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Markt und Staat (Fach) / Lektion 6 - Korrekturbedarf bei allokativem Marktversagen (Lektion)

Lektion 6 - Korrekturbedarf bei allokativem Marktversagen

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  • Grund für Über-/Unterversorgung mit Gütern bzw. Über-/Unternutzung von Produktionsfaktoren liegt häufig daran, dass die Marktteilnehmer bei rationalem, nutzenmaximierendem Verhalten nicht alle Folgen ihrer Entscheidung berücksichtigen können oder müssen --> verantwortlich hierfür sind (allokative) externe Effekten
  • externe Effekte liegen vor, wenn ein Akteur nicht alle Handlungsparameter bzw. Güter kontrollieren kann von denen sein Nutzen abhängt Formel: U = (xi,.....xn; y) Der Nutzen (U) hängt nicht nur von den n Aktivitäten bzw. Gütern (xi....xn) ab, die der Akteur selbst kontrolliert, sondern auch von mindestens einer Aktivität (oder Gut) y, die andere Akteure kontrollieren
  • Technologisch externe Effekte die Produktions-/Nutzenfunktion eines Wirtschaftssubjekts wird direkt (physisch) positiv oder negativ durch die Aktivitäten eines Anderen beeinflusst ohne dafür Kompensation zu erhalten --> es liegt Marktversagen vor können positiv (Zusatznutzen, Zusatzgewinn) oder negativ (Nutzeneinbußen, Mehrkosten) aus Sicht des Betroffenen sein
  • Private Kosten/Nutzen & Soziale Kosten/Nutzen fallen im Rahmen der technologisch externen Effekte an private Kosten/Nutzen (PK/PU) --> fallen bei einem Akteur selbst an soziale Kosten/Nutzen (SK/SU) --> fallen bei der Gesamtheit der Akteure an Vorzeichen und Ausmaß externer Kosten oder Nutzen (EK, EU) werden durch die Differenz zwischen privaten und sozialen Kosten bzw. Nutzen bestimmt: EK = SK - PK bzw. EU = SU - PU
  • Pekuniäre externe Effekte entstehen durch das normale Wirken des Preismechanismus Bsp. S/W-Fotos vs. Farbfotos --> kein Marktversagen und damit keine Rechtfertigung für ein staatliches Eingreifen
  • Psychologische externe Effekte treten auf, wenn die individuellen Nutzenbewertungen von Wirtschaftssubjekten voneinander abhängen - ein Akteur, dessen Nutzen von dem anderer positiv beeinflusst wird ist gutwillig eingestellt (z.B. Freude ehrenamtlicher Helfer geholfen zu haben) - wird sein Nutzen dagegen durch Neid und Schadensfreude gegenüber Dritten mitbestimmt, besteht ein negativer Zusammenhang und der Akteur ist böswillig eingestellt (z.B. ständer Neid auf Dinge anderer) die zu optimierende Zielfunktion U eines Wirtschaftssubjekts hängt von n Aktivitäten ab, die es selbst kontrolliert und von mindestens einer Nutzengröße V eines anderen Akteurs psychologisch externe Effekte sind vor allem für Verteilungsfragen und deren Lösung relevant
  • Ursachen für allokatives Marktversagen - technologisch externe Effekte - die effiziente Marktallokation im neoklassischen Modell der vollständigen Konkurrenz basiert auf praxis- und realtitätsfernen Annahmen --> die Nichterfüllung dieser Annahmen kann zu allokativem Marktversagen führen
  • Marktmacht Ursache für allokative Ineffizienz kann sowohl auf der Produktions- als auch auf der Konsumseite entstehen kann zur Beschränkung des Wettbewerbs, zur Abschottung des eigenen Marktes und zur Ausbeutung der Transaktionspartner genutzt werden dauerhafte Marktmacht zeigt ordnungs- und wettbewerbspolitische Handlungsdefizite an, die zu beseitigen sind in manchen Fällen sollte dauerhafte Marktmacht bestehen bleiben --> natürliches Monopol
  • Fixkostendegression häufigster Grund für sinkende Durchschnittskosten Fixkostenanteil pro Stück sinkt bei steigender Menge --> Ursache: Unteilbarkeit der fixen Produktionsfaktoren langfristig gesehen sind (fast) alle Produktionsfaktoren variabel
  • Subadditivität allgemeine Bezeichnung unterschiedlicher Fälle von Unteilbarkeit Bei Subadditivität sind die Gesamtkosten K eines Bündels von n Aktivitäten geringer als die Summe der Standalone-Kosten K(xi) Standalone-Kosten = Kosten eines Gutes die anfallen würden, wenn das Gut nicht im Verbund produziert würde
