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Sportökonomie (Fach) / Sportökonomie 2 1-6 (Lektion)

Sportökonomie 2

Diese Lektion wurde von Sashakoehl erstellt.

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  • Aufgabe 1.1 Was verstehen Sie unter Sport und Sportbusiness? Aufgabe 1.1 Für Sport gibt es keine exklusive Definition. Vielmehr ist die Definition des Sports abhängig von der gewählten theoretischen Perspektive, die vielfach vom weiteren Kontext des Gebrauches des Begriffes abhängt. Um generell den Sport und das Sportbusiness theoretisch einzuordnen, kann auf allgemeine Theorien rekurriert werden. Der Ansatz der Systemtheorie beschreibt den Sport als ein auf und über körperliche Leistungskommunikation spezialisiertes Funktions­system, das maßgeblich mit der Wirtschaft und den Medien zum Sportbusiness gekoppelt ist. So entstehen unterschiedlichste Märkte für den aktiven und den passiven Sport. Versucht man sich konkret der wirtschaftlichen Bedeutung des Sports anzunähern, ist eine weitere Konkretion des Sportbegriffes sinnvoll, wie dieses beispielsweise in der „Vilnius-Definition des Sports" geschehen ist.
  • Aufgabe 1.2 Was versteht man unter dem „Satellitenkonto des Sports" und warum hat man es ins Leben gerufen? Aufgabe 1.2 Um die volkswirtschaftliche Bedeutung, die wirtschaftlichen Dynamiken und die Beschäftigungseffekte des Sports in Europa statistisch belastbar und europaweit vergleichend darstellen zu können, haben die Sportminister der EU vorgeschlagen, eine entsprechende Berechnung auf Basis der Volkswirt­schaftlichen Gesamtrechnung (VGR) durchzuführen. Dabei werden die VGR ergänzende Input-Output-Tabellen angelegt, die die zentrale Statistik quasi umkreisen, sodass von Satellitenkonto gesprochen wird.
  • Aufgabe 1.3 Wie hoch ist die wirtschaftliche Bedeutung des Sports in Deutschland? Aufgabe 1.3 Es liegen unterschiedliche Studien zur wirtschaftlichen Bedeutung des Sports vor, die sich teilweise methodisch und inhaltlich unterscheiden. So errechnet TROSIEN einen sportökonomischen Wert von 50 Mrd. Euro p.a., während PREUSS u. a. von fast 93 Mrd. Euro p. a. ausgehen. Jeweils wird der aktive Sport wesentlich höher eingeschätzt als der Zuschauersport.
  • Aufgabe 1.4 Über welche Umsatzarten verfügen Sportclubs und wie hängen diese zusam-men? Aufgabe 1.4 Verkauf von Werberechten (Sponsoring), Verkauf von medialen Rechten, Ver­kauf von Eintrittskarten und weitere Spieltageinnahmen, Transfers von Spie­lern, Verkauf von Merchandisingartikeln und Lizenzrechten und Sonstiges, wie z. B. der Verkauf von Eigenanteilen (Unternehmensaktien) und Emission von Anleihen. Es ist sportartenübergreifend nicht möglich, die einzelnen Arten eindeutig zu ranken. Bezogen auf den Fußball, für den aussagekräftige Zahlen vorliegen, stellt sich die Bedeutung entsprechend der oben gewählten Reihen­folge dar. Bei anderen Sportarten nehmen die Medienrechte teilweise einen nur geringen Anteil ein. Eine gemeinsame Klammer finden die Einnahmequellen in der Marke. Die Markenpolitik nimmt heute für professionell arbeitende Sportclubs einen zentralen Stellenwert ein. Dabei steht im Mittelpunkt, kon­sistente Erwartungsstrukturen bei den Zuschauern und weiteren Stakeholdern wie Medien oder Sponsoren aufzubauen, die zu höheren und regelmäßigen Umsätzen führen sollen.
  • Aufgabe 2.1 Welche Aufgabe schreibt man eingetragenen Sportvereinen zu und welche zentralen Anforderungen müssen sie nach dem BGB erfüllen? Aufgabe 2.1 Sportvereine bilden die organisatorische Basis des deutschen Sports. Nur durch Mitgliedschaft im Verein ist es möglich, am offiziellen Ligawettbewerb teilzu­nehmen. Er genießt Schutzrechte, z. B. steuerliche. Er muss nach dem BGB eine Vereinigung mehrerer Personen sein, sich für die Erreichung ideeller Ziele einsetzen, - auf längere Dauer angelegt sein, - unabhängig vom Wechsel der Mitglieder, - eine Organisation mit einem Namen sein.
