche dB Intensitäten vor man sieht, dass die ERP bei Alexithymen deutlich stärker ist als bei nicht Alexithymen 
  • Dysfunktionale Bezugsperson Affektsignal fehlende Resonanz dysregulierte affektive States Selbstwertstörung Bindungsstörung => Angst, Wut und Trauer bleiben unverarbeitet => dysregulierte Stresszustände werden verinnerlicht => eingeschränkte emotionale Kompetenzen => Symptom statt Emotion, Beziehungsstörungen 
  • Wozu kommt es aufgrund von einer dysfunktionalen Bezugsperson? => Angst, Wut und Trauer bleiben unverarbeitet => dysregulierte Stresszustände werden verinnerlicht => eingeschränkte emotionale Kompetenzen => Symptom statt Emotion, Beziehungsstörungen 
  • Was machen Affektgeneratoren und was machen Affektmodulatoren? Affektgeneratoren aktivieren einen Basisaffekt mittels low-level-Kompetenzen Affektmodulatoren kontrollieren einen Basisaffekt mittels high-level-Kompetenzen
  • Bei den angeborenen und sozial vermittelten Reifungsprozessen bezüglich Affekte ist der Verlauf wie? 1. Aktivierung eines Basisaffekts mittels Affektgeneratoren durch low-level-Kompetenzen 2. Kontrolle eines Basisaffekts mittels Affektmodulatoren durch high-level-Kompetenzen 3. Entwicklung komplexer sozialer Affekte 
  • Affektgeneratoren Aktivierung eines Basisaffekts: - durch low-level-Kompetenzen (welche präsymbolisch sind) 1. autonome Aktivierung (vegetative Stressreaktion) 2. körperliche Binnenempfindungen (somatische Marker) 3. vorbewusste Situationsbewertung (Gefährlich? Neu? Wichtig?) 
  • Affektmodulatoren Kontrolle eines Basisaffekts - mittels high-level-Kompetenzen (symbolisch) 1. Introspektion, bewusste Affekwahrnehmung (Gefühl) 2. Reflektion, affektbezogene Kognitionen (analytische Bewältigung) 3. Regulation von Beziehungen, Empathie (wechselseitigkeit in Beziehungen) 
  • Welche komplexen sozialen Affekte entwickeln sich Scham, Schuld, Schadenfreude, Neid ... 
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  • Durch kindliche Belastungen und Entwicklungsfaktoren kommt es zu primitiven Affektkorrelaten: Erwachsene verarbeiten Affekte wie Kleinkinder 
  • Was sind primitive Affektkorrelate? Erwachsene verarbeiten Affekte wie Kleinkinder - niedrigschwellige Stressreaktion (z.B. Herzrasen, Schwindel, Atemnot) - somatoforme Störungen (z.B. Rückenschmerzen) - unverarbeitete chronische Affekte (z.B. Angst, Depression, Alexithymie)  - irrationale Ursachenzuschreibung (z.B. Ernährung, Wetter)
  • primitive Affektkorrelate führen zu - Beziehungsstörungen - sozialer Stress - Psychosomatische Erkrankungen
  • Psychodynamik der somatoformen Störung es geht darum einen Affekt, der in der Primärbeziehung nicht repräsentiert war und der deshalb nicht sprachbewusst symbolisiert werden kann, auf einer primitiven vorsprachlichen Ebene auszudrücken  - mit Hilfe von körperlichen Affektkorrelaten (Affektäquivalenten) - chronischen Schmerzen ohne strukturelle Ursache - in sozialen Konfliktsituationen - deren Lösung emotionale Kompetenzen erfordert - die aber aufgrund von Kindheitsbelastungen nicht erworben werden konnten 
  • Was wird durch die somatoforme Störung ausgedrückt und womit? Affekt, der in der Primärbeziehung nicht repräsentiert war und deshalb nicht sprachbewusst symbolisiert werden kann - wird primitiv, vorsprachlich mit körperlichen Affektkorrelaten oder Affektäquivalenten sowie chronischen Schmerzen ohne strukturelle Ursache ausgedrückt
