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PMG Projektmanagement (Fach) / PVA 2 (Lektion)
- Wann spricht man (grundsätzlich gesehen) von einem Problem? Ganz grundsätzlich wird dann von einem Problem gesprochen, wenn der „IST-Zu-stand“ massgeblich vom „SOLL-Zustand“ abweicht; dies ist natürlich immer eine sub-jektive Einschätzung. Und übrigens: Bevor an der Lösung des Problems gearbeitet werden kann, muss das Problem auch zuerst richtig erkannt worden sein.
- Welche Vorteile sehen Sie im strukturierten Vorgehen bei der Erarbeitung von Lö-sungsvarianten? Je grösser/höher die Komplexität eines Systems ist, umso risikoreicher ist es eine Lö-sung, nur der Intuition und dem Gefühl folgend, festzulegen. Methodisches, strukturier-tes Vorgehen wie vom Problemlösungszyklus vorgegeben, engt (vom Groben ins De-tail schreitend) kontinuierlich das Betrachtungsfeld ein und ermittelt durch analytisches Vorgehen mehrere machbare Varianten / Lösungen, woraus dann die für das Unter-nehmen optimale Lösung gefunden wird.
- Wovon hängt die Entscheidung ab, WER an WELCHEM Projekt eingesetzt / beteiligt wird? Nennen Sie 5 Argumente. Kriterien sind: ▪ Art des Projektes ▪ Grösse des Projektes ▪ Bedeutung des Projektes ▪ Art und Anzahl der betroffenen Bereiche ▪ Spielraum der Termine ▪ Kostendruck ▪ Vorschriften etc.
- Nennen Sie je 4 Vorteile und Nachteile einer Matrix-Organisation sowie 4 Einsatzkriterien für diese Organisationsform. Vorteile: ▪ Kleiner Umstellungsaufwand, da kaum Eingriffe in die Linienorganisation nötig sind ▪ Mehrheitlich problemlose Rekrutierung ▪ Gute Akzeptanz (Identifikation) ▪ Flexibler Personaleinsatz ▪ Guter Informationsfluss Nachteile: ▪ Wettbewerb um Ressourcen ▪ Konfliktgefahr zwischen Projektleiter und Linienchef ▪ Hoher Koordinationsaufwand zwischen Tages- und Projektgeschäft ▪ Unsicherheiten beim Mitarbeiter (bei fehlender Integration) ▪ Benötigt vorgesetztes Gremium Einsatzkriterien: ▪ Grössere und bedeutungsvolle Projekte ▪ Mittlere Projektdauer ▪ Viele Schnittstellen ▪ Mittlerer Komplexitätsgrad ▪ Bedürfnis nach zentraler Steuerung
- Gestalten Sie ein „Standard-Projektauftrags-Formular“ und vergleichen Sie ihn mit dem Auftragsformular Ihrer Firma (was ist gut? weniger gut? was fehlt? Etc.). Ziehen Sie die entsprechenden Folgerungen. Die Lösung ist individuell. Achten Sie jedoch darauf, ob Begründung, Nutzenerwartung und Konsequenzen bei Nichtrealisierung des Projektes Erwähnung finden. Nur hieraus kann die unternehmerische Rechtfertigung für die Realisierung eines Projektes abgeleitet werden.
- Nennen Sie einen gewichtigen organisatorischen Grund, warum es in einer Projektor-ganisation ein Entscheidungsgremium braucht. Die Entscheidungsfindung via Unternehmenshierarchien (Linien) dauert normaler-weise viel zu lange. Da Projekte zeitlich befristet sind, kann man es sich nicht leisten, auf Entscheide zu warten und dabei Zeit zu verlieren. Deshalb brauchte es ein Entscheidungsgremium, das sofort (d.h., wenn das Problem ansteht) bzw. ad hoc Ent-scheide treffen kann.
- Welche übergeordneten Qualifikationen sollten Projektmitarbeitende aufweisen, um optimal in einem Projekt mitzuarbeiten? Nennen Sie 5 Beispiele. Qualifikationen von Projektmitarbeiter/-innen: ▪ Beherrschung des Fachbereiches (Spezialist) ▪ Kontaktfreudigkeit ▪ Bereitschaft zur Teamarbeit ▪ Gute Auffassungsgabe ▪ Engagement ▪ Belastbarkeit etc.
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