  • Aufgabe 2.2 Was sind die grundsätzlichen Funktionen von Sportverbänden? Nennen Sie den Verband, der in Deutschland die höchste Hierarchiestufe darstellt. Aufgabe 2.2 Sportvereine sind Mitglieder in Sportverbänden, die sich als territorial (z. B. auf Bundeslandebene) und sportartenspezifisch (z. B. Fußball) differenzie­ren. Ein Sportverband ist damit ein Zusammenschluss aus Sportvereinen. Die Sportverbände haben grundlegend die Funktion der Bündelung und Artikula­tion von Interessen, der politischen Mitwirkung sowie Vermittlung zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Auf oberster Ebene fungiert der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der sowohl den Breitensport als auch den Leistungssport vertritt.
  • Aufgabe 2.3 Welche Sportfachverbände sind in Deutschland die mitgliederstärksten und wie verhält sich dieses im Vergleich zu Mitgliedschaften in privatwirtschaftlichen Fitnessstudios Aufgabe 2.3 Die mitgliederstärksten Sportfachverbände in Deutschland sind Deutscher Fußball-Bund, Deutscher Turner-Bund, Deutscher Tennisbund, Deutscher Schützenbund, Deutscher Leichtathletik-Verband. Obwohl der DFB mit mehr als 6 Mio. Mitgliedern der größte Sportfachverband der Welt ist, sind mit ca. 7,31 Mio. Menschen noch mehr Personen Mitglied in Fitnessstudios. Diese Entwicklung hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Damit stellen Fitnessstudios und auch weitere private aktive Sportangebote wie z. B. Fußball­schulen attraktive Angebote bereit, sich sportlich zu betätigen.
  • Aufgabe 2.4 Wie können der Stellenwert des Sporttourismus in Wissenschaft und Sportbusinesspraxis sowie die Marktstruktur des aktiven Sportreisemarktes beschrieben werden? Aufgabe 2.4 In der allgemeinen Tourismuslehre ist der Sporttourismus bislang nicht fest verwurzelt. Es lassen sich nur vereinzelt Hinweise auf den Sport in der Stan-dartliteratur finden. Sportreisen stellen demnach eine bestimmte Reiseart dar, die anzeigt, warum verreist wird. Ökonomisch ist der Anteil der Sportreisen als Teil der sportbezogenen Wertschöpfung bei ca. 14 Mrd. Euro zu taxieren. In Studien wird herausgestellt, dass Sportveranstalter häufig auf ein dezidiertes Destinationsmanagement verzichten und somit ökonomische Chancen ver­streichen lassen. Der aktive Sportreisemarkt, also Reisen, die gebucht werden, um selbst Sport zu treiben, ist durch wenige große Anbieter, mehrere mittlere Anbieter sowie eine Vielzahl von Kleinstanbietern gekennzeichnet.
