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Allgemeine Psychologie (Fach) / Operantes Konditionieren (Lektion)

Skinner und so

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  • Was ist der Unterschied zwischen klassischem und operantem Konditionieren? Klassisches Konditionieren Organismus reagiert auf Reize in der Umwelt (respondentes Verhalten); neutrale Stimuli werden mit (biologisch determinierten) Reaktionen verknüpft Operantes Konditionieren Organismus reagiert nicht auf Reize in der Umwelt, sondern führt ein (instrumentelles) Verhalten aus, um eine bestimmte Konsequenz herbeizuführen (die sonst nicht aufgetreten wäre). Operant = Beeinflussung der Umwelt durch Lerner. Modern: Bsp. Zocken, sozial Media 
  • was ist das Law of effect? Positive Konsequenzen: Auftretenswahrscheinlichkeit erhöht sichNegative Konsequenzen: Auftretenswahrscheinlichkeit verringert sich
  • Wie lässt sich ein Verstärker definieren? Stimulus, der Wahrscheinlichkeit oder Intensität eines Verhaltens erhöht oder verringert – empirisch definiert über den Effekt auf das Verhalten.
  • Was sind die verschiedenen Arten von Verstärkung und Bestrafung ? Verstärkung: Positive Verstärkung: Hinzufügen von etwas positivem Negative Verstärkung: Entfernen von etwas aversivem  Bestrafungen: Bestrafung 1. Art: Hinzufügen von etwas aversivem  Bestrafung 2. Art: Entfernen von etwas positivem 
  • Was sind primäre und sekundäre Verstärker? Primäre Verstärkung: Biologisch determinierte Verstärker, wie z.B. Nahrung, Wasser, Schmerz Sekundäre (konditionierte) Verstärkung: Wurde erlernt, Geld, gute Noten, Likes
  • Was ist der Unterschied zwischen Fixierte Quotenpläne (fixed ratio; FR) und Variable Quotenpläne (variable ratio; VR) ? Fixierte Quotenpläne (fixed ratio; FR): - Verstärkung erfolgt nach einer festgelegten Anzahl von Reaktionen  - Bsp.: FR-1-Plan: Verstärkung nach jeder Reaktion, FR-10-Plan: Verstärkung nach jeder 10. Reaktion -FR-Pläne erzeugen hohe Auftretenswahrscheinlichkeiten von Reaktionen, da die Verstärkung innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nur davon abhängt, wie oft man die Reaktion zeigt.Ist Verhältnis zwischen Handlung und Verstärkung zu gering, kann das den Lernprozess behindern, da geringe Kontingenz zwischen Handlung und Konsequenz besteht. - Anwendungsbeispiel Verkäufer, die nach fixer Anzahl verkaufter Produkte bezahlt werden. Variable Quotenpläne (variable ratio; VR): - Verstärkung erfolgt im Mittel nach einer festgelegten Anzahl von Reaktionen  - Bsp.: VR-10-Plan: Verstärkung im Durchschnitt nach jeder 10. Reaktion, VR-20-Plan: Verstärkung im Durchschnitt nach jeder 20. Reaktion - VR-Pläne erzeugen die höchste Auftretenswahrscheinlichkeiten und höchsten Löschungswiderstand. - Anwendungsbeispiel: Glückspielautomat: Belohnung erfolgt nach einer unvorhersagbaren und variablen Anzahl von Münzeinwürfen
  • Was ist der Unterschied zwischen Fixierte Intervallpläne (fixed-interval schedule; FI) und Variable Intervallpläne (variable-interval schedule; VI)? Fixierte Intervallpläne (fixed-interval schedule; FI): - Verstärkung erfolgt nach einem bestimmten Zeitintervall nach der ersten Reaktion - Bsp: FI-10-Plan: Verstärkung erfolgt 10 Zeiteinheiten nach der ersten Reaktion (unabhängig davon, wie viele Reaktionen in der Zwischenzeit gezeigt wurden)- Reaktionsraten passen sich an: Unmittelbar nach Verstärkung kaum Reaktion, gegen Ende des Zeitintervalls verstärkte Reaktionen. - Anwendungsbeispiel Tiefkühlpizza im Ofen, Timer auf 10min: in den ersten 9 Minuten schauen Sie kaum nach, zum Ende der Zeit um so öfter. Variable Intervallpläne (variable-interval schedule; VI) - Verstärkung erfolgt nach einem bestimmten mittleren Zeitintervall nach der ersten Reaktion - Mäßige, aber stabile Verhaltensrate; Löschung üblicherweise langsamer als unter fixierten Intervallplänen - Anwendungsbeispiel: Lehrer macht gelegentlich und in unregelmäßigen Abständen Vokabeltest
  • Was sind diskriminative Reize? Diskriminative Reize weisen darauf hin, dass in dieser Situation eine Verstärkung erfolgen wird (sind Signale)
  • Was ist shaping? Schrittweise Annäherung an gewünschtes Verhalten durch Verstärkung (Verhalten tritt nicht einfach auf und kann deswegen nicht verstärkt werden und muss deshalb schrittweise aufgebaut werden. Bsp.:Tauben Tischtennis spielen)
  • Was ist Chaining? Erlernen komplexer Verhaltensweisen indem Zielverhalten in einzelne Teilschritte „zerlegt“ wird, die dann verstärkt und miteinander verknüpft werden. Zusammenfügen von einfachen gelernten Verhalten
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  • Was besagt der Instinctive drift? Biologische Einschränkung von Lernfähigkeiten und Lernprozessen. Verhalten lässt sich erst konditionieren, geht dann aber zurück. Instinkte überschreiben Verhaltensveränderung 
  • was ist Time Out und was sollte dabei beachtet werden? Kind wird dadurch bestraft, dass es in eine weniger spannende und stärkende Umgebung gesetzt wird. Kann schädigend für das Kind sein und sollte nur als Bestrafung für operante oder absichtliche Handlungen eingesetzt werden, nicht aber als Reaktion auf Unfähigkeit, Fehler oder Angst, nicht länger als 1-5 Minuten. Kind sollte wissen warum es bestraft wird, Eltern bestimmen wann timeout zu ende ist.