  • Wann treten somatoforme Symptome auf? in sozialen Konfliktsituationen deren Lösung emotionale Kompetenzen erfordert  die aber aufgrund von Kindheitsbelastungen nicht erworben werden konnten 
  • Störungen die häufig mit somatoformen Störungen auftreten Alexithymie Misshandlungen in der Kindheit 
  • Was wird mittels somatoformer Störung und was wird mittels Konversionsstörung dargestellt? somatoforme Störung = Affekt Konversionsstörung = Konflikt 
  • Somatoforme Störung vs. Konversionsstörung Somatoforme Störung:  - ein somatisch-expressives Affektäquivalent (Angs, Wut, Trauer) kann sprachsymbolisch nicht ausgedrückt werden - die körperlichen Symptome entsprechen unverarbeiteten aversiven Affektzuständen - sie stellen keine Abwehrleistung, sondern einen unreifen Affektausdruck dar - es handelt sich nicht um eine Simulation oder Aggravation (Verschlimmerung)  Konverionsstörung:  - ein triebhafter Wunsch aufgrund eines sexuellen oder agressivem Impulses wird inszeniert - die Abwehr des Impulses geschieht zugunsten einer regressiven Symptomausbildung - es handelt sich um einen komplexen, unbewussten, intrapsychischen Vorgang - Ziel: Sicherung der Primärbeziehung, in welcher der Impuls unerwünscht war - die Symptome entsprechen einem Kompromiss aus Wunsch und Abwehr 
  • Somatoforme Störung kurze Zusammenfassung Darstellung eines Affekts - ein somatisch-expressives Affektäquivalent (Angs, Wut, Trauer) kann sprachsymbolisch nicht ausgedrückt werden - die körperlichen Symptome entsprechen unverarbeiteten aversiven Affektzuständen - sie stellen keine Abwehrleistung, sondern einen unreifen Affektausdruck dar - es handelt sich nicht um eine Simulation oder Aggravation (Verschlimmerung) 
  • Konversionsstörung kurz zusammengefasst Darstellung eines Konflikts - ein triebhafter Wunsch aufgrund eines sexuellen oder agressivem Impulses wird inszeniert - die Abwehr des Impulses geschieht zugunsten einer regressiven Symptomausbildung - es handelt sich um einen komplexen, unbewussten, intrapsychischen Vorgang - Ziel: Sicherung der Primärbeziehung, in welcher der Impuls unerwünscht war - die Symptome entsprechen einem Kompromiss aus Wunsch und Abwehr 
  • Frühkindliche Belastungen führen wozu? 1. blockierte Ausreifung des affektverarbeitenden Systems 2. Bahnung des nozizeptiven Systems 
  • Wo finden emotionale, kognitive und biographische Bewertungen statt? im Hippocampus, der Insula, der Amygdala, dem Gyrus cinguli, dem PFC und im periaquäduktalen Grau
  • Wie findet die absteigende Schmerzhemmung statt? endogene Opiate werden im Gehirn ausgeschüttet und zur Schmerzstelle über Hinterhornneurone des Rückenmarks via absteigenden Bahnen gesendet 1. Noradrenalin (inhibitorisch) 2. Serotonin (inhibitorisch und exzitatorisch) 
  • Wie findet die absteigende Schmerzhemmung statt? endogene Opiate werden im Gehirn ausgeschüttet und zur Schmerzstelle über Hinterhornneurone des Rückenmarks via absteigenden Bahnen gesendet 1. Noradrenalin (inhibitorisch) 2. Serotonin (inhibitorisch und exzitatorisch) 