  • Aufgabe 3.1 Wie lassen sich die Umsätze der wichtigsten deutschen Sportligen vergleichend einordnen? Aufgabe 3.1 Die wichtigsten Sportarten mit den dazugehörigen Ligen sind in Deutschland in Fußball (Bundesliga, 2. Bundesliga DFL), Eishockey (Deutsche Eishockey-Liga DEL), Handball (Handball-Bundesliga HBL) sowie Basketball (Basketball-Bundesliga BBL) zu sehen. Im Vergleich schlagen bei den Fußballclubs der 1. und der 2. Liga die höchsten Umsätze zu Buche, darauf folgen die DEL-Clubs von den Clubs der HBL und der BBL. Bezogen auf die Umsätze der Gesamtliga platziert sich die DEL noch leicht vor der BBL
  • Aufgabe 3.2 Welche maßgeblichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bestehen zwischen der DEL und der H BL in Struktur und Vermarktung? Aufgabe 3.2 Die DEL ist die einzige Liga in Deutschland, die amerikanische Prinzipien der Ligen- und Cluborganisation eingeführt hat. Die Liga hat sich vom Verband abgekoppelt und finanziert sich komplett selbst, wenngleich sie außerordentli­ches Mitglied des Verbandes bleibt. Ein Aufstieg aus der Liga ist nur wirtschaft­lich, nicht aber sportlich möglich (Closed Shop), die teilnehmenden Clubs sind als Kapitalgesellschaften zu führen, die offen für Investoren sind. Dagegen setzt die HBL weiterhin auf die Prinzipien des europäischen Sportsystems, das einen Auf- und Abstieg und somit die Durchlässigkeit des Amateur- und des Profisports zulässt. Dennoch ist die HBL eine eigenständige GmbH, die sich vom Verband abgekoppelt hat, um eigene Interessen besser zu vertreten. Solche Abkopplungen haben in allen großen deutschen Sportligen um die Jahrtau­sendwende stattgefunden, als kommerzielle Gegebenheiten immer stärker in die Welt des Sports Einzug nahmen. Die Handball-Vereine gründen zwar für den wirtschaftlichen Betrieb ebenfalls Kapitalgesellschaften, doch nehmen weiterhin die Vereine am Spielbetrieb teil. In der Vermarktung setzt die HBL auf innovative Sponsoring-Möglichkeiten wie das Namingright der Liga als DKB HBL, das sich im Eishockey noch nicht etabliert hat. In der HBL spie­len die besten Spieler der Welt, die eine internationale Vermarktung leichter ermöglichen als dies bei der DEL der Fall ist. Gemeinsam ist beiden, dass die teilnehmenden Vereine nach wie vor häufig in finanzielle Notlagen kommen und Clubs zwangsabsteigen müssen.
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  • Aufgabe 4.1 Wodurch sind sogenannte Fans charakterisiert und was bedeuten sie für Sport¬akteure? Aufgabe 4.1 Die Fans werden wie auch andere Zuschauer vielfach als das Herzblut des Sports bezeichnet. Sie sorgen für die Stimmung und sind damit ein wichtiger Teil der Inszenierung des Sports. Sie sind mit Attributen versehen wie: - Stehen in den Fankurven - Anfeuerungsrufe und Mitleiden bei Spielen der eigenen Mannschaft - Solidaritäts- und Gemeinschaftsgefühl - Prinzipielle Vereinstreue - Äußere Zeichen der Zugehörigkeit, wie Schals, Mützen etc. ' Männlichkeitsnormen Dennoch sind Fans nur eine mögliche Rollenübernahme im Sport. Auch Familien, Sitzplatzzuschauer und weitere sind wichtige Zuschauergruppen, die durch entsprechende Angebote der Akteure angesprochen werden müssen. Damit verbunden ist auch das Garantieren von Sicherheit, die für das Kommen zum Sport wichtig ist. Zuschauer sind nicht nur als wichtige Ressource im Sta­dion wichtig, sowohl für die Stimmung als auch für die Einnahmen, sondern sind auch als Käufer von Merchandisingartikeln zu nennen. Schließlich sind es zudem die Zuschauer, die von den Sponsoren vor Ort oder medial angespro­chen werden.
  • Aufgabe 4.2 Sie schlagen Ihrem Chef als Marketingleiter eines mittelständischen Unterneh¬mens im Ruhrgebiet vor, vier Business-Seats in der „Veltins-Arena auf Schalke" zu buchen. Wie argumentieren Sie sachlich für das Engagement, weisen aber auch auf den finanziellen Rahmen und weitere Probleme hin? Aufgabe 4.2 Das Buchen von Hospitality-Maßnahmen, z. B. in Form von Business-Seats, ist vor dem Hintergrund der Marketingmaßnahmen eines Unternehmens zu sehen. Daher muss die Maßnahme als Teil des Marketingmix gesehen und ver-argumentiert werden. Das Augenmerk ist dabei auf die einzuladende Zielgrup­pe zu lenken und dezidiert abzugrenzen. Die Risiken der Annahme und auch Annahmeverweigerung müssen bedacht werden, auf die Sie mit dem Hinweis auf die „Compliance-Problematik" verweisen. Mithilfe der Studie des FASPO referieren Sie typische Fälle. Schließlich weisen Sie auf den finanziellen Rah­men hin und klären, wer die Verteilung des Kartenkontingentes nach welchen Regeln übernimmt. So schaffen Sie klare Zuständigkeiten.
