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Pädagogische Diagnostik (Fach) / Vorlesung 11 (Lektion)
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- Autismus: • Autistische Trias: Nennen und Beispiele kennen 1. Qualitative Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Interaktion • Gestik, Mimik, Blickkontakt auffällig• Kein sichtbares emotionales Mitreagieren• Schwierigkeiten soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen herzustellen 2. Qualitative Auffälligkeiten in der Kommunikation • Auffällige Sprachmelodie• Monologischer statt dialogischer Gesprächsstil• Schwierigkeiten nicht wörtlich gemeinte Sprache zu verstehen 3. Eineingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten • Festhalten an Routinen• ausgeprägte Spezialinteressen• Stärkeres Interesse an Gegenständen als an Menschen
- Autismus: • Autistische Trias: Nennen und Beispiele kennen 1. Qualitative Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Interaktion • Gestik, Mimik, Blickkontakt auffällig• Kein sichtbares emotionales Mitreagieren• Schwierigkeiten soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen herzustellen 2. Qualitative Auffälligkeiten in der Kommunikation • Auffällige Sprachmelodie• Monologischer statt dialogischer Gesprächsstil• Schwierigkeiten nicht wörtlich gemeinte Sprache zu verstehen 3. Eineingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten • Festhalten an Routinen• ausgeprägte Spezialinteressen• Stärkeres Interesse an Gegenständen als an Menschen
- Autismus: • Begriffe Autismus-Spektrum-Störung, Frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom/-Autismus kennen Hauptformen tiefgreifender Entwicklungsstörungen: der frühkindliche Autismus (vor 3 Jahren, eher unterdurchscnittliche Intelligenz, Inselbegabung)der atypische Autismusdas Asperger-Syndrom (ab 3 Jahren, hohe Intelligenz, besser Verbal)ASS: verschiedene Arten von Autismus schwer abgrenzbar (eher quantitative Unterschiede)--> Autismus Spektrum Stärung (DSM5)alle Arten von Autismus
- Autismus • Probleme in der Schule Soziale Probleme- Schwierigkeiten Freundschaften zu schließen- Werden häufig Opfer von Mobbing- Schwierigkeiten bei der Gruppenarbeit- Schwierigkeiten in Situationen mit vielen sozialen Kontakten (Pause, Klassenfahrt)- Impulsives/aggressives Verhalten möglich Probleme mit der Aufmerksamkeit im UnterrichtZeitdruck wirkt sich sehr negativ ausLRS möglich, schlechte HandschriftWörtliches Verständnis von Sprache erschwert die KommunikationMündliche Mitarbeit oft gering
- Autismus Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs Informationen über Autismus für die Mitschülerinnen und MitschülerRegelungen für die Pausen (z. B. Rückzugsraum)Eventuell Schulhelferinnen und Schulhelfer bzw. Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter Ablenkungsarmer ArbeitstischMöglichkeit geben, einen Computer zum Schreiben zu verwendenSchriftliche Unterlagen (z. B. Tafelbild) zur Verfügung stellenÜbertragene Bedeutungen von Wörtern und Redewendungen thematisierenSpezialinteressen im Unterricht thematisieren
- ADHS: - Merkmale - Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivität und Impulsivität - Merkmale können auch getrennt auftreten
- ADHS: - Erscheinungsformen nach DSM 5 kennen und grob beschreiben können - Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung,gemischtes Erscheinungsbild- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts vorwiegend hyperaktiv-impulsives Erscheinungsbild- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, vorwiegend unaufmerksames Erscheinungsbild
- ADHS: - Symptombeispiele Impulsivität: platzt mit Antworten raus, unterbricht andere Hyperaktivität: zappelt, redet viel, getrieben, steht auf Unaufmerksamkeit: Fokus auf Einzelheiten, keine Konzentration, Ablenken, vergesslich
- ADHS: - Methoden bei der Diagnostik - Anamnese und Exploration (Ersterkrankungsalter jünger als 12 Jahre, Symptome in mindestens 2 Lebensbereichen)- Einsatz standardisierter Fragebögen, die idealerweise von beiden Eltern und von Lehrkräften ausgefüllt werden; je nach Alter auch Selbstauskunft- Verhaltensbeobachtung z. B. in der Untersuchungssituation während des Gesprächs mit den Eltern, evt. auch Videoaufzeichnungen- Intelligenzdiagnostik: geringere Leistung bei Untertests „Verarbeitungsgeschwindigkeit“ und „Arbeitsgedächtnis“- Aufmerksamkeitstests- Eventuell Schulleistungsdiagnostik --> systematische Beobachtungen, an bestimmten Kritierien; standardisierte Fragebögen
- ADHS: - Prävalenz und Verlauf PRÄVALENZ- 6 bis 10 Jahre alte Kinder: 6% ADHSJungen-Mädchen Relation:- bei dem vorwiegend unaufmerksamen Erscheinungsbild ist das Verhältnis 2:1 - Bei dem hyperaktiv-impulsiven Erscheinungsbild 5:1 VERLAUF- DSM IV: Auftreten der Symptome vor dem 7. Lebensjahr, im DSM V Alter auf 12 Jahre heraufgesetzt- Im Schulalter verschärfen sich die Probleme durch erhöhte Anforderungen,- ADHS bleibt in der Pubertät meist bestehen, es verändern sich jedoch die Symptome (statt Hyperaktivität und Impulsivität herrscht Passivität vor).- ADHS bleibt bei der Hälfte der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter bestehen (eher vorwiegend unaufmerksame Erscheinungsform).- Im Erwachsenenalter höherer Anteil psychischer und sozialer Probleme und Substanzmissbrauch
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- ADHS: - Mind. 4 Prinzipien der Unterrichtsgestaltung bei ADHS kennen Ritualisierte AbläufeRythmisierung (Aktivität und Entspannung)Differenzierung im Unterricht Unterstützung bei offenen UnterrichtsformenLuL als VorbildLernen mit allen Sinnen Handlungsorientierte Materialien selbstständige FehlerkontrolleComputerBewegungsmöglichkeiten
- ADHS: - Leistungsbeurteilung bei ADHS Nachteilsausgleich (bei Vorliegen eines entsprechenden Gutachtens) : - mehr Zeit geben- mündliche oder praktische statt schriftlicher Prüfungen- Computer zur Beantwortung zulassen- Prüfung alleine in einem ruhigen Raum absolvieren lassen- Reduktion des UmfangsArbeiten in der ersten Schulstunde schreiben lassenAufgabenform: besser geschlossene und halboffene als offene Aufgaben