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Landschaftsökologie (Fach) / Landschaftsökologie (Lektion)
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- Bitte definiere „Landschaft“ Verschiedene Definitionen: z.B.: ein durch einheitliche Struktur und gleiches Wirkungsgefüge geprägter konkreter Teil der Erdoberfläche
- Was ist der Unterschied zwischen dem Naturraum und der Landschaft? Naturraum ist ohne anthropogene Einflüsse, Landschaften sind meist anthropogen geprägt
- Wie viele Sphären umfasst das Modell der Landschaftssphären und wie heißen sie? Hydrosphäre Atmosphäre Biosphäre Geomorphosphäre Pedosphäre Lithosphäre (Anthroposphäre)
- Ist es theoretisch möglich, eine Sphäre komplett ohne den Einfluss einer anderen zu betrachten und zu analysieren? Nein, das ist ein offenes System und beeinflusst sich gegenseitig
- Was ist ein „Econ “? konkreter Teil der Landschaft mit einer vertikalen Struktur der Landschaftskomponenten, die charakteristische Prozesse zwischen den Kompartiment-Sphären der Landschaft bedingen
- Benenne die drei Arbeitsschritte zur Kennzeichnung, Bewertung und Entwicklung von Landschaften. Landschaftsanalyse Landschaftsdiagnose Landschaftsprognose
- Wie drückt sich beispielsweise landschaftliche Vertikalstruktur aus? z.B.: Baumschicht Strauchschicht Krautschicht Bodenschicht Gesteinsschicht ...
- Was bedeutet landschaftliche Horizontalstruktur? Bsp.: Moränenlandschaft
- Erkläre kurz die glaziale Serie als Resultat eines landschaftsprägenden Prozesses im norddeutschen Tiefland. siehe Synökologie
- Was besagt das Prinzip der „Korrelativität“? Bitte an einem Beispiel erläutern. Das Prinzip der Korrelativität beschreibt die Existenz korrelativer Zusammenhänge zwischen den Partialkomplexen der Landschaft und führt somit zur Charakteristik der landschaftlichen Vertikalstruktur. So hat z.B. der Boden Einfluss auf die Pflanzen, welche wiederum Einfluss auf das Klimas haben etc.
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- Was besagt das Prinzip der „Arealität“? Bitte an einem Beispiel erläutern. Das Prinzip der Arealität geht davon aus, dass alle diese Merkmalskombinationen räumlich begrenzt sind. Unter Beachtung des Phänomens der Grenzen im landschaftlichen Kontinuum, die den Charakter von Übergangssäumen (Ökotone) haben und nicht Teile der Erdoberfläche voneinander isolieren, kommt man auf diese Weise zur Horizontal- oder Arealstruktur der Landschaft. Es gibt also nicht durchgehend Buchenwald, sondern es gibt verschiedene Areale und Übergangsformen
- Was besagt das Prinzip der „Polarität“? Bitte an einem Beispiel erläutern. Nach dem Prinzip der Polarität (Nachbarschaftsprinzip, Gruppenprinzip), das die gesetzmäßig entstehenden Nachbarschaften ranggleicher Einheiten und deren dynamische Kopplung zum Ausdruck bringt, gibt es Ähnlichkeits- und Gegensatzgruppen. Die sich daraus ergebenden Quelle -Senke - Beziehungen ermöglichen die Voraussage von Nachbarschaftswirkungen.
- Welche methodischen Hilfsmittel zum Sichtbarmachen / zur Analyse landschaftlicher Raumeinheiten gibt es? - Transekte - Grids (gleichräumige Verteilung) - Zufällige Beprobung und Standortauswahl
- Erkläre kurz spezifische Vor- und Nachteile der Methoden: - Transekte - Grids (gleichräumige Verteilung) - Zufällige Beprobung und Standortauswahl Transekte Pro: relativ wenig Aufwand Contra: Gegend muss geeignet sein, ansonsten unrepräsentativ Grids Pro: kommt Wirklichkeit am nächsten (wenn viele Probenpunkte) Contra: aufwändig Zufällige Beprobung und Standortauswahl Pro: weniger Aufwand als Grids Contra: kann zufälligerweise Flächen auslassen/überrepräsentieren
- Charakterisiere kurz den „geoökologischen Arbeitsgang - Informationsbeschaffung - Feld-/Laborarbeiten - Beschreibung - Funktionelle Analyse - Synthese
- Wie nennt man einen Grenzraum in der Ökologie? Wodurch wird ein Grenzraum charakterisiert? Ökoton Charakterisiert durch fließende Übergänge mit Elementen beider Räume
- Was ist die Landschaftsökologischen Komplexanalyse und aus welchen zwei analytischen Teilen besteht sie? Eine Methode zur Analyse von Landschaftsflächen Besteht aus Differenzialanalyse und komplexer Standortanalyse
- Was wird in der Differenzialanalyse gemacht? Was in der „Komplexen Standortanalyse“? Differenzialanalyse: Kartierung (etwa das, was wir in der ersten Exkursion gemacht haben) komplexe Standortanalyse: Charakterisierung von vertikalen Austauschprozessen (z.B. Transpiration, Niederschlag, Versickerung...)