  • Aufgabe 5.1 Nennen Sie zentrale Strukturmerkmale des deutschen Fernsehens. Aufgabe 5.1 In Deutschland ist der Rundfunk insgesamt, und damit auch das Fernsehen, stark reguliert. Hintergrund sind die Erfahrungen der Alliierten aus dem Drit­ten Reich, wo der Rundfunk für Propagandazwecke missbraucht wurde. Eine wichtige vertragliche Grundlage stellt der „Rundfunkstaatsvertrag" in seiner jeweils gültigen Fassung dar. Zentral ist das Prinzip des „Dualen Rundfunk­systems", d. h. des Nebeneinanders von öffentlich-rechtlichen Sendern (ARD und ZDF, die zum größten Teil öffentlich finanziert werden) sowie privaten Sendern (zahlreiche Sender wie RTL, SAT.1, Pro7, die sich aus Werbung oder wie Sky aus Gebühren finanzieren). Hier ist auch geregelt, in welcher Art das wichtige Mediensponsoring z. B. von Sportveranstaltungen stattfinden darf. In Deutschland gibt es zahlreiche frei zu empfangende TV-Sender, die die Menschen kostenlos mit einer Vielzahl von Programmen versorgen. Dieses erschwert die Erfolgschancen von Pay-TV erheblich, da Exklusivität in Pro­grammbereichen nur sehr bedingt herzustellen ist, Zahlungsbereitschaft aber daran maßgeblich gekoppelt ist.
  • Aufgabe 5.2 Welche Bedeutung nimmt Sport als fester Programminhalt im Fernsehen ein? Aufgabe 5.2 Insgesamt stellt der Sport eines der wichtigsten Programmgüter dar, das regel­mäßig für höchste Einschaltquoten sorgt. Zahlreiche Sender versuchen sich daher über die Übertragung und Inszenierung von Sport zu positionieren. Die Geschichte zeigt zahlreiche Beispiele, wie die Entwicklung des Formates „ARD Sportschau" oder des „Aktuellen Sportstudios". Beim Pay-TV (in Form des Senders „Sky") ist die Entstehungsgeschichte sowie die weitere Zukunft des Senders abhängig vom Erwerb attraktiver Sportrechte, wie die der Fußball-Bundesliga oder der UEFA Champions League. Die Entwicklung des Fernse­hens ist stark durch seine Möglichkeit der Inszenierung von Sport geprägt. Zu den Top-Fernsehsendungen (nach Einschaltquote) gehören jährlich zum Großteil Sportübertragungen, primär Fußball, aber auch Boxen und Formel 1. Sport gilt nach den Nachrichten (51 %) mit 29 % als beliebtestes TV-Genre.
  • Aufgabe 5.3 Erläutern Sie die Auswirkungen auf das sportliche Regelwerk von Sportarten und belegen Sie dies kurz mit Beispielen aus drei verschiedenen Sportarten. Aufgabe 5.3 Der Sport wirbt mit Regeländerungen um das Interesse der Zuschauer und um die Präsenz in den Fernsehprogrammen. Hintergrund ist, dass nach den Änderungen Fernsehformate und Sendeplätze sowie Übertragungslänge für die Fernsehsender besser zu planen sind und der Sport bzw. die sportliche Leistung für den Fernsehzuschauer transparenter und spannender wird. Die Medien profitieren von besseren Reichweiten, die Unternehmen dadurch von einer besseren Werbewirkung ihrer Sportwerbemittel und der Sport von höheren Einnahmen durch bessere Sponsoring-Verträge. Um sich zuschau­erfreundlich bzw. medienattraktiver zu zeigen, wurde z. B. bei der DTM ein obligatorischer Boxenstop mit Reifenwechsel eingeführt, im alpinen Skisport die Mannschaftswertung bei Weltmeisterschaften und im Tischtennis wurde der Ball von 40 Millimeter auf 38 Millimeter verkleinert. Im letzten Beispiel bedeutet das für die Sportartikelproduzenten die Umstellung ihrer Produk­tion. Theoretisch gesprochen sieht man hier Beispiele, wie sich die einzelnen Gesellschaftsbereiche aufeinander einstellen, damit die gegenseitige Kopplung bestmöglich gelingt.
