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Fallstudie (Fach) / FED 2000 (Lektion)
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- Was ist die Forsteinrichtung? Forsteinrichtung ist die umfassende mittelfristige naturale Steuerung und Kontrolle von Forst-betrieben. Periodische, mittelfristige Planung im Forstbetrieb zur Erfüllung aller Funktionen des Waldes. Grundlage ist die Zustandserfassung des Waldes einschließlich Flächen, Verwaltungs-und Rechtsverhältnissen und der Waldfunktionen sowie die kritische Würdigung der Waldentwicklung und des Vollzuges der vorangegangenen Betriebsregelung.
- Aus was besteht die FE? - Zustandserfassung (Waldinventur) - Kontrolle des Betriebsvollzugs und der Waldentwicklung im vorangegangenen Forsteinrichtungszeitraum - Forstbetriebsplanung für den neuen Forst- einrichtungszeitraum
- Gesetzliche Grundlagen der Waldbewirtschaftung Der Wald ist wegen seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion zu erhalten und erfolderlichenfalls zu mehren. Bewirtschaftung nachhhaltig. höchstmöglichen Gesamtnutzen des Waldes für die heutige Gesellschaft und künftige Generationen sicherzustellen
- Naturnahe Waldwirtschaft Dabei werden natürliche Abläufe und Selbststeuerungsmechanismen von Waldökosys-temen genutzt soweit sie der Zielerreichung dienen.
- Forstliche Betriebsfläche Setzt sich zusammen aus Holz- und Nichtholzboden.
- Holzboden Zu ihm gehören die zur Holzerzeugung bestimmten Flächen einschließlich der Wege, Schneisen, Gräben, Wasserläufe, Leitungslinien mit weniger als 5 m Gesamtbreite und sonstige unbestockte Flächen, deren Größe die Holzerzeugung nicht wesentlich beeinträchtigt.
- Nichtholzboden Alle nicht zur Holzerzeugung bestimmten Flächen, z.B. Wege, Schneisen, Leitungslinien (5 m Breite und mehr) und Flächen des forstlichen Dienstleistungsbetriebes. +Bannwälder Teil des-> Forstgrundes bzw. der Forstbetriebsfläche, der nicht direkt der Erfüllung der Waldfunktionen dient, u.a. Gebäude, Hofraum, Forststraßen, Lagerplätze, Pflanz-, Forstgärten usw
- Altersklassenwald Bestände am Ende festgelegter Produktionszeiten innerhalb eines begrenzten Zeitraumes flächig verjüngt werden. Die Bestände weisen eine erkennbare Differenzierung nach Altersklassen auf. Ihnen ist eine deutliche Zäsur in der Entwicklung vom Altbestand zum Jungwuchs durch einen flächenhaften Verjüngungshieb gemeinsam.
- Dauerwald Form des Wirtschaftswaldes, bei der ohne festgelegte Produktionszeiträume die Holznutzung auf Dauer einzelbaum-, gruppen- oder kleinflächenweise erfolgt
- WET Zu Waldentwicklungstypen werden Waldbestände mit vergleichbarem waldbaulichen Aus-gangszustand und vergleichbarer Zielsetzung zusammengefasst
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- Bestandesindex im Altersklassenwald Im Altersklassenwald entspricht der Bestandesin-dex der jeweiligen Altersstufe (Beispiel: der Be-standesindex a5 kennzeichnet einen Bestand des Altersklassenwaldes, der zum Waldent-wicklungstyp a gehört und dessen mittleres Alter zwischen 41 und 50 Jahren liegt)
- Untergliederung des Altersklassenwaldes untergliedert in Jungbestandspflege, Vornutzung und Hauptnutzung
- Jungbestandspflege Bestände von der gesicherten Kultur oder Naturverjüngung bis zum Beginn der Durchforstung (Z-Baumauswahl)
- Vornutzung Bestände, bei denen durch auslesende Durchforstungseingriffe die Bestandeserziehung in Richtung des Wirtschaftszieles vorherrscht (Konzentration des Zuwachses auf vitale und qualitativ gute Bäume [Z-Bäume])
- Hauptnutzung Bestände, bei denen die Ernte hiebsreifen Holzes sowie die Waldverjüngung im Vordergrund stehen. Dazu zählen auch Vorrats-pflegebestände.
- Index für Dauerwewälder Dauerwaldbestände tragen neben dem Buchsta-ben des Waldentwicklungstyps den Bestandes-index J (Jungwuchsphase), W (Wachstumsphase) oder V (Verjüngungsphase) als Kurzbezeichnung der überwiegend vorherrschenden natürlichen Entwicklungsphase (Bsp: cW bezeichnet einen Dauerwaldbestand im Waldentwicklungstyp c, der von der Wachstumsphase geprägt ist).
- Index Plenterwäder Plenterwaldbeständen wird der Bestandesindex P zugeordnet.
- Entwicklungsphasen des Dauerwaldes Jungwuchsphase Wachstumsphase Verjüngungsphase
- Jungwuchsphase Die Bäume des jeweiligen Dauerwaldes sind überwiegend dem Schwach-holz zuzuordnen und sind nicht bzw. nur in geringem Umfang durch stärkere Bestandesglieder überschirmt.
- Wachstumsphase Dauerwälder der Wachstums-phase sind in der Regel mittelholzreich und befinden sich überwiegend in der Phase des Vorratsaufbaus.
