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Allgemeine Psychologie (Fach) / Behavioral insights: „Nudging“ und „Boosting" (Lektion)

Organspende und so

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  • Nudging (to nudge = anstupsen) Menschliches Verhalten wird in absehbare Weise verändert, ohne dass irgendwelche Optionen verboten oder ihre wirtschaftlichen Anreize wesentlich verändert werden. Dabei bleibt die Wahlfreiheit der Menschen erhalten 
  • Libertarian paternalism Menschen sollen in ihren Entscheidungen frei sein, für Entscheidungsarchitekten ist es jedoch legitim Menschen so in ihren Entscheidungen zu beeinflussen, dass sie länger, gesünder und besser leben.
  • Default (Voreinstellung) Der Zustand der herrscht, wenn keine Veränderung getätigt wird.  In der klassischen Volkswirtschaft sollte ein Default keine große Auswirkung haben, da wenn er vom Individuum geändert wird, sofern er nicht mit den Interessen übereinstimmt 
  • Ins Deutschland ein "opt-in-" oder "opt-out" Land? "opt in"!, man ist per Default also kein Organspender.
  • Warum wirken Defaults?(5) present bias“: Fokus auf hier und jetzt „Status quo bias“: Tendenz, den gegenwärtigen Zustand beizubehalten, auch wenn Kosten-Nutzen-Analyse anderes vorschlägt (loss aversion). Inertia (Trägheit, Faulheit): Vermeidung kognitiver Kosten, die eine aktive Entscheidung erfordert (und andere Faktoren, z.B. bei Organspende über eigenen Tod nachzudenken). Defaults werden als implizite Empfehlungen von (wohlwollenden) Entscheidungsträgern und Experten verstanden. Defaults etablieren soziale Normen – wenn alle Organspender*innen sind, etabliert das eine soziale Norm.
  • Was sind Boosts? Gezielte technologische oder kognitive Massnahmen, welche die individuelle Entscheidungskompetenz verbessern. Nudges zielen direkt darauf ab, Verhalten zu ändern. Boosts zielen darauf ab, Kompetenzen zu stärken, damit sie bessere Entscheidungen treffen können.
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