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Institutionenökonomik (Fach) / Lektion 1 - Definition und Historie (Lektion)

Lektion 1 - Definition und Historie

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  • Klassik beschäftigte sich erstmalig mit den Bedingungen individuellen Handelns zentrale Aussage: der Mensch setzt nicht nur egoistisch sein Ziel durch, sondern verfolgt auch das Ziel sozialer Anerkennung --> soziales Verhalten in diesem Sinne ist die Grundlage für die Entwicklung aller weiteren Institutionen und Organisationen basiert auf einem liberalen Menschen- und Weltbild
  • Grundannahmen klassischer Ökonomie (Säulen der Klassik) - Individualismus: Selbstbestimmung und Eigenverantwortung - Liberalismus: Staat als Ordnungsmacht, der die Teilhabe der Bürger am Gemeinwesen sicherstellt - Determinismus: das Verhalten wird durch die Existenz unveränderlicher, gottgegebener Wahrheiten beeinflusst - Nutzenidentität: unterstellt, dass das Wohlfahrtsoptimum erreicht wird, wenn jeder sein Eigeninteresse erfolgt
  • Deutsche Historische Schule Verknüpfung der Wirtschaftswissenschaften mit Empirie fundiert auf Klassik und ergänzt diese empirisch Annahme: Gesetzmäßigkeiten können erst dann entdeckt werden, wenn Entwicklungen über einen langen Zeitraum hinweg beobachtet werden fordert eine induktive Bestätigung deduktiv abgeleiteter Zusammenhänge
  • Induktion von empirisch beobachtbaren Phänomenen wird auf allgemeingültige Zusammenhänge geschlossen Empirie --> Theorie
  • Deduktion von gegebenen Prämissen wird auf logische Konsequenzen geschlossen die Empirie dient dann dem Beleg der These, die These wird jedoch nicht aus dem empirischen Material abgeleitet Theorie --> Empirie
  • Neue Deutsche Historische Schule vehementere Kritik gegen die Methodik der Klassik  fordert faktenbasierten Theoriebildung, in der allgemeingültige Thesen Ergebnis und nicht Ausgangspunkt der Überlegungen darstellen führte gezielt gesellschaftliche Institutionen und deren Rolle gesellschaftlichen Entwicklungsprozess in die Analysen mit ein 
  • Amerikanischer Institutionalismus stellt Organisationskultur in den Mittelpunkt der Betrachtung forderten (wie die DHS) eine empirische Untermauerung von Theorien
  • Österreichische Schule Abkehr von der Analyse von Gleichgewichtsbedingungen, da ein Gleichgewicht aufgrund von Marktunvollkommenheiten ohnehin nicht zu erreichen sei daher Analyse von Anpassungsprozessen abseits des Gleichgewichts stellt das Individuum in den Mittelpunkt der Betrachtung und widmet sich der Ableitung von Gesetzen menschlichen Handelns Aussage: da Menschen nutzenmaximierend sind, sind sehr wohl allgemeingültige Aussagen durch Deduktion möglich
  • Freiburger Schule auch: Ordoliberalismus beschränkt sich auf die Untersuchung der Ausgestaltung eines optimalen Institutionenrahmens
  • Neue Institutionenökonomik befasst sich mit der Entstehung, Wirkung und optimaler Ausgestaltung von Institutionen umfasst sowohl positive als auch normative Theoriebestandteile
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  • positive Theorie beschreibt Entstehung und Wirkung von Institutionen beschäftigt sich mit den Fragen: - warum es überhaupt Institutionen gibt - wie sie entstehen - warum sie notwendig sind - wie sie gestaltet sind - wie sie wirken
  • normative Theorie/Analyse beschäftigt sich mit der Ausgestaltung von Institutionen mit bestmöglicher Wirkung sind eng mit den Antworten aus der positiven Theorie verbunden