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  • Auswirkung externer Kosten im Marktgleichgewicht - die sozialen Kosten werden vom Anbieter nicht berücksichtigt - eine Berücksichtigung der sozialen Kosten führen zu einer Verschiebung der Angebotskurve nach oben links --> der Gleichgewichtspreis verschiebt sich nach oben links, so dass der Preis im sozialen Optimum entsteht --> die produzierte Menge verringert sich --> Folge: es wird weniger zu einem höheren Preis angeboten, was zu einer Übernutzung der Ressourcen führt die Übernutzung führt zu einem Wohlfahrtsverlust und einer verzerrten Wiedergabe der Knappheitsrelation (--> allokatives Marktversagen)
  • Aufgabe der Wirtschaftspolitik bei allokativem Marktversagen aufgrund von externen Effekten - Vermeidung von Externalitäten - Korrektur des Marktversagen
  • Auswirkung externen Nutzens im Marktgleichgewicht - der soziale Nutzen wird vom Konsumenten bei seiner Preisbereitschaft nicht berücksichtigt - externer Nutzen führt zu einer Unterversorgung, da die Preisbereitschaft niedriger ist als sie eigentlich sein sollte --> Nachfragekurve verschiebt sich bei Berücksichtigung des sozialen Nutzens nach rechts oben --> der Preis im sozialen Optimum erhöht sich & die nachgefragte Menge erhöht sich die Unterversorgung führt zu einem Wohlfahrtsverlust und einer verzerrten Wiedergabe der Knappheitsrelation (--> allokatives Marktversagen)
  • Gewinnmaximum im Monopol im "Normal-Fall" eines Monopol sind die Grenzkosten und die Durchschnittskosten steigend das Gewinnmaximum liegt im Schnittpunkt von Grenzerlös und Grenzkosten (GE = GK) ohne Monopol liegt der Preis für ein Produkt ebenfalls im Schnittpunkt von GE und GK (Preis = GE = GK) im Monopol produziert das UN die gleiche Menge, erhöht den Preis allerdings bis zur Nachfragekurve (= Linie vom eigentlichen Schnittpunkt senkrecht nach oben bis zur Nachfragekurve)
  • Folgen des Monopols Marktmacht --> Monopolist kann Preis über die Grenzkosten treiben zudem muss der Preis über den Durchschnittskosten liegen Konsumentenrente sinkt, Produzentenrente steigt --> Umverteilung von Konsumenten zu Unternehmen die Wohlfahrt sinkt!
  • Begründung der Aussage, dass ein Monopol positiv für eine Gesellschaft sein kann F&E ist kostspielig die Aussicht auf ein Monopol nach Investition in F&E sorgt als Anreiz für ebenjene Investition Monopole dienen damit der Förderung der Innovation rechtfertigt staatliche Eingriffe zur Gewährung von Monopolen in Form von Patenzrechten
  • das natürliche Monopol Voraussetzung: sinkende Durchschnittskosten, die über den Grenzkosten liegen Folge: Durchschnittskosten liegen über dem Preis, den UN im Wettbewerb veranschlagen können --> da auf diese Weise nur Verlust entstehen würde, würden die UN die Produktion einstellen im Monopol liegt der Preis für ein Gut aber über den DK, womit die Produktion für den Monopolisten lohnend ist  --> das Produkt wird nur im Monopol angeboten (z.B. Wasserversorgung) --> das Monopol wird als geringeres Übel in Kauf genommen (z.B. keine Wasserversorgung wäre viel schlimmer als das Monopol) --> Folge: häufig staatliche Monopole / Versorgungsmonopole
  • negative technologische Effekte sind die Folge unvollständiger Durchsetzbarkeit von Eigentumsrechten Konsequenz: Soziale Kosten bzw. Nutzen sind ungleich Private Kosten bzw. Nutzen Korrektur durch Internalisierung
  • negative technologische Effekte sind die Folge unvollständiger Durchsetzbarkeit von Eigentumsrechten Konsequenz: Soziale Kosten bzw. Nutzen sind ungleich Private Kosten bzw. Nutzen Korrektur durch Internalisierung
  • Folgen von Subadditivität Bei Subadditivität ist Marktmacht unvermeidlich, da sonst eine Unterversorgung entstehen würde --> z.B. natürliches Monopol