- Wie kann man die Ergebnisse der „Komplexen Standortanalyse“ in den Raum extrapolieren? Man bestimmt Ökotoptyen (Differenzialanalyse) und charakterisiert jeden dieser Ökotoptyen (komplexe Standortanalyse). Anschließend nimmt man an, dass die Charakterisierung des gemessenen Plots für alle Ökotoptyen dieser Art gilt und übernimmt das dann für die gesamte Fläche
- Nenne Beispiele für klein- und großmaßstäbige Karten / Analysen. Großmaßstäbig = small scale , kleinräumig, z.B. Wanderkarte, Ökotopkarte Kleinmaßstäbig = large scale , großräumig, z.B. Weltkarte
- Was sind die Kategorien des Geografischen Formenwandels? Benenne alle vier und ordne die heute direkt erfahrbaren Kategorien nach ihrer räumlichen Ausprägung (i.e. welche Kategorie beeinflusst den größten Teil der Erdoberfläche, welche ist eher regional ausgeprägt? 4 Kategorien: polar-äquatorial: - durch Sonnenstand, Bestrahlungsstärke - breitenparalelle Gürtel (Ökozonen) - z.B. Tropengürtel maritim-kontinental/West-Ost: - Bedingt durch Küstennähe, Meeresströmungen, Windsysteme - Längsstreifen/Ringe - Gewässernaher Ring, Kontinentaler Ring.. - West-Ost durch Wind und Gewässerlage vertikal (hypsometrisch): - Höhenlagen - je höher, desto kälter/polarer paläo-geographisch: - durch Erdgeschichte?
- Erkläre kurz den hypsometrischen Formenwandel. vertikal (hypsometrisch): - Höhenlagen - je höher, desto kälter/polarer
- Was ist der ausschlaggebende Faktor für den polar-äquatorialen Formenwandel? Wie äußert sich diese Formenwandelkategorie in Bezug auf die Verteilung von Ökosystemen auf der Erde? polar-äquatorial: - durch Sonnenstand, Bestrahlungsstärke - breitenparalelle Gürtel (Ökozonen) - z.B. Tropengürtel
- Nenne vier Beispiele von Potentialen in der Landschaft. Nenne die dazugehörigen Risiken und erkläre die Zusammenhänge. Bsp. Potentiale: Erholungspotential Bebauungspotential Rohstoffpotential Klimapotential ... Jedes Potential birgt ein Risiko. z.B. wenn ich eine Landschaft komplett bebaue, habe ich kein Erholungspotential mehr
- Nenne wichtige Grundsätze der Landschaftsnutzung und leite daraus das Leitbild nachhaltiger Entwicklung (Definition Brundtland) ab Brundtland: Nachhaltigkeit ist ein Weg des Fortschritts, der die Bedürfnisse und Wünsche der jetzigen Generationen befriedigt ohne die Möglichkeit nachfolgender Generationen zu beeinträchtigen dasselbe zu tun.
- Worum geht es in der Landschaftsprognose? In der Landschaftsprognose geht es um die Einschätzung der Landschaftsentwicklung auf Grunlage von Landschaftsanalyse und –diagnose
- Wie bauen Landschaftsanalyse, -diagnose und –prognose aufeinander auf? Prognose funktioniert nur mit Diagnose, welche wiederum nur mit Analyse funktioniert
- Was prägt die aktuelle Landschaftsdynamik? abitotische und biotische Faktoren (z.B. Klima, Wind, Wasserverfügbarkeit..), Mensch
- Welche Probleme menschlicher Nutzung können durch die Nichtbeachtung der natürlichen Dynamik entstehen? Nenne mindestens ein Beispiel Es kann zu negativen Folgen kommen Bsp.: Hafen am Darß, Anhydrit in Staufen
- Wie funktioniert ein „Space for time“ Ansatz, eine sogenannte Chronosequenz? Primärsukzession. Bsp. Darß: so, wie es heute weiter innen aussieht, wird es möglicherweise auch bei noch unbesiedelten Gebieten aussehen
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- Was sind grundlegende Ziele der Modellierung? Vereinfachte, idealisierte oder abstrahierte Nachbildung eines Objektes oder eines Prozesses(nicht jedes Detail der Realität wird berücksichtigt)
- Was besagt „Ockhams Rasiermesser“ Sparsameitsprinzip: Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie wahrscheinlich die richtige. DENN: man kann Wissenschaft nie endgültig beweisen z.B. Entstehung der ESaurierknochen nach Ockham wahrscheinlicher durch Saurier als durch Gott ABER: das ist nicht zwingend so und die Theorie sollte alleine nicht die Basis zur Entscheidung für/gegen eine Theorie darstellen
- Erkläre den Sinn des Satzes: „All models are wrong, but some are useful“ Modelle sind immer Vereinfachungen, stellen also nie die Realität dar. Aber sie sorgen für eine Übersicht und die Möglichkeit, etwas zu verstehen
- Ist eine Weltkarte großmaßstäbig oder kleinmaßstäbig Kleinmaßstäbig. Eselsbrücke: wäre ein Maßstab in der Karte zu sehen, wäre er sehr sehr klein eingezeichnet