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Kunst JS 2 (Fach) / Fachbegriffe Architektur (Lektion)
Begriffe, die zur Werkbetrachtung der Architektur verlangt werden.
Diese Lektion wurde von lerner erstellt.
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- Akanthus Distelart des Mittelmeerraums wird in klassischen Ornamenten an korinthischen oder Komposit-Kapitellen verwendet
- Apsis halbrunde/ polygonale Nische, häufig mit Halbkuppel überdeckt (Beispiel: Apsiden in der Eingangsloggia der Villa Pisani)
- Barchessa traditionelles Scheunengebäude in der Region Treviso, Venetien dessen Dach überdeckt einen Laubengang/ Arkade an der Südseite (Beispiel: Villa Barbaro, Villa Emo)
- Dorische Ordnung Säulenordnung: schlichtes, tellerförmiges Kapitell (weist verschiedene Profilierungen auf) komplexes Fries im Säulengebälk aus abwechselnden Triglyphen und Metopen gilt als Sinnbild männlicher Tugenden (Beispiel: Villa Emo)
- Gewölbe gekrümmte Raumdecke um Interieurs zu beleben Tonnengewölbe hat einen halbkreisförmigen Querschnitt
- Giebelfeld Dreiecksgiebel eines Tempels Palladio übernahm ihn in kleinerem Maßstab für Wohnhäuser: über Hauseingängen, Portiken, Türen und Fenstern
- Ionische Ordnung Säulenordnung: ionisches Kapitell mit dekorativen, an Widderhörner erinnernde Voluten oder Schnecken bevorzugt von Palladio (Beispiel: Portiken der Villa Rotonda)
- Kämpfer oberster Teil einer Stütze, häufig in Blockform, aus ihm enspringt ein Bogen meist aus Stein in Palladio-Villen oft aus verputztem Backstein
- Kanneluren senkrechte Rillen mit konkavem Profil im Säulenschaft Palladios Backsteinsäulen konnten nicht kanneliert werden, deshalb setzte er nur selten kannelierte Säulen ein
- Kapitell Kopfstück einer Säule oder eines Pfeilers in der Regel aus behauenem Naturstein Bei Palladio aus verputztem/unverputztem Backstein
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- Kompositordnung klassische Säulenordnung: Gestaltung von Säulen und Gebälk ist aufeinander abgestimmt verbindet ionische Voluten mit korinthischen Akanthusmotiven bei Landhäusern verwendete Palladio diese Ordnung kaum
- Korinthische Ordnung (athenische Ordnung) Säulenordnung: Kapitell mit stilisierten Akanthusblättern
- Oculus wörtl.: Auge Rundfenster/ runde Öffnung im Scheitel einer Kuppel (Beispiel: Villa Rotonda)
- Portikus ursprüngl.: Tempelvorhalle mit Säulen und Giebelfeld Palladio übernahm es für Eingangsbereiche und Loggien an Villen
- Rustika (Bossenwerk) Mauerwerk aus roh behauenem Stein mit buckeliger Vorderseite und breiten Fugen mit strak plastischer Wirkung Palladios Rustika war aus Haustein/ verputztem Backstein Palladio verwendete Rustika meist an Pallazi, gelegentlich an Villen
- Säule Grundelement der klassischen Architektur setzt sich aus Basis, Schaft und Kapitell zusammen freistehend oder auch Wandsäulen
- Säulengebälk horizontales Bauelement, liegt aus Säulen auf, gliedert sich von unten nach oben in drei Teile: Architrav, Fries und Kranzgesims Profilierung nach Vorbild von röm. Ruinen echtes Gebälk oder Reliefband als dekorative Nachbildung
- Säulenordnung Grundlage der antiken Architektur gesamte Anordnung von Säulen und Gebälk 5 Ordnungen: toskanisch, dorisch, ionisch, korinthisch, Kompositordnung Unterscheiden sich in Kapitell, Säulenschaft und Gebälk können einzeln oder kombiniert eingesetzt werden
- Serliana (Palladiomotiv/ venezianisches Fenster) Fensterform mit zentralem Rundbogen, flankiert von zwei niedrigeren, rechteckigen Öffnungen mit geradem Gebälk
- Sockel unterer Teil einer Wand/ Mauer, die sich durch eine andere Dekoration vom oberen Teil abhebt bei Palladios Villen waren die Wandsockel häufig mit illusionistischen Fresken wie aus Marmor gestaltet
- Thermenfenster halbkreisförmiges, durch zwei Pfosten dreigeteiltes Fenster
- Toskanische Ordnung Säulenordnung: schlichteste Säulenordnung, unkanneliert, weit auseinander stehend, schwer von römisch-dorischen Säulen zu unterscheiden Palladio verwendete sie nur an Kolonnaden und Wirtschaftsgebäuden
- Tympanon dreickige Fläche eines Giebelfeldes Palladio verzierte sie häufig mit Wappen des Villenbesitzers
- Mascherone groteske Maske als Ornament am Schlussstein eines Bogens (Beispiel: Villa Barbaro)