  • Neurophysiologische Chronifizierung findet wie statt? Periphere Sensibilisierung (Veränderungen im UNS durch intensive Schmerzimpulse) und  zentrale Sensibilisierung (u.A. durch Bindungsstörung, Kindheitsprägung, Stress/ Trauma)  und  Verlust der körpereignen Schmerzhemmung => Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses 
  • Periphere Sensibilisierung durch intensive anhaltende Schmerzimpulse/ Erregung nozizeptiver C-Fasern kommt es zu neuroplastischen Veränderungen im ZNS
  • Zentrale Sensibilisierung Modifikation spinaler, nozizeptiver synaptischer Transmission Transskriptionsabhängige Veränderungen in Effektorgenen  Veränderungen neuroanatomischer VErschaltungen 
  • Welche 2 Faktoren führen zur Entstehung der chronischen Schmerzen? 1. reduzierte Stressdämpfung  (Amygdala erhöhte Aktivierbarkeit, Hippocampus reduzierte Neurogenese, mPFC veränderte Synapsenselektion) 2. reduzierte Schmerzschwelle 
  • Was ist reduziert bei chronischem Schmerz? 1. Stressdämpfung 2. Schmerzschwelle 
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  • Was ist reduziert bei chronischem Schmerz? 1. Stressdämpfung 2. Schmerzschwelle 
  • reduzierte Stressdämpfung durch 1. Amygdala = erhöhte Aktivierbarkeit 2. Hippocampus = reduzierte Neurogenese 3. mPFC = veränderte Synapsenselektion 
  • durch frühkindliche Belastungen wird das das nozizeptive System gebahnt
  • Auslösung chronischer Schmerzen Trennungen  Verluste Kränkungen dysfunktionaler Affektausdruck -> präsymbolisch somatoform
  • Chronifizierung von Schmerzen durch Symptom als Bedrohung und Ziel (auto)aggressives Mannöver iatrogene Eskalation (invasive Maßnahmen, Schmerzmittel) negative Gegenübertragung  frühere Schmerzen/ Krankschreibung/ Berentung statt Psychotherapie sekundärer Krankheitsgewinn psychische Komorbidität (Depression, Ängste) 
  • Wie wird der Körper bei somatoformen Störungen gesehen? als Feind
  • Kreislauf "Der Körper als Feind" 1. Prädisposition, frühkindliche Traumatisierung 2. Auslösesituation, Affektblockade, Schmerz 3. Funktionsänderung/-störung --> kannn nicht emotional verarbeitet werden 4. körperliche Sensation 5. inadäquate Versorgung 
  • Worauf beruhen somatoforme Störungen nach psychodynamisch-interpersonellem Ansatz frühen Beziehungsstörungen
  • Der psychodynamisch-interpersonelle Ansatz: Grundannahmenn Somatoforme Störungen beruhen auf einer frühen Beziehungsstörung - bei kleinen Kindern sind emotionale und körperliche Empfindungen noch eng verbunden  - wenn das Kind Unwohlsein zum Ausdruck bringt und die Bezugsperson feinfühlig darauf reagiert, dann lernt das Kind, emotionale und körperliche Empfindungen differenzierter wahrzunehmen. Zudem macht es die Erfahrung, dass andere zugewandt und verlässlich sind - bleibt die feinfühlige Reaktion der Bezugsperson dauerhaft aus, dann entwickelt das Kind kein differenziertes Bild seiner emotioanlen und körperlichen Empfindungen. Weiterhin entsteht die Erwartung, dass Situationen des Unwohlseins nicht aus eigener Kraft heraus bewältigt werden können und auch nicht durch die Unterstützung anderer gebessert werden (erlernte Hilflosigkeit) 