  • Aufgabe 5.4 Diskutieren Sie, inwieweit der Sportrechtemarkt ein Verkäufermarkt ist. Aufgabe 5.4 Der Sportrechtemarkt stellt sich bezüglich der Machtverteilung im Markt widersprüchlich dar. Ein Verkäufermarkt existiert nur zum Teil im Fußball, konkret bei der Vergabe der Fußball-Bundesligarechte. Für einige andere Sportarten, die nicht unattraktiv für die Fernsehsender sind, wie beispiels­weise Biathlon, Ski Alpin oder auch Handball, kann man von einem Käufer­markt sprechen. Für weitere, medienunattraktive Sportarten wie beispielsweise rhythmische Sportgymnastik oder Badminton ist im Prinzip kein wirklicher Markt vorhanden. Dieses zeigt sich auch im kaum vorhandenen Umsatz aus dem Verkauf von Medienrechten dieser Sportarten. Die Letzteren werden im sogenannten „33er-Vertrag" - in dem Medienrechte von 33 Sportarten des Deutschen Olympischen Sportbundes gebündelt sind - gemeinsam vermarktet.
  • Aufgabe 5.5 Skizzieren Sie überblickartig und beispielhaft Chancen und Gefahren von neuen Medien für Sportakteure. Aufgabe 5.5 Neue Medien sind ein Überbegriff für solche Medien, die sich zur Übertragung ausschließlich digitaler Techniken bedienen. Vor allem sind das Internet sowie Social Media zu nennen. Das Internet bietet über das Erreichen von Homepages unterschiedlichen Akteuren aus Medien und Sport die Möglichkeit, Nutzer der Seiten mit Informationen zu versorgen. Vielfach findet hier über Kontaktfor­mulare etc. auch eine Rückkopplung zum User statt. Wichtigste Internetseiten stellen nach IVW Transfermarkt.de, Sport 1.de sowie Kickende dar. Die Infor­mationsfunktion ist für diese Seiten zentral. Damit ist ein Unterschied zum TV genannt, das die Unterhaltungsfunktion in den Mittelpunkt stellt. Social-Media-Plattformen dagegen sind dagegen solche, die Usern unterein­ander die Möglichkeit geben, in den Dialog zu treten und Meinungen auszu­tauschen. Auch diese Plattformen können genutzt werden, z. B. indem Vereine eigene Social-Media-Kanäle lancieren und Themen in Nutzergruppen aufbrin­gen. Eine redaktionelle Kontrolle ist aber nicht immer möglich, vor allem wenn Themen zum Club etc. außerhalb eigener Vereinsseiten diskutiert werden. Hier kann es zu stürmischen Attacken auf Akteure kommen, die als „Shitstorm" bezeichnet werden. Der Umgang mit Social-Media sollte daher gut geplant und stets kontrolliert werden, um Einflüsse auf Themenbildung nehmen zu können.
  • Aufgabe 6.1 Wie lässt sich Sponsoring definieren? Aufgabe 6.1 Sponsoring bedeutet die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrol­le sämtlicher Aktivitäten, die mit der Bereitstellung von Geld, Sachmitteln, Dienstleistungen oder Know-how durch Unternehmen und Institutionen zur Förderung von Personen und/oder Organisationen in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und/oder den Medien unter vertraglicher Regelung der Leistung des Sponsors und Gegenleistung des Gesponserten verbunden sind, um damit gleichzeitig Ziele der Marketing- und Unternehmenskommu­nikation zu erreichen. Das Prinzip von Leistung und Gegenleistung grenzt Sponsoring von anderen Formen der Unternehmensförderung wie z. B. Mäze­natentum und Spendenwesen ab.
  • Aufgabe 6.2 Lange Sichtbarkeiten und zahlreiche vor allem medial zu erreichende Zuschauer durch Sponsoring-Mittel wie der Bande, dem Trikot oder anderen Werbemittel sind im Sponsoring wichtig für einen Erfolg. Welche weiteren, eher qualitativen Aspekte kennen Sie, um Sponsoring-Mittel vergleichend einzuordnen? Aufgabe 6.2 Neben der Sichtbarkeitslänge und Kontakten sind vor allem die Größe des Werbemittels (On-Screen-Share) sowie die weiteren Wettbewerbereinflüsse (Competitor Influence) zu nennen. Im Besonderen kleine Werbemittel sind oft lange im Bild und erzielen sehr gute Kontaktzahlen, verfügen aber über keinen dominanten Auftritt. Ähnliches gilt, wenn eine Marke immer nur im Kontext mit vielen weiteren Werbemitteln zu sehen ist. Hier kann die Aufmerksam-keitslenkung nur schwer erfolgen. Um schließlich die Werbebotschaft lesen zu können, darf die durchgängige Sequenzlänge nicht zu kurz sein. Auf der anderen Seite dürfen die Sequenzlängen vor allem von statischen Werbemit­teln nicht zu lang sein, da dem Werber ansonsten keine neue Aufmerksamkeit gewidmet wird.
