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Pädagogische Psychologie 2 (Fach) / ATI (Lektion)
Psychologie
Diese Lektion wurde von Elena912 erstellt.
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- ATI steht für Aptitude-Treatment-Interaction
- ATI = Wechselwirkung zw. Fähigkeit (Lernvoraussetung/Lernermerkmal) und Behandlung (Methode
- Historie der ATI-Forschung: 4 vor Chr.: Überlegungen, Unterricht an Eigenschaften der Kinder anzupassen 1928: im empirisch-pädagogischen Bereich: Überlegungen, zu Verbesserung der Lehre 1957: Aufkommen des Problems: Cronbach spricht zum ersten mal an, dass man das experimentelle und differentielle Nutzen sollte, um den Unterricht zu verbessern 1968: Klauer (Serie von experimentellen Studien) 1980er: Höhepunkt der Forschung 2007: Große und Renkel: Sind Varianten des Lernen von ATI beeinflusst? 2009: Seufert, Schütze und Brücken: differenzierte Lerneffekte beim multimedialen Lernen Heute (2012): abgeflaute Forschung
- Zentrale Begriffe der ATI-Forschung Darbietendes und entdeckenlassendes Lernen Effektivität und Effizienz -> Verbesserung, Lernzuwachs in kurzer Zeit
- Was ist für schlechte Schüler geeignet? Regellernen, optisch
- Was ist für gute Schüler geeignet? irrelevant, kein Unterschied
- Warum optisch bei schlechten Schülern? unmittelbares Behalten und intellektuel weniger beanspruchend visomotorisches Lernen ist weniger intelligenzabhängig
- bei 100% Selbstkontrolle schnelleres Lernen
- bei 50% Selbstkontrolle besseres Behalten
- Ziel der ATI-Forschung Anpassung der Lehrmethoden und Lehrumwelt an Lernende (homogene und heterogene Gruppe)
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- Kritik an der ATI-Forschung: cum grano salis methodische Mängel Probleme bei der Replikation Analysen nur zweifaktoriellmöglich (weil mehrfaktorielle Ergebnisse nicht interpretierbar) keine Beobachtungsverfahren subjektiver Lernerfog ist nicht objektiver Lernerfolg (nur dieser wird gemessen)
- Neue Wege der ATI-Forschung Trait-Treatment-Interakiton differenzierende Möglichkeiten durch neue Medien Lernzuwachs durch bestimmte Merkmale einer Instruktion
- Trait-Treatment-Interaktion Nach eigenschaftstheoretischem Ansatz vermehrtes Eingehen auf Vorwissen und Persönlichkeitseigenschaften (z.B. Intelligenz), um Lehr-Lern-Prozesse zu individualisieren und zu optimieren Interventionen an spezielle Hintergründe der Lehrenden anpassen, sodass Benachteiligungen abgebaut und Motivation gesteigert werden
- Lernzuwachs durch bestimmte Merkmale einer Instruktion strukturierte Instruktion (Snow) vs. freie Lernumgebung (Helmke und Akren)
- ATI und Angebot-Nutzungs-Modell Angebot-Nutzen-Modell: Angebot und Nutzen immer im Wechselspiel (= ATI)
- Heterogene Befunde in der ATI-Forschung, aber Je ungünstiger die Lernvoraussetzungen, desto günstiger strukturierte / lehrergesteuerte Lerarrangements Bei günstigeren Lernvoraussetzungen ist mehr Autonomie hilfreich Bei günstigen Lernvoraussetzungen kann eine schlechte Lehrqualität eher kompensiert werden