  • Ablauf der psychodynamisch-interpersonellen Therapie (PISO) Phase 1 (1.-3. Sitzung): Symptomverständnis - Patieten Raum geben für die Schilderung der Symptome, aktiver Erfragen, empathische Zuwendung, Verzicht auf Deutungen  Phase 2 (4.-8. Sitzung): Verbindung zwischen Symptomen, Emotionen und interpersonellen Konflikten  - Schilderung der körperlichen Symptome nutzen, um begleitende Emotionen und auslösende interpersonelle Konflikte aufzudecken; Fokussierung auf einen speziellen intepersonellen Konflikt Phase 3 (9.-12. Sitzung): Konsolidierung und Beendigung - Stabilisierung der Fortschritte, Planung für die Zeit nach der Therapie 
  • PISO psychodynamisch-interpersonelle Therapie
  • Phasen der PISO 1. 1.-3. Sitzung Symptomverständnis 2. 4.-8. Sitzung Verbindung zwischen Symptomen, Emotionen und interpersonellen Konflikten 3. 9.-12. Sitzung Konsolidierung und Beendigung 
  • Worauf beruhen somatoforme Störungen nach kognitiv-behavioralem Ansatz? auf dysfunktionalen Kognitionen und Verhaltensweisen
  • Der kognitiv-behaviorale Ansatz: Grundannahmen Somatoforme Störungen beruhen auf dysfunktionalen Kognitionen und Verhaltensweisen - Fokussierung der Aufmerksamkeit: Körperliche Beschwerden werden verstärkt Aufmerksmamkeit gewidmet - Katastrophisierung, ungünstige Kausalattribuierung: Beschwerden werden als Anzeichen schwerer Erkrankungen interpretiert - Vermeidung von Aktivitäten (Schonverhalten) 
  • Kognitiv-behaviorale Therapie: 1. Kognitive Umstrukturierung - Vermitllung eines alternativen Krankheitsmodells - Aufdeckung und Modifizierung von dysfunktionalen Kognitionen (Biofeedback, Konfrontation mit Beschwerden zur Verdeutlichung der Wirkung der Aufmerksamkeitsfokussierung) 2. Abbau der Verstärkung von Krankheitsverhalten - Reduzierung der Entlastung, die die Patienten durch den Ausdruck körperlicher Beschwerden von Familienmitgliedern und Ärzten erhalten - Abbau alternativer Umgangsformen durch ein Training sozialer Kompetenzen (Rollenspiel, PMR)
  • Worauf beruhen somatoforme Störungen nach 1. psychodynamisch-interpersonellem Ansatz 2. kognitiv-behavioralem Ansatz 1. frühen Beziehungsstörungen 2. dysfunktionalen Kognitionen und Verhaltensweisen
  • die 2 Aspekte der kognitiv-behavioralen Therapie: 1. Kognitive Umstrukturierung 2. Abbau der Verstärkung von Krankheitsverhalten
  • Welche Interventionen sind beiden Therapieansätzen (psychodynamisch-interpersonell und kognitiv-behavioral) gemeinsam? 1. Vereinbarung realistischer Ziele 2. Vermittlung eines erweiterten Krankheitsverständnisses (z.B. mit Symptomtagebuch) 3. Förderung eines aktiveren Lebensstils 
  • Was sind die Leitlinien der Therapie? - personale Beziehung, affektzentrierte Haltung - Beachtung und Evaluation der Gegenübertragung - Ansprechen von Enttäuschungen bei Bestätigung der Beziehung - psychodynamische Grundversorung  - Motivation zur Fachpsychotherapie - multimodale stationäre Psychotherapie (somatisch, psychotherapie, pysiotherapie) - keine Opiate auf Dauer, Neruo - ggf. Antidepressiva bei depressiver Symptomatik - aktivierende Maßnahmen, Physiotherapie, Sport - Schutz vor invasiven iatrogenen Maßnahmen und Medikamentenabhängigkeit
  • Was gehört zur psychosomatischen Grundversorgung genau Symptomschilderung, Schmerztagebuch Psychoedukation, Krankheitsmodell (Informationen zur Schmerzentstehung) Affektklärung interaktioneller Bezug, Kontextaktualisierung Entspannungsverfahren, fokale Psychotherapie