  • Aufgabe 6.3 Wie schätzen Sie den Wettbewerb im Bereich der forschungsbasierten Research-und Beratungsagenturen in Deutschland ein? Nennen Sie zudem zentrale Forschungsbereiche. Aufgabe 6.3 Der Grad der Konzentration ist in diesem Bereich sehr hoch. Lange Zeit gab es ein gefühltes Duopol bestehend aus den unabhängigen Unternehmen SPORT+MARKT und IFM. Zwar gab und gibt es weiterhin Wettbewerber, doch die Marktstellung der beiden Akteure war und ist bestimmend. Beide teilten sich den Markt nach Geschäftsbereichen auf. SPORT+MARKT als befragender Marktforscher, IFM als medienanalytische Instanz. Mit dem Jahr 2005 begann SPORT+MARKT mehr und mehr in das Gebiet von IFM vor­zudringen, und auch umgekehrt bot IFM zunehmend Forschungen wie z. B. „(DAY)-After Recalls" zur Werbeerfolgskontrolle an. Anfang 2000 hatten beide Firmen informell kooperiert, dieses änderte sich aber ab ca. 2005 substanziell, da sich beide als Full-Service-Agentur positionierten. Aus den erbitterten Konkurrenten waren durch die Teilhabe an der RSMG insights Holding nun Kooperationspartner geworden. Seit 2016 besteht mit Nielsen Sport ein neuer, Deutschland stark prägende Akteur, in dem die genannten Marken aufgingen.
  • Aufgabe 6.4 Nennen und erläutern Sie zwei zentrale Projekte der Lobbyvereinigung S20. Aufgabe 6.4 Im Sportbusiness gibt es unterschiedliche Verbände bzw. verbandsartige Orga­nisationen, die ihre Mitglieder gegenüber Stakeholdern vertreten. Wichtig sind vor allem der Fachverband für Sponsoring und Sonderwerbeformen e. V. (FASPO), die Vereinigung der Sportsponsoring-Anbieter (VSA) sowie die S20. Letztere ist ein Zusammenschluss der Sponsoren, die sich durch den früher gegründeten FASPO nicht repräsentiert fühlten. Die S20 weist Arbeitsgruppen aus, die wichtige Themestellungen bearbeiten sollen bzw. Projekte zur Bearbei­tung ausschreiben. Zum einen ist die Gruppe „Recht" zu nennen. Diese hat sich damit auseinandergesetzt, wie mit der komplizierten und teils bedrohlichen Lage der Hospitality-Einladungen umzugehen ist. Resultat war ein Leitfaden, der praktische Hinweise gibt, doch eine Rechtsverbindlichkeit liegt weiterhin nicht vor. Zudem besetzte die Gruppe Nissenschaft" das Thema der Stan­dardisierung einer einheitlichen Währung im Sponsoring. Zwar weiß man, wie Kontakte im Sponsoring zu messen und zu berechnen sind (auf Basis der FASPO-Konventionen), doch eine Beurteilung dieser Kontakte fehlt. Hier ist nach Abschluss des Projektes bislang kein Ergebnis publiziert.
