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Sozialpsychologie FOM Düsseldorf (Dr. Klische) (Fach) / Gruppenprozesse (Lektion)
Teamentwicklung (Storming, Norming usw.), Gruppen, Modell der Gruppensozialisation, Leistung in Gruppen, Prozessverluste (Entbehrlichkeitseffekt, Sucker Effekt usw.), Prozessgewinne, Aufgabentypen, Groupthink
Diese Lektion wurde von Trigg0r erstellt.
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- Wie wird eine Gruppe definiert? - zielgerichtetes miteinander mit materiellem oder psychologischem Nutzen - 2 oder mehr in Interaktion - gemeinsame Identität, Ziele, Interessen - zeitliche Stabilität
- Umschreiben Sie kurz das Modell der Gruppensozialisation (Moreland & Levine, 1982). Die 5 Phasen der Gruppensozialisation: 1. künftiges Mitglied (Erkundung) 2. neues Mitglied (bei Übergang von 1 zu 2 erfolgt der Eintritt und daraufhin die Sozialisation) 3. Vollmitglied (bei Übergang von 2 zu 3 erfolgt die Akzeptanz) 4. randständiges Mitglied (bei Divergenz erfolgt der Übergang vom Voll- zum randständigen Mitglied - Resozialisierung) 5. Exmitglied (falls das randständige Mitglied Austritt - Erinnerung)
- Was sind die Strukturmerkmale zur Beschreibung einer Gruppe? Definieren Sie diese. Normen - allgemein geteilte Gruppenregeln, Abweichungen werden sanktioniert Rollen - jedes Mitglied hat eine Rolle inne und die anderen haben gewisse Rollenerwartungen Status - sozial bewertete Stellung einer Person aus Sicher der anderen Mitglieder Kohäsion - Zusammenhalt einer Gruppe
- Wie ergibt sich die Netto Gruppenleistung? Summe der potenziellen Produktivität + Prozessgewinne - Prozessverluste = Netto-Gruppenleistung
- Die Leistung in einer Gruppe bei einer Aufgabe ist wovon abhängig? Art der Aufgabe (unterteilbar vs. nicht unterteilbar) Maximierungs- vs. Optimierungsaufgabe Additive, disjunktive, konjunktive Aufgabe motivationale Faktoren
- Was versteht man unter Social Loafing oder dem Ringelmann Effekt? Wie kann dies verhindert werden? Leistungsreduktion (Motivationsverlust), wenn Einzelbeiträge zum Gruppenergebnis nicht identifiziert/bewertet werden können Kann gemindert/verhindert werden durch: hohe Messbarkeit des individuellen Beitrags Zielvereinbarungen und Vergleichsstandards Einzigartigkeit des persönlichen Inputs hohe Komplexität der Aufgabe (Herausforderung) hoher subjektiver Wert des Ziels für einzelne Teammitglieder hohe Teamorientierung (Identifizierung mit dem Team)
- Was versteht man unter dem Trittbrettfahren (dispensibility/free rider effect)? Wie kann dieser verhindert werden? Leistungsreduktion, wenn persönlicher Beitrag als nicht wichtig eingeschätzt wird Einzelziel sollte in einer Gruppe möglichst messbar sein um Effekt zu vermeiden
- Was versteht man unter dem Trottel-Effekt (Gimpel/Sucker effect)? Leistungsreduktion, wenn Eindruck entsteht, dass andere sich weniger anstrengen
- Was bedeutet Soldiering? Motivations- oder Leistungsreduktion als Protest gegen als ungerechtfertigt wahrgenommenen Verhalten von anderen Gruppenmitgliedern Tritt auf, wenn beispielsweise Führungspersonen von der Gruppe zu viel erwarten
- Was gibt es für Aufgabentypen und wodurch können hier Prozessgewinne/Prozessverluste entstehen? Additiv (Gruppenleistung = Summe der Einzelleistungen) - Prozessgewinne durch soziale Kompensation, Unverzichtbarkeit -> Gruppe leistet mehr als vergleichbare Anzahl Einzelner - Prozessverluste durch Motivationsverluste (social loafing, Informations- & Koordinationsverlust) -> Gruppe leistet nicht mehr als vergleichbare Anzahl Einzelner Disjunktiv (Gruppenleistung = Leistung des fähigsten Mitglieds) Konjunktiv (Gruppenleistung = Leistung des schwächsten Mitglieds)
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- Nennen Sie die drei grundlegenden Arbeitstypen und deren Charakteristika. Nehmend: versucht mehr zu bekommen als er gibt -> Ziel: maximaler Nutzen für sich selbst Vergleichend: die meisten Berufstätigen, bereit zu geben - achten aber auf angemessene Gegenleistung Gebende: anderen geben & helfen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten
- Erklären sie den Effekt des gemeinsamen Wissens und wie dieser überwunden werden kann. Gruppe konzentriert sich auf bekanntes Nicht geteiltes Wissen kommt nicht zur Sprache Grund: normativer Einfluss, statistische Wahrscheinlichkeit (bekanntes Wissen wird eher angesprochen) Effekt überwinden: ausreichend Zeit geben, Zuständigkeiten für Informationen zuteilen, Advocatus diaboli, Normen/Regeln für die Diskussion vorgeben, Aufgabenstellung anpassen, Synergieeffekte nutzen -> heterogene Teams von Vorteil
- Was versteht man unter dem Begriff Groupthink, wie kann es dazu kommen und wie kann man dem vorbeugen? Syndrom, bei dem es zu schlechten Entscheidungen in Gruppen kommt, versagen bei der Suche nach der besten Lösung, durchspielen/bewerten von Alternativen - Abschottung der Gruppe von qualifizierten Anderen und vor Kritik (Gruppe sollte offener bleiben und Kritik zulassen) - Mangel an vereinbarten Regeln für Diskussion (klarere Regeln definieren, Verbesserung der Informationsverarbeitung - strukturierte Sammlung & Auswertung) - voreingenommene Führungskräfte (am besten anonyme Abstimmungen) - Druck zum Erreichen der Lösung - Streben nach Einstimmigkeit, Kohäsion wichtiger als Alternativen - Risky-Shift Phänomen, Tendenz in Gruppen riskantere Entscheidungen zu treffen als jeder Einzelne außerdem: Offenheit nach der Entscheidung wichtig um ggf. zu revidieren & auf klare Rollendefinition und Zuteilung achten
- Was versteht man unter Hidden Profiles? Entscheidungssituation in einer Gruppe, bei der nicht alle aufgabenrelanvten Informationen jedem Mitglied vorliegen. Jeder hat nur einen Teil der Informationen, somit kann kein Gruppenmitglied die beste Lösung finden. -> Informationen für die Entscheidung besser strukturieren (alle relevanten Infos für alle zugänglich machen)
- Beschreiben sie die fünf Stadien der Gruppenentwicklung (Tuckman & Jensen, 1977). Forming - kennenlernen, hohe Unsicherheit Storming - wehren gegen Beeinflussung, Uneinigkeit und starke Konflikte Norming - Normenbildung, gemeinsames Ziel, Freundschaft und Kohäsion Performing - gemeinsames zielorientiertes Arbeiten, leistungsorienierte Beziehungen Adjourning - verlassen die Gruppe, Gefühle etwas erreicht oder versagt zu haben (Enttäuschung oder Erleichterung) (Modell kann durch Reforming erweitert werden)