- Verjüngungsphase Dauerwald (sowohl starke Individuen als auch Nachwuchs), bei dem im Planungszeitraum ein Phasenwechsel weg vom Starkholz hin zum Jungwuchs eingeleitet oder weitergeführt wird. In der Regel ist die Verjüngungsphase mittelholzarm
- Verjüngungsvorrat Verjüngungen unter Altholz des Altersklassenwaldes, denen keine Fläche zugewiesen werden kann, sowie Jungwuchs des Dauerwaldes vor Erreichen der Kluppschwelle (Einwuchsgrenze, in der Regel bei 7 cm Brusthöhendurchmesser) werden als Verjüngungsvorrat (über 20 cm Höhe)nach ihrem Flächenanteil und ihrer Baumar-tenzusammensetzung erfasst.
- Ansamungsvorrat Verjüngungen unter Altholz des Altersklassen-waldes, denen keine Fläche zugewiesen werden kann, sowie Jungwuchs des Dauerwaldes vor Er-reichen der Kluppschwelle (Einwuchsgrenze, in der Regel bei 7 cm Brusthöhendurchmesser) werden als Ansamungsvorrat (unter 20cm Höhe) nach ihrem Flächenanteil und ihrer Baumartenzusammensetzung erfasst.
- Holzvorrat Der Holzvorrat wird in Vorratsfestmetern Derbholz mit Rinde (Vfm) angegeben
- Kronenschlussgrad gedrängt Die Kronen benachbarter Bäume greifen ineinander
- Kronenschlussgrad geschlossen Die Kronen benachbarter Bäume berühren sich
- Kronenschlussgrad locker Zwischen den Kronen benachbarter Bäume befindet sich ein Abstand von einer halben Kronenbreite
- Kronenschlussgrad licht zwischen den Kronen benachbarter Bäume befindet sich ein Abstand von einer Kronenbreite.
- Kronenschlussgrad räumig Zwischen den Kronen benachbarter Bäume befindet sich ein Abtsand von 2 odeer mehr Kronenbreiten.
- Kronenschlussgrad lückig Der Bestand ist weitgehend geschlossen, weist aber an wenigen Stellen Unterbrechungen des Kronendaches von mindestens einer Kronenbreite auf.
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- Nat. Altersstufe: Kultur künstliche Bestandesbegründung, Pflanzung oder Saat
- Nat. Altersstufe: Naturverjüngung nat Bestandesbegründung durch untersch. Verfahren
- Natürliche Altersstufe: Dickung ab Berührung der Seitenzweige bis zum Beginn der natürlichen Astreinigung bzw. bis zum Erreichen der Derbholzgrenze
- Nat. Altersstufe: Stangenholz ab Derbholzgrenze bzw. Beginn der natürlichen Astreinigung bis zum Erreichen eines BHD von 15cm.
- Nat Altersstufe: Baumholz geringes (angehendes) Baumholz: 15-30cm BHD mittleres Baumholz: 30-50cm BHD starkes Baumholz: >50cm BHD
- Nat Altersstufe: Altholz strakes Baumholz in Verjüngung stehend
- Mischungsform einzeln einzelne Bäume beigemischt
- Mischungsform truppweise Durchmesser der Baumgruppe bis zu 15m, entspricht etwa einer halben Baumlänge
- Mischungsform: gruppweise Durchmesser von 15-30m, entsprechend etwa einer halben bis einer Baumlänge
- Mischungsfrom: horstweise Durchmesser von 30-60m, entspricht einer bis zwei Baumlängen
- Mischungsform: kleinbestandsweise Durchmesser von mehr als 60m, entspricht merh als zwei Baumlängen
- Holzvorrat Der Holzvorrat wird in Vorratsfestmeter Derbholz mit Rinde angegeben (Vfm)
- Gefügezifferzahl für Dauerwald. Die Gefügeziffer beurteilt die angeschätzte Gefügeklassenverteilung eines Bestandes im Vergleich zu einer angestrebten Gefügeklassenverteilung. Die dreistellige Gefügeziffer gibt für Schwach-, Mittel- und Starkholz in dieser Reihenfolge an, ob die jeweilige Gefügeklasse zu gering (1), normal (2) oder zu hoch (3) mit Holzmasse ausgestattet ist
- Gefügeklasse: Schwachholz 7-24,9cm BHD
- Gefügeklasse Mittelholz 25-49,9cm BHD
- Gefügeklasse Starkholz >50cm BHD
- Baumartenmischung Im Einzelbestand werden die Baumartenanteile in Prozenten der überschirmten Fläche angeschätzt. Es werden Fünf-Prozent-Stufen gebildet. Baumarten mit einem geringeren Anteil als 3 Prozent werden ohne Prozentangabe erwähnt.
- Baumartenmischung In zweialtrigen Beständen des Altersklassenwaldes wird die Baumartenverteilung getrennt nach Ober- und Unterstand angegeben
- Altersangabe im Altersklassenwald Das Alter wird für die einzelnen Bestände des Altersklassenwaldes als mittleres Alter unter An-gabe des Altersrahmens (zum Beispiel 50 bis 70/65 jährig) festgestellt.
- Altersangabe Bestand zweialtrig Bei zweialtrigen Beständen wird das Durchschnittsalter für den Ober- und Unterstand getrennt angegeben.