  • Was ist der Duale Aufbau des Sportmarktes - Sportlermarkt (aktiver Markt) - Zurschauermarkt (passiver Markt)
  • Welche Funktionssysteme gibt es im Sport und wie hängen sie zusammen? Triangel der Sportvermarktung Bühler/Nufer FS Sport und Event - Sportvermarkter - Marketingrechte/Sponsoring zu FS Unternehmen/Wirt.  FS Unternehmen und Wirtschaft - Werbeagenturen - Klassische Werbung zu FS Medien FS Medien - Medienvermarkter - Medienrechte TV/Internet zu FS Sport/Event Beziehung FS Sport und Event zu FS Unternehmen / Sport bekommt finanzielle mittel, das Unternehmen kann dafür Werben beim Sport/Event Beziehung FS Sport und Event zu FS Medien / Der Sport gibt Übertragungsrechte ab, bekommt daür finanziele Mittel, die Medien stellen Hintergrundwissen zur Verfügung je nach Recht exclusiv und/oder aktuell Beziehung FS Unternehmen zu FS Medien / Die Unternehmen können sich durch die Medien Vermarkten, dafür Zahlen die Unternehmen Geld
  • Was sind nach Bühler (Triangel des Sports) die wichtigsten Institutionen und Unternehmen des westeuropäischen Sportbusiness? Sportorganisationen Sportrechtevermarkter Sportmarketingagenturen und Dienstleister Sportsponsoren Medien
  • Sportsatelitten Konto "Vilnius Definition" Statische Definition Enge Definition Weite Definition
  • Merkmal zur Klassifikation von Sportligen und deren Ausprägungen Teilnahemvorraussetzung - offene Liga (HBL) - geschlossen Liga (DEL,NFL) - Lizensierung (Lizenzvorraussetzzungen abgesehen von den Sportlichen - Ligagröße (Anzahl der Mannschaften) Meisterschaftsformat - Round Robin (HBL/DFL) - Ausscheitungswettkampf (KO Runde CL, ATP)- Kombination von Formaten (CL "Vorrunde und KO Runde") Einnahmengenerierung - Zentral (TV Rechte DFL) - Dezentral (Ticket, Merchendising vom Verein) Einnahmenverteilung - Ausmaß der Umverteilung ("1.2.BuLi" durch ein Umverteilungsschlüssel) - Kriterien der Umverteilung Klubverfassung - Vereinform - Kapitalgesellschaft (Profibereich wird ausgegliedert) Spielerbindung und allokation - Reservierungsklausel (bindet Spieler gesamte Karriere) - Draft System (Beste Nachwuchspieler für schlechteste Team) - Gehaltsobergrenze ("Salery Caps" Gehaltobergrenze) - Kaderrestrektion (Spieler Anzahl begrenzt) - Transfer und Kompensationsbestimmungen (Fifa Financial Fair Play Regelung, Bosman Urteil)
  • Gestaltungsformen von sportlichen Wettkämpfen? - der symmetrische Winner takes all Wettbewerb Identische Fähigkeiten und ausgeglichener Wettkampf, "Anreizkompatilität und Rationalität" - des asymetrische 2 Athleten Wettbewerb einer der Teilnehmer ist deutlich überlegen, "schwaches Preisgefälle, Screening, Startgelder" - der asymmetrische Wettbwerb mit mehrer Teilnehmern die Teilnehmer sind deutlich unterschiedlich von der Leistung, "2. Preis", "schwaches Preisgefälle bei hohem Leistungsunterschied oder hohes Preisgefälle bei ähnlicher Leitung".
  • Folgemärkte des aktiven Sportkonsums 1. Sportartikel und Sportfachhandel Umsätze in Outdoor, Ski, Lifestyle, Laufen, Fussball, Badesport etc. Umsatz 2017 ca. 8 Mrd. Euro 2. Sporttourismus Sportreisen ca. 14 Mrd. Euro (Studie nach Preuß) - privat veranlasste Reise (aktiv Freizeitsportler) - passiver Sport (passiv Sportzuschauer) - betrieblichveranlasste Reise (aktiv Profisportler oder passiv Betreuber, Journalist)
  • Verflechtung des Sports mit der Wirtschaft nach Dimitrov Private Haushalte - Sportausgaben, Arbeitsmarkt  Nachgelagerter Bereich - Medien Sportbranche - Schulsport, Sportverein und Organisationen, Sportveranstaltungen Vorgelagerter Bereich - Herstellen und Verkauf von Sportartikel, Sportinfrastruktur Unternehmen - Werbung, Sportsponsoring Staat - Sportausgaben, Steuereffekte, Sportförderung Ausland - Sportausgaben, Sportmärkte  Umwegrentabilität - eine Gesunde Bevölkerung durch Sport, erhöht die Steuereinnahmen, weil weniger Krankheitstage.
  • Was ist das BIP? Das Bruttoinlandsprodukt, gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen an, die während eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden, nach Abzug aller Vorleistungen.