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Psychosomatische Medizin (Fach) / PTBS (Lektion)
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Diese Lektion wurde von jillian erstellt.
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- Lebenszeitprävalenz PTBS 5%
- Was tritt oft komorbid mit einer PTBS auf? Ängste Depression Drogenkonsum
- Wann entwicklen sich komplexe Traumafolgestörungen? nach Kindheitstraumatisierung
- Komplexe Traumafolgestörungen treten auf mit variabler Kombination verschiedener psychischer/ psychosomatischer Störungsiblder - depressive Symptome - dissoziative Symptome - Somatisierungsstörungen - Essstörungen - Substanzabhängigkeit - Persönlichkeitsstörungen - ggf in Verbindung mit PTBS
- Arten der Traumatisierung in der Kindheit 1. Vernachlässigung - physisch - emotional 2. Kindesmisshandlung - physische Misshandlung - sexualisierte Gewalt - emotionale Traumatisierung (zurückweisen, isolieren, terrorisieren, ignorieren) => oft kommen beide Formen gemeinsam vor
- Prävalenz verschiedener psychischer Traumatisierungen körperliche Gewalt 12% sexuelle Gewalt 12,5% emotionale Gewalt 14,9%
- Kindesmisshandlung historisch Phänomen der Kindesmisshandlung seit Beginn der Zivilisation Kindesmissbrauch im Altertum Gesellschaftliche Weigerung, das Ausmaß und die Schwere der Problematik zur Kenntnis zu nehmen --> Verleugnung der Kindesmisshandlung Enttabuisierung erst in den letzten Jahrzehnten Prügelstrafe und Beschneidugnen
- Was zeigt sich eurobiologisch nach psychischer Traumatisierung? 1. strukturelle und funktionale Abweichungen im Bereich der Amygdala, des Hippocampus und des PFC 2. verminderte Aktivität im PFC 3. Hyperaktivität der Amygdala als Folge einer unzureichenden Modulation durch den PFC
- Was wird durch psychische Traumatisierungen verändert? Informationsverarbeitung
- Wie wird die Informationsverarbeitung durch psychische Traumatisierungen verändert? Zusammenbruch der Funktionen des Hippocampus und damit eine Störung: 1. der Transformation der Erinnerungseindrücke in ein integriertes semantisches Gedächtnis 2. der narrative Gestaltung von Erinnerungen und ihrer Einordnung in den biographischen Zusammenhang
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- Therapieschema bei Traumafolgestörungen 1. Sicherheit 2. Traumaspezifische Stabilisierung 3. Traumakonfrontation 4. Reintegration
- Diagnostik der PTBS - Verlauf 1. Abklärung Psychose und akute Suizidalität --> Ja = psychiatrsiche Akutversorgung, wenn nein dann weiter 2. Abklärung Stabilität --> wenn Nein: Stabile Affektregulation und Selbstmanagement wenn nein => supportiv Beziehung aufbauen, psychopharmakotherapie wenn ja dann weiter mit traumaadaptierter Psychotherapie --> wenn ja dann weiter 3. Traumabearbeitung mit traumaadaptierter Psychotherapie 4. Psychosoziale Reintegration 5. Neuorientierung
- Was sind evidenzbasierten Methoden zur Traumakonfrontation? prolognierte Exposition (Habituation) EMDR (Eye Movement Desensititzation and Reprocessing)
- EMDR Eye Movement Desensitization and Reprocessing - Identifikation der traumatischen Szene sowie der zugehörigen stehenden negativen Überzegung über die eigene Person - Prozessieren der traumatischen Szene bei "bilateraler Stimulation" - Sequenzen von 20-30 seitenalternierenden Augenbewegungen (oder akustischen bzw. haptischen Reizen) unter Beachtung des subjektiven Erelbens des Patienten und der Körperempfindungen) => Reduktion der subjektiven Stressbelastung der traumatischen Szene => Modifikation der negativen Überzeugungen
- Resultat EMDR Reduktin der subjektiven Stressbelastung der traumatischen Szene Modifikation der negativen Überzeugungen
- Welche Psychopharmaka sind bei PTBS zugelassen, welche nicht? zugelassen: Sertalin, Paroxetin keine Benzodiazepine
- Therapeutische Maßnahmen bei leichteren Anpassungsstörungen beruhigendes, stützendes und ermutigendes ärztliches Gespräch Einbezug von Personen, die emotionale Unterstützung geben können
- Therapeutische Maßnahmen bei schweren Anpassungsstörungen: Ziele emotionale Entlastung Stärkung des Selbstwertgefühls und der Fähigkeit zur Problembewältigung
- Therapeutische Maßnahmen bei schweren Anpassungsstörungen: psychosomatische Grundversorgung Kurzzeitpsychotherapie EMDR bewirkt oft eine zügige und effektive Symptomreduktion medikamentös: Sertalin, Paroxetin